DE973277C - Elektrische Schalteinrichtung fuer elektrische Stromverbraucher - Google Patents
Elektrische Schalteinrichtung fuer elektrische StromverbraucherInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schalteinrichtung für elektrische Stromverbraucher,
insbesondere für Motoren von Haushaltsgeräten, wie Staubsauger, bestehend aus einem Einbauschalter
und einer zum Anschluß von Zusatzverbrauchern mittels eines Steckers mit Steckerstiften
dienenden Steckdose.
Derartige Schalteinrichtungen werden beispielsweise dazu verwendet, Staubsaugermotoren zu
ίο schalten und die Möglichkeit zu haben, noch Heizwiderstände
anzuschließen, um die Geräte als Heißluftdusche verwenden zu können. Dabei ist es
erforderlich, daß der Heizwiderstand nur dann an Spannung liegt, wenn der Motor eingeschaltet ist,
da anderenfalls wegen mangelnder Wärmeabfuhr eine schnelle Zerstörung des Heizwiderstandes auf
Grund von Überhitzung eintreten würde.
Bei bekannten Schalteinrichtungen dieser Art ist es vielfach störend, daß die elektrischen Verbindungen
zwischen dem Einbauschälter, der Steckdose und dem Hauptverbraucher, wie einem
Motor, durch Kabel hergestellt sind. Denn oftmals ist die Verdrahtung schwierig, und zum anderen
wird die mechanische Trennbarkeit der einzelnen, das Gerät bildenden Bauteile durch die Verbindungskabel
behindert. Außerdem haben bekannte Schalteinrichtungen noch den Nachteil, daß teilweise
besondere Schaltgeräte oder mechanische Sperren vorgesehen werden müssen, um sicherzustellen,
daß die Stromzuführung zu den Zusatzgeräten in Abhängigkeit von der Schaltlage der
Hauptgeräte erfolgt.
Es ist ferner ein elektrisch betriebener Staubsauger bekannt, dem ein wahlweise benutzbarer
90S 685/23
Haartrockner zugeordnet ist. Bei entferntem Haartrockner fließt der einer Stromquelle entnommene
Strom über einen ortsfesten Kontakt zu einer Schaltzunge, von dort durch den Antriebsmotor
und wieder zurück. Soll nun der Haartrockner benutzt werden, so führt man dessen Steckstifte in
die am Staubsauger vorgesehenen Buchsen ein, wobei die erwähnte Schaltzunge von ihrem Gegen-■
kontakt abgehoben wird. Zugleich wird in den ίο Stromkreis des Staubsaugermotors ein Zusatzwiderstand
eingeschaltet, durch den die Motorenumdrehungszahl herabgesetzt werden soll. Oder
mit anderen Worten: Bei eingeschaltetem Haartrockner ist in dem Staubsaugermotorkreis in Reihe
ein Ohmscher Widerstand geschaltet, der den Stromfluß des Hauptstromkreises verändern soll.
Dabei übernimmt die Schaltzunge die Funktion eines einfachen Ein- und Ausschalters, der die
Verbindung mit dem ortsfesten Kontakt öffnet oder schließt und damit den Zusatzwiderstand ein-
oder ausschaltet. Die mit der bekannten Schalteinrichtung bei Benutzung des Haartrockners
herbeigeführte Änderung der Umdrehungszahl des Staubsaugermotors ist jedoch in der Regel unerwünscht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, elektrische Schalteinrichtungen der eingangs angegebenen
Art mit einfachen und wohlfeilen Mitteln zu verbessern und dabei die geschilderten Mangel
bekannter Ausführungsformen zu beseitigen. Ferner soll für die Schaltung eine bessere Übersicht
geschaffen, der Aufwand für die Bauteile niedrig gehalten und eine große Betriebssicherheit gewährleistet
werden. Dieses Ziel ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Steckdose aus mehreren
an sich bekannten Federdruckkontaktpaaren besteht, von denen der eine Kontakt mit dem Einbauschalter
und der andere Kontakt mit der Zuleitung zu dem Strom verbraucher verbunden ist, wobei die
Kontakte in an sich bekannter Weise bei nicht eingeführten Steckerstiften sich unmittelbar berühren,
während sie bei eingeführten Steckerstiften entweder in an sich bekannter Weise ausschließlich
über letztere leitend verbunden sind oder aber das unmittelbare Berühren der Kontakte noch zusätzlich
aufrechterhalten bleibt. Mit einer solchen Schalteinrichtung wird erreicht, daß insbesondere
bei solchen Geräten, die aus mehreren, elektrische Elemente enthaltenden Bauteilen zusammengesetzt
sind, sowohl die Herstellung der elektrischen Verbindungen als auch der mechanische Zusammenbau
der Teile erheblich vereinfacht werden. Vor allem kann man auf diese Weise leicht eine vollständige
Trennung der Bauteile voneinander ermöglichen. In bezug auf bekannte Ausführungsformen von
Schalteinrichtungen, bei denen flexible Leitungen ' benutzt werden, ergibt sich der Vorteil, daß die bei
diesen oftmals auftretenden Störungen mit Sicherheit ausgeschaltet sind. Durch die erfindungsgemäße
Schalteinrichtung bleibt auch wie bei den oben zuerst erwähnten bekannten Schalteinrichtungen
bei eingeschaltetem Zusatzverbraucher die Drehzahl des Motors im wesentlichen beibehalten, weil
auf die Zuschaltung von Zusatzwiderständen verzichtet wird.
