DE966480C - Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtfoermiger Schallspeicher zur Stillsetzung des Geraetes - Google Patents
Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtfoermiger Schallspeicher zur Stillsetzung des GeraetesInfo
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- DE966480C DE966480C DESCH7734A DESC007734A DE966480C DE 966480 C DE966480 C DE 966480C DE SCH7734 A DESCH7734 A DE SCH7734A DE SC007734 A DESC007734 A DE SC007734A DE 966480 C DE966480 C DE 966480C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B15/00—Driving, starting or stopping record carriers of filamentary or web form; Driving both such record carriers and heads; Guiding such record carriers or containers therefor; Control thereof; Control of operating function
- G11B15/18—Driving; Starting; Stopping; Arrangements for control or regulation thereof
- G11B15/43—Control or regulation of mechanical tension of record carrier, e.g. tape tension
Landscapes
- Braking Arrangements (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 8. AUGUST 1957
Sch 7734 VIIId /42 g
Harry Preiss, Pforzheim ist als Erfinder getiannt -worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtförmiger
Schallspeicher zur Stillsetzung des Gerätes, bei denen die Abbremsung durch von je
einem Elektromagneten betätigbare Sperrklinken erfolgt, die unter der Wirkung von Federn in die
am Rande einer Kupplungshälfte angebrachte Verzahnung je einer nach Art einer Rutschkupplung
aufgebauten Kupplung für die ziehende und ablaufende Spule wahlweise derart einrückbar sind,
daß auch bei Umkehr der Laufrichtung beim Bremsen stets die ablaufende Spule abgebremst
wird.
Der Schallspeicher (Draht, Magnettonband) von Aufnahme- und Abspielgeräten magnetischer Tonaufzeichnungen
wird gewöhnlich von einer Spule abgespult und gleichzeitig auf eine zweite Spule
aufgespult. Es besteht die Aufgabe, bei der Stillsetzung des Gerätes die Spulen abzubremsen. Hierbei
bildet der Schallspeicher immer dann eine Schleife, wenn die Spulen nicht genau gleichzeitig
zum Stillstand kommen. Während des Abspielens findet eine Verlagerung der Massen von einer Spule
auf die andere statt, wodurch sich auch die zu einer gleichzeitigen Stillsetzung beider Spulen benötigten
Bremskräfte ändern. Es ist üblich, nur die gezogene Spule abzubremsen, weil dann die Anpassung der
Bremskräfte entfällt. Da die gezogene Spule bei Vor- bzw. Rücklauf wechselt, ist hierzu eine Bremsumschaltung
erforderlich, die im allgemeinen auto-
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matisch arbeitet. Derartige Einrichtungen, sind an
sich bekannt. Sie sind aber nicht für alle Geräte geeignet.
Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung hat den Vorteil, daß sie auch bei beengten räumlichen Verhältnissen
(tragbare bzw. Kraftfahrzeugausführung) eine günstige Anordnung ihrer Teile ermöglicht.
Außerdem ist sie fernsteuerbar, d. h., sie ist auch dann anwendbar, wenn zwischen dem Bedienenden
und dem Gerät ein größerer räumlicher Abstand vorhanden ist. Diese Möglichkeit ist z. B.
bei Diktiergeräten oft erwünscht. Durch die Erfindung ist ferner in einfacher Weise die Aufgabe
erfüllt, bei Stillsetzung nach Vorlauf die rechte Spule und nach Rücklauf die linke Spule, d. h.,
jeweils die gezogene Spule abzubremsen, so daß sich bei der elektromagnetischen Abbremsvorrichtung
in bezug auf die Spulen keine Drahtschleifen bilden können. All dieses wird durch die einfache
ao Ausbildung des Schalters, im wesentlichen mit Hilfe eines toten Ganges erreicht.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der zugleich für die Stillsetzung, Umschaltung der
Laufrichtung und Erregung der Elektromagneten vorgesehene Gangschalter aus einem Satzschalter
besteht, dessen Rotor eines Kontaktsatzes einen toten Gang in der Größe eines Schaltsprunges aufweist,
derart, daß er bei Haltstellung stets in der letzten Betriebsstellung stehenbleibt und den Stromkreis
für den Magneten der zuletzt ziehenden Spule geschlossen hält, während der Rotor für einen
zweiten Kontaktsatz, dessen feststehende Kontakte mit den feststehenden Kontakten des ersten' Kontaktsatzes
parallel verbunden sind, fest auf der Schaltachse sitzt und in Vorlauf- oder Rücklaufstellung
beide Magnetspulen in den Erregerstromkreis einschaltet, in Haltstellung jedoch beide abschaltet.
