DE965930C - Verfahren und Anlage zur Vertilgung von Abwasserschlamm - Google Patents

Verfahren und Anlage zur Vertilgung von Abwasserschlamm

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DE965930C
DE965930C DED7532D DED0007532D DE965930C DE 965930 C DE965930 C DE 965930C DE D7532 D DED7532 D DE D7532D DE D0007532 D DED0007532 D DE D0007532D DE 965930 C DE965930 C DE 965930C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor
    • C02F11/12Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren und Anlage zur Vertilgung von Abwasserschlamm Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vertilgung von Abwasserschlamm durch Trocknen und Verbrennen des entwässerten Gutes und eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens. Man hat bereits die Trocknung von schlammförmigem Gut in pneumatischen Trocknern vorgenommen. Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß dem frischen Schlamm bei der Einführung in den pneumatischen Trockner ein Teil eines vorher durch die Anlage gegangenen Gutes, also eines fertig getrockneten Gutes, zugesetzt wird, während der Hauptteil des fertig getrockneten Gutes zur Verbrennung gebracht wird. Die aus dieser Verbrennung anfallende Wärme wird ihrerseits wieder zur Trocknung neuen Gutes ausgenutzt. Während seiner Wanderung von der Beschickungsstelle zur Verbrennungsstelle wird nun das Gut zerkleinert. Die bei der Wanderung des Gutes und namentlich bei seiner Zerkleinerung freigelegten Gase werden von dem Gut gesondert und auf einem anderen Weg weitergeleitet. Auch diese Gase werden erhitzt und in den Weg des festen, aber aufgelockerten Gutes eingeleitet, um auch ihrerseits zur Trocknung des festen gelockerten Gutes beizutragen. Dem während der Beförderung gelockerten Gut wird auf dem Wege zur Verbrennungsstelle, während es sich im Schwebezustand befindet, ein Brennstoff zugesetzt, so daß an der Einäscherungsstelle eine Mischung von gelockertem Trockenschlamm und Brennstoff verbrannt wird. Sowohl die Zerkleinerung des Gutes, als auch die Zumischung des Brennstoffes und namentlich auch die Zumischung von vorgetrocknetem lockerem Gut findet statt, ohne daß dabei die Wanderung zur Einäscherungsstelle verzögert oder unterbrochen wird oder, daß dadurch der Schwebezustand des Gutes eine Änderung erfährt.
  • Die Anlage zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß in dem Weg des Gutes zwischen der Beschickungsstelle und der Einäscherungs.stelle mehrere Zerkleinerungsvorrichtungen angeordnet sind, die auf das Gut zerkleinernd einwirken, ohne die Wanderrichtung des Gutes als Ganzes zu ändern. Die Anlage enthält einen pneumatischen Trockner, in den das Gut von der Beschickungsstelle aus eingebracht wird. Die aus dem Einäscherungsofen entweichenden Gase dienen als Trockenmittel für den Bedarf dieses pneumatischen Trockners. Die Verbrennungsgase des Ofens dienen auch zur Anwärmung eines Rekuperators. Die durch die Zerkleinerungs- und Abscheidevorrichtung aus dem Gut entfernten Gase werden durch diesen Rekuperator erwärmt und treten nach ihrer Erwärmung wieder in Einwirkung auf jenes lose Gut, das zur Einäscherungsstelle geht, aus welcher sie -vorher entfernt' wurden. Die zur Brennstoffzufuhr dienende Leitung enthält eine Zerkleinerungsvorrichtung, in welcher der Brennstoff zusammen mit dem durch die Zerkleinerungsvorrichtung hindurchgehenden Gut gelockert wird und auch zerkleinert wird, so daß Brennstoff und Gut vor der Einführung in den Ofen in zerkleinertem Zustand innig miteinander gemischt werden. Die Zuleitvorrichtung für das im Zusammenhang damit zu behandelnde Gas und jene Vorrichtung, durch welche die Zerkleinerung und Lockerung bewirkt wird, sind so miteinander gekuppelt, daß bei Abstellung des Motors der einen Vorrichtung auch der Motor der anderen Vorrichtung abgestellt wird. Dabei kann gleichzeitig auch das Ventil abgestellt werden, durch das die Zuführung des gasförmigen Trockenmittels geregelt wird. Bei Verwendung von mehreren Motoren für die Fördervorrichtungen, Zerkleinerungsvorrichtungen und Gasabscheidevorrichtungen sind die Motoren gruppenweise so. miteinander verbunden, daß bei Abstellen eines Motors einer Gruppe auch die anderen Motoren der gleichen Gruppe abgeschaltet werden, ohne die Motoren anderer Gruppen unbedingt mit zu beeinflussen.
