DE966037C - Kontaktkoerper und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Kontaktkoerper und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE966037C
DE966037C DES13499D DES0013499D DE966037C DE 966037 C DE966037 C DE 966037C DE S13499 D DES13499 D DE S13499D DE S0013499 D DES0013499 D DE S0013499D DE 966037 C DE966037 C DE 966037C
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DE
Germany
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powder
metal
mold
sintered
pressed
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Expired
Application number
DES13499D
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Burow
Dr Guenther Ritzau
Anton Schwarz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R43/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
    • H01R43/06—Manufacture of commutators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Kontaktkörper, insbesondere Schleifringe, Kommutatorsegmente od. dgl. sowie Verfahren zu deren Herstellung. Die Herstellung von Stromwenderstegen aus Verbundmetall ist mit erheblichen Schwierigkeiten und Nachteilen verbunden. Auch das Walzplattieren führte bisher nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Eine der Hauptschwierigkeiten besteht darin, daß die namentlich bei Stromwenderstegen im Vergleich zur Steghöhe geringe Stegbreite leicht zu Brüchen bei der Herstellung führt. Außerdem gelang es vielfach nicht, die gewünschte Haftfestigkeit zu erreichen. Der nur durch eine schmale Plattierungszone mit dem Fuß verbundene Kopfteil der Segmente wurde infolge der nicht zu vermeidenden Reckspannungen verhältnismäßig schnell locker. Dieses Lockerwerden tritt bereits schon beim Verarbeiten auf, wenn man die Verbundmetallstangen durch Schnitte in Einzelsegmente aufteilt.
Es ist an sich bereits bekannt, elektrische Kontaktkörper auf dem Sinterwege unter Anwendung der Metallkeramik herzustellen. Die Anwendung dieser Technik gestattet es nun, die eingangs geschilderten Schwierigkeiten in einfacher Weise zu beheben, wenn man die Kontaktkörper aus Verbundmetallkeramik herstellt.
Bei der Herstellung der Kontaktkörper wird in der Weise verfahren, daß man verschiedenartige Metallpulver, Metalloxydpulver od. dgl. getrennt in eine
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Form bringt, in dieser preßt und vorzugsweise nach dem Pressen sintert. In die Form werden vorteilhaft Scheidewände eingebracht, mittels welcher die verschiedenen oder verschiedenartigen Pulver beim Einfüllen voneinander getrennt werden. Diese Scheidewände werden vor dem Pressen herausgenommen. Man kann die zu pressenden und zu sinternden Massen beispielsweise mittels eines Bindemittels, wie Glyzerin, ganz oder teilweise anfeuchten. Die fertigen Kontaktkörper kann man zwecks Verdichtung des Gefüges einer Nachbearbeitung unterwerfen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι zeigt ein Kommutatorsegment, von der Stirnseite aus gesehen, und
Fig. 2 veranschaulicht die Herstellung eines Kommutatorsegments, von der Längsseite her gesehen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird in die auf die Unterlage ι aufgesetzte Form 2 bei 3 Eisenpulver und bei 4 Kupferpulver eingeschüttet. Die Räume 3 und 4 sind durch die provisorische Scheidewand 5 voneinander getrennt. Nachdem die Pulver 3 und 4 in die Form 2 eingeschüttet sind, wird die Scheidewand 5 herausgezogen und der aus den Teilen 3 und 4 gebildete Segmentkörper mittels des Stempels 6 zusammengepreßt. Als Eisenpulver verwendet man vorteilhaft Carbonyleisen. Eines der Pulver ist zweckmäßig angefeuchtet, beispielsweise mit Glyzerin. Durch das Pressen erhält man den in Fig. 1 von der Stirnseite dargestellten Segmentkörper 7, der nun gesintert wird, so daß eine innige Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten eintritt.
Eine der Komponenten kann atich einen porösen Körper bilden, in welchen die andere Komponente in den Berührungsgebieten eindringt. Die Porenzone zeigt dann im Grenzgebiet eine ausgeprägte Verzahnung des Grundmetalls mit dem Deckmetall. Diese Verzahnung kann noch schärfer ausgeprägt werden, wenn man das angefeuchtete Pulver des Grundmetalls nicht vorpreßt, sondern nur angefeuchtet in die Preßform gibt und alsdann das Pulver des Deckmetalls trocken aufschüttet und hierauf das Ganze verpreßt und sintert.
