DE965648C - Einrichtung zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors - Google Patents

Einrichtung zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors

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DE965648C
DE965648C DEM5746D DEM0005746D DE965648C DE 965648 C DE965648 C DE 965648C DE M5746 D DEM5746 D DE M5746D DE M0005746 D DEM0005746 D DE M0005746D DE 965648 C DE965648 C DE 965648C
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Maurice Lebertre
Georges Gabriel Mozzanini
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/34Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements

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  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

  • Einrichtung zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur schnellen Steigerung bis zu einer vorbestimmten Betriebsgeschwindigkeit eines Gleichstrommotors, dessen Geschwindigkeit mittels wenigstens eines Feldregelwiderstandes einstellbar ist, wobei diese Vorrichtung einen in Reihe mit dem Feldregelwiderstand liegenden Vorwiderstand besitzt.
  • Solche Einrichtungen sind bei feldgesteuerten Motoren bereits bekannt, jedoch ist deren Wirksamkeit nicht die gleiche, wenn der Schieber des Regelwiderstandes auf eine Lage eingestellt ist, welche einer hohen Geschwindigkeit der Motoren entspricht, oder auf eine Lage, welche einer niederen Geschwindigkeit entspricht.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung besitzt nicht diesen Nachteil und ist nicht nur bei feldgesteuerten Gleichstrommotoren anwendbar, sondern darüber hinaus bei ankerspannunggesteuerten Gleich- Strommotoren, wie z. B. bei denjenigen der Leonardaggregate, und gleichzeitig bei feld- und spannunggesteuerten Motoren.
  • Erfindungsgemäß ist die Einrichtung dadurch gekennzeichnet, daß sie einen weiteren Widerstand einschließt, welcher über eines seiner Enden mit einem Ende des Regelwiderstandes ständig verbunden ist und wenigstens ein Paar gleichzeitig betätigter sogenannter Überregelungskontakte aufweist, welche bei geschlossener Stellung den Reihenvorwiders.tand überbrücken und den weiteren Widerstand parallel mit dem Feldregelwiderstand schalten und - bei offener Stellung - den Reihenvorwiderstand aus dem kurzgeschlossenen Zustand wieder herausbringen und den weiteren Widerstand ausschalten, wobei eine der Stellungen der beiden Kontakte der schnellen Drehzahlsteigerung und die andere der vorbestimmten Betriebsgeschwindigkeit entspricht.
  • Abb. i zeigt ein Diagramm der Feldzunahme des Generators eines Leonardaggregats mit und ohne Benutzung eines Feldvorwiderstandes für die Überregulierung; Abb.2 zeigt ein ähnliches Diagramm, das sich jedoch auf die Feldverminderung in einem Motor mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung bezieht; Abb.3 zeigt ein Diagramm für den Wert der Geschwindigkeit h mit und ohne Überregelung, in Abhängigkeit von dem Hub C eines angetriebenen Organs; Abb. q. zeigt ein Schaltbild des erfindungsgemäß verbesserten Erregerkreises für einen Motor mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung; Abb. 5 zeigt ein Schaltbild der Steuerstromkreise für die Schaltung der in Fig. q. dargestellten überregelungskontakte.
  • Die Abb. 2 und 3 sind Diagramme, die das Verfahren, wie erwähnt, für ein rasches Auftourenkommen bei Gleichstrommotoren mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung betreffen, während die Abb. i in einem Diagramm die Anwendung eines ähnlichen Verfahrens bei Gleichstrommotoren mit durch die- Spannung gesteuerter Geschwindigkeitsänderung (Leonardaggregat) veranschaulicht.
  • Um das bekannte Verfahren zum schnellen Auftourenbringen eines Motors mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung in Erinnerung zu bringen, wird zunächst auf diese Diagramme Bezug genommen.