  • Die Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele einer solchen Anlage dar.
  • Die sehr feuchte Masse Io (Abb. I) wird durch die Filtertrommel IIa aus dem Trog II entfernt, indem im Innern der Trommel durch Röhren 12 ein Unterdruck in den Abteilen IIb, 11, erzeugt wird. Die an der Außenwand der Filtertrommel haftende Schlammasse wird durch das Schabemesser 14 abgehohen, was durch Zufuhr von Druckluft durch Leitung 15 in das Innere der Trommel an dieser Stelle erleichtert wird. Die abgelöste feinkörnige Masse fällt in den Kasten 17 und wird durch die von dem Motor I9 angetriebene Förderschnecke 18a in der Leitung 18. zu dem oberen Ende eines Trockenturmes 2o befördert, um bei Eintritt in diesen Turm durch die mit Zähnen besetzten Walzen 23 aufgebrochen zu werden.
  • Bei ihrem Einwurf in den Trichter 17 wird dieser Masse gleichzeitig schon vorher getrocknetes Gut bei 16 zugeführt. Dieses getrocknete Gut wird von einem anderen Teil der Anlage entnommen und durch ein Fördergurt 22 zur Einwurfsstelle geschafft. Die pneumatische Trocknung erfolgt in dem Turm 2o, den das Gut in bereits zerkleinertem und gelockertem Zustand durchwandert. Dem Trockenturm 2o wird Heißluft zugeführt, die durch die Abgase des Ofens 52 aufgeheizt worden ist. Diese Abgase verlassen den Ofen über die Leitung 56a, um als Wärmeaustauschmittel in feststehenden Behältern 59, 68 benutzt zu werden. Ihre Absaugung erfolgt durch den vom Motor 72 angetriebenen Exhaustor 73. Ein Ventil 25, das elektrisch überwacht sein kann, ist in der Leitung 24 kurz vor dem Turm 2o angeordnet.
  • Das gelockerte Gut erreicht am Fuß des Turmes 20 eine Zerkleinerungsvorrichtung 27. Diese besteht aus einem Gehäuse 27a, in dem einige auf einer im Gehäuse 27a gelagerten Welle 28 aufgesetzte Schläger 30 umlaufen: Die einzelnen Schläger 30 sind durch Scheiben 29 voneinander auf der Welle 28 distanziert. Durch diese Einrichtung findet ohne Unterbrechung der Wanderung des gelockerten Gutes eine weitere Lockerung und Rufbrechung derselben statt. Das so behandelte Gut tritt in ein zweites Abteil 27b des Gehäuses über, in dem Schaufeln 3 1 nach Art eines Gebläses auf das Gut einwirken, um die Entfernung des Gases durch wei@ergehende Zerkleinerung zu erleichtern und das behandelte Gut über die Leitung 35 zu einer Abscheidevorrichtung 36 zu .fördern. Diese Beförderung des Gutes wird durch die vom Motor 34 getriebene Pumpe 33 unterstützt. Bei der Abscheidung in dem Gehäuse 36 ziehen die Gase unter dem Einfluß der Saugpumpe 38 und des Motors 39 über Leitung 37 in die Leitung 4o, während die Feststoffe, die sich nunmehr in-stark zerkleinertem Zustand befinden, über den Stutzen 41 und die Rohrleitung 42 aus der Abscheidevorrichtung 36 austreten.
  • Der Stutzen 41 führt einen Teil dieses stark gelockerten und nunmehr getrockneten Gutes zu dem Fördergurt 22, der das gelockerte Gut zur Mischstelle mit dem feuchten Gut bringt und dadurch den Feuchtigkeitsgehalt des zu behandelnden Stoffes wesentlich herabsetzt.
  • Der Hauptteil des gelockerten und getrockneten Stoffes rutscht über die Rohrleitung 42 in die Leitung 43, die in das Gehäuse einer zweiten Zerkleinerungsvorrichtung 47 mündet. Diese ist ähnlich der ersten Zerkleinerungsvorrichtung 27 ausgebildet. Das lose herabfallende stark zerkleinerte und vorgetrocknete Gut fällt in die nächste Zerkleinerungsvorrichtung 47 hinein, ohne daß seine Wanderung unterbrochen wird.
