DE965733C - Verfahren zum Raffinieren von fetten OElen - Google Patents

Verfahren zum Raffinieren von fetten OElen

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DE965733C DEW13679A DEW0013679A DE965733C DE 965733 C DE965733 C DE 965733C DE W13679 A DEW13679 A DE W13679A DE W0013679 A DEW0013679 A DE W0013679A DE 965733 C DE965733 C DE 965733C
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DE
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DEW13679A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Otto Moeller
Peter Steinacker
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GEA Mechanical Equipment GmbH
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Westfalia Separator GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/06Refining fats or fatty oils by chemical reaction with bases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Verfahren zum Raffinieren von fetten Ulen Die für die Ernährung oder für technische Zwecke bestimmten fetten Öle werden aus verschiedenen Rohstoffen gewonnen, entweder aus Früchten oder Samen, ölha.Itiger Pflanzen (sogenannte vegetabilische Öle"), aus den fetthaltigen Körperteilen von; Land- oder Seetieren (sogenannte animalische Öle) oder auf synthetischem Wege. Alle diese Öle enthalten schon von. ihrer Gewinnung her mehr oder weniger große Mengen anVerunreinigungen, die das Öl fürvieleVerwendungszwecke ungeeignetrnachen und deshalb im Zuge einer besonderen »Veredelung « abgetrennt werden müssen. Die Prozeßstufen, die da,sRohö,1 von derErzeugung bis zumFertigprodukt bzw. bis zum Rohstoff für die Industrie der Kunstspeisefette durchlaufen muß, werden vielfach als »Raffination« bezeichnet. Eine Stufe dieses Raffinationsprozesses ist die Abtrennung der freien Fettsäuren. Sie kann auf zwei verschiedene Weisen vorgenommen werden, erstens durch Abdestillieren im Vakuum oder zweitens durch AusfäHen mit Alkalien und anschließende Zentrifugierung bzw. Absetzung der Neutralisa,tionsrückstände in Behältern.
  • Beide Verfahren haben ihre spezifischen Eigenarten und deshalb in ihrer Anwendung bestimmte Grenzen.
  • Die Destillation ermöglicht die Abtrennung der fast reinen Fettsäuren ohne wesentliche Substanzverluste hinsichtlich des behandelten Neutralöles Sie erfordert andererseits jedoch komplizierte Anlagen -und hohen Energieb#edarf. Auch bleiben Verunreinigungen, die bei der Alkalientsäuerung, zusammen mit den Fettsäuren ausgefällt und abgetrennt werden, im Öl zurück, so daß man in den meisten Fällen noch eine Nachbehandlung anschließen muß. Deshalb wendet man diese Methode in der Hauptsache nur bei der Verarbeitung derjenigen Ölsorten an, die große Mengen an freier Fettsäure enthalten, z. B. bei stark sauren Fischölen, afrikanischen Pal-mölen oder bei Palmkernfetten mit hohem Fettsäuregehalt.
  • Die Alkalientsäuerung ist in ihrer Durchführung einfacher und billiger, denn sie bedingt relativ einfache Anlagen. In den meisten Fällen arbeitet man mit Natriumhydroxyd, teilweise auch mit Natriumkarbonat, Die Verarbeitungskosten sind daher niedrig. Außerdem erzielt man den Vorteil, daß auch noch weitere unerwünschte Verunreinigungen, wie z. B. Oxyfettsäuren, Schleim- und Eiweißstoffe, farb- und geruchbildende Substanzen usw. mit dern entstehenden »Soapstoel-,« abgetrennt werden. Die der Entsäuerung folgenden Prozesse der Farbaufhellung (Bledchung) und der Abscheidung der Geschmack- und Geruchstoffe (Desodorisierung) werden dadurch erleichtert. Dafür muß man den Nachteil eines Substanzverlustes in Kauf nehmen, da mit den erwähnten Verunreinigungen auch Teile des Netitralöles mit in den Soapstock eingeschlossen werden. Dieser Neutralölverlust schwankt etwa zwischen 15 und i 5o 11/o der Fettsäuremenge, j e nach der verarbeiteten Ölsorte und ihrem Gehalt an nicht fettigen Beimengungen. Aus diesen Gründen wendet man die Alkalientsäuerung in der Hauptsache nur bei der Verarbeitung von Ölen mit relativ niedrigem Fettsäuregehalt, maximal etwa bis 5 >'/0, an. Bei der Verarbeitung von Ölen mit höherem Fettsäuregehalt wird diese Entsäuerungsart im Vergleich zum destillativen Verfahren zu unwirtschaftlich. Auf Grund der relativen Einfachheit und, der geringeren Kosten wird aber eine Erweiterung des Anwendungsbereiches der Alkalientsäuerung im allgemeinen angestrebt.
