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Vorrichtung zum Einführen von in Drehung versetzten Stangen, Rohren
od. dgl. in Bearbeitungsmaschinen Bei der. Bearbeitung von Stangen, Rohren od. dgl.
auf ,gewissen Maschinen, wie Schleif-, Polier- oder Richtmaschinen, erhalten die
Stangen außer einer Fortbewegung eine Drehbewegung, deren Drehzahl mitunter aooo
bis 3ooo UpM beträgt. Handelt es sich um die Bearbeitung gerader bzw. gut gerichteter
Stangen, so können für die Zuleitung derselben zu den Maschinen offene Führungen
verwandt werden, die z. B. aus einseitig offenen Rinnen oder aus Rollenbahnen bestehen.
Die bekannten offenen Führungen sind aber nicht zu verwenden, wenn die den Maschinen
zuzuführenden Stangen krumm oder schlecht gerichtet sind. Bei der Drehung, insbesondere
bei schneller Drehung solcher Stangen streben diese durch die sich ergebende Unwucht
unter der Wirkung der Zentrifugalkraft nach außen und treten unter heftigem Schlagen
aus den offenen Führungen aus, wobei sie sowohl eine große Gefahr für die Bedienungsmannschaft
darstellen als auch empfindliche Beschädigungen der Führungen verursachen. Deshalb
hat man bisher zum Leiten von krummen oder schlecht gerichteten Stangen usw. Führungen
benutzt, die aus geschlossenen Gehäusen in Form von Rohren oder Holzkästen runden
oder drei- und viereckigen Querschnitts bestehen. Bei den auftretenden erheblichen
Schlagkräften
müssen diese Einführvorrichtungen entsprechend schwer ausgeführt werden. Außerdem
müssen die Führungsrohre oder -kästen in ihrem Durchmesser dem Stangendurchmesser
angepaßt sein, also entsprechend den, vorkommenden Durchmessern ausgewechselt werden,
wenn man nicht Gefahr laufen will, die Schlagkräfte durch zu weite Führungen auf
ein Maß ansteigen zu lassen, bei dem die Führungen beschädigt oder zerstört werden.
Sind die zu fördernden Stangen erheblich. unterschiedlich in den Längen, so muß
man für die kurzen Längen entsprechend kürzere Führungen benutzen oder aber besondere
Mittel benutzen, um die kurzen Stangen durch die zu langen geschlossenen Führungen
bis zum Eintritt in die Maschine durchzuschieben, was mit erheblichem Arbeitsaufwand
und Zeitverlust verbunden ist. Schließlich haben die bekannten geschlossenen Führungen
den Nachteil, daß die Stangen vom äußersten Ende der Führungen her in diese eingeschoben
werden müssen, wodurch sich ein der Länge einer Stange entsprechender zusätzlicher
Platzbedarf ergibt.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Einführen von in
Drehung versetzten Stangen, Rohren od. dgl. in Bearbeitungsmaschinen, bei der eine
einseitig offene Zuführungsrinne besonderer Art benutzt wird, mittels welcher auch
krumme oder schlecht gerichtete Stangen ohne Gefahr für Personal und Maschinen zugeführt
werden können, wobei gegenüber den geschlossenen Führungen die gleichen Vorteile
gegeben sind, wie sie bei den bisher nur für gerade bzw. gut gerichtete Stangen
usw. verwendeten offenen Führungen bestehen.
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Gemäß der Erfindung hat die z. B. aus Blech bestehende Zuführungsrinne
einen Querschnitt in* Form einer Spirale, deren Windung von außen nach innen im
Drehsinn der Stange verläuft, wobei die Rinne aus einem Stück in einer der größten
vorkommenden Stangenlänge entsprechendenLänge besteht oder aus mehreren kurzen Stücken
zusammengesetzt ist, die gegebenenfalls in veränderlichen Abständen hintereinander
angebracht sind.