In Verfolg des Erflndungsgedankens besitzt der
Gangschalter drei Raststellen, dessen mittlere die Haltstellung ist. In Weiterbildung des Erflndungsgedankens
ist der Schaltsprung durch einen über
einen 45°-Sektor verlaufenden Ansatz in der für die profilierte Schaltachse vorgesehenen Achsbohrung
erreicht.
Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung für Anordnungen Verwendung finden, bei
denen das Einrasten der Sperrklinken entweder bei angezogenem oder bei abgefallenem Anker erfolgt.
In der Beschreibung ist die letztere Möglichkeit gewählt. Sie hat den Vorteil, daß bei abgeschaltetem
Gerät die Spulen abgebremst bleiben.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert, die ein Ausführungsbeispiel darstellt.
Fig. ι ist eine Draufsicht der Bremsvorrichtung in schematischer Darstellung;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht von Fig. 1 teilweise im Schnitt, wobei die Schalteinrichtung nicht gezeichnet
ist.
Auf den Achsen 1 und 2 der beiden Spulen 3 und 4 ist je eine mitlaufende Bremse angebracht.
Die Bremse besteht aus einer auf der Achse befestigten Flanschbuchse 5, auf der je ein Sperrrad
6, 6' mit einstellbarer Reibung gelagert ist. Die Einstellung der Reibung erfolgt durch Verstellen 6g
einer auf der Flanschbuchse 5 sitzenden Mutter 7, die eine Feder 8 zusammendrückt und hierdurch
unter Zwischenschaltung der Scheibe 9 den Bremsdruck regelt. Wenn das Sperrad 6 festgehalten
wird, ist die Bremse entsprechend dem eingestellten Bremsdruck wirksam. Die Sperrklinken, die
mit 10 und 11 bezeichnet sind, werden durch zwei
Magneten 12 und 13 entgegen der Wirkung der Federn 14 und 15 betätigt. Bei »Halt« wird jeweils
nur eine — und zwar die gezogene Spule — abgebremst. Im Falle der Außerbetriebsetzung des
Gerätes fallen beide Anker bzw. Sperrklinken 10 und ι r unter der Wirkung der Federn ab und
sichern damit die Lage der Spulen, so daß sich diese nicht gegenseitig verdrehen können.
Die Erregung der Magneten 12 und 13, durch
welche nach dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel die Sperrklinken 10 und 11
gesteuert werden, wird zwangläufig mit dem Betriebsschalter gesteuert. Dieser Schalter besitzt
drei Raststellungen: »Zurück«, »Halt« und »Vor«, wobei die mittlere Stellung die Haltstellung ist.
Der Betriebsschalter selbst ist ein Satzschalter, von dem nur die für die Schaltung der Magneten
erforderlichen Teile 16 und 17 dargestellt sind. Die
Rotorplatte 16 weist einen toten Gang von der Größe eines Schaltsprunges auf, der durch die
Form der Achsenbohrung gegeben ist und in Fig. 1 infolge des durch die Achse nicht ausgefüllten
Teiles 18 der Bohrung 45 ° beträgt. Der Rotor 16 wird also von der profilierten Schaltachse 19 nicht
formschlüssig mitgenommen und bleibt bei Haltstellung stets in der letzten Betriebsstellung stehen.
Somit bleibt auch der Stromkreis für den Magneten der zuletzt ziehenden Spule geschlossen wie in
der vorhergehenden Betriebsstellung, und diese Spule wird nicht abgebremst. Der Rotor Vj öffnet
nur den Stromkreis für den Magneten, welcher den Anker bzw. die Sperre für die jeweils gezogene
Spule tätigt.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt die Haltstellung nach Zurücklauf. Dementsprechend
war 4 die ziehende und 3 die gezogene Spule. Schaltplatte 16 hält den Kontakt für den Erregungsstromkreis
des Elektromagneten 13 geschlossen, so daß der Anker 11 angezogen und von
dem Sperrad für die ziehende Spule 4 ferngehalten ist. Für den Elektromagneten 12 dagegen, welcher
der Spule zugeordnet ist, die bei Rücklauf die gezogene Spule darstellt, ist sowohl durch Rotor 16
als auch durch Rotor 17 der Erregungsstromkreis geöffnet. Der Anker 10 fällt daher unter der Wirkung
der Feder 14 ab und hält das Sperrad der Bremse für Spule 3, wodurch diese Spule abgebremst
wird. Bei Haltstellung nach Vorlauf sind die Verhältnisse entsprechend umgekehrt. Bei Vorbzw.
