DE964403C - Ausbau von Abbaustrecken durch hoeheres Ausbrechen der Streckenhoehe - Google Patents

Ausbau von Abbaustrecken durch hoeheres Ausbrechen der Streckenhoehe

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DE964403C
DE964403C DEST1846A DEST001846A DE964403C DE 964403 C DE964403 C DE 964403C DE ST1846 A DEST1846 A DE ST1846A DE ST001846 A DEST001846 A DE ST001846A DE 964403 C DE964403 C DE 964403C
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DEST1846A
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Inventor
Dipl-Berging Heinrich Schulte
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Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie
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Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • Civil Engineering (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Devices Affording Protection Of Roads Or Walls For Sound Insulation (AREA)

Description

  • Ausbau von Abbaustrecken durch höheres Ausbrechen der Streckenhöhe Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung des Ausbaus von Abbattstrecken im Steinkohlen-bzw. Braunkohlentiefbau unter Berücksichtigung der Erhaltung des vorgeschriebenen Querschnittraumes durch Anwendung eines Verfahrens, welches die unvermeidliche Absenkung der Abbaustreckenfirste ausgleicht.
  • Bisher wurde im Steinkohlenbergbau der Ausbau der Abbanstreck-en so eingebracht, wie es die Bergbehörde mit bestimmten Massen vorschrieb. Nach einer geiwiseen Zeit tritt durch den Abbau des Flözes bekanntlich eine Senkung des Hangenden ein, wodurch der freie Raum (Querschnitt) der Ab- baustrecke zusammengedrückt und verkleinert wird. Diese Verkleinerung oder Verengerung der Abbaustrecken ist unerwünscht, jedoch bei der bisherigen Art des Ausbaus unvermeidlich. Es ist auch schon bekannt, beim nachgiebigen Ausbau dien Auffahrungsquerschnitt größer zu wählen, so daß der verlangte #v1,indestquerschnitt auch nach der Zusammendrückung der Strecke als Endquerschnitt erhalten bleibt. Hierbei hat man einen gradieckigen Sti-eckenausbau angewandt und lediglich die Streckenhöhe vergrößert. Die Vergrößerung des Auffahru#ngsquerschn-itts kann auch dadurch geschaffen werden, daß der Grubenausbau einen im wesentlichen eiförmigen Querschnitt erhält. Aus der deutschen Patentschrift 678 332 ist eine besondere Ausführungsform eines solchen eiförmigen Grubenausbaus bekannt, die, dadurch gekennzeichnet ist, daß die zur Firste hin gerichtete Spiitze, mit einem Bc-,vehrungsstück (Schuh) versehen ist, das in eine harte Spitze oder Schneide ausläuft und zwei Fortsätze zur Befestigung der Segmentenden besitzt. Durch diese besondere Ausgesta,ItLing des eiförmigen Grubenausbaus soll mit geringem Werkstoffaufwand eine hohe Druckfestigk.eiit erzielt werden, um das Maß der durch den Gehirgsdruck be-dingten Verkleinerung des Ausbauquerschnittes möglichst gering zu halten.
  • A Auf Grund wissenschaftlicher und precktischer Beobachtungsergebnisse wurde null gefunden, daß das Ausmaß des höheren Ausbruchs sich nach der Entfernung des Streckenstoßes von der anstehenden unverritzten Kohle oder eines anderen festen Randes richten muß. -Nach dem erfindungsgenläßen Verfahren wird das Hangende dreieckförmig derart ausgebrochen, daß die Streckenfirste nach der Strebsoite zu, das ist an der Stelle &#s -röße,ren Gebirgsdruckes, den höchsten Dachpunkt besitzt. Nach langjährigen Grubenbeobachtungen beträgt die durchschnittliche Senkung des Hangenden in einer Entfernung von i in vom festen Rand 3 1/o der Abbaumächtigkeit. Bei :2 in sind es 5 `/Q, bei 3 in 9 1/o, bei 4 in 13 ",/0, bei 5 in 2o O/o, bei 6 in 30,9 0/0 und bei 14111 32,417o der Abbaumächtigkeit (vgl. Senkungskurve i in Abb. i). Liegt die Strecke über 6 in von der festen Kohle oder Abbatikante entferlit, so kommt sie im Gebiet von 6 bis 14 in in eine Zone fast gleich, sfarken Druckes zu liegen, in welcher der bisher angewandtegradeckige Streckenausbau eine gleichmäßige Senkung und eine Vertn kloinerung von obeii hach unten um etwa 3'/c, erfährt. In dieser Zone ist das neue Verfahren dann bei 311/o höherem Ausbruch oben-so angebracht.
