DE9694C - Verbesserungen an einer Verschlufs- und Auslösungsvorrichtung der Signalhebel bei zentralen Weichen- und Signal-Stell-Apparaten - Google Patents

Verbesserungen an einer Verschlufs- und Auslösungsvorrichtung der Signalhebel bei zentralen Weichen- und Signal-Stell-Apparaten

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DE9694C
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LÜBBECKE, Telegraphen-Inspektor in Oberlahnstein a. Rhein
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/02Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation
    • B61L19/023Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation purely mechanical

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

1879.
Klasse 20.
LÖBBECKE in OBERLAHNSTEIN a. Rh.
Verbesserungen an einer Verschluis- und Auslösungs-Vorrichtung der Signalhebel bei centralen Weichen- und Signal-Stellapparaten.
Zusatz-Patent zu No. 8444 vom 23. April 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. November 1879 ab. Längste Dauer: 22. April 1894.
Bei den Einrichtungen des Haupt-Patentes hat sich der Mangel gezeigt, dafs Welle T, Fig. 4, nicht immer sofort zum Stillstand kommt, und dadurch der Stern u unpassend für die Aufnahme von ν steht; ferner war es möglich, durch geringes Einführen der Verschlufsstange υ den Inductionsapparat in Thätigkeit zu setzen, dafs auf der Station das Ruhecontrolsignal »roth« erschien und dann durch Zurückziehen des Signalhebels doch das Signal auf »Fahrt« zu stellen; auch kann, wenn der Signalhebel S mit der Verschlufsstange ν mit grofser Schnelligkeit aus dem Verschlufsapparat herausgezogen und in denselben hineingeschoben wird, eine so grofse Umdrehungsgeschwindigkeit des Inductorsy entstehen, dafs die Controlapparate der Station dem raschen Stromwechsel nicht mit Sicherheit folgen können.
Diesen Mifsständen ist durch die folgenden Abänderungen abgeholfen.
Statt der Verschlufsstange ist, wie Disposition zeigt, ein Hebel υ durch den Signalhebel bewegt und reicht von unten in den Kasten hinein.
Auf der Axe T, Fig. 1,3,4 und 5, ist das Zahnrad 11 befestigt, in welches der durch die Grundplatte P hindurchreichende Hebel ν mit .einer Verzahnung hineingreift.
Die beiden äufseren Zähne w dieser Verzahnung sind mit einem Stift in die durch-' bohrten Körper von ν lose eingesetzt und daher beweglich, derart, dafs sie einem von oben auf sie wirkenden Drucke nachgeben, nach Aufhören dieses Druckes aber unter Einwirkung der Feder q wieder in die richtige Zahnhöhe zurückschnellen und in derselben gehalten werden. Unterhalb der Verzahnung sind in ν drei Stifte v1 v'
eingesetzt, von denen v' und v'
vor den äufseren Zähnen w te/ stehen, so dafs sie bei Bewegung des Hebels υ bereits in den Arretirungsmechanismus c a' eingetreten sind, wenn die Verzahnungen ν u ineinandergreifen und T in Umdrehung versetzen. Der weiterhin beweglich an Hebel υ befestigte Schlitten K, Fig. i, 3, 4 und 5, schleift mit seinen Federn, Fig. 6, auf den durch D isolirt auf die Grundplatte P aufgeschraubten Messingplatten FN' N, je nach Stellung und Bewegung von v, die an F befestigte Telegraphenleitung mit den Ruhecontacten und Elektromagneten durch N' oder mit dem Inductor J durch N verbindend.
Die Grenze zwischen der Verbindung FN' und FN ist so bemessen, dafs letztere erst eintritt, wenn die Stifte v' bezw. v'" den Arretirungsmechanismus c a' passirt haben. Spiralfeder /' sichert den steten und gleichmäfsigen Druck von K gegen die Messingplatten FN' N.
Der Hebel v, in Lagern beweglich, ist durch Stange O mit Signalhebel S verbunden. Die Länge derselben und deren Angriffspunkte sind so bemessen, dafs bei in Ruhe stehendem Signalhebel S Stift v'" vor ca' liegt und bei vollständig ausgezogenem Signalhebel v' hinter c a' steht.
Wird nun bei ausgelöstem Apparat S gezogen, so schiebt sich zunächst v'" in den geöffneten Arretirungsmechanismus ca' hinein; alsdann greifen die Verzahnungen ν u in einander, T in Umdrehung versetzend. Stöfst hierbei der erste Zahn w der Verzahnung ν auf einen Zahn von u auf, so bewegt sich w, dem Druck weichend, so weit abwärts, dafs er, an der Zahnspitze vorbeischleifend, in die nächste Zahnlücke von u einspringen kann.
Beim Zurückführen des Signalhebels .S in Ruhe läuft zunächst der Stift v' in den Arretirungsmechanismus c a' ein und wird von diesem aufgefangen, so dafs ein Zurückziehen von S unmöglich wird; alsdann erst wird T unter gleichzeitiger Verbindung der Leitung mit dem Inductor durch ν u in Umdrehung versetzt.
Der Stift v'" passirt hiernach den Arretirungsmechanismus c a' während des todten Ganges, der zwischen dem Ruhepunkt von S und dem Angriffspunkt zum Drahtzug liegt; die Umdrehung der Axe T und hiermit des Inductors J erfolgt dagegen während des ganzen Weges, den S zwecks Bewegung des Drahtzuges bezw. optischen Signals zu machen hat.

