DE964096C - Kunstverglasung - Google Patents
KunstverglasungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C5/00—Processes for producing special ornamental bodies
- B44C5/08—Leaded lights
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B3/00—Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
- E06B3/68—Window bars
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 16. MAI 1957
W17156 IVc/ 32 b
Kunstverglasung
Bei den bisher üblichen Kunstverglasungen werden Metallprofile, meist aus Blei oder Messing, in
Form eines mehr oder weniger abgerundeten. Doppel-T zuim Halten der Scheiben verwendet.
Diese Art der Fassung hat verschiedene Nachteile. Der zwischen den Querstäben liegende Steg ist verhältnismäßig
dünn und gegen Ausknicken wenig widerstandsfähig, so daß größere Flächen sich
durch Winddruck oder bei unbeabsichtigten Stößen leicht durchbiegen. Ebenso ist das Auswechseln
einzelner Scheiben sehr schwierig, da stets ein Teil
der Profile entfernt und nachher wieder neu eingelötet werden muß. Die beiden äußeren Querstücke
des Profils sind in ihrer vollen Breite dem Einfluß der Luft und auf der Außenseite der Witterung
ausgesetzt und werden dadurch leicht unansehnlich.
Erfindungsgemäß wird zur Fassung der Scheiben ein kreuzförmiges Profil verwendet, in welchem
die Scheiben durch eingeklebte rechteckige oder rechtwinklige Profile, vorzugsweise aus Kunststoff,
gehalten sind. Abb. 1 zeigt eine Kunstverglasung der bisher üblichen Art, Abb. 2 eine Verglasung
nach der Erfindung.
In Abb. ι ist 1 das doppel-T-förmige Profil, vorzugsweise
aus Metall, mit seinem Mittelsteg 2. In dieses Profil werden von beiden Seiten die Glasscheiben,
3 und 4 eingesetzt. Man sieht aus der Darstellung leicht, daß der verhältnismäßig dünne
Mittelsteg 2 wenig widerstandsfähig gegen Durchbiegungen ist.
In Abb. 2 bildet das rechteckige Profil 5 das eigentlich tragende Konstruktionselement. Es ist
durch zwei, vorzugsweise etwas außer der Mitte
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angebrachte dünne Querprofile 6 zu einem Kreuzprofil ergänzt. Diese Querprofile können aus angelöteten
dünnen Blechstreifen bestehen, aber man kann auch selbstverständlich das ganze Kreuzprofil
aus einem Stück formen.
Die beiden Querprofile 6 dienen als Auflage für die Glasscheiben 3 und 4, die dann beiderseits des
Profils 5 durch die vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Winkelprofile 7 gehalten werden, die an
ίο der in der Zeichnung oberen Seite durch einen geeigneten
Klebstoff einmal am Profil 5 und einmal am Glase 3 beziehungsweise 4 festgeklebt sind. Die
als Auflage dienendien Querprofile 6 auf der in der Zeichnung unteren Seite können ebenfalls durch
Winkelprofile 7, die am Profil 5 und an den Querprofilen 6 festgeklebt werden, abgedeckt sein.
Die Anordnung nach der Erfindung weist gegenüber dem Bekannten ganz bedeutende Vorteile auf.
Die hochkant zur Glasfläche stehenden.' Profile 5 haben ein erheblich größeres Widerstandsmoment
senkrecht zur Glasfläche als die dünnen und niedrigen Mittelstege 2 der bekannten Anordnung nach
Abb. i. Ein Ausknicken ist also nicht zu befürchten. Ein weiterer großer Vorteil ist, daß die ganze
Tragkonstruktion vor dem Einsetzen des Glases fertiggestellt und verlötet werden kann. Durch die
nach dem Einsetzen der Scheiben eingeklebten Winkelprofile 7 gewinnt die Konstruktion weiter
an Festigkeit, während andererseits ein Ausweehsein einzelner Scheiben nach Lösen der Winkelprofile
leicht möglich ist. Die Profile an der Innenseite der Querstege 6 sind an sich-nicht unbedingt
notwendig, falls die Querstege 6 allein genügend tragfähig sind, wenden, aber aus ästhetischen. Gründen
meist angebracht werden. Die der Luft ausgesetzten Außenflächen 8 des Profils 5 sind verhältnismäßig
schmal und daher den Angriffen der Witterung weniger ausgesetzt. Man wird sie, wie dargestellt,
zweckmäßig etwas über die Winkelprofile hervorstehen lassen, was den Vorteil hat, daß sie
beim Putzen stets blank werden. Es ist daher möglich, hierfür auch billigere Metalle, wie Zink, zu
verwenden, da ja der größte Teil des Profils durch die aufgeklebten Winkelprofile abgedeckt ist.
Grundsätzlich ist es auch möglich, die tragenden Profile 5 beziehungsweise 6 ebenfalls aus Kunststoff,
wie dies bei doppel-T-förmigen Profilen in der Kunstverglasung an sich bekannt ist, herzustellen,
doch weisen die zur Zeit verfügbaren Kunststoffe noch nicht die erforderliche hohe Knick- und Stoßfestigkeit
auf und lassen sich beim Aufbau des Traggerüstes nur schwer miteinander verbinden.