  • Im Rahmen dieser Alkalientsäuerung sind schon Zentrifugen für die Abtrennung der Neutralisationsprodukte eingesetzt worden. Die bisher bekannten, mit Hilfe von Zentrifugen ausführharen Prozesse haben aber verschiedene Nachteile: Die Entsäuerung wird in einer oder zwei Stufen ausgeführt. Nach der Abschleuderung bleiben noch Restbestandteile der Neutralisationsprodukte im Öl zurück, die in einer oder z-wei weiteren anschließenden Stufen durch Wasserwäsche entfernt werden. Die nach dem Zentrifugieren in diesen Wasserwaschstufen noch zurückbleibenden Wasserreste werden dann in einer weiteren anschließenden Trocknungsstufe entfernt.
  • Die Anlagen sind aus diesen Gründen nicht einfa.,cli, bedingen hohen, apparativen Aufwand und mithin hohe Investierungskosten. Auch ergeben sich durch die Wasserwäsche wieder weil das Waschwasser nie absolut ölfrei abgetrennt werden kann.
  • Insbesondere lassen sich mit den bisher bekanntge-wordenen Anlagen solche Öle, die nur sehr geringe Mengen an'freien Fettsäuren, beispielsweise weniger als i% enthalten, nicht mehr Wirtschaftlich verarbeiten. Das liegt daran, daß die üblicherweise zur Abtrennung der Neutralisationsrückstände eingesetzten sogenannt-en >#Soapstockzentrifugen« für die Abtrennung dieser geringen Mengen an Fettsäuren ungeeignet sind.
  • Die Ursachen für dieses Versagen der erwähnten Schleudern sind darin zu suchen, daß man bei diesen kleinen Mengen so geringe Strömungsgeschwindigkeiten erhält, daß die Ausflußöffnungen für die schwerere Komponente, hier also, für die Neutralisationsrückstände, sich verstopfen. Die kontinuierliche Austragung des festen Soapstockes erfordert nämlich eine bestimmt,- Durchflußgeschwindigkeit auch im Innern der Trommel. Ist diese Mindestgeschwindigkeit nicht gegeben, so kann es an einzelnen Stellen in der Trommel zu Ablagerungen kommen, durch die die Abflußwege für die schwerere Komponente nach und nach völlig verstopft werden. Das vermindert natürlilch nach Anfüllung d-er äußeren peeripheren Zone der Trommel die Reinigungswirkung der Zentrifuge. Das Öl be;-innt dann trüb abzufließen. Nur durch Öffnen und vollständiges Reinigen der Trommel läßt sieh in einem solchen Falle die Trennleistung wiederherstellen. Man kann natürlich die Durchflußgeschwindigkeit der schwereren Bestandteile dadurch erhöhen, daß man dem zu separierenden Öl in der zweiten Stufe Wasser zusetzt. Wie bereits oben gesagt, macht aber eine solche Wasserbehandlung eine Nachbehandlung mittels Zentrifugen erforderlich, um wenigstens den größten Teil des ini Öl verbliebenen Wassers wieder zu entfernen.
  • Durch die Erfindung wird ein Verfahren angegeben, das es ermöglicht, Reste an freien Fettsäureii und/oder -Neutralisationsrückständen in einer einzigen Stufe mit technisch befriedigendem Erfolg auszuscheiden. Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daß in der zweiten Stufe an Stelle einer Soapstockzentrifugge eine sogenannte »Schlammzentrifuge« mit periodischer Entleerung des Schlammraumes mittels eines dazu geeigneten Steuerungsmechanismus verwendet wird. Dadurch sind die Schwierigkeiten, die beim Arbeiten mit dererstgenannten Zentrifugenartentstehen, grundsätzlich behoben. Bei Verwendung einer Schlammtrommel brauchen nämlich die Feststoffe nicht ini langsamen Strom durch Kanäle zu wandern, soildern sie werden radial nach außen geschleudert und sammeln sich im Schlammraum, aus dem sie von Zeit zu Zeit entfernt werden.