  • Gleichzeitig wird zweckmäßig der Masse, die in diese zweite Zerkleinerungsvorrichtung eintritt, wieder das Gas zugesetzt, das man in der Abscheidevorrichtung 36 daraus abgesaugt hat. Zwischen der Entnahmestelle 36 und der Gaszufuhrstelle 44 ist jedoch dieses Gas in dem Wärmeaustauscher 68 durch die Abgase aus dem Ofen 52 aufgeheizt worden. Es wird nun die Einwirkung der Zerkleinerungsvorrichtung und der Lockerungsvorrichtung 30 und 3I auf dasselbe Gut wiederholt, das jedoch jetzt erheblich trockner ist.
  • Die Zerkleinerungs- und Lockerungsvorrichtung 47 steht durch die Leitung 45 mit einer Aufgabestelle 46 für Brennstoff in Verbindung. Es wird also in dieser Lockerungsvorrichtung 47 eine Zerkleinerung und Lockerung des vorgetrockneten Gutes und des Brennstoffs und gleichzeitig auch eine Durchmischung der festen und gasförmigen Gutteilchen mit den Brennstoffteilchen bewirkt, so daß diese Masse durch Leitung 49 und Pumpe 48 unter Vermittlung des Motors 5I in die Leitung 5o gedrückt wird, welche bei 5oa in den Ofen 52 mündet. @ene getrockneten Gase. die bei 36 noch in feuchtem Zustand aus dem Gut entnommen wurden, können an verschiedenen Stellen ebenfalls dem Ofen durch die Leitungen 53, 54 zugeführt werden, um die Verbrennung zu unterstützen. Der Ofen ist zweckmäßig als doppelwandiger Ofen ausgebildet. In den Raum 64 zwischen den Wänden des Ofens tritt die Luft bei 64a ein und wird durch den vom Motor 62 getriebenen Ventilator 61 abgesaugt, um durch Leitung 6o in die obenerwähnte Leitung 24 gedrückt zu werden. Dabei findet eine weitergehende Erhöhung der Temperatur dieser Luft dadurch statt, daß auch die Abgase aus dem Ofen 52 einen Teil ihrer beträchtlichen Wärme an die Leitung 59 abgeben, die mit der Leitung 6o in Verbindung steht. Ein anderer Teil der Verbrennungsgase kann durch Leitung 56 und das Ventil 57 ins Freie entlassen werden, jene Gase, die als Wärmeaustauschmittel für die Vorerwärmung der Luft und für die Trocknung der bei der Aufbereitung der Schlammfeststoffe frei gewordenen Gase benutzt wurden, gehen durch die Saugpumpe 73 zu den Abscheidevorrichtungen 7I, aus denen die Flugasche bei. 7Ia entfernt wird, während die gereinigten Gase bei 7Ib abströmen.
  • Bei der in Fig. I und in den folgenden Figuren gezeigten Anlage werden die einzelnen Zerkleinerungsvorrichtungen durch besondere Motoren, wie 26 und 26a angetrieben. Daneben sind aber auch für die Förderung des Gutes aus diesen Zerkleinerungsvorrichtungen die Motoren 34 und 5I angeordnet. Außerdem sind Motoren eigens für die gasabsaugenden Ventilatoren, beispielsweise bei 39 und 7--, vorgesehen. Dagegen bestreitet Motor I9 den Arbeitsaufwand für die Beförderung des Gutes in die Anlage und Motor 62 den Arbeitsaufwand für die Zirkulation der Trockenluft. Die Motoren sind elektrisch gruppenweise derartig miteinander verbunden, daß bei Abstellen eines Motors einer Gruppe auch die anderen Motoren der gleichen Gruppe abgeschaltet werden, ohne daß dabei die Motoren von anderen Gruppen notwendig mit beeinflußt werden. So gehören beispielsweise in Fig. I der Motor 26 für die erste Zerkleinerungsvorrichtung und der Motor I9 für die Beschickung der Anlage mit feuchtem Schlamm zur gleichen Gruppe. Wird die Zerkleinerungsvorrichtung 27 durch Abschaltung des Motors 26 abgestellt, so muß der zu dieser Gruppe gehörende Motor I9 ebenfalls abgestellt werden, sonst würde ja eine Anhäufung von feuchtem Schlamm in dieser Zerkleinerungsvorrichtung stattfinden. Gleichzeitig wird zweckmäßig auch das Ventil 25, das die Einführung der Trockenluft in den Turm 2o regelt, geschlossen und dafür das Ventil 65Q geöffnet, um zu vermeiden, daß dem Gut, das nicht weiterbefördert wird, zuviel Heißluft