  • Die mit dem verfabrens-emäßen Ausbau vorbundenen Vorteile sind folglunde: In hetriehlicher Hinsicht wird erreicht, daß der erforderliche freie Raum (Querschnitt#--und damit die betriebliche Bewegungsfreiheit für die reibungslose Bedienung und 1 listandhaltung der Transportmittel, wie Bänder ilsw., erhalten bleibt. Die Erhaltung des freien Raumes ist feiner von Bedeutung für die Frischluftzufuhr und für den Materialtransport. Ferner sichert die Erhaltung des freien Raumes auch die Funktionsfühigk.eit -, der Gesteinsstaubschranken, deren Wirksamkeit bei Explosionsgefahr gewährleistet sein muß. Diese sind unter der Firste der Strecke eingehängt. Bei einem Abs,inken der Firste von oben nach unten und beim seitlichen Hereinwandern der Stöße-- würden die Staubschranken festgeklemmt und außer Tätigkeit gese-tzt, wodurch eine Vergrößerung des Explosionsbereiches heraufbeschworen würde.,-Durch den erfindungsgemäßen Ausbau der Strecke -wird der Querschnitt gewahrt und dadurch diese Gefahren beseitigt.
  • Aus der französischen Patentschrift 744767 (vgl. Abb. 2o) ist -ein Ausbau von nicht rechteckigem Ouerschnitt7bekannt. Hier ist die Kappe parallel zum Hang&den, aber nicht in das dreieckig ausgebrocherie.--Hangende verlegt. In der Fig. io der französ-i-s-aen Patentschrift 803 6o6 ist ein Grubenausbau tinter Ver-wendung nachgiebiger b 22 Ausbauelernente dargestellt, bei dem die nachgiebige Verbindung'i5 an einer relativ wenig be- anspruchten Stelle-(TeA Ausbaurahmens angeordnet ist, während bei .(16r -'erfindtingsgemäße,#n Ausbau' weise der längenveränderliche Stempel gerade,dazu dient, an der Stelle des größeren Gebirgsdruckes diesen abzuf angen. Der bekannte Ausbruch ist nicht init Rücksicht auf den Gebirgsdruck, sondern nur deshalb. erfolgt um Platz für den bogenföri-nigen Ausbau zu gewinnen. Um den bei der Absenkung auftretenden Gebirgsdruck aufzufangen, hätte der nachgi,eblige Teil der Ausbattelemente umgekehrt an'eo - rdnet werden müssen.
  • Die deutsche Patentschrift 5--21 S-Ii beschreibt einen Grubmausbau. für schwierige Gebirgsverhältnisse durch Polygonzimmerung. Bei dem Ausbau nach Abb. 6 liegt zwar die Kappe schräg, aber nicht ZUM Hangenden, sondern umgekehrt zum Liegendm hin, und mit ihrem höher gelegenen Ende im Versatz. Auch hier geht man von unrichtiger X "enntnis übeir den Senkungs- und Gebirgsdruckvorgang aus.
  • Aus dem Lehrbuch der Ber,-b,%ul,:unde von Heise-Herbst, 6. Auflage, 1941, zweiter Band, S. 84, Abb. 89, ist ein Kniegelenk-Streckenausbau bekannt, bei dem das Hanggende völlig unverletzt bleibt und der schiefeckige Ausbruch in das Liegende hinein erfolgt. Die Kappe wird bei diesem bekannten Ausbau parallel zum Hangenden mittels der Stempel a, und c an das Hangende angedrückt. Im Gegensatz zu dieser bekannten Arbeitsweise wird erfindungsgemäß das Hangende in Abhäng' keit von der berechenbaren, durch Gebirgsdruck auftretenden Senkung in dem erforderlichen Ausinaße dreieckförmig ausgebrochen, damit nach der .'erfolgten Absenkung der gewollte Ausbauquerschnitt entsteht, und als solcher erhalten bleibt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i das Absinken des Hangeriden durch den Abhau des Flözes. In der Zeichnung bedeutet A die Abhaxistrecke, B und C die seitlichen Dämme der Abbaustreckel D das Streb, E das Flöz, F die Streckenfirste, G die Streckensohle, H das Hangende und I das Liegende. Mit i ist die Senkungskurve bezeichnet, die angibt, in welchem prozentualen Ausmaß mit der Entfernung vom Flöz E eine Senkung des Hangenden erfahrungsgemäß eintritt.
  • In. der Abb. 2 wird der erfindungsgemäße, sch-raffiert gezeichnete schiefeckige Ausbruch gezeigt. In dieser Abbildung bedeutet i die Senkungskurve. Die Kurve 2 zeigt die zu den Entfernungen vom F löz E gehörigen prozentualen Erhöhungen des strebs,eitigen Dachpunktes.
  • 111 der Abh- 3 ist die Lage,des Ausbaus vor und nach der Abeenkung der Streckenfirste dargestellt. Die Vorrichtung zur Ausführung des Streckenausbaus brosteht aus dem kürzeren Stempel K, dein längeren Stempel L sowie der Stahlkappe M. Die Stempel K und L sind mit der Kappe _V gelenkartig verhund.en. Beim Ausbau nimmt die Kappe,11 die in der Abbildung gezeigte obere Lage ein und findet einen schiefeckigen -,##,usbatt, da die Streckenfirste zum strehseitigen Damm C hin einen höheren Da,chpunkt N aufweist. Nach %der Absenkung nimmt die Kappe JW eine annähernd horizontale Lage auf, da der Druck des Hangenden auf den Damm C infol,ye seiner größeren Entfernung vom Flö7 größer ist als der