  • Bei den Gleichstrommotoren mit durch das Feld oder die Spannung gesteuerter Geschwindigkeitsänderung werden die Geschwindigkeitsänderungen durch die Stromschwankung in einem Feldkreis mit starker Selbstinduktion erzielt erstens im Erregerkreis eines Motors in dem ersten Falle, zweitens im. Erregerkreis eines Stromerzeugers in dem zweiten Falle.
  • Die Schwankungen der Stromstärke in derartigen Stromkreisen sind keine augenblicklichen, sie sind vielmehr von der Zeit abhängig. Das Diagramm der Abb. i veranschaulicht in einem dünnen Strich die Stromstärke i in Abhängigkeit von der Zeit t. während der Zunahme der Stromstärke von il auf i1 in teils stark ausgezogener und teils punktierter Linie die Zunahme der Stromstärke von il auf i2 ('2>'i) im Erregerkreis des Stromerzeugers eines Leo-nardaggregats. Das Diagramm der Abb. 2 zeigt in einer dünnere Linie den Verlauf der Stromstärke beim Absinken der Stromstärke von il' auf il und teils in stark ausgezogener, teils in punktierter Linie die Senkung der Stromstärke von il' auf i2 ('2'<'1) im Erregerkreise eines Motors mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung.
  • Aus Abb. i (Motoren mit durch die Ankerspannung gesteuerter Geschwindigkeitsänderung) ist zu ersehen, daß bei Einhaltung der Linie il-i. der Wert i1 nach Verlauf einer Zeit ti erzielt wird, die kürzer ist als die für die normale Stromzunahme von il auf i1 ermittelte Zeit t1.
  • Zur raschen Erzielung einer Änderung .der Stromstärke von il auf il' kann also eine höhere Kennlinie il-i2 benutzt und alsdann wieder aufgegeben werden, wenn die Größe ii erreicht ist, wie im Diagramm der Abb. i die stark ausgezogene Linie veranschaulicht.
  • Umgekehrt kann nach dem Diagramm der Abb. 2 (Motoren mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung) zwecks rascher Erzielung einer Änderung der Stromstärke von ii auf il eine niedrigere Kennlinie ii -i2 benutzt und alsdann wieder aufgegeben werden, wenn die Größe il erreicht ist; wie zu beobachten ist, wird die Größe il auf der Kennlinie ü-'2 in einer Zeit t2 erzielt, die kürzer ist als die für die normale Stromsenkung von il' auf il ermittelte Zeit t2.
  • Der Übergang von il' auf il (Abb. 2) kann die Feldverminderung darstellen, die zur Erreichung der gesuchten Geschwindigkeit Ih bei einem Motor mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung notwendig ist. Ebenso kann der Übergang von il auf il' (Abb. i) die Feldvergrößerung des Gleichstromerzeugers eines Leonardaggregats darstellen, die zur Erzielung der gesuchten Geschwindigkeit hl bei einem durch dieses Aggregat gespeisten Motor notwendig ist. Die Stromstärken i2 und i2' (Abb. i und 2) würden in beiden hier erwogenen Fällen einer Geschwindigkeit V2 entsprechen, die größer als hl ist.
  • Die Benutzung der oben angegebenen Kennlinien der Stromstärke (stark ausgezogene Linien in den Abb. i und 2) zwecks rascherer Erzielung der zum Auftourenkommen eines Motors erforderlichen Änderungen der Stromstärke führt auf diese Weise dazu, dieses Auftourenkommen auf die Kennlinie einer Geschwindigkeit V2 zu bewirken, die höher liegt als die gewünschte Geschwindigkeit T, selbst.
