-
Abwinkelbare Verbindung für im Strebausbau verwendete Schaleisen Die
Erfindung betrifft eine Verbindung für Schaleisen, insbesondere für den Strebausbau.
-
Unter den zahlreichen bekannten Konstruktionen von derartigen Schaleisenverbindungen
sind auch bereits solche vom Typ der sogenannten Einsteckverbindungen bekanntgeworden,
bei welchem im Gegensatz zu den ü1-Aicheren Verbindungen, bei denen das vorgepfändete
Schaleisen durch einen Drehbolzen mit dem fest eingebauten, bereits durch Stempel
unterstützten Scbaleisen verbunden und (las so gebildete Gelenk vorübergehend bis
zur Unterstützung des vorgepfändeten Eisens durch einen Stempel festgelegt wird,
die Verbindung der beiden Schaleisen miteinander dadurch erfolgt, daß das eine derselben
in das gabelförmige Schloßteil des anderen eingesteckt und mit einer entsprechenden
Ausnehmung auf einen die Gabelschenkel verbindenden Schwenkbolzen aufgelegt wird,
um durch einen auf Flächen der Schloßteile der beiden Eisen wirkünd-,-#n Keil verspannt
zu werden.
-
Derartige Verbindungen weisen gegenüber Gelenkbolzenverbindungen neben
anderen insbesondere
den grundsätzlichen Vorteil auf, daß alle
losen und dem Verlieren ausgesetzten Teile, närnlich der Gelenkbolzen und der Festlegekeil
in Fortfall kommen, weil sowohl der Schwenkbolzen wie der Keil unverlierbar an dem
Gabelstück angebracht werden können.
-
Wenn sich trotz dieser Vorteile Schaleisenverbindungen der letzteren
Art noch nicht in größerem Umfange einführen konnten, so war dies dadurch begründet,
die die bisher bekannten Konstruktionen von zur frei tragenden Vorpfändung des stoßseitigen
Schaleisens bestimmten Einsteckverbindungen eine Verwendung der Schaleisen nur in
einer und nicht in der um i8o' geschwenkten Lage ermöglichen, wie sie insbesondere
aus wirtschaftlichen Gründen vom Bergbau gefordert werden muß.
-
Die Erfindung schafft eine Einsteckverbindung einfachster Bauart,
welche diesen Nachteil der bekannten Konstruktionen vermeidet und darüber hinaus
weitere, im Hinblick auf ihren Verwendun,gszweck erhebliche Vorteile besitzt. Diese
Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß der das gabelförmige Schloßteil
des einen Schaleisens überbrückende, das Auflager für das eine entsprechende Ausnehmung
aufweisende einzusteckende Schloßteil des anderen Schaleisens bildende Onerbolzen
nicht, wie bei den bekannten Konsktruijtionen, starr mit dem Gabelschenkel verbunden,
d. h. an einem aus der Profilebene der Kappen herausragenden Ansatz des gabelförmigen
Schloßteils angebracht, sondern an ihrerseits schwenkbar, jedoch untrennbar mit
den Gabelschenkeln verbundenen, sich zwischen diesen erstreckenden Laschen befestigt
ist.
-
Der Schwenkbolzen bzw. die ihn tragenden Laschen stellen sich deinger#äß
jeweils von selbst sowohl in der einen wie in der um i8o' gewendeten Lage des Schaleisens
unter entsprechender Verschwenkung in den Gabelschenkeln in die untere,
d. h. die Gebrauchslage ein, in welcher auf den Bolzen das zwischen die Gabelschenkel
aufgesteckte Schloßteil des anderen Schaleisens aufruht und die Verbindung durch
einen in einer entsprechenden Ausnehmung des Gabelstückes quer verschieblichen,
jedoch gegen völliges Entfernen gesicherten Keil in der gewünschten gestreckten
oder nach oben oder nach unten abgewinkelten Stellung verspannt wird.