auf den Damm B ausgeübte Druck des Hangenden. Dadurch verschiebt sich der labile strebseitige Dachpunkt N in die stabile neue Lage N,1 Neben dem erfindunggsgemäßen dreickförinigen Aufbruch der Abbaustrecke ist die Anwendung eines besonderen, aus drei Elementen bestehenden Ausbaus zweckmäßig. Die drei Elemente des Aushaus bestehen aus einer normalen Stahlkappe, z. B. Schiene oder T-Träger, welche an der Streckenseite der nahen Abhaukante von einem kurzen, und an der Streckenseite nahe der Strebkante von einem längeren Stempel unterstützt wird, die -in an sich bekannter We#ise mit der Stählkappe gelenkartig verbunden sind. Diese Stempel können auch his zur Streckenisohle reichen. Meistens ruhen sie jedoch, wie Abb. 3 zeigt, auf den Kanten des beiderseitigen Dammes der Abbaustrecke. Der längere Stempel besteht zweckmäßig aus einem rohrf;5rmigen, in seiner Länge veränderlichen Stempel von beliebigem Querschnitt.
  • Da an dem kohlenseitigen Streckenstoß nur eine geringe Senkung entsteht (nach Abb. i z. B. 5 1/o bei B), braucht hier der Stempel K keine Nachgiebigkeit aufzuweisen-, er kann also starr sein. Bei der b#eispielsweisen Senkung um 5 lio würde die Senkung bei z. B. i m Abbaumächtigkelit 5 cm betragen, welche ohne weiteres vom Damm aufgenommen wird. Am strebseitigen Streckenstoß (Abb. i bis 3 bei C) muß jedoch der Stützstempel L infolge des erfindungsgemäßen dreieckförinigen Ausbaus länger sein als der Stempel K ain kohlenseitigen Streckenstoß. Beträgt z. B. am strebseitigen Streckenstoß die SenkUng 20 0/0, SO muß bei einer beispielsweise #I/oigen. Senkung der Streckenfirste am kohlenseitigen Streckenstoß der Stempel L um 20 -5010 = i51/o länger sein als der Stempel K. Erfolgt durch Druck die Absenkung der Streckenfirste, so muß der anfänglich längere Stempel L um i5% der Abbaumächtigkeit einsinken können, damit nach erfolgter Absenkung seine Lage mitsamt der StahlkappeiW und dem anderen Stempel K die erforderliche Querschnittsform erreicht, welche für die Dauer des laufenden Abbaus heibehalten werden muß.
  • Die bisher gebräuchlichen Profileiisenstempel weisen wegen ihrer rechteckigen Form große Schwächen auf. Es ist vorteilhafter, hierfür Rohrstempel von beliebigem Querschnitt zu verwenden, in deren Unterteil sich infolge des Druckes der Firste ein Oberteil einschieben kann, welches im Innern des Unterteils durch Reibung einen Widerstand und Halt bis zur Erreichung der oben beschrieblenen Einwirkungsmasse findet, beispielsweise die sogenannten Ringstempel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausbau von Abbaustrecken im Stein- oder Braunkohlentiefbau zur Beibehaltung eines vorgesehenen Onerschnittraumes durch höheres Ausbrechen der Streckenhöhe um das Maß der voraussichtlichen Senkung, dadurch gekennzeichnet, daß das Hangende dreieckförmig derart ausgebrochen ist, daß die Streckenfirste nach der Streb#seite zu, das ist an der Stelle des größeren Gebirgsdruckes, den höchsten Dachpunkt besitzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 521 841, 678 3322; französische Patentschriften Nr. 744 767, 803 6o6; Dohmen, Der Ausbau großer Räume, 1949, S. 17, 18; Heise-Herbst-Fritzsche, Bergbaukunde, 2. Band, 6. Auflage, S. 84, Abb. 89.
DEST1846A 1950-07-15 1950-07-15 Ausbau von Abbaustrecken durch hoeheres Ausbrechen der Streckenhoehe Expired DE964403C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE521841C (de) * 1924-03-11 1931-03-27 F W Moll Soehne Grubenausbau fuer schwierige Gebirgsverhaeltnisse
FR744767A (de) * 1932-01-22 1933-04-26
FR803606A (fr) * 1935-03-23 1936-10-05 Revêtement pour mines souple, en fer, et comportant des profilés pouvant coulisserles uns dans les autres
DE678332C (de) * 1936-10-07 1939-07-13 Heinrich Isselhorst Grubenausbau von im wesentlichen eifoermigem Querschnitt

Patent Citations (4)

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DE521841C (de) * 1924-03-11 1931-03-27 F W Moll Soehne Grubenausbau fuer schwierige Gebirgsverhaeltnisse
FR744767A (de) * 1932-01-22 1933-04-26
FR803606A (fr) * 1935-03-23 1936-10-05 Revêtement pour mines souple, en fer, et comportant des profilés pouvant coulisserles uns dans les autres
DE678332C (de) * 1936-10-07 1939-07-13 Heinrich Isselhorst Grubenausbau von im wesentlichen eifoermigem Querschnitt

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