DE964741C - Fotografische Kamera mit Lichtwerteinstellung und Scharfstellvorrichtung - Google Patents
Fotografische Kamera mit Lichtwerteinstellung und ScharfstellvorrichtungInfo
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- DE964741C DE964741C DEM3564D DEM0003564D DE964741C DE 964741 C DE964741 C DE 964741C DE M3564 D DEM3564 D DE M3564D DE M0003564 D DEM0003564 D DE M0003564D DE 964741 C DE964741 C DE 964741C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B7/00—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
- G03B7/003—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly setting of both shutter and diaphragm
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- Diaphragms For Cameras (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 29. MAI 1957
M 3564 IX J 57 a
(Ges. v. 15.7.1951)
Die Erfindung betrifft eine fotografische Kamera, bei der das Blenden- und das Zeiteinstellglied zum
Zweck der Lichtwerteinstellung durch eine Differentialkupplung miteinander gekuppelt sind und
außerdem eine Scharfstellvorrichtung für das Objektiv vorgesehen ist. Die Erfindung bezweckt
die weitgehende Zusammenfassung aller Bedienungshandgriffe der Kamera an einer einzigen
Stelle. Das wird erfind'ungsgemäß dadurch erreicht, daß Lichtwerteinstellung, Blende-Zeit-Wahl und
Scharfstellung durch eine Regeleinrichtung erfolgen, die zuf Handhabung zwei koaxiale Stellknöpfe
aufweist, von denen der eine an einem axial beweglichen und drehbaren Regelorgan sitzt,
durch dessen Bewegung in der einen Richtung die Scharfstellung und durch dessen Bewegung in der
anderen Richtung die Blende-Zeit-Wahl bei konstant gehaltener Belichtungseinstellung erfolgt,
während der andere Stellknopf drehbar am ersteren Stellknopf sitzt und dessen Axialbewegung ohne
irgendeine Regelwirkung mitmacht,, aber seine Drehbewegung in jeder Axialstellung des ersteren
Stellknopfes durch ein von dem Regelorgan unabhängiges Getriebe auf die Differentialkupplung
zwischen Blenden- und Zeiteinstellglied überträgt und somit durch seine Drehung die Lichtwerteinstellung
beherrscht.
Es ist an sich bekannt, Scharfeinstellung und Lichtwerteinstellung von einer zentralen Stelle aus
vorzunehmen (Deutsches Patent 561 016). Dabei
709 525/433
besteht aber keine Möglichkeit der Blende-Zeit-Auswahl
mit dem. gleichen Stellglied: bei Konstanthaltung der Lichtwerteinstellung, und außerdem
fehlt die einfache Regelmöglicbkeit mehrerer Faktoren durch koaxiale Stellmittel, wie es bei der
Erfindung der Fall ist. An sich ist es zwar auch bekannt, durch koaxial gelagerte Stellknöpfe
Blenden- und Zeiteinstellung durchzuführen. Dabei fehlt aber die Verbindung mit der Scharfeinstellüng
und erst recht die einfachen Regelmittel gemäß der Erfindung, welche einerseits die voneinander
abhängigen Bewegungen miteinander kuppeln und dort unwirksam bleiben, wo eine gegenseitige
Beeinflussung nicht stattfinden darf. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
Draufsicht und Vorderansicht in den Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Schema,, das den Zusammenhang zwischen Objektiveinstellung und Blendeneinstellung
bzw. Tiefenschärfenbereich veranschaulicht;
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Lichtwerteinstellung, und
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht der Kamera nach Fig. 2.
Fdg. τ veranschaulicht die Beziehung zwischen
Blendeneinstellung und Objektiveinstellung eines beispielsweise angenommenen Objektivs. Die als
feststehend angenommene Skala 10 gibt die Entfernung des Objektivs in Metern an, wozu jeweils
eine bestimmte Objektiveinstellung gehört. An Kurvenplatte 11 sind Querlinien angegeben, die
den links untereinander angegebenen Blendeneinstellungen
entsprechen. Bei der Verschiebung der Platten «in Längsrichtung zur Skala 10 zeigt
die Mittellinie von 11 die jeweilige Objektiveinstellung
an, während die beiden seitlichen Kurven den jeweiligen Tiefenschärfenbereich begrenzen.