zugesetzt " wird. Ebenso wird, wenn der Gebläsemotor 34 oder der zur gleichen Gruppe gehörige Motor 39 für die Feststoff-Abscheidevorrichtung abgestellt wird, zweckmäßig auch eine Abstellung aller anderen funktionsmäßig zusammenarbeitenden Motoren I9, 26 und 34 bzw. 39 stattfinden. Derartige Verbindungen zur gleichzeitigen Anstellung bzw. Abstellung aller zur gleichen Arbeitsgruppe gehörigen Motoren können beliebig gewählt werden. Schaltanlagen, die diesem Zwecke dienen können, sind nicht im einzelnen erläutert oder in der Zeichnung angegeben. Zur Erfindung gehört jedoch der Gedanke der gleichzeitigen Abstellung aller Motoren der gleichen Arbeitsgruppe, bei Abstellung eines Motors in dieser Gruppe, ohne gleichzeitige Beeinflussung der Motoren von anderen Gruppen. Ob diese Abstellung eine von Hand bewirkte Abstellung durch den Wärter ist oder ob die Abstellung selbsttätig, beispielsweise bei Überlastung o 'der bei Eintritt von anderen Bedingungen stattfindet, ist dabei gleichgültig. Es ist auch unbeachtlich, ob für die verschiedenen Motoren besondere Anlaßmotoren vorgesehen sind; jedenfalls gehört es zur Erfindung, daß bei Abstellung des Stromes, beispielsweise an dem Motor 26, auch der Motor i9 sowie die Motoren 34 und 39 stromlos werden oder daß, umgekehrt, bei Abschaltung der Stromzufuhr zu einem der letzterwähnten Motoren auch der Motor 26 und die anderen Motoren der gleichen Arbeitsgruppe stromlos werden und gleichzeitig das dieser Gruppe zugeteilte elektrisch überwachte Ventil 25 ebenfalls geschlossen wird. In der in Fig. 2 schematisch dargestellten Anlage wird der Schlamm durch die Filtertrommel" igoQ der Wanne i9 i mit Hilfe des über die Leitung i9ob vermittelten Saugzuges entnommen und im weiteren Umlauf der Trommel vorentwässert, darauf mit Unterstützung durch dI.e über - Leitung 192 zugeführte Druckluft abgeschaltet und über die Rinne 193 in noch feuchtem Zustand dem Beschickungstrichter 194 zugeführt. Ein solcher Schlamm enthält vielleicht noch bis zu 8o °/o Wasser. Die Vermischung des Feuchtschlammes mit dem Gut, das schon einmal durch die Trocknung hindurchgegan gen ist, erfolgt bei 195 durch den Fördergurt 196. Das Gemenge von Feucht- und Trockengut wird auch hier durch die Förderschnecke 197 dem Trockenturm 198 zugebracht. Durch die Walzen i99 am oberen Ende dieses Turmes wird das Gemenge aufgelockert und fällt in losem Zustand in die Zerkleinerungsvorrichtung 2o2. Auf dem Weg zu dieser Zerkleinerungsvorrichtung wird ihr über die Leitung Zoo, die das Ventil 2oI enthält, eine Mischung von Gasen zugeführt, die bei der Einäscherung frei werden, nicht aber etwa Heißluft, die im Falle des bereits behandelten ersten Ausführungsbeispiels nach Fig. I, aus dem Mantel des Verbrennungsofens entnommen wurde.
  • Die Zerkleinerungsvorrichtung 2o2 erhält ihren Antrieb. durch den Motor 2o4, dessen Welle 2o3 mit den Schlägern 2o5 besetzt ist, so daß das gründlich gelockerte Gut aus dem Gehäuse 2o2 über 2o2a in den Kasten 202b übertritt. Hier wird durch die auf der Welle 2O3 sitzenden Schaufeln 2O6 noch eine weitere Zerteilung des Gutes und gleichzeitig eine Befreiung desselben von Gasen eingeleitet. Die Beförderung dieses stark gelockerten Gutes erfolgt durch das vom Motor 2o9 angetriebene Gebläse 2o8, das durch die Leitung 207 mit dem Gehäuseteil 202b der Zerkleinerungsvorrichtung verbunden ist und andererseits das Gemenge von Gasen und gelockertem Gut durch die Leitung 2I0 zu dem Abscheider 2II drückt. Aus diesem Abscheider saugt das vom Motor 2I4 angetriebene Gebläse 2I3 die Gase über die Leitung 2I2 ab und drückt sie über Leitung 2I5 in den Einäscherungsofen 237, wo diese Gase zusammen mit dem gelockerten Gut verbrannt werden.