  • Durch die Erfindung wird weiterhin ein Verfahren angegeben, das es gestattet, die bei den bekannten mit Alkalientsäuerung arbeitenden Prozessen nötige Wasserwäsche zu vermeiden. Die dazu nötigen Wasserwaschstufen werden also vermieden. Die ganze Anlage wird einfacher und übersichtlicher. Die Investierungs- und Betriebskosten des Verfahrens verringern sich beträchtlich.
  • Schließlich erreicht das erfindungsgemäße Verfahren noch eine ansehnliche Ausbeutesteigerung durch die wesentlich geringeren iNentralölverli-iste. Diese Verringerung der Verluste wird dadurch möglich, daß einerseits die Wasserwäsche verrnieden und der damit verbundene Verlust im Waschwasser ausgeschaltet wird und daß andererseits in der zur iNachentsäuerung eingesetzten Schlammzentrifuge mir die Seife ausgeschleudert wird. Nennenswerte Neutralölverluste können nicht entstehen, weil der Öfinhalt der Trommel vor der Entleerung des Schlammraum-es durch eine schwerert Hilfsflüssigkeit nach innen abgedrängt wird.
  • Schlammzentrifugen, deren an der Peripherie der Trommel angeordnete Schlammaustrittsöffnungen mit Hilfe eines hydraulisch gesteuerten Kolbenschiebers geöffnet und geschlossen werden können, sind bekannt. Die Hauptaufgabe beim Betrieb einer solchen Schlainmzentrifuge besteht darin, den Zufluß der zu reinigend-en Flüssigkeit spätestens in demjen:igen Augenblick zu unterbrechen und den Schlammraum zu entleeren, wenn sich dieser Schlammraum. voll angefüllt hat. Erfolgt die Schlammaustragung nicht spätestens in diesem Zeitpunkt, so setzen sich die ausgeschle-Liderten Teilchen zwischen den Tellern fest, und der ganze Teller-einsatz verstopft sich allmählich von außen nach innen. Dadurch wird natürlich die Reinigungswirkung der Zentrifuge stark beeinträchtigt, Es ist bekani-it. Schlammzentrifugen entweder in konstanten Zeitabständen oder nach Beobachtung der ablaufenden gereinigten Flüssigkeit an einem Schauglas zu entleeren. Für beide Betriebsweisen können vollautomatisch arbeitende Geräte eingesetzt werden, die dann entweder mit einem von einer Zeituhr gesteuert-en Schaltgerät oder mit in die Abflußleitung eingebauten Foto-zellen arbeiten.
