DE971265C - Anordnung zur Stabilisierung von elektrischen Kraftuebertragungen - Google Patents

Anordnung zur Stabilisierung von elektrischen Kraftuebertragungen

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DE971265C
DE971265C DEL1854A DEL0001854A DE971265C DE 971265 C DE971265 C DE 971265C DE L1854 A DEL1854 A DE L1854A DE L0001854 A DEL0001854 A DE L0001854A DE 971265 C DE971265 C DE 971265C
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DE
Germany
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load
generators
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resistances
resistors
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Expired
Application number
DEL1854A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Alexander Dolch
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Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Publication date
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Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00—Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/04—Arrangements for connecting networks of the same frequency but supplied from different sources

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Anordnung zur Stabilisierung von elektrischen Kraftübertragungen Die Erfindung- betrifft eine Anordnung zur Erhaltung der Stabilität von elektrischen Kraftübertragungen in Störungsfällen, z. B. bei Kurzschlüssen oder auch bei Erdschlüssen in Netzen mit fester Nullpunkterdung, bei der im Störungsfalle eine Ersatzbelastung der einspeisenden Generatoren durch regelbare Widerstände, insbesondere regelbare Wasserwiderstände, vorgenommen wird.
  • Tritt ein derartiger Fehler z. B. in einer langen Fernleitung für 22o kV oder auch 400 kV auf, so erfahren die elektrischen Größen, die bis dahin für den Stabilitätsgrad der betreffenden übertragungsleitung maßgebend waren, eine sprunghafte Veränderung. Insbesondere gilt dies von der Belastung der Maschinen. Ein Teil dieser Maschinen kann durch die Abschaltungen entlastet werden, ein anderer Teil kann zusätzliche Last aufnehmen. Die Polräder der Maschinen werden im ersten Fall voreilen, im zweiten Fall nacheilen wollen. Es besteht dann die Gefahr, daß bei dem Versuch, die Maschinengruppen wieder zusammenzuschalten, die Polradwinkel bereits zu groß geworden sind, so daß ein stabiler Betrieb nicht mehr herbeigeführt werden kann.
  • Um ein derartiges starkes Auseinanderlaufen der Polräder der Generatoren zu vermeiden, ist es bekannt, die Generatoren während der Unterbrechungszeit sofort anderweitig durch ohmschen Widerstand zu belasten. Hierfür haben sich insbesondere Wasserwiderstände gut bewährt. So werden beispielsweise in Wasserkraftwerken häufig Wasserwiderstände verwendet, welche die von den Generatoren gelieferte Energie dann übernehmen, wenn sich etwa zufolge eines Netzkurzschlusses scharfe Lastabsenkungen ergeben oder eine plötzliche Entlastung der Generatoren auftritt. Dabei erfolgt das Umschalten des Generators bzw. der Generatoren auf die stets betriebsbereit gehaltenen Wasserwiderstände gewöhnlich selbsttätig und unmittelbar nach dem Ausfallen des Netzschalters. Nachteilig ist dabei aber, daß diese Ersatzbelastungswiderstände ihrerseits eine feste Größe aufweisen und daher in den wenigsten Fällen mit der tatsächlichen Größe der Maschinenbelastung imAugenblick desAuftretens desNetzfehlers übereinstimmen werden. Man könnte daran denken, den Widerstand in an sich bekannter Weise regelbar zu machen und ihn bei Eintreten des Störungsfalles so einzustellen, wie es die Verhältnisse vorteilhaft erscheinen lassen. Als nachteilig ergibt sich aber hierbei, daß das Einstellen der Widerstände Zeit erfordert, innerhalb welcher die Polräder der Maschinen bereits zu sehr auseinanderlaufen können. Infolgedessen werden auch durch solche Maßnahmen die vorher für die Aufrechterhaltung der Stabilität maßgeblich gewesenen Betriebsbedingungen nicht wieder in befriedigender Weise gesichert.