  • Ein Teil des Feststoffes, der im Abscheider 2II von den Gasen getrennt wird, fällt durch den Stutzen 2I7 auf den Fördergurt I96, um dem Feuchtschlamm bei seinem Eintritt in die Anlage beigemischt zu werden. Der Hauptteil des Lockergutes fällt aus dem Abscheider 2II über Leitung 2I6 und Stutzen 2I8 in eine zweite mechanische Fördervorrichtung 22o. Diese hat die Gestalt einer Förderschnecke. Sie ist am Kopfende eines Trockenturmes 22I angeschlossen. Das durch die Schnecke 22O etwas zusammengedrückte Gut wird durch die Walzen 222 noch einmal aufgelockert. Dieses Gut ist nun von den brennbaren Gasen befreit. Im Turm 22I, dem die Leitung 223 Heißluft aus dem Mantel 245 des Einäscherungsofens 237 zuführt, wird die weitere Trocknung des Gutes durchgeführt. Die hierzu erforderliche Luft tritt bei 246 in den Mantel 245 des Ofens 237 ein und wird durch das vom Motor 247 angetriebene Gebläse 248 aus dem Ofenmantel abgesaugt und in die Leitung 223 gedrückt. Die Mischung von Heißluft und trockenem Gut wird in der durch den Motor 23I angetriebenen Zerkleinerungsvorrichtung 227 einer Behandlung ähnlich der in der ersten Zerkleinerungsvorrichtung 2o2 durchgeführten unterzogen. Die Zerkleinerungsvorrichtung 227 erhält ihren Antrieb durch den Motor 23I, dessen Welle 228 mit den Schlägern 229 in dem Abteil 227a und mit den Schaufeln 23o in dem Abteil 227b besetzt ist.
  • Beim Durchgang des stark gelockerten Gemenges von Trockengut und Heißluft durch die Zerkleinerungsvorrichtung 227 wird dem Gemenge zweckmäßig gleichzeitig ein Brennstoff beigemischt. Der feingemahlene Brennstoff wird über den Trichter 225 eingebracht und fällt durch die Leitung 226 in die Zerkleinerungsvorrichtung.
  • Der Motor 234 treibt das Gebläse 233, um diese Mischung von Trockengut, Heißluft und Brennstoff über die Leitung 232 abzusaugen und über die Leitung 235 bei 238 in den Einäscherungsofen 237 zu drücken.
  • Die Verbrennungsluft liefert dem Ofen das durch den Motor 242 angetriebene Gebläse 241, von dem eine Leitung 24o über 240a und Stutzen 243 in das Innere des Ofens führt. Zur gleichförmigen Verteilung der Verbrennungsluft führt eine Zweigleitung 240b von Leitung 24o seitlich in den Ofen, bis ungefähr zu jener Stelle, an der die Mischung von Luft, Brennstoff und Trockengut bei 238 eingebracht wird.
  • An dieser Stelle 238 entwickelt sich die Flamme, die durch den seitlichen Zutritt der Luft aus 24ob sofort stark erhitzt wird.
  • Die Verbrennungsgase entweichen über die Leitung 249 aus dem Ofen in den Abscheider 25o, aus dem die Flugasche bei 25oa ausfällt. Ein Teil der entstaubten Verbrennungsgase wird über die Leitung Zoo dem ersten Trockenturm 198 zugeleitet. Die übrigen Verbrennungsgase werden entsprechend der Einstellung des Ventils 252 über die Leitung 25I aus der Anlage abgesogen.
  • Die aus dem ersten Abscheider 2II abgesogenen Gase werden nun, gemischt mit Frischluft, ebenfalls in den Ofen 237 gebracht. Die Beimischung von Frischluft erfolgt durch das von dem Motor 255 angetriebene Gebläse 254, an das die Zusatzluftleitung 256 angeschlossen ist.
  • Ein anderer Teil der aus dem Abscheider 211 abgesogenen Gase kann je nach der Einstellung des Ventils 264 entweder über die Leitung 262 unmittelbar in die zur Esse führende Leitung 251 befördert werden, oder diese Gase können durch die Wascheinrichtung 26o geleitet werden. Allenfalls in dem Gas noch enthaltene wasserlösliche Bestandteile von übermäßig üblem Geruch werden hier ausgewaschen, bevor die Gase über die Esse entweichen.. Zu diesem Zweck ist die Wascheinrichtung 26o durch die Leitung 258 mit der Leitung 215 verbunden und steht andererseits durch Leitung 261 mit der zur Esse führenden Leitung 251 in Verbindung. Die Ventile 263 und 264 gestatten die Regelung der Gasmengen, die unmittelbar oder erst nach Durchgang durch die Wascheinrichtung abgeführt werden.