  • Bei der Abscheidun g von Soapstock ist die Auslösung der Steuerung nach einsetzender Trübung nicht angebracht. Es ist leicht einzusehen, daß die Verschlammung der Teller bereits bis zu einem gewissen Grade fortgeschritten ist, bevor am Schauglas die Trübung der austretenden Flüssigkeit erkennbar wird und durch eine an diesem Schauglas angeordnete Fotozelle die Steuereinrichtung ausgelöst werden kann. Diese beginnende Verschlammung der Teller muß aber unbedingt vermieden werden, da insbesondere ]),ei weichen, pastenförmigen Stoffen, wie z. B. Seife, eine vollständige Abschleuderung dieses Belages unter dein Einfluß der Zentrifugalbeschleunigung während des Ausschlammungsvorganges nicht mehr möglich ist. Würde dieser Rückstand. aber nach dem Entschlammungsvorgang zwischen den Tellern haften bleiben, so wäre der Kläreffekt der Zentrifug-- stark beeinträchtigt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren benutzt deshalb zur Steuerung des Entschlammungsvorganges ein Zeitsteuergerät, das in voreinstellbaren Zeitabständen den Steuerungsvorgang auslöst und ihn nach einem ebenfalls vorwählbaren zeitlichen Programm zum Ablauf bringt. Die Betriebszeit zwischen zwei Entschlammungen hängt von nur drei Faktoren ab: von dem Fassungsvermögen des Schlammraumes der Trommel, vom eingestellten zeitlichen Durchsatz und vorn Feststoffgehalt der zu reinigenden Flüssigkeit. Die Schlammraumgr#öße ist für jede Trommel bekannt. Auch. der Prozentgehalt an abzutrennenden Feststoffen ist in der Regel bekannt. Bei der Speiseölentsäuerung z.B. kennt man die im Öl enthaltenen Fettsäuremengen. Der durch die Neutralisation bedingte Anfall an Fettsäureseifen kann dann unter Berücksichtigung des Verbrauches an Alkalien leicht bestimmt werden. Auch der Restgehalt des Öles an Neutralisationsrückständen kann einfach, z. B. durch Titrieren bestimmt werden. Ein in wenigen Minuten ausführbarer Schleuderversuch mit einer Becherschleuder gibt ebenfalls genauen Aufschluß über den Gehalt des Öles an abzutrennenden Fettsäureseifen.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Betriebszeiten der Schlammzentrifuge in Abhängigkeit vom gewählten Durchsatz und vom Verunreinigungsgehalt der zu klärenden Flüssigkeit in einer Tabelle festzulegen. Die Einstellung der Steuerungsanlage kann dann in einfacher Weise an Hand der Tabellenwerte erfolgen.
  • Es war schon gesagt worden, daß die Entleerung des Schlaminraumes der Trommel in demjenigen Augenblick zu erfolgen hat, in dein der Schlammraum voll bis an den Außendurchmesser des Tellereinsatzes angefüllt ist. In diesem Augenblick befindet sich aber zwischen den Tellern noch Flüssigkeit, die durch den Entschlammungsvorgang nicht verlorengehen darf. Die Restflüssigkeit wird durch eine Hilfsflüssigkeit von höherem spezifischem Gewicht als dem der zu reinigenden Flüssigkeit, je- doch von niedrigerem spezifischem Gewicht als dem der auszuscheidenden Verunreinigungen aus de-. Trommel entfernt. Im Falle des Einsatz-es der Schlammzentrifuge bei der Entsäuerung von Speiseölen kann als Verdrängungsflüssigkeit Wasser verwendet werden.
  • Diese Hilfsflüssigkeit muß der Trommel in genau abgemessenen Mengen 7tige.führt werden, damit nur der Rest der zu reinigenden Flüssigkeit, nicht aber auch noch Teile der Hilfsflüssigkeit selbst in die Abflußleitung der Zentrifuge gelangen. Hierzu kann z. B. ein Behälter mit einem einstellbaren Inhalt benutzt werden, so daß die Trommel mit wählbaren Mengen an Hilfsflüssigkeit beschickt wird.
  • Als Schlammzentrifuge wird zweckmäßig eine Schleuder verwendet, bei der auch während der Schlammaustragung die Schließflüssigkeit nicht aus der Schließkammer verdrängt wird. Diese Schleuder hat gegenüber den bisher bekannten Ausführungen den Vorteil, daß nur zum Zwecke der Schlammaustragung die Einführung der Steuerflüssigkeit erforderlich ist. Es werden also nur sehr geringe Mengen an Steuerflüssigkeit benötigt; bei Entschlainmungsperioden von 2o Minuten (also etwa drei Entschlammungen je Stunde) I>eispi,els"veis,e stündlich nur 8 1. Außerdem braucht zur Betätigung des Entschlammungsmechanismus in der Trommel nur ein Absperrorgan für kurze Zeit geöffnet werden. Durch den Einsatz einer solchen Schleuder kommt man daher mit maximal fünf Absperrorganen ans. Das erfindungsgemäße Verfahren soll im folgenden an Hand der Schemazeic#1mungen erläutert werden.
  • Fig. i zeigt ein -\,'.erfahren, mit Hilfe dessen ein entsäuertes bzw. verentsäuertes fettes Ül, das noch geringe Mengen an Neutralisationsrückständen und Restfettsäuren enthält, in ein-er Stufe von den genannten Verunreiniggungen befreit werden kann.
