DE967780C - Verfahren zur Herstellung von Formen fuer das Praezisionsgiessverfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formen fuer das PraezisionsgiessverfahrenInfo
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- DE967780C DE967780C DEB15351A DEB0015351A DE967780C DE 967780 C DE967780 C DE 967780C DE B15351 A DEB15351 A DE B15351A DE B0015351 A DEB0015351 A DE B0015351A DE 967780 C DE967780 C DE 967780C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/02—Sand moulds or like moulds for shaped castings
- B22C9/04—Use of lost patterns
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
- Mold Materials And Core Materials (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 12. DEZEMBER 1957
B 15351VIJ31C
Es ist bekannt, bei der Herstellung von Formen für das Präzisionsgießverfahren die ausschmelzbaren Modelle
mit einer ersten feinkörnigen Einkleidung zu versehen, um eine gute Oberflächenbeschaffenheit und
genaue Wiedergabe der Details von hochwertigen Gußstücken zu erzielen.
Bisher wurde dieser erste Überzug durch Tauchen der Modelle in einen entsprechend aufgebauten
Schlicker, durch Aufspritzen eines solchen Schlickers oder durch Aufpinseln desselben hergestellt. Auf die
so erhaltenen überzogenen Modelle wurde die verhältnismäßig grobkörnige Hauptmasse der Form aufgetragen.
Dabei erwies es sich als zweckmäßig, auf die mit der ersten feinen Überzugsmasse versehenen
Modelle, solange der keramische Überzug noch feucht war, eine feuerfeste Masse aufzubringen, deren Korngröße
zwischen der Korngröße des ersten Überzuges und der der feuerfesten, die Hauptmasse der Form
aufbauenden Formmasse lag. Auf diese Weise sollte eine befriedigende Bindung zwischen der Hauptmasse
der Form einerseits und dem feinen ersten Überzug andererseits durch eine zwischenliegende Schichte
mittlerer Feinheit erreicht werden.
Der erste feinkörnige Überzug aus feuerfestem Material und Bindemittel zeigt beim Trocknen und
Brennen eine starke Neigung zur Rißbildung.
Versuche haben nun ergeben, daß erste Überzüge, die aus einem feinkörnigen, als Kittmittel dienenden
709'802/79
Schlicker und einem wesentlich grobkörnigeren Anteil als Magerungsmittel bestehen, rißfest sind. Üblicherweise
ist der Schlicker ein mit Bindemittel, wie z. B. Wasserglas, und sonstigen Zusätzen versehenes feuerfestes
Material feiner Körnung.
Solche Überzüge werden durch gleichzeitiges Auftragen auf das Modell aus getrennten Zuführungen
von feinkörnigem Schlicker einerseits und von feuerfestem, wesentlich grobkörnigerem Füllmaterial andererseits
hergestellt. Sie haben eine rauhe Außenoberfläche, die eine feste Verbindung mit der Hauptmasse
der Form nach dem Trocknen und Brennen gewährleistet. Überraschenderweise ist die innere, dem ausschmelzbaren
Modell zugewendete Oberfläche solcher gemagerter erster Überzugsschichten in ihrer Oberflächenbeschaffenheit
und Abbildefähigkeit ebenso gut wie die Oberfläche der nach den bekannten Verfahren
hergestellten Überzüge.
■ Ein wesentliches Merkmal der gemäß der Erfindung erhaltenen abbildenden Flächen besteht darin, daß an der Abbildung auch die grobkörnigen Anteile beteiligt sind, und zwar unabhängig von der Dicke des Überzuges.
Da die erfindungsgemäß hergestellten Überzüge in beliebiger Dicke aufgebracht werden können, kann . gegebenenfalls auch auf die Verwendung einer grobkörnigen Hauptmasse für die Fertigstellung der Gußform verzichtet werden.
■ Ein wesentliches Merkmal der gemäß der Erfindung erhaltenen abbildenden Flächen besteht darin, daß an der Abbildung auch die grobkörnigen Anteile beteiligt sind, und zwar unabhängig von der Dicke des Überzuges.
Da die erfindungsgemäß hergestellten Überzüge in beliebiger Dicke aufgebracht werden können, kann . gegebenenfalls auch auf die Verwendung einer grobkörnigen Hauptmasse für die Fertigstellung der Gußform verzichtet werden.
Besonders bewährt haben sich Korngrößen im Schlicker bis zu höchstens 0,1 mm bei Korngrößen des
Magerungsmittels von 0,2 bis 1,0 mm.