  • Um nun in dieser Hinsicht eine Verbesserung zu erzielen und um sicherzustellen, daß beispielsweise eine infolge eines Erdschlusses vom Netz abgeschaltete Phase durch den ihr zugeordneten Wasserwiderstand eine künstliche Belastung erhält, die der Belastung der beiden anderen, noch im Betrieb befindlichen Phasen entspricht, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die regelbaren Belastungswiderstände laufend selbsttätig so eingeregelt werden, daß dieGröße ihres jeweiligen wirksamen Widerstandswertes dem . augenblicklichen Leistungsanteil des zugehörigen einspeisenden Generators entspricht, und daß die Regeleinrichtungen der einzelnen Belastungswiderstände nicht in Abhängigkeit von der zugehörigen Phase, sondern zyklisch vertauscht von einer benachbarten Phase eingesteuert werden. Eine derartige Anordnung läßt sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln verwirklichen. Sie verhindert einAuseinanderfallen der einspeisenden Generatoren und damit ein Zusammenbrechen der Stabilität im Störungsfalle.
  • Die Vorsteuerung des noch nicht eingeschalteten Belastungswiderstandes kann, wie vorbeschrieben, nicht nur durch die jeweils vorliegende Generatorbelastung erfolgen, sondern auch durch andere Betriebsdaten. Insbesondere erscheint hierfür derPolradwinkel der einzelnen Maschinen geeignet. Durch laufende Überwachung desselben kann die Steuerung der Ersatzbelastungswiderstände nicht nur als Vorsteuerung arbeiten, sondern auch während des Störungsfalles selber arbeiten, indem sie die Belastung jeweils so einregelt, daß der Polradwinkel innerhalb der für die Stabilität notwendigen Grenzen bleibt.
  • Bei Netzen mit freiem oder induktiv geerdetem Nullpunkt sind die Leistungsschalter im allgemeinen dreipolig ausgeführt, wobei die einzelnen Pole als Einheit gleichzeitig geschaltet werden. Bei starr oder annähernd starr geerdeten Netzen, in denen jeder Erdschluß zu einem Kurzschluß wird, können die drei Pole der Leistungsschalter zweckmäßig auch einphasig schaltbar vorgesehen werden, so daß bei Erdschluß in einer Phase der dann entstehende Erdkurzschluß abgeschaltet werden kann, ohne daß die beiden anderen gesunden Phasen mitgeschaltet werden. Die elektrische Verbindung zwischen zwei Maschinengruppen ist dann zwar verschlechtert, aber nicht vollständig unterbrochen. Entsprechendes gilt von der Stabilität, die zwar verschlechtert ist, aber im verminderten Maße noch weiterbesteht.
  • Um in einem solchen Schaltzustand die Stabilität zu verbessern, wird der vorbeschriebene Wasserwiderstand zweckmäßig in drei einphasige Elemente aufgelöst, die voneinander unabhängig gesteuert werden, und zwar erfolgt die Steuerung, wie grundsätzlich bereits erwähnt, so, daß z. B. der Wasserwiderstand der Phase U von der Phase V, der Wasserwiderstand der Phase V von der Phase W und der Wasserwiderstand der Phase W von der Phase U gesteuert wird.
  • Die Steuerung läßt sich ferner dadurch verfeinern, daß man die induktive Belastung mitberücksichtigt. Für diesen Zweck sind regelbare induktive Widerstände geeignet, die im übrigen in sinngemäß gleicher Weise wie die Wirkwiderstände gesteuert werden können. Geeignet hierfür sind z. B. gleichstromvormagnetisierte Drosselspulen, deren Gleichstromerregung entsprechend beeinflußt wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i handelt es sich um eine dreiphasige Fernleitung i, die über Generatoren .2 und 3 an zwei Stellen gespeist wird. Tritt z. B. .ein Phasenkurzschluß an der Netzstelle q. auf, dann wird - gegebenenfalls nach vorheriger und erfolglos verlaufener Kurzschlußfortschaltung - die fehlerhafte Leitungsstrecke über die Netzschalter 5 und 6 abgeschaltet. Die auf die einspeisenden Generatoren entfallenden Leistungsanteile erfahren dadurch eine sprunghafte Veränderung, wodurch die Stabilität der Kraftübertragung gefährdet wird. Um diese trotzdem aufrechtzuerhalten, sind an den Einspeisungsstellen besondere regelbare Wasserwiderstände 7 vorgesehen, deren bewegliche Elektroden 8 mehr oder weniger in die Widerstandsflüssigkeit eingetaucht werden können und dadurch den Widerstandswert der Anordnung verändern. Die Steuerung dieser regelbaren Widerstände erfolgt durch eine selbsttätige Regeleinrichtung 9 an sich bekannter Art in der Weise, daß der Augenblickswert des Widerstandes der Größe des jeweiligen Leitungsanteiles des zugehörigen Generators entspricht.