  • Auch bei dieser Anlage sind die Motoren, die der gleichen Gruppe von Vorrichtungen angehören, so miteinander elektrisch verbunden, daß bei Abstellen des einen Motors auch die anderen Motoren der gleichen Gruppe bzw. Ventile abgestellt werden. So können beispielsweise die Motoren :231,234, 247 sowie der Motor für die Förderschnecke 22o als zu einer Gruppe gehörig erachtet werden.
  • Die Anlage nach Fig. 3 zeigt eine Vereinfachung gegenüber der Anlage nach Fig. 2 in der Behandlung der aus dem ersten Abscheiider abgesogenen Gase.
  • Auch hier fällt das stark wasserhaltige Gut durch die Filtertrommel 271, der Wanne 27o entnommen, über die Rinne 274a zum Aufgabetrichter 272, in den gleichzeitig durch den Fördergurt 274 solches Gut 273 eingebracht wird, das bereits in der Anlage eine erste Trocknung erfahren hat. Die Mischung von frischem und vorgetrocknetem Gut wird durch die von dem Motor 276 getriebene Förderschnecke 275 dem Kopf des Turmes 277 zugeleitet, dort bei 278 zerkleinert und gelockert und während seiner Wanderung in lockerem Zustand durch den Turm mit Gasen gemischt, die aus dem Einäscherungsofen zugeführt wurden. Zu diesem Zweck mündet in dem Turm die Leitung 279, deren Ventil 28o wieder elektrisch gesteuert sein kann. Die Zerkleinerungsvorrichtung 28I am Fuß des Turmes erhält ihren Antrieb durch den Motor 282, dessen Welle 281a die Schläger 283 und Schaufeln 284 trägt. Die stark gelockerte und mit Verbrennungsgasen durchmischte Masse wird von dem durch den Motor 287 angetriebenen Gebläse 286 der Leitung 285 entnommen und über Leitung 288 dem Abscheider 289 zugedrückt. Die hier von den Gasen abgesonderte Festmasse fällt zum Teil durch den Stutzen 295 auf den Fördergurt 274 und zum anderen Teil durch den Stutzen 296 in den Beschickungstrichter 297 der vom Motor 299 angetriebenen Förderschnecke 298. Die Gase aus dem Abscheider 289 werden durch das vom Motor 292 angetriebene Gebläse 29I in die Leitung 290 gesaugt und über die Druckleitung 293 dem Schornstein zugeführt.
  • Wie in der zweitbeschriebenen Ausführungsform wird auch hier in der dritten die in dem Mantel 3I6 des Ofens 3I5 vorgewärmte Luft zu dem zweiten Turm 30o durch die Leitung 302 befördert. In diesem Turm 300 wird das im Abscheider 289 abgesonderte Gut durch die Lockerungseinrichtung 30I bearbeitet und am Fuß des Turmes durch die Zerkleinerungsvorrichtung 3o5 einer nochmaligen Lockerung unterworfen.
  • Die im Gehäuse 305 zusammengefaßten, vom Motor 309 in Umlauf versetzten und auf der Welle 3o6 angeordneten Schläger 307 und Schaufeln 3o8, mit Motorantrieb 3o9, zerstäuben noch einmal gründlich das nunmehr mit Heißluft versetzte Gut und mischen gleichzeitig das Gut mit dem zweckmäßig an dieser Stelle über Leitung 304 aus dem Trichter 303 eingebrachten Brennstoff. Das fertige Gemisch wird vom Gebläse 311 mit Motorantrieb 3I2 über Leitung 3Io in die Leitung 3I3 gedrückt. Bei 3I4 wird es in den Ofen 3I5 zur Entzündung eingeblasen. Die über 318 bei 319 eintretende Frischluft unterstützt die Verbrennung. Die Verbrennungsgase entweichen aus dem Ofen. über Leitung 32I zum Abscheider 322, um entweder zum Schornstein durch die Leitung 324 zu gehen oder aber in größerer oder kleinerer Teilmenge über Leitung 279 mit dem zugeführten Gut des Turmes 277 vermischt zu werden. Diese Verbrennungsgase werden jedoch, wie oben erwähnt, durch den Abscheider 289 zusammen mit den aus dem Gut ursprünglich anfallenden gasförmigen Stoffen abgesondert. Eine weitere Vereinfachung zeigt die in Fig.4 schematisch dargestellte Anlage, in der ebenfalls die Trocknung des Gutes dadurch unterstützt wird, daß die Trockenbestandteile eines bereits teilweise durch die Anlage gelaufenen Gutes der vorentwässerten Masse zugesetzt werden. Hier sind es jedoch die gasförmigen Bestandteile des Gutes, die die Vortrocknung bewirken., noch ehe die pneumatische Trocknung in Türmen oder in einem Turm vorgenommen wird.