  • Das 01 befindet sich im Behälter i. In diesem Behälter kann durch Zugabe von geeigneten Alkalimengen die etwa gewünschte Nachentsäuerung durch Ausfällen der freien Fettsäuren mit Alkalien ausgeführt werden. Das 01 läuft dann durch die Leitung -> der Schlammzentrifuge 3 zu. Bei 4 befindet sich ein Zapfhahn zur Entnahme von Proben, an Hand deren die im Öl enthaltenen Miengen an Neutralisationsrückständen, etwa durch einen Schleuderversuch mit einer Becherschleuder oder durch Titrieren, festgestellt werden können. Das gereinigte Öl verläßt die Trommel der Schlammzentrifuge durch die Leitung 5. Über die Leitung 6 wird der Schlammtrommel die Steuerflüssigkeit zugeführt, mit deren Hilfe der Entschlammungsvor-- ga ng ausgelöst werden kann. Die Schlammtrommel sei so ausgeführt, daß die Steuerflüssigkeit nur während der Dauer der Ausschlammung in die Trommel eingeleitet zu werden braucht, dann sind die Absperrorgane 7 in der Zuflußleitung und 8 in der Abflußleitung der Schleuder während der Betriebszeit geöffnet. Das Absperrorgan 9 in der Zuleitung der Stenerflüssigkeit ist während des Betriebes geschlossen. Zur Ausschlammung werden die Absperrorgane 7 und 8 geschlossen. Dadurch wird der Durchfluß der Schleuderflüssigkeit unterbrochen. Sodann öffnet das Absperroirgan 9 in der Zuleitung 6 der Steuerflüssigkeit, der Kolbenschieber verschiebt sich nach unten und gibt die Schlammaustrittsöffnungen io frei. Der Schlamm-. raum der Trommel entleert sich durch diese Austrittsöffnungen. Der Eintritt der Steuerflüssigkeit 6 wird durch Schließen des Absperrorgans 9 wieder geschlossen, der Kolben#schieber kehrt in seine Betriebsstellung zurück und verschließt die Schlammaustrittsöffnungen io. Nach öffnen der Absperrorgane 7 und 8 ist die Trommel dann erneut betriebsbereit.
  • Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Anordnung, mit Hilfe. deren die vor der Entschlammung noch in der Trommel verbleibende Restflüssigkeit durch eine spezifisch sch%verere Hilfsflüssigkeit verdrängt werden kann. Man erreicht dadurch, daß die vor der Entschlammung noch zwischen den Tellern zurückbleibende Flüssigkeitsmenge durch den Entschlammungsvorgang nicht verlorengeht. Mit den Ziffern i bis io sind in Fig. ?- die gleichen Teile der Anlage bezeichnet wie in Fig. i. Die zur Verdrängung der Restflüssigkeit dienende Hilfsflüssigkeit wird im Hochbehälter ii gespeichert. Der Hochbehälter ist mit einem einstellbaren Überlauf 12 versehen und kann wahlweise gemäß der Voreinstellun.g mit verschieden großen Mengen an Hilfsflüssigkeit gefällt werden. Zum Füllen dient die Leitung 13. Die Ablaufseite- des Behälters steht über die Leitung 14 mit der Zulauf leitung 2, der Schleud#erflüssigkeit zwischen Behälter i und SchlammtrOmmel 3 in Verbindung. Zur Regelung der Durchflußmenge ist in diese Leitung 14 noch eine einstellbare Drosselstelle 15 eingebaut. Man kann dafür ohne weiteres einen einfachen Durchgang-shahn verwenden, der entsprechend der gewünschten Durchflußmenge gedrosselt wird.