Durch die Verwendung der KunststofFprofile 7 lassen sich auch sehr reizvolle ästhetische Wirkungen
erzielen, da man diese Profile in beliebigen Farben herstellen kann und, besonders bei Verwendung
heller Farben, dem Traggerüst für das Auge eine außerordentliche Leichtigkeit geben, kann,
In Abb. 3, 4 und 5 sind weitere Ausführungsbeispiele
der Verglasung nach der Erfindung dargestellt.
In Abb. 3 sind die Glasscheiben 3 schräg angeschliffen
und die seitlichen Auflageflächen 6 des Metallkerns 5 stark verkleinert. Die entstehenden
Hohlräume 9 können dann mit flüssiger oder halbplastischer Kunststoffmasse ausgegossen werden,
die nach dem Einbringen erhärtet und dreieckförmige Profile bildet.
Man kann, bei Verwendung U-förmiger Kunststoffprofile
gegebenenfalls auch die seitlichen, Auflageflächen am Kern ganz weglassen, wie es in
Abb. 4 dargestellt ist. Aus den Metallkernen 5 wird zunächst das Gitter zusammengesetzt, und dann
werden die U-förmigen Profile 10 von einer Seite her aufgeklebt. Dadurch gewinnt man bereits eine
genügende Auflagefläche für die Glasscheiben 3, die eingesetzt und durch das Aufkleben der U-Profile
11 von der anderen Seite festgehalten werden.
Wie Abb. 5 zeigt, sind noch verschiedene Varianten
in der Ausführung möglich. So können beispielsweise an Stelle der rechtwinkligen oder rechteckigen
Profile diese auch als Dreiecksprofile 12 ausgebildet sein. Die Profile können auch den Metalilkern
überragen, und die entstehende Nut kann durch einen vorzugsweise andersfarbigen Kunststoff
streif en 13 ausgefüllt sein. Eine solche Ausführung
ist auch, wie auf der Unterseite der Abb. 5 dargestellt ist, bei Verwendung voller Profile 14
möglich, wenn man diese H-förmig ausbildet und die äußere Nut mit andersfarbigem Kunststoff ausfüllt..
Die Ausführungsbeispiele nach Abb. 5 und 6 haben den Vorteil, daß hierbei der Metallkern
völlig nach außen abgeschlossen ist und man, daher billiges Material verwenden kann, welches nicht
wetterbeständig zu sein braucht.
Claims (8)
1. Kunstverglasung, dadurch gekennzeichnet, diaß zur Fassung der Einzelischeiben ein kreuzförmiges
Profil (5, 6), vorzugsweise aus Metall, verwendet ist, in welchen die Scheiben durch
aufgeklebte, rechteckige oder rechtwinklige Profile (7), vorzugsweise aus Kunststoff, ge- ·
halten sind.
2. Kunstverglasung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Kreuzprofil aus
Metall besteht.
■ 3. Kunstverglasung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querprofile (6)
auf dem Profil (5) aufgelötet sind.
4. Kunstverglasung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenflächen (8) des Metallprofils (5) etwas aus den aufgeklebten Kunststoffprofilen herausragen.
5. Kunstverglasung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Kreuzprofil
ebenfalls aus Kunststoff besteht.
6. Kunstverglasung nach Anspruch 1 bis 3 oder 5, dadurch, gekennzeichnet, daß die seitliehen
Profile (12) den Metallkern (5) überragen
und die entstehende Nut durch ein vorzugsweise andersfarbiges Profil ausgefüllt ist.
7. Kunstverglasung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
schräg angeschliffenen Kanten der Glasscheiben
auf stark verkleinerten seitlichen Ansätzen des Metallkernes aufliegen und die entstehenden;
dreieckigen Hohlräume mit vorzugsweise andersfarbigem, erhärtendem Kunststoff ausgefüllt
sind.
8. Kunstverglasung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall der
seitlichen Ansätze des Kernes (5) einseitig aufgeklebte U-förmige Profile (10) die Auflagefläche
für die Glasscheiben bilden und diese durch von der anderen Seite aufgeklebte Profile
(11) gehalten sind.
9, Kunstverglasung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß H-förmige Profile
verwendet sind, deren äußere Nut durch andersfarbige Kunststoffprofile ausgefüllt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 183 766, 574 474, ao
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 709/176 11.56 (709 514/274 5.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW17156A DE964096C (de) | 1955-07-22 | 1955-07-23 | Kunstverglasung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE350082X | 1955-07-22 | ||
| DEW17156A DE964096C (de) | 1955-07-22 | 1955-07-23 | Kunstverglasung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964096C true DE964096C (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=25828474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW17156A Expired DE964096C (de) | 1955-07-22 | 1955-07-23 | Kunstverglasung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964096C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE183766C (de) * | ||||
| DE574474C (de) * | 1931-07-19 | 1933-04-13 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Verfahren zur Herstellung von Mosaikscheiben, insbesondere Mosaikfenstern |
-
1955
- 1955-07-23 DE DEW17156A patent/DE964096C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE183766C (de) * | ||||
| DE574474C (de) * | 1931-07-19 | 1933-04-13 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Verfahren zur Herstellung von Mosaikscheiben, insbesondere Mosaikfenstern |
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