  • Das aus der Filtertrommel 38o entnommene, noch schlammförmige Gut fällt über die Rinne 38oa in den Trichter 38I und verteilt sich von dort auf den Wanderrost 382, des Rosttrockners 382. Unter dem Rost 382a befinden. sich eine Anzahl von Kästen 382b, die ein gasförmiges Trockenmittel durch den Rost und das auf ihm ruhende Gut hindurchschicken. Als Trockenmittel wird Luft benutzt, die durch ein Gebläse 4I4 mit Motorantrieb 4I5 angesaugt wird, jedoch vor ihrer Einwirkung auf das vorzutrocknende Gut einer bedeutenden Erwärmung durch die Verbrennungsgase des Einäscherungsofens ausgesetzt wird. Diese vorerhitzte Luft wandert dann mit den gleichzeitig aus dem nassen Gut entwickelten Dämpfen über Leitung 385 und Gebläse 386 mit Motorantrieb 387 in die Leitung 388 und von hier zum Ofen. Es wird also diese vorerhitzte Luft als Verbrennungsluft benutzt, die in den Ofen auch noch die brennbaren, aus der Trocknung des Gutes anfallenden Gase einträgt.
  • Das auf diese Weise stark vorgetrocknete Gut, das jedoch noch in Gestalt einer zusammenhängenden Masse auf den Rost 382a wandert; fällt nach seiner Trocknung von dem umlaufenden Rost über den Trichter 389 in die Förderschnecke 390. Der die Förderschnecke gegen den Zutritt der Außenluft dicht umschließende Kasten 389 mündet am oberen Ende eines Trockenturmes 392, so daß die Masse während ihres Übergangs vom Rost in den Trockenturm mit Außenluft nicht in Berührung kommt. Im oberen Turmende erfolgt nun wieder die Lockerung der Masse durch die dort angeordneten Aufbrechwalzen 393 unter gleichzeitiger Nachtrocknung des Gutes durch vorerwärmte Gase. Die Gase, die dem Gut in diesem Turm 392 zugesetzt werden, sind ein Teil jener Gase, die aus dem Trockenkasten 382 abgesaugt und in die Leitung 388 gedrückt worden sind. Ehe diese Gase in den Turm 392 eintreten, werden sie durch die aus dem Ofen herrührenden Abgase erhitzt. Zu diesem Zweck zweigt eine Leitung 449 von jener Leitung 388 ab, die ihrerseits das Gas- und Dampfgemisch dem Ofen 407 zuführt. Die Zweigleitung 449 setzt sich in einem Wärmeaustauscher 447 in Gestalt einer Rohrschlange fort. Nach Aufnahme der Wärme der Ofengase im Austauscher 447 wird dieses Gasgemisch über Leitung 394 dem stark gelockerten Gut nahe dem oberen Ende des Turmes 392 zugeführt. Am Fußende des Turmes ist wieder die vom Motor 399 angetriebene Zerkleinerungsvorrichtung 397 mit den auf der Welle 398 angeordneten Schlägern 40o und den Schaufeln 4o4 angeschlossen. In ihr erfolgt gleichzeitig mit der Zerkleinerung des Gutes die Zugabe von gemahlenem Brennstoff, der über den Trichter 395 und- die Leitung 396 zufließt. Die Mischung des sark gelockerten Gutes mit dem über Leitung 394 zugesetzten gasförmigen Trockenmittel und dem über 395 und 396 zugegebenen Brennstoff verläßt die Zerkleinerungsvorrichtung über die Leitung 403. Sie wird durch das mit Motor 405 angetriebene Gebläse 404 über Leitung 4o6 dem Einäscherungsofen zugeführt, wo unter Zusatz der über Leitung 388 zugeführten Verbrennungsluft die völlige Einäscherung erfolgt.