Durch die senkrechte Verstellung von 11 gegenüber 10 wird der Tiefenscbärfenbereich je
nach der gewählten Blendenöffnung vergrößert.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein einfaches Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Auf dem Objektivträger 12 sitzen in bekannter Weise der Stellring
13 für die Belichtungszeit, der Stellring 14 für die
Blendenöffnung und der Stellring 15 für die Objektiveinstellung
nach der Entfernung des Objekts. Die Verstellung der Stellringe 14, 15 erfolgt durch
das allgemein mit 20 bezeichnete! »Einknopf«-
Regelorgan. Der Einknopf ist allgemein mit 30 bezeichnet und hat zwecks besserer Gredfbarkeit
ein geriffeltes Ende 31. Er trägt die aufgezeichnete oder eingelegte Kurvenanordnung n, die längs, der
feststehend angeordneten Skala 10 spielt. Durch die Axialverstellung des Einknopfes wird auf die
noch zu beschreibende Weise die; Objektiveinstellung
bewirkt, wozu die Mittellinie von, n auf die der Objektentfernung entsprechende Zahl der
Skala 10 eingestellt wird. Durch die Drehung des Einknopfes. 30 kann bei gleichbleibender Objektiveinstellung
die Blendeneinstellung erfolgen, und der Tiefenschärfenbereich wird damm jeweils durch
die seitlichen Kurven von 11 an der Skala-10 angegeben,
oder er kann bei Mattseheibeneinstellung direkt beobachtet werden. Das Regelorgan hat nun
eine quer verzahnte Zahntrommel 19, an deren rechtem Ende dar Einknopf 30 drehbar sitzt, so
daß durch- ihn zwar eine Axialvsrstellung, aber keine Drehung der Trommel erfolgen kann.. In der
Trommel 19 ist eine hohle Stellstange 33 geführt, die an ihrem rechten Ende fest mit dem Einknopf
30 verbunden ist. An ihrem linken Ende trägt sie
die längs verzahnte Zahntrommel 28, welche die Blendeneinstellung bewirkt. In die Zahntrommel 19
greift ein Zahnrad 18 ein, das über Welle 17 mit
dem Zahnrad 16 verbunden ist; das letztere greift seinerseits in den verzahnten Stellring 15 ein. Es
ist also' klar, daß durch die Axialverstellung des Einknopfes 30 die Objektiveinstellung erfolgt,
während dessen Drehung ohne Einfluß auf die Objektiveinstelluug bleibt. Mit der Zahntrommel
28 steht ein Zahnrad 27 im Eingriff, das seinerseits in eine an der Vorderwand der Kamera verschieblich
gelagerte Zahnstange 26 eingreift. Die letztere treibt über Zahnräder 25, 24 den Blendenstellring
14 an. Bei der Axialverstellung des Regelorgans gleitet also die Trommel 28 längs des
Zahnrades 27, und die Axialverstellung ist daher ohne Einfluß auf die Blendeneinstellung. Durch
die Drehbewegung dies Einknopfes. 30 kann aber der gewünschte Tiefenschärfenbereich eingestellt go
werden, oder es. kann derjenige Bereich gewählt werden, der gerade noch ausreicht und eine
genügend große oder kleine Blendenöffnung ergibt. Durch die Wahl des Tiefenschärfenbereichs wird
also' über 28, 27, 26, 25, 24, 14 zwangläufig die dazugehörige Blendenöffnung eingestellt. Beim
Ausführungsbeispiel wird die Trommel 19 nicht gedreht, und. sie könnte deshalb auch durch eine
Zahnstange ersetzt werden. Es könnte aber auch unter Beibehaltung der Trommel 19 eine weitere
Vereinfachung erfolgen, indem die Trommeln 28, 19 zusammen mit dem Einknopf 30 aus einem
Stück bestehen bzw. fest mit ihm verbunden, sein
könnten, in welchem Falle natürlich die Stellstange 30 wegfällt. Infolge der längs und quer verzahnten
Trommeln würden trotzdem die richtigen Übertragungen stattfinden. Im Ausfubrungsbeisfiiel ist
der Knopf 30 deswegen lose drehbar mit der Trommel 19 verbunden, damit diese auf keinen
Fall irgendeine Bewegung bei der Drehung des Knopfes 30 ausführen kann, die Scharfstellung des
Objektivs also unbedingt erhalten bleibt.
Die Lichtwerteinstellung erfolgt durch Drehung des Knopfes 50, der unmittelbar am Einknopf 30
drehbar gelagert dat. Die Stellstange 33 ist wiederum fest mit dem Knopf 30 verbunden, und
in ihr ist die fest mit dem Knopf 50 verbundene Stellstange 51 lose gelagert. Die Stange 51 trägt an
ihrem linkem Ende das Zahnrad 52, das in die Zahntrommel 53 eingreift. Die letztere wird also
bei der Drehung des Knopfes 50 gedreht, jedoch gleitet das Rad 52 unwirksam auf ihr, wenn das
Regelorgan 20 axial verstellt wird. Die Zahntrommel 53 treibt über Zahnrädler 54, 55, Kegelräder
56, 57, Welle 58 die Schnecke 59 an, die in die entsprechende Randverzahnung der linken
Hälfte des Planetenradkranzes 60 eingreift. Von diesem sind der Platzersparniis wegen zwei
Segmente abgeschnitten, da der verbleibende Teil reichlich für die Verstellbewegung ausreicht. In
Fig. 2 und 3 sind ein mittlerer Lichtwert und eine mittlere Blende eingestellt, und in diese Stellung
werden die Teile auch in ihrer Ruhelage gebracht. Am Planetenradkranz 60 sitzen drehbar zwei oder
mehrere Planetenräder 62, die in entsprechende Kegelradverzahnungen der Stellringe 13, 14 eingreifen.
