DE964748C - Vorrichtung zum Einstellen bzw. Nachstellen des Sturzes von gelenkten Kraftfahrzeugraedern - Google Patents

Vorrichtung zum Einstellen bzw. Nachstellen des Sturzes von gelenkten Kraftfahrzeugraedern

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DE964748C
DE964748C DED15905A DED0015905A DE964748C DE 964748 C DE964748 C DE 964748C DE D15905 A DED15905 A DE D15905A DE D0015905 A DED0015905 A DE D0015905A DE 964748 C DE964748 C DE 964748C
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Description

  • Vorrichtung zum Einstellen bzw. Nachstellen des Sturzes von gelenkten Kraftfahrzeugrädern Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einstellen bzw. Nachstellen des Sturzes von gelenkten, an Doppelquerlenkern aufgehängten Rädern mittels eines als Exzenter mit zu einem .Mittelteil exzentrischen Endteilen ausgebildeten Gelenkbolzens, der den einen der beiden Querlenker mit dem Lenkzapfen verbindet, insbesondere von Kraftfahrzeugen und vorzugsweise mit einem die Querlenker tragenden, mittels Gummis am Rahmen oder Wagenkasten gelagerten Vorderachsträger.
  • Derartige Einstell- bzw. Nachstellvorrichtungen haben den Zweck, Fabrikations- und Montageungenauigkeiten zu korrigieren. Außerdem hat sich herausgestellt, daß vor allem bei einer Radaufhängung mit zwischengeschaltetem Gummi eine Nachstellung des Radsturzes nach einer gewissen Zeit notwendig ist, da nach der ursprünglichen Einstellung des Radsturzes die Lagerung des Aufhängesystems im Gummi sich geändert hat. Auch können bei Anwendung von z. B. aus Blech gepreßten und geschweißten Achsträgern die Schweißspannungen in der Zwischenzeit nachgegeben haben, so daß auch in diesem Falle eine Nachstellung erforderlich ist.
  • Es sind bereits Einstellvorrichtungen der eingangs gekennzeichneten Art bekannt, bei denen ein mit Gewinde versehener Gelenkbolzen vorgesehen ist, der zwischen den mit den Lenkerarmen gelenkig verbundenen Endteilen einen mit dem Radträger verbundenen exzentrischen Mittelteil größeren Durchmessers aufweist. Zur Einstellung der Exzenterlage dient eine mit Gewinde versehene Innenbohrung in einem der mit Außengewinde versehenen Endteile des Gelenkbolzens, wobei die Innenbohrung normalerweise nach außen durch einen Schmiernippel abgeschlossen ist. Die Nachstellung des Gewindebolzens ist hierbei jedoch verhältnismäßig schwierig und umständlich. Es muß ein besonderer Schlüssel vorgesehen sein, welcher in die verhältnismäßig kleine Bohrung am Ende des Gelenkbolzens einzusetzen ist. Das Innengewinde in der Bohrung, welche im übrigen den Gelenkbolzen an dieser stark beanspruchten Stelle schwächt, kann, da der Gewindedurchmesser verhältnismäßig klein ist, bei häufiger Nachstellung leicht beschädigt werden, so daß die Einstellmöglichkeit unter Umständen in Frage gestellt ist. Außerdem ist es erforderlich, vor dem Einsetzen des Schlüssels den Schmiernippel abzuschrauben und ihn nach erfolgter Einstellung wieder einzusetzen.
  • Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Diese besteht im wesentlichen darin, daß der Gelenkbolzen an seinen in Gabelarmen des Querlenkers gelagerten Endteilen relativ zu dem im Lenkzapfen gelagerten Mittelteil in an sich bekannter Weise als Exzenter mit größerem Durchmesser ausgebildet ist und unmittelbar an dem einen Exzenter eine zu seiner Verstellung dienende Mutter od. dgl. und vorteilhaft hierbei eine Verzahnung zum Feststellen des Gelenkbolzens aufweist.
  • Infolge der Anordnung von Exzenter und Mutter auf dem Ende des Gewindebolzens ist es möglich, die Verstellung des Gelenkbolzens in einfacher Weise durch Aufsetzen eines entsprechenden üblichen Sechskantschlüssels auf den Kopf der Mutter vorzunehmen, wodurch die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Einstellung sehr erleichtert ist. Außerdem bietet die Anordnung einer Verzahnung am Exzenter bzw. an der Mutter eine von außen leicht zugängliche, genaue und zuverlässige Sicherung gegen unbeabsichtigtes Verstellen. Zur Feststellung des Gelenkbolzens dient vorzugsweise ein in die Verzahnung eingreifendes Zahnsegment, welches neben dem als Mutter ausgebildeten Bolzenkopf lösbar an dem zugeordneten Lenker angebracht ist. Durch eine Markierung, welche z. B. Bruchteile einer Einheit der Sturzverstellung angibt, wird eine sehr genaue Kontrolle des eingestellten Sturzes ermöglicht.