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Bei einer derart ausgebildeten Führung werden die in Drehung versetzten,
nach außen strebenden Stangen immer wieder zur Mitte hin getrieben. Je größer die
Spannungen und die Ungeradheiten der Stangen sind, um so sicherer werden sie zur
Mitte gelenkt, so daß die Ausschläge der Stangen infolge der Zentrifugalkraft innerhalb
der Vorrichtung immer selbsttätig klein gehalten werden, was eine Dämpfung des Schlages
bewirkt. Eine in Drehung versetzte, gerade, spannungsfreie Stange bleibt infolge
ihres Gewichtes in dem unteren Teil der Spirale liegen. Sobald aber durch Spannungen
oder Ungeradheiten bedingte Zentrifugalkräfte wirksam werden, schlägt die Stange
in Drehrichtung einen Bogen und gleitet selbsttätig zum Innenteil der Spirale. Sie
pendelt dann zwischen den Wandteilen des inneren Spiralenteils und verbleibt in
diesem. Die Führung, obschon sie offen ist, wirkt also wie eine geschlossene Führung.
Dadurch, daß die Führung offen -ist, brauchen die Stangen nicht mehr am äußersten
Ende in Achsrichtung der Führung in diese eingeschoben zu werden. Die Stangen können
vielmehr von der Seite eingelegt und gegebenenfalls auch automatisch zugeführt werden,
da die Einfallöffnung beliebig groß gehalten werden kann.
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Das am Eintritt in die Bearbeitungsmaschine liegende Ende der Führungsrinne
ist zweckmäßig so ausgebildet, daß es aus der Spiralform allmählich in eine Zylinderform
übergeht. Das zylindrische Ende bildet einen Ersatz für die sonst gebräuchlichen
Einführungstrichter, die einem starken Verschleiß unterliegen, der aber hier, weil
die Stange immer zur Mitte hin getrieben wird, nicht auftritt.
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In der Zeichnung ist eine Einführvorrichtung gemäß der Erfindung in
beispielsweisen Ausführungen dargestellt.
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Abb. i ist ein schematischer Querschnitt durch die z. B. aus Blech
bestehende Führungsrinne a mit einer in' ihr sich drehenden Stange b. Die Rinne
hat im Querschnitt die Form einer Arehimedischen Spirale, die eine breite Einfall-
oder Einführungsöffnung c für die Stangen, Rohre od. dgl. besitzt. Die Stange b
soll sich, wie durch Pfeil angedeutet, mit Linksdrehung be-,vegen. Dementsprechend
hat auch die Spirale von außen nach innen, d. h. vom weiten zum engen Teil, Linkswindung.
Hierbei wird eine mit Schlag sich drehende Stange b immer in den engen Teil der
Spirale hineingelenkt, kann also nie aus dieser austreten. Dreht sich die Stange
rechts herum, so muß für die Spirale das Spiegelbild der in Abb. i gezeigten Ausführung
gewählt werden, d. h. eine Spirale, die von außen nach innen in Rechtswindung verläuft.
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Je nach den Verhältnissen kann die Spiralwindung mehr oder weniger
lang ausgeführt werden. Abb. 2, die eine Führung mit Stange schaubildlich zeigt,
ist eine Führung für gewichtsmäßig schwere Stangen. Hierbei können das innere Ende
d und das äußere Ende e der Spirale auf gleicher Höhe liegen, wodurch geringster
Arbeits- und Materialaufwand möglich ist.
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Die Führungsrinne ca kann als durchgehendes Rohr einer gewünschten
Länge, vorzugsweise in . einer Länge ausgeführt werden, die, wie bereits erwähnt,
der größten vorkommenden Stangenlänge entspricht. Da die Beschickung von der Seite
durch die Öffnung c erfolgt, können dann ohne Änderung der Rinne und ohne zusätzliche
Hilfsmittel auch Stangen beliebig kurzer Längen geführt werden.
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Abb. 3 zeigt eine Ausführung, bei der die Führungsrinne aus einer
Anzahl von kurzen Einzelstücken f von der in Abb. i und 2 dargestellten Form besteht.
Die Einzelstücke können in festen oder in veränderlichen Abständen angeordnet werden.
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Abb. 4 veranschaulicht, wie das am Eintritt in die Bearbeitungsmaschine
liegende Ende der Führung d zur Bildung einer Art Einführungstrichter aus. der Spiralform
in die Zylinderform g übergeht.
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In Abb. 5 ist die Führung rz in Verbindung mit einem Einlegetisch
h für die Stangen b dargestellt. Die Abbildung zeigt ebenfalls, wie
die Führung bildende Einzelstücke auf.Gleitstangen i gehalten
und
in eine gewünschte Stellung der Einführbahn geschoben werden können.