  • Dies geht atis dem Diagramm der Abb. 3 hervor, das die Geschwindigkeit V des Motors oder eines von diesem angetriebenen Organs in Abhängigkeit vom Hub C dieses Organs darstellt. Zwecks Erzielung einer Geschwindigkeit T, erhält der Hub Cl einen normalen Verlauf, entsprechend der dünn ausgezogenen Normalkennlinie. Zwecks Erzielung einer Geschwindigkeit V2, die größer als V, ist, verläuft der Hub C2 normal, entsprechend der teils stark ausgezogenen, teils punktierten Kennlinie. Es ist zu bemerken, daß gemäß dieser Kennlinie V2 die Geschwindigkeit h1 auf einem Hub Cl erreicht wird, der kleiner ist als Cl.
  • In der beschriebenen Anlage zur Erzielung eines raschen Auftourenkommens sowohl bei Motoren mit durch die Ankerspannung gesteuerter Geschwindigkeitsänderung als auch bei Motoren mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung wird bei beabsichtigter Erzielung einer Geschwindigkeit h, ein nach einer beschleunigten, auf dem Diagramm der Abb. 3 stark ausgezogenen Kennlinie dargestelltes Auftourenkommen entsprechend der Kennlinie einer höheren Geschwindigkeit h2 bewirkt, bis die gewünschte Geschwindigkeit V1 erreicht ist, worauf diese Geschwindigkeit i'1 beibehalten bleibt.
  • Nachstehend sei nun die Einrichtung nach der Erfindung beschrieben, die für die Durchführung des soeben angegebenen Verfahrens zur schnellen Drehzahlsteigerung benutzt werden kann.
  • Zunächst wird derjenige Teil dieser Ausrüstung beschrieben, der zum Auftourenkommen auf die Kennlinie einer höheren Geschwindigkeit V2 benutzt wird, alsdann derjenige Teil, der zum Beschränken des Auftourenkommens auf die gewünschte Geschwindigkeit V1 dient. a) Vorrichtung zum Auftourenkommen entsprechend der Kennlinie einer höheren Geschwindigkeit V2 In ihrem allgemeinen Verhalten ist diese Vorrichtung dieselbe, gleichviel ob die' Geschwindigkeitsänderung durch das Feld des Motors-- oder durch die dem Anker zugeführte Spannung (d. h. im letzteren Falle durch Feldänderung eines Gleichstromerzeugers) erfolgt.
  • Das Schaltbild des Erregerkreises (des Motors oder des Generators) in seiner erfindungsgemäßen Abänderung ist in Abb. q. dargestellt. Dieser Erregerkreis enthält die Erregerwicklung 12, einen festen Widerstand :2 und einen mittels eines Schiebers .4 einstellbaren Erregerwiderstand 3. Ein Kontakt i, gestattet, wenn er geschlossen ist, einen festen Widerstand 5 dem Erregerwiderstand 3 parallel zu schalten; ein zweiter, zugleich mit dem Kontakt i" schließbarer Kontakt @b gestattet, den festen Widerstand 2 wenigstens teilweise kurzzuschließen.
  • Diese Überregelungskontakte i" und Ib sind von einem Überregelungsschütz i abhängig, das an den nachstehend in Abb. 5 beschriebenen Steuerkreisen liegt.
  • Normalerweise sind die Überregelungskontakte geöffnet, wenn es sich um den Erregerkreis eines Generators handelt, dagegen geschlossen, wenn es sich um den Erregerkreis eines Motors handelt.
  • Die Ermittlung der Ohmwerte der festen Widerstände :2 und 5 und des Feldregelwiderstand,es 3 erfolgt unter Berücksichtigung der soeben angegebenen Normalstellung der ÜberregelungskGntakte i" und ib.
  • Während des Auftourenkommens und bis zur Erreichung der gewünschten Geschwindigkeit h, werden die Überregglungskontakte in der entgegengesetzten Stellung des Normalbetriebes aufrechterhalten, d. h., während des Auftourenkommens werden die Überregelungskontakte, wenn es sich um den Erregerkreis eines Generators handelt, geschlossen und,, wenn es sich um den Erregerkreis eines Motors handelt, geöffnet gehalten.
