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Innenbackenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit zwei Bremsbacken
und zwei hydraulischen Betätigungsvorrichtungen Die Erfindung betrifft eine Innenbackenbremse,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit zwei Bremsbacken, die nur in einer Drehrichtung
der Bremstrommel selbstverstärkend sind. Eine Anordnung dieser allgemeinen Art,
bei welcher die Bremsbacken nur in einer Richtung selbstverstärkend sind, ermöglicht
es, eine Bremse zu schaffen, die in einer Richtung sehr kräftig, in der anderen
Richtung aber verhältnismäßig schwach ist. Eine solche Bremse kann in gewissen Anlagen
sehr wertvoll sein, wie z. B. für die Vorderräder eines Personenkraftwagens, weil
eine bedeutende Bremswirkung erforderlich ist, wenn der Wagen sich vorwärts bewegt,
während die Vorderradbremsen beim Rückwärtsfahren des Wagens nicht sehr wirksam
zu sein brauchen, wenn genügend wirksame Hinterradbremsen vorgesehen sind. Obgleich
eine Bremse, bei welcher die Bremsbacken in den beiden Drehrichtungen selbstverstärkend
sind, beim Rückwärtsfahren weit wirksamer ist, so ist sie etwas kostspieliger als
eine Bremse, deren Bremsbacken in nur einer Richtung selbstverstärkend sind, so
daß sie in gewissen Fällen durch eine solche ersetzt werden kann, um die Kosten
herabzusetzen.
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Erfindungsgemäß wird eine Innenbackenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
mit zwei Bremsbacken und zwei hydraulischen Betätigungsvorrichtungen geschaffen,
die einander diametral entgegengesetzt auf einem feststehenden Halter angeordnet
sind und je ein an einem Ende geschlossenes Gehäuse
und einen einzigen,
in einer am anderen Ende vorgesehenen Zylinderbohrung hin- und herbeweglichen Kolben
besitzen. Diese Bremse kennzeichnet sich dadurch, daß das eine Ende der Bremsbacken
mit dem in dem Gehäuse der Betätigungsvorrichtung angeordneten Kolben durch Vermittlung
eines einstellbaren, zwischen dem Kolben und der zugehörigen Bremsbacke angeordneten
Gliedes antriebsmäßig verbunden ist, während das andere Ende der Bremsbacke mit
dem geschlossenen Ende des Gehäuses der entgegengesetzten Betätigungsvorrichtung
in Berührung kommt und sowohl drehbar als auch verschiebbar ist, wobei das Einstellglied
für gewöhnlich unter die Wirkung des durch die Bremsbackenzugsmittel ausgeübten
Druckes in der eingestellten Lage gehalten werden.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der Zeichnung. In dieser Zeichnung zeigt bzw. zeigen Fig. I eine Bremseinrichtung
nach der Erfindung in einer Seitenansicht, wobei gewisse Teile der Bremse im Schnitt
gezeigt sind, und Fig. 2 und 3 Schnitte nach den Linien 2-2 bzw. 3-3 der Fig. I.
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Die in der Zeichnung dargestellte Bremse besteht aus der üblichen
umlaufenden Bremstrommel I2 und einem Tragteil oder einer Halterplatte 14 mit mehreren
Öffnungen 16 zur Aufnahme von Bolzen, durch welche die Halterplatte an einem nicht
umlaufenden Teil des Fahrzeuges, z. B. an dem üblichen Steuerschenkel, befestigt
ist.