Rücklauf sind unabhängig von der Stellung des Rotors 16 durch Rotor 17 die Erregungsstromkreise
beider Magneten geschlossen, so daß beide Bremsen frei sind. Der Schalter erfüllt somit die
Aufgabe, bei Stillsetzung nach Vorlauf die rechte
Spule (Spule 4) und nach Rücklauf — wie dargestellt — die linke Spule (Spule 3) abzubremsen.
Es können sich nach dem eingangs Gesagten keine Drahtschleifen bilden.
Durch die beschriebene Anordnung wird erreicht, daß für die Betätigung der Bremsen nur verhältnismäßig
kleine Steuerkräfte erforderlich sind, die durch Magneten geringer Leistung aufgebracht
werden können und in Kraftfahrzeuggeräten die Batterie nicht nennenswert belasten. Außerdem
kann — wie bereits erwähnt — die Betätigung des Gerätes leicht fernsteuerbar eingerichtet werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtförmiger Schallspeicher zur Stillsetzung des Gerätes, bei denen die Abbremsung durch von je einem Elektromagneten betätigbare Sperrklimken erfolgt, die unter der Wirkung von Federn in die am Rande einer Kupplungshälfte angebrachte Verzahnung je einer nach Art einer Rutschkupplung aufgebauten Kupplung für die ziehende und ablaufende Spule wahlweise derart einrückbar sind, daß auch bei Umkehr der Laufrichtung beim Bremsen stets die ablaufende Spule abgebremst wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zugleich für die Stillsetzung, Umschaltung der Laufrichtung und Erregung der Elektromagneten vorgesehene Gangschalter aus einem Satzschalter besteht, dessen Rotor eines Kontakl·- satzes einen toten Gang in der Größe eines Schaltsprunges aufweist, derart, daß er'bei Haltstellung stets in der letzten Betriebsstellung stehenbleibt und den Stromkreis für den Magneten der zuletzt ziehenden Spule geschlossen hält, während der Rotor für einen zweiten Kontaktsatz, dessen feststehende Kontakte mit den feststehenden Kontakten des ersten Kontaktsatzes parallel verbunden sind, fest auf der Schaltachse sitzt und in Vorlaufoder Rücklaufstellung beide Magnetspulen in den Erregerstromkreis einschaltet, in Haltstellung jedoch beide abschaltet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gangschalter drei Raststellen besitzt, dessen mittlere die Haltstellung ist.
- 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltsprung durch einen über einen 450-Sektor verlaufenden Ansatz in der für die profilierte Schaltachse vorgesehenen Achsbohrung erreicht ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschriften Nr. 19 744,
139202;USA.-Patentschrift Nr. 2 566 540;
deutsche Patentanmeldung ρ 38597 IXa/42 g.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709622/53 8.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH7734A DE966480C (de) | 1951-10-14 | 1951-10-14 | Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtfoermiger Schallspeicher zur Stillsetzung des Geraetes |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966480C true DE966480C (de) | 1957-08-08 |
Family
ID=7425500
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH7734A Expired DE966480C (de) | 1951-10-14 | 1951-10-14 | Vorrichtung zur Abbremsung von Laufwerken band- oder drahtfoermiger Schallspeicher zur Stillsetzung des Geraetes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966480C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT19744B (de) * | 1903-11-23 | 1905-04-10 | Deutsche Grammophon Ag | Sperrvorrichtung für die Tonplatte bei Grammophons. |
| AT139202B (de) * | 1932-03-11 | 1934-10-25 | Tobis Tonbild Syndikat Ag | Vorrichtung zum Auf- bzw. Abspulen von Band oder Draht. |
| US2566540A (en) * | 1946-07-03 | 1951-09-04 | Recordgraph Corp | Latch operated positive clutch |
-
1951
- 1951-10-14 DE DESCH7734A patent/DE966480C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT19744B (de) * | 1903-11-23 | 1905-04-10 | Deutsche Grammophon Ag | Sperrvorrichtung für die Tonplatte bei Grammophons. |
| AT139202B (de) * | 1932-03-11 | 1934-10-25 | Tobis Tonbild Syndikat Ag | Vorrichtung zum Auf- bzw. Abspulen von Band oder Draht. |
| US2566540A (en) * | 1946-07-03 | 1951-09-04 | Recordgraph Corp | Latch operated positive clutch |
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