  • Die Asche wird bei 4o8 entfernt, und die gasförmigen Verbrennungserzeugnisse gehen zu dem Abscheider 410, um der Reihe nach die Wärmeaustauscher 412 und 417 zu durchströmen. Diese Austauscher sind mit dem Abscheider 41o durch die Leitungen 411 und 46 verbunden. Die Absaugung der Verbrennungsprodukte durch diese Austauscher erfolgt durch das Gebläse 421 mit Motorantrieb 422. Dieses Gebläse ist bei 420 mit dem oberen Austauscher 417 verbunden. Unter dem Druck des Gebläses verlassen .die nunmehr stark gekühlten. Verbrennungsprodukte bei 423 die Anlage.
  • In dieser Ausführungsform der Anlage dient der Ofen 407 als Feuerung für einen Dampferzeuger. Zu .diesem Zweck sind in der Wand des Ofens die Wasserrohre 424 angeordnet, die durch die Sammelröhren 425 miteinander verbunden sind, so daß dem Kessel 426 bei 427 Dampf entnommen werden kann. -

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Vertilgung von Abwasserschlamm durch Trocknen und Verbrennen des entwässerten Gutes unter Anwendung einer pneumatischen Trocknung, dadurch gekennzeichnet, daß dem frischen Schlamm bei der Einführung in den pneumatischen Trockner ein Teil des zuvor fertig getrockneten Gutes zugesetzt, während der übrige Teil des getrockneten Gutes zur Verbrennung gebracht und die dabei erzeugte Hitze zur Anwärmung der Trocknungsgase ausgenutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut zwischen Beschickung und Einäscherung zerkleinert wird und die durch die Wanderung des Gutes und durch die Zerkleinerung freigelegten Gase getrennt von dem Gut befördert werden, wobei diese Gase erhitzt und in erhitztem Zustand an einer anderen Stelle der Bahn zugesetzt werden, so daß diese aus dem Gut befreiten Gase ebenfalls zur Trocknung beitragen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß den im Schwebezustand befindlichen feinverteilten Stoffen auf dem Weg Verbrennungsstelle Brennstoff zugesetzt wird, um so eine im Schwebezustand befindliche Mischung von Brennstoff und feinem Abfallgut zur Einäscherungsstelle zu befördern.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerkleinerung des Gutes und die Zumischung des Brennstoffes und der vorgetrockneten Teilchen des Gutes vorgenommen wird, ohne daß das Gut in seiner Strömung zur Einäscherungsstelle verzögert oder aufgehalten wird oder seinen Schwebezustand ändert.
  5. 5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gutweg des pneumatischen Trockners eine oder mehrere Zerkleinerungsvorrichtungen (27, 31) angeordnet sind, die das Gut, ohne die Wanderrichtung des Gutes im ganzen zu ändern, zerkleinern.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Verwendung von Abgasen aus dem Einäscherungsofen als Trockenmittel für den pneumatischen Trockner.
  7. 7. Anlage nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen von den Verbrennungsgasen des Ofens beheizten Rekuperator (68), in dem die durch die Abscheidevorrichtung (36) von dem losen Gut abgesonderten Gase erwärmt werden, um anschließend mit dem in der Fortsetzung (43) der Förderleitung in losem Zustand weiterwandernden Gut in Wechselwirkung zu treten. B.
  8. Anlage nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Zufuhr von Brennstoff (46, 225, 303, 395) einer Zerkleinerungsvorrichtung (47, 227, 305, 397) zugeordnet ist und in dieser Zerkleinerungsvorrichtung der Brennstoff zusammen mit der durch die Zerkleinerungsvorrichtung hindurchgehenden losen Masse des Gutes behandelt wird, so daß Brennstoff und Gut vor der Einführung in den Ofen (52) zusammen zerkleinert und innig gemischt werden.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 5 mit einer das Gut kontinuierlich in' die Förderleitung einführenden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die auf das Gut bei der Wanderung einwirkende Zerkleinerungsvorrichtung (27) und die Zuleitvorrichtung für das zusammenhängende Gut schalttechnisch derart miteinander gekuppelt sind, daß bei Abschaltung des Motors (26) der einen Einrichtung (27) auch der Motor (19) der anderen Einrichtung (18) abgestellt wird, wobei ebenfalls ein die Zuführung des gasförmigen Trockenmittels regelndes Ventil (25) geschlossen werden kann. io. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von mehreren Motoren für Fördervorrichtungen, Zerkleinerungsvorrichtungen und Gasabscheidevorrichtungen die Motoren gruppenweise schalttechnisch so miteinander verbunden sind, daß bei Abstellung eines Motors einer Gruppe auch die anderen Motoren der gleichen Gruppe abgeschaltet werden, ohne die Motoren von anderen Gruppen unbedingt mit zu beeinflussen.
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