Durch die Drehung des Knopfes 50 werden alsoi z. B. gleichzeitig Zeit und Blendenöffnung von
ihrem kleinsten Wert aus in zunehmendem Sinne verstellt. Diese Einregelung erfolgt nach der Anzeige
des angebauten fotoelektrischen Belichtungsmessers 66. Die Skala 6y, über der der Zeiger 65
spielt, ist unmittelbar neben der Skala 10 angeordnet, so daß beide Einstellungen leicht beobachtet
werden können. Der rechte Teil des Planetenrad1-kranzes
60 greift in ein Zahnrad 62 ein, an dem, ein
Zeiger 64 befestigt ist. Durch Drehung des Knopfes 50 kann also der Zeiger 64 auf den Zeiger 65 eingeregelt
und damit die Lichtwerteinstellung von Blende und Zeit bewirkt werden. Diese Lichtwerteinstellung·
bleibt auch aufrechterhalten, wenn durch. Drehung des Knopfes 30 eine Verstellung
des Blendenstellringes- 14 erfolgt, weil diese Verstellung
infolge der logarithmisch verlaufenden Skalenteilung von Blende und1 Zeit eine entgegengesetzte
Verstellung des Zeitstellringes 13 mit sich bringt, die Lichtwerteinstellung also konstant
bleibt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Fotografische Kamera, bei der das Blenden- und das Zeiteinstellglied zum Zweck der Lichtwerteinstellung durch eine Differentialkupplung miteinander gekuppelt sind und außerdem eine Scharf Stellvorrichtung für das Objektiv vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß Lichtwerteinistellung, Blende-Zeit-Wahl und Scharfstellung durch eine Regeleinrichtung erfolgen, die zur Handhabung zwei koaxiale Stellknöpfe (30, 50) aufweist, von denen der eine (30) an einem axial bewegliehen und drehbaren Regeilorgan (20) sitzt, durch dessen Bewegung in der einen Richtung die Scharfstellung und durch' dessen Bewegung in der anderen Richtung die Blende-Zeit-Wahl bei konstant gehaltener Belichitungseinstellung erfolgt, während der andere Stellknopf (50) drehbar am ersteren Stellknopf (30) sitzt und dessen Axialbewegung ohne irgendeine Regelwirkung mitmacht, aber seine Drehbewegung in jeder Axialstellung des Knopfes (30) durch ein von dem Regeilorgan (20) unabhängiges Getriebe auf die Differentialkupplung zwischen Blenden- und Zeiteinstellglied überträgt und somit durch seine Drehung die Lichtwerteinistellung beherrscht.
- 2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellknopf (50) mit einer drehbar gelagerten Stellstange (51) durch das spindelartige Regelorgan (19, 28) hindürchragt und an seinem Endei ein Zahnrad (52) trägt, das längs einer Zahnwalze (53) gleitet, durch die das Differentialgetriebe zwischen Blenden- und Zeitstellglied angetrieben wird.
- 3. Kamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die halbselbsttätige Lichtwerteinstellung nach einem fotoelektrischen Belichtungsmesser erfolgt, dessen Anzeigevorrichtung· sich unmittelbar neben der Anzeigevorrichtung für Objektiveinstellung und Tiefenschärfenbereich befindet.Im Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 359 182, 561 016,649259, 670071;französische Patentschriften Nr. 778 357,865250, 870417;deutsches Gebrauchsmuster 1 495 929.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 525/435 S.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM3564D DE964741C (de) | 1942-11-06 | 1942-11-06 | Fotografische Kamera mit Lichtwerteinstellung und Scharfstellvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM3564D DE964741C (de) | 1942-11-06 | 1942-11-06 | Fotografische Kamera mit Lichtwerteinstellung und Scharfstellvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964741C true DE964741C (de) | 1957-05-29 |
Family
ID=7292238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM3564D Expired DE964741C (de) | 1942-11-06 | 1942-11-06 | Fotografische Kamera mit Lichtwerteinstellung und Scharfstellvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964741C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1942
- 1942-11-06 DE DEM3564D patent/DE964741C/de not_active Expired
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