  • Zur Durchführung des Entschlammungsvorganges wird zunächst das Absperrorgan 7 in der Zulauf leitung 2 der Schleuderflüssigkeit geschlossen. Dann wartet man. einige Sekunden bis sich der Flüssigkeitsinhalt zwischen den Tellern der Schlammtrommel einwandfrei geklärt hat. Sodann wird das Absperrorgan 16 in der Zuleitung 14 der Hilfsflüssigkeit geöffnet. Die Hilfsflüssigkeit läuft nun in der mit Hilfe des Drosselorgans 15 eingestellten Durchflußgeschwindigkeit in die Trommel 3 und drängt den. Restinhalt der Schleuderflüssigkeit über die Leitung 5 aus der Trommel heraus. Im Anschluß daran kann die Entschlammung vorgenommen werden. Das Absperrorgan 16 in der Zuleitung der Hilfsflüssigkeit 14 wird geschlossen und das Absperrorgan 9 in der Zuleitung 6 der SteueTflüssigkeit geöffnet. Die Entschlammung erfolgt in gleicher Weise wie in Verbindung mit Fig. i geschildert. Gleichzeitig kann über die Leitung 13 der Hochbehälter bereits wieder mit der Hilfsflüssigkeit gefüllt werden. Dazu wird das Ab- sperrorgan 17 geöffnet. Der Behälter läuft bis zur einge.isstellten, überlaufhöhe voll. Tritt die Hilfsflüssigkeit durch den Überlauf i?- aus, so kann das Absperrorgan 17 wieder geschlossen werden. Inzwischen ist auch die Entschlammung beendet. Nach Schließen des Absperrorgans 9 kann daher die Trommel gemäß der in Verbindung mit Fig. i beschriebenen Weise wieder in Betrieb genommen ,verden.
  • Für die Durchführung des Steuervorganges können vorteilhaft Elektromagnetventile benutzt werden, die von einem Zeitschaltgerät aus nach einem voreinstellbaren Steuerprogramm. betätigt werden. Fig. 3 zeigt schematisch ein solches Steuerprogramm für die in Fig. i gezeigte Anordnung. Auf der Abszissenachse iS sind die Steuerzeiten aufgetragen. Die Linien ig, 2o und 21 bezeichnen dabei die Betätigung der Absperrorgane 7 in der Zulaufleitung' 8 in der Abflußleitung und 9 in der Zuleitung der Steuerflüssigkeit (Fig. i). Die stark ausgezogenen Linien bedeuten, daß das Absperrorgan geschlossen ist, die dünn ausgezogenen Linien deuten auf geöffnete Absperrorgane hin. Während der Periode:22- ist die Zentrifuge in Betrieb; Zulauf -und Abfluß sind geöffnet, und die Zufuhr der Steuerflüssigkeit ist unterbrochen. Bei:23 beginnt der Entschlammungsvorgang. Die Absperrorgane 7 und 8 in der Zulauf- und Abflußleitung der Zentrifuge 3 (Fig. i) werden nacheinander geschlossen. Kurz darauf öffnet das Absperrorgan 9 in der Zuleitung der Steuerflüssigkeit (Fig. i) und löst den Entschlammungsvorgang aus. Während der Periode 2,4 findet die Ausschlammung statt. Kurz darauf ist die Trommel wieder geschlossen und kann bei 25 erneut in Betrieb genommen wer.-den. Die Periode #,>6 kennzeichnet die Betriebszeit nach erfolgter Ausschlammung.
  • In Fig. 4 ist schematisch und beispielsweise das Steuerprogramin der in Fig.:2 gezeigten Ano#rdnung dargestellt. Auf der Abszissienachse- 18 sind die Steuerzeiten aufgetragen. Die Linien ig, :2o und 21 bezeichnen wieder die Betätigung der Absperro#rgane 7 in der Zulaufleitung, 8 in der Abflußleitung und 9 in der Zuleitung der Steuerflüssigkeit (Fig. 2). Auf den Linien 27 und 28 ist die Betätigung der Absperrorgane 16 in der Zuleitung kn 14 der Hilfsflüssigkeit und 17 in der Leitung 13 zum Füllen des Hochbehälters aufgetragen (Fig. 2). Kurz nach dem Schließen des Absperrorgans 7 in der Zulaufleitung wird zunächst der Zulauf 16 der Hilfsflüssigkeit geöffnet. In der Zeit 29 verdrängt diese Hilfsflüssigkeit die Restfüllung der Schleuderflüssigkeit aus der Trommel. Nach erfolgter Verdrängung schIießt das Absperro,rgan 8 in der Abflußleitung, dann kann im Zeitraum 24 die Entschlammung erfolgen. Gleichzeitig wird im Zeitraum 3o der Hochbehälter für die Hilfsflüssigkeit durch Öffnen des Absperrorgans 17 wieder auf - gefüllt. Nach Beendigung des Entschlammungsvorganges ist bei 25 der Betriebszustand wieder erreicht; Zu- und Ablauf zur bzw. von der Trommel werdengeöffnet, und w#ihrendderPerio,de26 wird die Trominel wieder für den normalen Betrieb benutzt.
  • Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung gewährt zwei weitere Vorteile, die ebenfalls bei der Speiseölve-rarbeitung von Bedeutung sind, Durch geeignete Be -tätigung der Absperrorgane 16 und 17 für die Hilfsflüssigkeit kann die Trommel während des Entschlammuligsvorganges gespült werden. Ferner kann man durch passende Betätigung des Absperrorgans in der Abflußleitung erreichen, daß auch während des Entschlammungsvorganges keine Fehler auftreten, insofern Bestandteile der abzuscheidenden Verunreinigungen oder der Hilfsflüssigkeit in die Abflußleitung gelangen. Diese Möglichkeiten sollen an Hand der Steuerprogramine in Fig. 5 und 6 gezeigt werden, In Fig. 5 ist ein Steuerprogramm dargestellt, das sich von dem in Fig. 4 gezeigten nur insofern unterscheidet, als sieh die Öffnungsdauer des Ab- sperrorgans 16 in der Zuleitung der Hilfsflüssigkeit 14 (Fig. 2) mit der Offnungsdauer des Absperro#rgans 17 in der Leitung 13 zum Füllen des H#ochbehälters teilweise überdeckt. Die Öffnungsdau,er dieses letztgenannten Absperro#rgans 17 wird dadurch unterteilt in eine Periode »Spülung« 31, während deren die Hilfsflüssigkeit die geöffnete Schlammtrommel durchfließt, und »Füllen« 30, während deren der Hochbehälter bis zur eingestellten Überlaufhöhe wieder aufgefüllt wird. Man hat nur darauf zu achten, daß die Periode »Spülen« erst beginnt, wenn die. Trommel geöffnet, d. h. der Entschlammungsvorgang bereits eingeleitet ist und das Absperrorgan 8 in der Abflußleitung geschlossen ist.
  • Es kann im praktischen Betrieb vorkommen, daß sich trotz gleichbleibendem Durchsatz und gleichlangen Betriebszeiten der Zentrifuge zwischen zwei Entleerungen des Schlammraumes dieser nicht immer mit genau der gleichen Menge an ausgeschleuderten Verunreinigungen füllt. Man würde also, streng genommen, in geringen Grenzen abweichende Mengen an Hilfsflüs#sigkeit zur Verdrängung der Restfüllung vor der Entschlammung benötigen. Die geringen Abweichungen sind aber nicht bekannt. Außerdem kann man aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Einstellung des überlaufes am Hochbehälter nicht dauernd ändern.
  • Es hat sich gezeigt, daß die geringen Abweichungen durch vorgenannte Ursachen trotz gleichbleibender Einstellung des ganzen Steuervorganges und der Hilfsflüssigkeitsmengen dadurch umgangen werden können, daß die Trommel nach ausgeführter Entschlammung nicht über die Zulaufleitung2, sondern über die Abflußleitung 5 der Zentrifuge gefüllt wird. Das entsprechende Steuerprogramm zeigt Fig. 6.
  • Das Steuerdiagramm Fig. 6 unterscheidet sich von dem in Fig. 4 dargestellten nur insofern, als das Ab#sperrorgan 8 in der Abflußleitung früher als das Absperrorgan 7 in der Zulaufleitung (Fig. i) geöffnet wird. Die Trommel füllt sich daher bei einer solchen Durchführung der Programmsteuerung während der Periode 32 über die Abflußleitung. Wenn die Abflußleitung wenigstens auf einem Teilstück als Steigleitung mit freiem Flüssigkeitsaustritt in einem nachgeschalteten Behälter od. dgl. ausgeführt wird, so kann man durch geeignete Dimensionierung der Leitungsquers,chnitte leicht erreichen, daß eine bestimmte als Sicherheit dienende Menge, etwa o,5 bis 1,5 1, vor der erneuten Beschickung der Trommel in diese zurückfließen. Dadurch wird mit Sicherheit vermieden, daß aus den oben angeführten Gründen durch den Entschlammungsvorgang unerwünschte Bestandteile in die Abflußwege der gereinigten Flüssigkeit gelangen.