  • Handelt es sich also um einen Motor, so muß zwecks Auftourenkommens auf einer über die gewünschte Geschwindigkeit h1 hinausgehenden Geschwindigkeitskennlinie h2 dieses Auftourenkommen unter einer Feldverminderungskennlinie ii - i2 anstatt der normalen Kennlinie ii'-ii erfolgen, wo- bei i2 kleiner als il ist. In diesem Falle muß also während des Auftourenkommens der Widerstand des Erregerkreises größer sein als der Widerstand desselben Stromkreises bei Normalbetrieb, und die Überregelungskontakte in und I6 werden offen gelassen, so daß alsdann der Gesamtwiderstand des Erregungskreises der Stromstärke i2' entspricht.
  • Bei Normalbetrieb (Kontakte i" und Ib geschlossen) wird der Gesamtwiderstand des Erregerkreises der Stromstärke il entsprechen.
  • Handelt es sich umgekehrt um einen Generator, so muß zwecks Erreichung des Auftöurenkommens auf einer über die gewünschte Geschwindigkeit V1 hinausgehenden Geschwindigkeitskennlinie V2 dieses Auftourenkommen entsprechend einer Feldzunahmekennlinie 'l -'2 anstatt der normalen Kennlinie il -i1' erfolgen, wobei i2 größer als i1' ist.
  • In diesem Falle muß während des Auftourenkommens der Widerstand des Erregerkreises kleiner sein als der Widerstand desselben Erregerkreises bei Normalbetrieb, und die Überregelungskontakte i" und ib werden geschlossen gehalten, so daß alsdann der Gesamtwiderstand des Erregerkreises der Stromstärke i2 (bei aufgebautem Strom) entspricht.
  • Bei Normalbetrieb (Kontakte i, und ib geöffnet) wird der Gesamtwiderstand des Erregerkreises der Stromstärke i1' entsprechen.
  • Die Einrichtung, die zur Erzielung der Überregelung gewählt worden ist, gleichviel ob es sich um die Erregung eines Motors oder eines Generators handelt, beruht auf folgenden Erwägungen: Der Ohmwert des festen Widerstandes 2 ist kleiner oder höchstens ebenso groß als der der Erregerwicklung i2. Dagegen ist der Ohmwert des Erregerregelwiderstande,s 3 im allgemeinen viel größer als der der Wicklung 12, zumal wenn die gewünschten Geschwindigkeitsänderungen bedeutend sind, denn der Wert des Widerstandes 2 ist gegenüber dem des Regelwiderstandes 3 sehr klein.
  • Wird durch den Schieber 4. der gesamte Regelwiderstand 3 überbrückt, so hat der Überregelungskontakt i" praktisch keinerlei Einwirkung auf den Stromkreis, denn dieser Schieber schließt gleichzeitig den Widerstand 5 kurz; der Überregelungskontakt ib wirkt allein, und der Ohmwert des durch diesen Kontakt kurzgeschlossenen Abschnittes wird je nach der Größe der gewünschten Überregelung bei Benutzung des Maximalfeldes bestimmt. Es kann sich hierbei beispielsweise um io, 15 oder 2o% der dem Erregerfeld entsprechenden Stromstärke handeln.
  • Wird dagegen durch den Schieber q. die Gesamtheit oder ein bedeutender Teil des Erregerregelwiderstandes 3 im Betrieb belassen, so ist die Wirkung des Überregelungskontaktes ib nur gering, während mit Rücksicht auf die Wertverhältnisse zwischen dem Widerstand 2 und dem Regelwiderstand 3 die Wirkung des Überregelungskontaktes r, vorherrschend wird.
  • Der Ohmwert des Widerstandes 5 wird je nach der Größe der gewünschten Überregelung bei Benutzung des herabgesetzten Feldes bestimmt.