Auf metallkeramischem Wege ist man in der Lage, derartige Stromwenderstegprofile unmittelbar in ihrer endgültigen Gestalt herzustellen und spangebende Verformung vollkommen auszuschalten. Es läßt sich bei Kupfer als Deckmetall leicht eine Nachverdichtung durch Prägen oder Pressen vornehmen, um die zur Erzielung guter Laufeigenschaften nötige Oberflächenbeschaffenheit des Deckmetalls zu erzielen. Dieser Arbeitsgang kann nach der Erfindung gegebenenfalls erspart werden, und es können wesentlich erhöhte Oberflächenhärten erzielt werden, wenn man als Deckmetall entweder eine Mischkristalle bildende Mehrstofflegierung, z. B. vom Typ Al-Cu, Cu-Ni, Cu-Zn, Cu-Sn, wählt oder indem man dieses Ziel durch Ausscheidungshärtung, vorzugsweise durch Zusätze von Beryllium, zu erreichen sucht. Man ist bei der Herstellung dieser Deckschichten auf metallkeramischem Wege bereits bei Anwendung von wenigen Gewichtsprozenten der Zulegierung in der Lage, wesentlich erhöhte Härtegrade und damit eine gesteigerte Verschleißfestigkeit zu erzielen, was besonders bei hochtourigen Kleinstmaschinen von nicht zu unterschätzen- 6g der Bedeutung ist. Wie bereits eingangs erwähnt, ist das neue Verfahren nicht nur auf die Verwendung verschiedenartiger Metallpulver beschränkt, sondern erstreckt sich namentlich auch auf die Verwendung von Metallpulver in Verbindung mit gepulverten Metalloxyden, die in der Weise zusammengestellt werden können,daß metallische Kernlagen von isolierenden Metalloxyden seitlich bedeckt sind, so daß z. B. ein Kommutatorsegmentkranz entsteht, der von vornherein aus leitenden Teilen besteht, die mit nichtleitenden Teilen abwechseln, je nach dem Anteil des zur Herstellung dienenden Pulvers an Metalloxyden bzw. Metallen. Die Herstellung dieser Segmentringe kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Kontaktkörper, namentlich Schleifring, Kommutatorsegment od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß er aus Verbundmetallkeramik besteht.
2. Verfahren zur Herstellung von Kontaktkörpern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß verschiedenartige Metallpulver und/oder Metalloxydpulver getrennt in eine Form eingebracht und in dieser gemeinsam gepreßt und vorzugsweise nach dem Pressen gesintert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Form eine Scheidewand eingebracht wird, mittels welcher die verschiedenen Pulver beim Einfüllen voneinander getrennt werden, und daß diese Scheidewand vor dem Pressen herausgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu pressenden und zu sinternden Massen ganz oder teilweise angefeuchtet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Pulvern ganz oder teilweise ein Bindemittel, z. B. Glyzerin, zugesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der fertige Kontaktkörper mit dem Ziel der Verdichtung des Gefüges einer Nachbearbeitung unterworfen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Preßform Pulver solcher Art und in der Weise eingeschüttet werden, daß die eine Komponente einen porösen Körper bildet, in welchen die andere Komponente in den Berührungsgebieten eindringt.
8. Verfahren'nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Bindemittel versetztes Eisenpulver als Grundmetall in einer Preßform verpreßt, Kupferpulver trocken aufgeschüttet und das Ganze fertig verpreßt und gesintert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 2 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des fertig gesinterten Körpers auf kaltem Wege einer Nachverdichtung durch Prägen oder Pressen unterzogen wird.
10. Kontaktkörper, insbesondere Kommutatorsegment, hergestellt nach einem Verfahren nach
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine metallische Kernlage auf einer oder mehreren Seiten von isolierenden Metalloxvden bedeckt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 302 650, 541 515, 689372;
deutsche Patentanmeldung B 191 35S VHId^id1; österreichische Patentschriften Nr. 146 938,152 806; schweizerische Patentschriften Nr. 169 804, 215 491; USA.-Patentschriften Nr. 1657053, 2053662; "Metallkeramik« von Skaupy, Verlag Chemie GmbH., Berlin 1930, S. 35;
»Stahl und Eisen», 60. Jahrgang (1940), Nr. 24, S. 518, 520, 521; '
"Metallwirtschaft«, 12. Jahrgang (1933), Nr. 20, S. 283;
»Feinmechanik und Präzision«, 50. Jahrgang (1942), H. 1/2, S. 24.
20 Entgegengehaltene ältere Rechte:
Deutsche Patentschriften Nr. 755 482; 890 987.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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