Claims (1)

  1. Der starke Druck, welchen bei dieser Construction, infolge der Hebelübersetzung SOv, der Wärter des Centralapparats auf den geschlossenen Arretirungsmechanismus c a' auszuüben vermag, so zwar, dafs alsdann die von der Station entsendeten Ströme den Verschlufsapparat nicht mehr auszulösen vermögen, hat zu der Notwendigkeit geführt, den Arretirungsmechanismus von der Auslösevorrichtung zu trennen, Fig. i, 4, 7 und 8.
    Hebel it1, welcher die durch den Elektromagnetanker χ laufende Zahnstange ζ trägt, ist nicht mehr auf Axe α befestigt, sondern mit einem Ring lose auf dieselbe geschoben und daher auf ihr beweglich, t steht durch η mit m in Verbindung; m endigt in einem mit Ausschnitt versehenen Ring, welcher auf Welle Ji, Fig. 7, aufgeschoben ist und sich frei darauf bewegt. Auf der Welle Ji ist das vor a' liegende Schlufsstück c befestigt. Die Verbindung zwischen Arretirungsmechanismus und Auslösevorrichtung vermittelt Hebel b, welcher auf Axe α befestigt ist und mit einem Stift b' auf t ruht, sowie der in Welle Ji eingesetzte Stift m', welcher bei Bewegung von h innerhalb des Ringausschnittes in läuft; endlich die beiden Spiralfedern //", welche beide den Axen bezw. Wellen α und h das Bestreben geben, sich von links nach rechts zu bewegen, so weit dies die Hebel t und m zulassen.
    Wird der Signalhebel 5 auf Ruhe zurückgeführt, so hebt zunächst der Stift v' des Hebels ν das Schlufsstück c, infolge dessen dreht sich Welle Ji von rechts nach links; Stift m' läuft durch den Ausschnitt m und fafst, kurz bevor r' unter c hinweggleitet, m hierdurch die Bewegung auf η t' t übertragend und t hebend, so. däfs die an t befestigte Zahnstange ζ sich in den Elektromagnetariker χ hineinlegt. Hebel t nimmt durch Stift b' "den Hebel b und die Axe α mit, diese, so drehend, dafs, wenn v' unter c durchgeleitet ist, c sich gegen a' anlegt. Gleichzeitig ist Welle h unter Einwirkung der Feder /" zurückgeschnellt und m von ml frei geworden.
    Wird nun vom Wärter des Centralapparates durch Anziehen des blockirten Signalhebels .S ein Druck auf ca1 ausgeübt, so bleiben ca1 und mit ihnen α und h zwar in ihrer Lage, wenn durch die Elektromagnete der Strom geht; es mufs aber trotzdem t infolge seiner Schwere fallen, weil 11' und m auf den Axen bezw. Wellen α und Ji beweglich" sind. Sobald der auf c a' ausgeübte Druck aufgehoben ist, dreht sich Axe a a' unter Einwirkung der Spiralfeder f von links nach rechts, bis der auf α befestigte Hebel b mit seinem Stift b' wieder auf t ruht. Hiermit ist Schlufsstück c frei und Stift v1" des Hebels ν kann durch c a' passiren.
    Die Auf- und Abwärtsbewegung des Hebels t wird durch die in ihren Verbindungspunkten beweglichen Stangen e, Fig. 1, 4 und 5, auf das an g befestigte Schildchen r übertragen, dieses vor- oder rückwärts um 90 ° drehend.
    Pat en τ-An spruch:
    Die Verbindung der Signalhebel mit den zugehörigen elektrischen Verschlufsapparaten durch einen schwingenden Hebel ν mit Verzahnung, deren beide äufseren Zähne w beweglich sind, wie in Bezug auf die Zeichnung beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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