Zur Erzielung eines Mindestmaßes an Schwindung ist es zweckmäßig, ein Magerungsmittel mit einer
Korngrößenverteilung z. B. entsprechend der Fullerkurve zu verwenden. Ein derartiges Magerungsmittel
besteht beispielsweise zu 3O°/0 aus Korngrößen unter
0,75, zu 2O°/0 aus solchen zwischen 0,75 und 0,90 und
zu 50 °/0 aus Korngrößen zwischen 0,90 und 1,0 mm.
Es sind bereits Verfahren bekannt, bei denen auf ein ausschmelzbares Modell gleichzeitig ein feinkörniges
feuerfestes Material mit einer Silikatlösung und davon getrennt außerdem eine Lösung aufgespritzt
wird, die aus dem Silikat Silikagel niederschlägt. Der erfindungsgemäß in der ersten Überzugsschichte
angestrebte Magerungseffekt durch die Benutzung einer Grobkornklasse wird bei diesen Verfahren
aber nicht in Betracht gezogen.
Ausführungsbeispiel
Auf das ausschmelzbare Modell wird mit einer zum Zerstäuben geeigneten Einrichtung, wie z. B. mit einer
Farbspritzpistole, ein Schlicker aufgebracht, der neben einem Bindemittel wie Wasserglas und etwaigen Zusätzen,
wie z. B. Glyzerin, in der Hauptsache aus Quarz einer Körnung bis zu höchstens 0,08 mm besteht.
Gleichzeitig mit diesem Schlicker wird durch eine zweite Düse ein trockener Sand einer Körnung von
z. B. 0,3 bis 0,5 mm aufgetragen. Der auf dem Wachsmodell entstehende Überzug baut sich dann aus einem
Haufwerk von groben Quarzkörnern auf, deren Zwischenräume praktisch vollkommen durch den
Schlicker ausgefüllt sind. Die so überzogenen Modelle werden dann in bekannter Weise in die Hauptmasse
der Form eingebettet, getrocknet, gebrannt und zum Gießen benutzt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Formen für das Präzisionsgießverfahren durch Einkleiden eines
ausschmelzbaren Modells in ein mit Bindemittel, wie z. B. Wasserglas, und sonstigen Zusätzen versehenes
feuerfestes Material feiner Körnung und in eine vorzugsweise im allgemeinen grobkörnige
Hinterfüllmasse, dadurch gekennzeichnet, daß der feinkörnige Schlicker und wesentlich grobkörnigeres
feuerfestes Füllmaterial gleichzeitig auf das Modell aus getrennten Zuführungen aufgetragen
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das feinkörnige, feuerfeste Material eine Korngröße von höchstens 0,1 mm und das
grobkörnige eine Korngröße von 0,2 bis 1,0 mm aufweisen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 88 098, 932 323,
939 529;
schweizerische Patentschrift Nr. 272 634; USA.-Patentschrift Nr. 1 956 278, 2 441 695.
© 709' 502/79 12.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1061646X | 1950-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE967780C true DE967780C (de) | 1957-12-12 |
Family
ID=3684855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB15351A Expired DE967780C (de) | 1950-06-12 | 1951-06-10 | Verfahren zur Herstellung von Formen fuer das Praezisionsgiessverfahren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE967780C (de) |
| FR (1) | FR1061646A (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE88098C (de) * | ||||
| US1956278A (en) * | 1930-08-20 | 1934-04-24 | Austenal Lab Inc | Method of lining molds |
| US2441695A (en) * | 1944-05-31 | 1948-05-18 | Austenal Lab Inc | Casting mold |
| CH272634A (de) * | 1947-12-11 | 1950-12-31 | Rolls Royce | Verfahren zur Herstellung von Gussformen, insbesondere für Präzisionsguss. |
| DE932323C (de) * | 1943-05-06 | 1955-08-29 | Johannes Croning | Verfahren zur Herstellung von Giessereiformteilen aus fluessigen Formstoffen unter Zuhilfenahme von metallischen Dauermodellen |
| DE939529C (de) * | 1941-03-12 | 1956-02-23 | Johannes Croning | Verfahren zur Herstellung von Formen oder Kernen |
-
1951
- 1951-06-10 DE DEB15351A patent/DE967780C/de not_active Expired
- 1951-06-12 FR FR1061646D patent/FR1061646A/fr not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE88098C (de) * | ||||
| US1956278A (en) * | 1930-08-20 | 1934-04-24 | Austenal Lab Inc | Method of lining molds |
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| US2441695A (en) * | 1944-05-31 | 1948-05-18 | Austenal Lab Inc | Casting mold |
| CH272634A (de) * | 1947-12-11 | 1950-12-31 | Rolls Royce | Verfahren zur Herstellung von Gussformen, insbesondere für Präzisionsguss. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1061646A (fr) | 1954-04-14 |
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