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Zwei hydraulische Betätigungsvorrichtungen 18 und 2o sind einander
diametral angeordnet und werden von der Halterplatte 14 getragen. Diese Betätigungsvorrichtungen
sind, wie gezeigt, an der Halterplatte mittels flacher Flansche 22 befestigt, die
mit den Gehäusen 24 der Betätigungsvorrichtungen aus einem Stück bestehen und an
der Seite der Halterplatte anliegen, wobei mehrere mit Gewinde versehene Befestigungsteile
26 verwendet werden, um die Flansche der betreffenden Betätigungsvorrichtungen an
der Halterplatte zu befestigen. Die Flansche 22 sind vorzugsweise gegenüber der
Mitte der hydraulischen Betätigungsvorrichtungen etwas versetzt, damit die Mittellinien
der Bohrungen dieser Vorrichtungen in der Ebene des Körperteils oder mittleren Teils
der Halterplatte 14 liegen können.
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Jedes Gehäuse 24 der beiden hydraulischen Betätigungsvorrichtungen
(die im dargestellten Ausführungsbeispiel in der Herstellung identisch sind), ist
an einem Ende durch eine Wand 28 geschlossen, an deren anderem Ende eine sich im
wesentlichen in radialer Richtung erstreckende Nut mit flachem Boden 30 vorgesehen
ist. Das andere offene Ende eines jeden Gehäuses ist mit einer zylindrischen Bohrung
32 versehen, in welcher sich ein Kolben 34 hin- und herbewegt. Ein Druck, der den
Kolben 34 von seiner Ruhestellung, in welcher er an der Oberfläche 36 der Wand 28
anliegt, zu entfernen sucht, wird von einer geeigneten Druckquelle, z. B. vom üblichen
Hauptzylinder, geliefert. Die in der Fig. 3 dargestellte hydraulische Betätigungsvorrichtung
2o ist durch eine Öffnung 38 mit dem Hauptzylinder und die hydraulische Betätigungsvorrichtung
18 durch die Leitung 4o und die Öffnung 42 mit dem Innern der hydraulischen Betätigungsvorrichtung
2o verbunden, wobei die in der hydraulischen Betätigungsvorrichtung 18 vorgesehene,
der Öffnung 38 der hydraulischen Betätigungsvorrichtung 2o entsprechende Öffnung
für gewöhnlich durch die übliche Entlüftungsschraube geschlossen ist, die entfernt
werden kann, um die Entlüftung der hydraulischen Vorrichtung zu ermöglichen.
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Der Kolben 34 einer jeden hydraulischen Betätigungsvorrichtung, der
mit der üblichen ringförmigen Dichtung 44 und mit der Gummimanschette 46 versehen
ist, besitzt auch an seinem äußeren Ende eine mit Innengewinde versehene Öffnung
48 und trägt ebenfalls an seinem äußeren Ende eine Platte 5o, die durch einen abgesetzten,
am Kolben vorgesehenen Flansch 52 am Kolben befestigt ist. Die Platte 5o ist mit
einer Anzahl von Zähnen 54 versehen, die zur Aufnahme eines geeigneten Einstellwerkzeuges
dienen. In die mit Innengewinde versehene Öffnung 48 des Kolbens ist eine Einstellschraube
eingeschraubt, die aus einem mit Gewinde versehenen Kern 56 und einem erweiterten
Kopf 58 besteht, in welchem eine Nut 6o mit flachem Boden vorgesehen ist.
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Die mit der Bremstrommel in Berührung kommenden Teile der Bremse sind
zwei als T-Profile ausgebildete Bremsbacken 62 und 64. Diese Bremsbacken sind mit
Rändern 68 und mit Verstärkungsstegen 70 versehen; an den Rändern sind die
üblichen Bremsbelagsegmente 72 befestigt, und die Stege weisen gewölbte Endflächen
74 auf. Jede Bremsbacke wird dadurch geführt oder, mit anderen Worten, in der richtigen
Seitenstellung gehalten, daß der mittlere Teil ihres Steges mit einer an einem sich
nach außen erstreckenden Führungsarm 78 der Halterplatte 14 vorgesehenen Fläche
76 in Berührung kommt und mit dem einen Ende in der im Kopf der zugehörigen Einstellschraube
vorgesehenen Nut 6o, während ihr anderes Ende in die im geschlossenen Ende 28 des
zugehörigen Gehäuses 24 vorgesehene Nut 3o eingreift. Die Führungsarme 78 der Halterplatte
14 sind seitlich versetzt, damit die Drernsbackenstege in der Ebene des mittleren
Teils der Halterplatte liegen können (Fig. 2).