  • Es ist selbstverständlich, daß das in Fig. 6 dargestellte Steuerprogramm auch in Verbindung mit dem durch Fig. 5 veranschaulichten, d. h. also mit Spülung der Trommel während der Ausschlanimung, ausgeführt werden kann, Es hat sich gezeigt, daß die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Einrichtung mit Vorteil im Rahmen. eines kontinuierlich ausgeführten Verfahrens, d. h. also bei der Behandlung von fetten Ölen zum Zwecke der Raffinierung im fließenden Strom, angewendet werden, kann. Der apparative Aufwand wird, gegenüber den bisher bekannten Anlagen um ein, wesentliches Maß verringert.
  • Die, in Verbindung mit der vorbeschriebenen. Erfindung benutzte Steuerung einer Schlammzentrifuge kann ferner in allen denjenigen Fällen mit Erfolg eingesetzt werden, in denen geringe Mengen in einer Flüssigkeit suspendierter schwerer Verunreinigungen kontinuierlich ausgeschieden werden sollen und in denen gleichzeitig Flüssigkeitsverluste so weitgehend wie möglich vermieden werden müssen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurEntfernung von freienFettsäuren aus fetten Ölen in zwei Stufen durch Neutralisation derselben mit konzentrierten Alkalil,aug--n oder Alkalikairbonaten, dadurch gekennzeichnet, daß die nach Abscheidung des iNentralisationsproduktes aus der Hauptentsäuerung noch im Öl verbleibenden Neutratisationsrückstände in einer zweiten Stufe unter Verwendung einer Schlammzentrifuge mit Tellereinsatz, deren Schlammaustrittsöffnungen in einstellbaren Zeitabständen geöffnet werden können, ausgeschieden werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammaustrittsöffnungen der Trommel durch Verwendung einer Zeituhr selbsttätig in voreinstellbaren Zeitabständen geöffnet werden. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleudergut vo-r Eintritt in die zweite Raffinierungsstufe einer Nachentsäuerung durch Zugabe konzentrierter Alkalilangen oder Alkalikarbonate unterworfen wird. -4. Verfahren nach Anspruch 1, .2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vor der Entschlammung noch in der Trommel verbleibende Restfüllung des Schleudergutes durch eine Hilfsflüssigkeit, deren spezifisches Gewicht zwischen dem der zu reinigenden Flüssigkeit und dem der abzuscheidenden schwereren Verunreirrigungen liegt, z. B. Wa-sser, aus der Trommel verdrängt wird. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verdrängung der Restflüssigkeit aus der Trommel eine einstellbare Menge an Hilfsflüssigkeit benutzt wird, wobei die Abmessung dieser Menge selbsttätig durch Verwendung eines Gefäßes mit voreinstellbarem Inhalt erfolgt. 6. Verfahren nach Anspruch 1,:2, 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet ' daß der Entschlammungsvorgang mit Hilfe von in die einzelnen Leitun 'gen eingebauten Elektromagnetventilen, die nacheinera voreinstellbaren zeitlichen Programm von einem Zeitsteuergerät aus betätigt werden, ausgelöst -wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete zeitliche Betätigung der Absperrorgane die Trommel im Augenblick des Entsthlammungsvorganges gespült wird. 8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, da.-durch gekennzeichnet, daß die Trommel der Schlammzentrifuge im Anschluß an den Ausschlammungsvorgang zur erneuten Schleuderung über die Abflußleitung gefüllt wird. g. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlammzentriftige ein Sprühtrockner zur Entfernung von Restfeuchtigkeit nachgeschaltet wird. io. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Stufen des Verfahrens kontinui,erlich ausgeführt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: A. E. B a i 1 e y , Industrial Oil and Fat Products, 1951, S. 634, 637, 638; Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, Bd. 1, 195 1, S. 514, 515.
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