  • Diese Größe erreicht beispielsweise io, 15 oder 20% der diesem Feld entsprechenden Stromstärke oder jeden anderen Wert, der übrigens von dem bei Benutzung des Maximalfeldes gewählten unabhängig ist. Durch die geeignete Benutzung der Widerstände 2 und 5 kann auch eine Überregelung erzielt werden, die von einem Ende der Einstellung des Regelwiderstandes 3 zum anderen praktisch gleichbleibend ist.
  • Es ist zu bemerken, daß die Anwesenheit der Widerstände 2 und 5 durch die Anpassung ihrer Ohmwerte auf sehr einfache und praktische Weise gestattet, die Kennlinien des Erregerkreises, dessen rechnungsmäßig vorbestimmte Werte abgestimmt werden müssen, von einem Ende der Regelungsskala zur anderen, zu berichtigen. b) Einrichtung zur Beschränkung des Auftourenkommens auf die gewünschte Geschwindigkeit V1 Das die Kontakte i" und lb aufweisende Überregelungsschütz i wird durch den Kontakt 6" eines mit zwei gegeneinanderwirkenden Wicklungen. 6 und 6' (Abb. 5) ausgestatteten Differentialrelais gesteuert.
  • Die Wicklung 6' liegt im Stromkreis eines Tourendynamos 7. Die Amperewindungen dieser ersten Wicklung sind jeweils der wirklichen Geschwindigkeit des zu regelnden Motors verhältnisgleich.
  • Die der ersten Wicklung 6' entgegengesetzte Wicklung 6 wird durch einen Stromkreis mit gleichbleibender Spannung (Netz 13 oder Erregermaschine des Leonardaggregats) und veränderlichem Widerstand gespeist, dessen Stromstärke der gewünschten Geschwindigkeit Vl verhältnisgleich ist.
  • Diese der gewünschten Geschwindigkeit verhältnisgleiche Stromstärke wird durch die Verwendung eines Hilfsregelwiderstandes 8,erzielt, der mit dem Feldregelwiderstand 3 des Motors (oder des Generators) derart mechanisch zusammenhängt, daß die Amperewindungen der zweiten Wicklung 6 der vom Motor zu erreichenden Geschwindigkeit V1 verhältnisgleich sind.
  • Praktisch können der Feldregelwiderstand 3 und der Hilfsregelwiderstand 8 im allgemeinen einten elektrisch gemeinsamen Schieber oder Gleitkontakt haben, was die Verwirklichung dieses doppelten Regelwiderstandes vereinfacht.
  • In der Abb. 5 bezeichnet i i einen Spannungsmesser, der eine Teilung nach Drehzahlen 'oder Metern in der Minute aufweist und am Stromkreis des vom Motor angetriebenen Tourendynamos 7 parallel liegt.
  • Die Arbeitsweise der soeben beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Sobald der Stromkreis geschlossen ist, setzen die Amperewindungen der Wicklung 6 das Differentialrelais 6-6' in Tätigkeit.
  • Beim Ansprechen verschiebt das Differentialrelais seinen Schließ- bzw. Öffnungskontakt 6a, wodurch die Erregung des Überregelungsschützes i einsetzt bzw. aufhört, je nachdem die Überregelung für die Schließung oder die Öffnung @der.Kontakte i" und ib erfolgt, d. h. je nachdem ob es sich um den Erregerkreis eines Generators eines Leornardaggregats oder eines Motors mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung handelt.
  • Mit zunehmendem Auf tourenkommen des Motors steigt die Zahl der Amperewindungen der Wicklung 6' (Geschwindigkeitsmeßkreis) ; wie bereits dargelegt, sind die Amperewindungen jeweils der wirklichen Geschwindigkeit des Motors verhältnisgleich.
  • Erreicht die Motorgeschwindigkeit den gewünschten, vom Erregerregelwiderstand .geregelten Wert hl, so sind die Amperewindungen der beiden Wicklungen 6 und 6' einander gleich. Da sie gegeneinandergeschaltet sind, ist ihre Resultierende gleich Null, und das zuvor von der Wicklung 6 in Tätigkeit gesetzte Differentialrelais wird unter der Wirkung einer Rückführfeder ausgeschaltet.