-
Das zwischen die Gabelschenkel des einen Schloßteils eingeführte,
auf dem Schwenkbolzen aufliegende Schloßteil des anderen Schaleisens ist symmetrisch
ausgebildet, und zwar gemäß der vorzugsweisen Ausführungsform der neuen Schaleisenverbindung
in Form einer Speerspitze, an deren Basis nach einem Kreisbogen verlaufende Ausnehmungen
zur Aufnahme des Schwenkbolzens in einander gegenüberliegender Anordnung vorgesehen
sind.
-
Der die Verspannung und Abwinklung in grundsätzlich bekannter Weise
bewirkende Keil besitzt vorzugsweise rinnenförmiges Profil und zwei einander gegenüberliegende
Keilflächen in solcher Anordnung, daß von diesen in der einen oder anderen der beiden
Verwendungslagen des Schaleisens je-
weils die eine oder andere wirksam wird.
-
Ein besonderer Vorteil der neuen Einsteckverbindung ist der, daß sich
bei dieser ein verhältnismäßig langer Hebelarm zwischen der Anlagefläche des Keils
und dem Drehpunkt und demzufolge eine hohe Belastungsfähigkeit des vorgepfändeten
Schaleisens ergibt.
-
Eine vorzugsweise Ausführungsform der neuen Schaleisenverbindung wird
nachstehend im einzelnen an Hand der Abbildungen erläutert, von denen Abb. i eine
Seitenansicht, Abb. 2 eine Aufsicht, Abb. 3 einen Schnitt durch das gabelförmige
Schloßteil des einen Schaleisens gemäß Linie.4-B der Abb. i unter Weglassung des
damit zusammenwirkenden Schloßelements des anderen Schaleisens darstellt; Abb. 4
zeigt im einzelnen das Profil des Keils.
-
In den Abbildungen sind mit a das eine und mit b das zweite
der miteinander zu verbindenden Schaleisen bezeichnet. Das Schloßelement des Schaleisens
a besteht lediglich aus dem in Form einer Speerspitze gestalteten Körper c, der
an seiner Basis in einander gegenüberliegender Anordnung ti nach einem Kreisbogen
gekrümmte Ausnehmungen d
aufweist. Das Schloßelement des Schaleisens
b ist gabelförmig ausgebildet. In Bohrungen der Schen-kel e' und e"
der Gabel sind drehbeweglich, jedoch gegen Lösen gesichert, Laschen f' und f" eingesetzt,
die ihrerseits den mit ihnen durch Verschweißung fest verbundenen Schwenkbolzen
g tragen.
-
Die durch die Laschen f'und f" und dem Bolzen g
gebildete Brücke
ist demna#ch in den Gabelschenkeln e' und e" derart schwenkbar, daß sie sowohl in
der einen wie in der um i8o' geschwenkten Lage des Schaleisens herunterhängt und
sich derart immer in die Gebrauchsstellung einstellt.
-
Die Gabelschenkel weisen trapezförmige Ausnehmungen lt auf, in welchen
der Keil i verschieblich ist. Die Verschiebung des Keils wird durch nicht dargestellte
Anschläge begrenzt, die sein völliges Herausnehmen verhindern. Er besitzt rinnenförrniges
Profil, wie insbesondere die Abb. 3
und 4 erkennen lassen, und zwei Schrägflächen
k'
und k" in einander gegenüberliegender Anordnung, von denen jeweils eine
auf die betreffende Anlagefläche der Speerspitze des Schloßelements c wirkt und
derart das vorgepfändete Eisen b in der durch die jeweilige Stellung des
Keils gegebenen abgewinkelten Lage gegenüber dem Eisen a verspannt.
-
Die Herstellung und die Lösung der Verbindung sind in einfachster
Weise lediglich durch Ein- bzw-Zurückschlagen des Keils möglich. Die Gesamtanordnung
besitzt keinerlei lose, bei der Verwendung unter Tage der Gefahr des Verlierens
ausgesetzte Teile.
-
Ein weiterer Vorteil der neuen Verbindung besteht darin, daß die im
Gebrauch über die Ebene des Schaleisens herausragenden Teile, nämlich die
den
Schwenkbolzen tragenden Laschen, sich während der Stapelung und des Transports in
das Innere des Gabelstückes einklappen lassen und derart weder der Gefahr von Beschädigungen
ausgesetzt noch hinderlich sind.