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Die Bremsbacken 62 und 64 werden für gewöhnlich in der (dargestellten)
gelösten Stellung durch zwei Rückzugsfedern 8o und 82 gehalten, die auf entgegengesetzten
Seiten der Bremse zwischen den Enden der Bremsbackenränder gespannt sind. Die Federn
8o und 82 sind vorzugsweise derart seitlich gegenüber den Bremsbackenstegen versetzt,
daß sie eine Kraft erzeugen, welche die Bremsbacken mit den Flächen 76 der Führungsarme
78 in Berührung hält.
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Nimmt man an, daß der Pfeil F die Drehrichtung der Bremstrommel während
der Vorwärtsfahrt des Fahrzeuges darstellt, so ist es klar, daß die beiden Bremsbacken
62 und 64 völlig selbstverstärkend
sind, indem sie sich gegen die
Bodenflächen der Nut 30 stützen und durch die Kolben 34 angedrückt werden.
Durch die neuartige Befestigungsvorrichtung, die eine Längsbewegung der Bremsbacken
ermöglicht, wird der Wirkungsgrad der Bremsarbeit bedeutend verbessert. Wenn die
Bremsbacken zuerst durch die durch den Kolben 34 übertragene Kraft nach außen bewegt
werden, um mit der Bremstrommel in Berührung zu kommen, so schwingen sie um ihre
gewölbten Enden 74. Unter normalen Bedingungen wird diese Schwingungsbewegung wahrscheinlich
genügen, um die Bremsbacken auf der ganzen Länge des Bremsbelages in volle Berührung
mit der Bremstrommel zu bringen. Sollte jedoch die Spitze oder der Ansatz der einen
oder der anderen Bremsbacke irgendwie wegen der exzentrischen Lage der Bremsbacke
gegenüber der Bremstrommel bestrebt sein, vor den anderen Teilen der Bremsbacke
mit der Bremstrommel in Berührung zu kommen, so wird diesem Übelstand selbsttätig
dadurch abgeholfen, daß die Bremsbacke eine Gleitbewegung längs seiner Befestigungsfläche
ausführt.
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Die Anwendung einer Befestigungsanordnung dieser Art ist ebenfalls
deshalb besonders wertvoll, weil dadurch die Bremseinstellarbeit vereinfacht wird.
Um den Spielraum zwischen einer gegebenen Bremsbacke und der Bremstrommel zu verringern,
wird der zugehörige Kolben 34 durch Einsetzen eines Einstellwerkzeuges, wie z. B.
eines Schraubenziehers, in eine der auf dem Kolbenumfang vorgesehenen Zahnlücken
54 und Drücken im Sinne einer Drehbewegung in Drehung versetzt. Da sich die Einstellschraube
56 deshalb nicht drehen kann, weil sie mit dem Bremsbackensteg im Eingriff steht,
so bewirkt eine Drehung des Kolbens eine axiale Bewegung der Einstellschraube, wodurch
die gelöste Stellung der Bremsbacke geändert wird. Während der Einstellung bewegt
sieh die Bremsbackenspitze nach außen, so daß der gekrümmte Absatz auf der Befestigungsfläche
rollt und die Bremsbacke mit der Bremstrommel in Berührung bringt. Sollte ein Teil
der Bremsbacke vor dem anderen mit der Bremstrommel in Berührung kommen, so kann
die volle Berührung durch eine Längsbewegung der Bremsbacke erhalten werden, worauf
das Einstellelement genügend weit abgesetzt wird, um den geringsten Spielraum zu
ergeben.