  • Der Kontakt 6" könnte begreiflicherweise ohne Unterschied die Schließung oder die Öffnung des Erregerkreises bewirken, welches auch die gewählte Beschaffenheit dieses Kreises sein mag. Alsdann würde es schon genügen, daß die Überregelungskontakte i" und ib selbst die Öffnung oder die Schließung bewirken, je nach der Stellung, .die für diese Kontakte i" und ib während der Überregelung erzielt werden soll.
  • Auf dem Schema der Abb. 5 ist auch eine Sicherheitsvorrichtung dargestellt, die der Überregelungsvorrichtung zugeordnet werden kann und diese Überregelung beseitigen soll, falls der Geschwindigkeitsmeßkreis unterbrochen werden sollte. In diesem Falle würde die Überregelung ohne diese Sicherheitsvorrichtung mißbräuchlich in Tätigkeit bleiben, und die Geschwindigkeit könnte bis auf den Wert V2 ansteigen., der der Kennlinie der Überregelung (Diagramm der Abb. 3) entspricht.
  • Das Schema der Abb. 5 zeigt beispielsweise die Anwendung der Sicherheitseinrichtung in dem Falle, in welchem der Kontakt 6" des Differentialrelais ein Schließkontakt ist. Diese Einrichtung umfaß,t ein Relais, dessen am Geschwindigkeitsmeßkreis liegende Wicklung 9 mit der Wicklung 6' des Differentialrelais in Reihe geschaltet ist. Der Kontakt 9" dieses Relais 9 ist in Reihe mit dem Kontakt 6, des Differentialrelais geschaltet.
  • Der Kontakt 9" ist durch den. am Einschalter liegenden, bei der Öffnung mit Verzögerung ansprechenden Öffnungskontakt bzw. Zeitmeßkontakt io überbrückt. Das Relais 9 ist derart durchgebildet, daß selbst bei der Mindestbetriebsgeschwindigkeit des Motors die Schließung seines Kontaktes 9" vor der Öffnung des Verzögerungskontaktes io erfolgt und die Speisung des Überreglelungsschützes i gewährleistet, sobald die Schließung des Kontaktes 6" des Differentialrelais erfolgt.
  • Im Falle der Unterbrechung oder eines schlechten Kontaktes im Gesch.windigkeitsmeßkreis könnte das durch die Wicklung 6 in Tätigkeit versetzte Differentialrelais nicht mehr abgestellt werden, da die Wicklung 6' in der vorliegenden Voraussetzung nicht gespeist ist. Da auch das Relais 9 nicht mit Strom versorgt ist, weil es ebenfalls an denn unterbrochen gedachten Geschwindigkeitsmeßkreis liegt, bleibt der Kontakt % weiterhin offen, und bei Öffnung des Verzögerungskontaktes io hört die Erregung des Schützes. i auf, was zur Folge hat, daß die Überregelung beseitigt wird. Das Auftourenkomm:en oder Einlaufen wird alsdann entsprechend der normalen Kennlinie o-hi anstatt nach der höheren Kennlinie o-h2 (Diagramm. der Abb. 3) verlaufen. Mit anderen Worten, im Falle einer Störung in der erfindungsgemäßen Ausrüstung für das rasche Auftourenkommen wird die Arbeitsweise einfach wieder normal, wie sie zuvor war.
  • Wäre der Kontakt 6" ein Öffnungskontakt, so käme eine ähnliche Vorrichtung in Frage, jedoch mit dem Unterschied, daß der Kontakt 9u als Öffnungskontakt ausgebildet und mit dem Korntakt 6" parallel geschlossen ist, wobei beide Kontakte ihrerseits wieder mit einem als Schließkontakt ausgebildeten., bei der Schließung nacheilenden Verzögerungskontakt io in Reihe liegen.