  • Die Einschaltung der stets in diesem Sinne vorgesteuerten Widerstände erfolgt im Störungsfalle selbsttätig über die Trennschalter io, die im normalen Betriebszustand die Widerstände von der Kraftübertragungsleitung i abtrennen. Zweckmäßigerweise sind die Netzschalter 5 bzw. 6 mit den zugehörigen Trennschaltern io der Widerstände in geeigneter Weise unmittelbar gekuppelt.
  • Die Anordnung nach Fig.2 zeigt eine dreiphasige Kraftübertragung, bei der jedoch im Störungsfalle nur die kranke Phase abgeschaltet wird. Die Fernleitung enthält bei diesem Ausführungsbeispiel die beiden Transformatoren i i und 12. Der eine Netzschalter 6 ist in dem mittleren, zwischen den Transformatoren i i und 12 liegenden Leitungsteil angeordnet. Die Sternpunkte der Transformatoren ii und 12 sowie der Generatoren2 und 3 sind geerdet.
  • Tritt in einer solchen Anordnung an der Netzstelle4 einErdschluß auf, so wirkt dieser alsKurzschluß. Es genügt jedoch, nur die kranke Phase einpolig abzuschalten. Dabei ist es zweckmäßig, die geerdeten Belastungswasserwiderstände für alle drei Phasen getrennt auszuführen. Die Wirkungsweise ist im übrigen die gleiche wie bei dem vorbeschriebenen Beispiel, jedoch mit der Maßgabe, daß die Einsteuerung des Belastungswiderstandes für die kranke Phase unter Berücksichtigung der von den beiden gesunden Phasen übernommenen Leistungsanteile erfolgt. Neben Kraftübertragungen mittels langer Fernleitungen kann auch bei anderen Kraftübertragungseinrichtungen, wie z. B. bei elektrischen Schiffsantrieben für große Schiffe, von der Erfindung mit besonderem Vorteil Gebrauch gemacht werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Stabilisierung von elektrischen Kraftübertragungen, bei der im Störungsfalle eine Ersatzbelastung der einspeisenden Generatoren durch regelbare Widerstände, insbesondere regelbare Wasserwiderstände, vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die regelbaren Belastungswiderstände laufend selbsttätig so eingeregelt werden, daß die Größe ihres jeweiligen wirksamenWiderstandswertes dem augenblicklichen Leistungsanteil des zugehörigen einspeisenden Generators entspricht und daß die Regeleinrichtungen der einzelnen Belastungswiderstände nicht in Abhängigkeit von der zugehörigen Phase, sondern zyklisch vertauscht von einer benachbarten Phase eingesteuert werden.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Störungsfalle allphasig abgeschaltet wird und die einspeisenden Generatoren in allen. Phasen entsprechend belastet werden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Störungsfalle nur die kranke Phase der Kraftübertragung abgeschaltet wird und die einspeisenden Generatoren entsprechend durch Hilfswiderstände belastet werden.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Einsteuerung der Belastungswiderstände in Abhängigkeit von den Leistungsanteilen der zugehörigen Generatoren erfolgt.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Einsteuerung der Belastungswiderstände in Abhängigkeit von dem Polradwinkel der einspeisenden Generatoren erfolgt.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß neben den ohmschen Widerständen, insbesondere Wasserwiderständen, auch noch induktive Ersatzbelastungswiderstände verwendet werden.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als induktive Belastungswiderstände gleichstromvormagnetisierte Drosselspulen dienen, deren Gleichstromerregung entsprechend beeinflußt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: ETZ, 30 (19o9), S. 458, r. Sp., Abs. 2; Schweizerische Wasser- und Energiewirtschaft, 24 (1932), S. 105 ff.; Escher-Wyss-Mitt., 7 (1934) S. 67, 1.1. ff.; SchweizerischeBauzeitung, 68 (195o), S.9o, r.2.
DEL1854A 1950-04-28 1950-04-28 Anordnung zur Stabilisierung von elektrischen Kraftuebertragungen Expired DE971265C (de)

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