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Hierbei zeigt Fig. I einen teilweisen Schnitt durch eine Radaufhängung mit zwei übereinander angeordneten Lenkern (sogenannten Doppelquerlenkern), Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. I durch die Einstellvorrichtung und Fig. 3 eine Ansicht in Fig. 2 in Pfeilrichtung III. An dem Rahmen I eines Kraftfahrzeuges ist mit Gummipolstern 2 ein aus Blech gepreßter und geschweißter Vorderachsträger 3 gelagert. Der Lenkzapfen 6 wird einerseits von einem bei 4 mit dem Achsträger 3 und bei 7 mit dem Lenkzapfen gelenkig verbundenen oberen Querlenker 5 und andererseits durch einen bei 8 am Achsträger und bei Io am Lenkzapfen angelenkten unteren Querlenker 9 geführt. Der Querlenker g ist durch eine Schraubenfeder II gegen den Achsträger abgestützt. Am Lenkzapfen 6 ist ferner der das Rad I2' tragende Achsschenkel 12 gelagert.
  • Nach Fig. 2 ist der aus einem Blechpreßteil bestehende obere Querlenker 5 an seinem Ende zur Bildung der Lagerarme 5a und 5b mit den Lagern 13, 14 gabelförmig' ausgebildet. In den Lagern ruht ein Lagerbolzen 15, der an dem einen Ende mit einem Sechskantkopf 16 und einem überstehenden Bund 17 mit Kerbverzahnung 18 und mit einem der Lagerbohrung I3 entsprechenden Exzenter I9 versehen ist. Am anderen Ende des Lagerbolzens ist ein mit einem Bund 2o ausgestattetes, dem Exzenter I9 entsprechendes Exzenterstück 21 aufgeschoben. Mit dem Lagerbolzen ist es durch einen in eine Nut eingreifenden Stift 22 in Umfangsrichtung festgehalten. Durch eine Mutter 23 und einen Federring 24 ist der Lagerbolzen im Querlenker befestigt und axial gesichert. Ein in die Kerbverzahnung I8 teilweise eingreifendes Zahnsegment 25 (Fig. 3) ist am Querlenker 5 lösbar befestigt. Markierungen 26 auf dem Bund 17 und auf dem Zahnsegment 25 erlauben eine Kontrolle der Nachstellungen.
  • Auf dem Lagerbolzen I5 sitzt zwischen den Lagern I3, 14 zwischen Abstandsscheiben 27, 28 eine mit Außengewinde 29 versehene Büchse 30. In das Gewinde dieser Büchse greift ein entsprechendes Gewinde eines Teiles 31 des Lenkzapfens ein. Auf beiden Seiten des Teiles 3I auf der Gewindebüchse 3o dienen zu Abdichtzwecken Gummidichtungen 32, 33.
  • Zur Vergrößerung der Lagerflächen zwischen den Lenkerarmen und den Exzentern sind die Exzenterarme mit Verstärkungsscheiben 3q., 35 versehen, welche lose eingesetzt oder an die Exzenterarme seitlich angeschweißt sein können.
  • Zum Einstellen bzw. Nachstellen des Radsturzes wird die Mutter 23 des Lagerbolzens 15 und die Befestigung des Zahnsegmentes 25 gelöst und das Zahnsegment von seinem Eingriff in die Kerbverzahnung 18 abgehoben. Daraufhin kann mit einem Schlüssel der Lagerbolzen am Sechskantkopf 16 gedreht werden. Durch die exzentrische Lagerung des Lagerbolzens in den Lagern 13, 14 mit Hilfe der Exzenter ig, 21 wird die Abstandslage des Gelenkpunktes 7 vom Anlenkpunkt 4. des Querlenkers 5 verändert und damit der Radsturz verstellt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Einstellen bzw. Nachstellen des Sturzes von gelenkten, an Doppelquerlenkern aufgehängten Rädern mittels eines als Exzenter mit zu einem Mittelteil exzentrischen Endteilen ausgebildeten Gelenkbolzens, der den einen der beiden OOuerlenker mit dem Lenkzapfen verbindet, insbesondere von Kraftfahrzeugen und vorzugsweise mit einem die Querlenker tragenden, mittels Gummis am Rahmen oder Wagenkasten gelagerten Vorderachsträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (I5) an seinen in Gabelarmen (5a, 5b) des Querlenkers (5) gelagerten Endteilen relativ zu dem im Lenkzapfen gelagerten Mittelteil in an sich bekannter Weise als Exzenter mit größerem Durchmesser ausgebildet ist und unmittelbar an dem einen Exzenter (I9) eine zu seiner Verstellung dienende Mutter (I6) od. dgl. und eine Verzahnung (I8) zum Feststellen des Gelenkbolzens aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (I9) mit den an ihm angeordneten Verstellelementen (I6, 18) und mit dem Bolzen (I5) ein Stück bildet, während der gegenüberliegende Exzenter (eI) auf den Bolzen aufgeschoben und lösbar mit ihm verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung des Gelenkbolzens mit den Exzentern ein zum Eingriff in die Verzahnung (I8) dienendes Zahnsegment (25) neben dem als Mutter ausgebildeten Bolzenkopf lösbar an dem zugeordneten Lenker (5) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Verzahnung (I8) des Bolzens (I5) als auch das Zahnsegment (25) mit Markierungen versehen sind, die Bruchteile einer Einheit der Sturzverstellung angeben. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 623 3Io, 657 o46; Werkstatthandbuch » Chevrolet shop manuel «, I()42, S. 3 bis 5 und 3 bis io.
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