  • Aus obigem geht hervor, daß die Ausrüstung gemäß der Erfindung sowohl bei Gleichstrommotoren mit durch die Spannung gesteuerter Geschwindigkeitsänd.erüng (Leonardaggregat) als auch bei Gleichstrommotoren mit feldgesteuerter Geschwindigkeitsänderung ein sehr ra"schesAuftourenkommen gestattet. Diese Ausrüstung kann selbstverständlich auch bei Gleichstrommotoren zur Anwendung gelangen, deren Geschwindigkeitsänderung zugleich durch das Feld und die Spannung gesteuert wird. Ferner gehört zu der Ausrüstung eine Sicherheitseinrichttung, die im Falle einer Störung in der Ausrüstung für das rasche Auftourenkom:men bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit den Motor hindert, seine Geschwindigkeit über den festgesetzten Betriebswert hinaus zu steigern.
  • Die beschriebene Ausrüstung eignet sich ganz besonders, jedoch nicht ausschließlich, für de Antriebsmotoren von Werkzeugmaschinen, z. B. Hobelmaschinen, in welchem Falle sie eine nennenswerte Zeitersparnis im wirksamen Teil des Maschinenhubes und eine größere Arbeitsgeschwindigkeit namentlich bei Maschinen mit geringem Hub gestatten. Bei den bisherigen Maschinen verfügte man nämlich wegen des geringen Hubes und des verhältnismäßig langsamen Auftourenkommens nicht über die Zeit, vor Ende des Hubes den Tisch der Hobelmaschine od. dgl. auf eine hohe und stabilisierte Betriebsgeschwindigkeit zu bringen, was die Leistungssteigerung derartiger Maschinen verhindert. Die vorliegende Erfindung gestattet die Beseitigung dieses Nachteils.
  • Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf den Antrieb derartiger Werkzeugmaschinen, sondern eignet sich auch für alle anderen Apparate oder Maschinen, insbesondere für hin und her gehende Maschinen und Apparate, wie Walzwerke, Fördermaschinen, Aufzüge, Druckereimaschinen, Papierbearbeitungsmaschinen, Textilmaschinen usw.
  • Ferner können Äniderunigen in den Einzelheiten der Ausführung der beschriebenen und dargestellten Ausrüstung vorgenommen werden, um namentlich die jeweils in Aussicht genommene Anwendung zu berücksichtigen, ohne daß dadurch der Gesamtwert der Erfindung irgendwelche Beeinträchtigung erleidet.
  • Endlich könnten die allgemeinen Merkmale der vorliegenden Erfindung mit allen oder gewissen Merkmalen bekannter Einrichtungen kombiniert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors, dessen Geschwindigkeit mittels wenigstens eines. Feldregelwiderstandes einstellbar ist, wobei diese Einrichtung einen in Reihe mit dem Feldregelwiderstand liegenden Vorwid.erstand aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung außer dem Feldregelwiderstand einen weiteren Widerstand (5) enthält, der über eines seiner Enden mit dem einen Ende des Regelwiderstandes (3) beständig verbunden ist und wenigstens ein Paar gleichzeitig betätigter sogenannter Überregelungskontakte (ia, ib) aufweist, die bei geschlossener Stellung dieser Kontakte den Reihenvorwiderstand (a) überbrücken und den weiteren Widerstand (5) parallel mit dem Feld:-regelwiderstand (3) schalten und bei offener Stellung den Reihenvorwiderstand (a) aus dem kurzgeschlossenen Zustand herausbringen und den weiteren Widerstand (5) ausschalten. a. Einrichtung -nach Anspruch i für einen Motor mit ankerspannungsgesteuerber Geschwindigkeit, in welcher der genannte Feldregelwiderstand aus dem Regelwiderstand eines Stromerzeugers besteht, der dem Motor die veränderliche Spannung liefert, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Überregelungskontakte (i", ib) derart angeordnet sind, daß sie während der Drehzahlsteigerung des Motörs geschlossen sind und, sobald die vorbestimmte Betriebsgeschwindigkeit erreicht ist, geöffnet werden. 3. Einrichtung nach Anspruch i für einen Motor mit feldgesteuerter Geschwindigkeit, dessen Feldregelwid:erstand im Kreis der Motorfeldwicklungen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Überregelungskontakte (i", ib) derart angeordnet sind, daß sie während der Drehzahlsteigerung des Motors geöffnet sind und, sobald die vorbestimmte Betriebsgeschwindigkeit erreicht ist, geschlossen werden. q.. Einrichtung nach Anspruch i für einen Motor mit feld- und spannungsgesteuerter Geschwindigkeit, welche mit einem im Kreis der Feldwicklungen des dem Motor die veränderliche Spannung liefernden Generators eingeschalteten Regelwiderstand und mit einem: im Kreis der Motorfeldwicklungeneingeschalteten Regelwiderstand versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß letzterer Regelwiderstand (3) ebenfalls m-it zwei Widerständen (2, 5) und mit einem Paar Überregelungskontakte (i", ib) verbunden ist, welche in gleicher Weise wie die mit dem ersterwähnten Regelwiderstand (3) verbundenen Widerstände (2, 5) und Kontakte (1Q, ib) angeordnet sind, wobei die im Erreger-. kreis des Generators und die im Erregerkreis des Motors eingeschalteten Überregelungskontakte (l", ib) während der Drehzahlsteigerung des Motors geschlossen bzw. offen sind und, sobald die vorbestimmte Betriehsgeschwindigkeit erreicht ist, geöffnet bzw. geschlossen werden. 5. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Überregelungskontakte (1a, ib) von einem Schütz betätigt werden, dessen Spule (i) über einen Kontakt (6Q) gespeist wird, welcher von einem mit zwei Wicklungen (6, 6') versehenen Differentialrelais betätigt wird, wobei eine dieser Wicklungen (6') von einem Strom durchflossen wird, welcher der gewünschten Motorgeschwindigkeit verhältnisgleich isst, und die zweite Wicklung (6) von einem Strom durchflossen wird, dessen Stärke der wirklichen Motorgeschwindigkeit verhältnisgleich ist: 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (6') des Differentialrelais, welche von einem der wirklichen Motorgeschwindigkeit verhältnisgleichen Strom durchflossen wird, mit dem Anker (7) eines vom Motor angetriebenen Tourendynamos (7) leitend verbunden ist. 7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (6) des Differentialrelais, welche von einem der gewünschten Motorbetriebsgeschwindigkeit verhältnisgleichen Strom durchflossen wird, mit einer Stromquelle von konstanter Spannung über einen Regelwiderstand verbunden ist, dessen Schieber (8) mechanisch mit dem Schieber (q.) des zur Einstellung der Motorgeschwindigkeit dienenden Regelwiderstandes (3) verbunden ist. B. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Sicherheitseinrichtung aufweist, welche aus einem. Relais besteht, dessen Spule (9) in Reihe mit der vom Touren@-dynamo (7) gespeisten Spule (6') des Differentialrelais geschaltet ist und dessen Kontakt (9Q) mit dem Kontakt (6Q) des Differentialrelais sowie mit einem Verzögerungskontakt (io) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 625 48o, 664 733.-
DEM5746D 1942-05-01 1942-09-11 Einrichtung zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstrommotors Expired DE965648C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE625480C (de) * 1927-03-22 1936-02-10 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Verfahren zur schnellen Steigerung der Drehzahl eines Gleichstromnebenschlussmotors
DE664733C (de) * 1931-08-02 1938-09-02 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Anordnung zur Schnellerregung elektrischer Maschinen

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