Es empfiehlt sich, die Mittel zur mechanischen Befestigung der Druckkontakte am Einbauschalter
gleichzeitig zur elektrischen Verbindung zu benutzen. Auf diese Weise erhält man eine bauliche
Vereinigung des Einbauschalters mit Teilen der Steckdose, so daß sowohl Raum eingespart als
auch der Aufwand an Teilen niedrig gehalten werden kann.
Während im allgemeinen Federdruckkontaktpaare bei der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung
benutzt werden, können die Druckkontakte aber auch beispielsweise durch je eine einer festen
Kontaktfläche zugeordnete Kontaktfeder gebildet sein. Bei einer elektrischen Schalteinrichtung, die
einen Zusatzverbraucher aufweist, der in Reihe mit dem Hauptverbraucher geschaltet ist und der
mit einem Stecker mit einem einzigen Steckerstift versehen ist und welcher zwei gegeneinander isolierte,
parallele Leiter besitzt, genügt es, wenn nur ein Druckkontaktpaar vorgesehen ist. Im übrigen
können aber die Stecker vielfach Abwandlungen erfahren. So kann die Schalteinrichtung auf einen
zu normalen Steckdosen passenden Stecker abgestellt sein oder aber für Sonderformen, welche
insbesondere dann angewendet werden können, wenn das über sie anzuschließende Gerät nicht
unabhängig von einem Hauptgerät verwendet werden soll, gebaut werden.
In der Zeichnung ist die Schalteinrichtung nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt
Fig. ι einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Schalteinrichtung, beispielsweise eingebaut in die
abnehmbare Haube eines Staubsaugers, bei eingeführtem Anschlußstecker für einen Zusatzverbraucher,
z. B. einen Heizwiderstand,
Fig. 2 den gleichen Schnitt bei entferntem Stecker.
Eine Ausnehmung der Staubsaugerhaube 3 ist
abgedeckt durch eine Kappe 4, in welcher ein vorzugsweise zweipoliger Druckknopfschalter 5 befestigt
ist und die auf ihrer dem Haubeninnern zugewandten Seite eine Rippe 6 aufweist, welche
im Zusammenwirken mit einer Rippe 7 der Haube 3 durch Klemmung eine Zugentlastung für das Zulei.tungskabel
8 bildet. An der vorderen Stirnseite ist die Kappe 4 mit einer der Form des Steckers 9
angepaßten und am Boden mit Durchtrittsöffnungen für die Stedcerstifte 10 ausgerüsteten, als Berührungsschutz
dienenden Einsenkung 11 versehen. Die Adern des Zuleitungskabels 8 sind durch Schrauben
12 mit der Eingangsseite des Schalters 5 leitend verbunden. Mittels der ausgangseitigen
Schrauben 13 des Schalters 5 sind mit diesem fest und leitend Kontaktfedern 14 gekuppelt, deren
als Kontaktflächen dienende bogenförmige Enden zum Schutz gegen korrodierende Einflüsse und
zur Sicherstellung einer einwandfreien Kontaktgabe ebenso versilbert sind wie die ähnlich geformten
Enden der Gegenkontaktfedern 15, die durch Einsprengen in unterschnittene Ausnehmungen 16
eines am Staubsaugergehäuse sitzenden Armes 17
befestigt sind und an ihren Enden die zum Hauptverbraucher, dem im Staubsaugergehäuse angeordneten
Motor, führenden Zuleitungen 18 leitend befestigt tragen.
Beim Betrieb des Gerätes als Staubsauger führt der Stromkreis durch das Kabel 8, den Schalter 5,
die Kontaktfedern 14 und die Kontaktfedern 15
zum Motor. Das Ein- und Ausschalten wird über den Schalter 5 bewirkt. Die die Kontaktstellen
bildenden vorderen Enden der Kontaktfedern 14 und 15 liegen in jedem Falle mit der ihnen eigenen
Vorspannung gegeneinander. Soll nun ein Zusatzverbraucher, z. B. ein Heizwiderstand, eingeschaltet
werden, um den Staubsauger als Heißluftdusche zu verwenden, so wird der an seiner Zuleitung sitzende
Stecker 9 in die zum Durchtritt seiner Steckerstifte 10 dienenden Bohrungen der Einsenkung 11
eingeführt. Die Kontaktstifte 10 treten dabei zwisehen
die Kontaktfederpaare 14, 15. Die zum Motor führende Zuleitung wird dabei nicht unterbrochen,
da der Strom noch vor dem Öffnen des durch die freien Enden der Kontaktfedern 14 und 15 gebildeten
Druckkontaktes unmittelbar über die Kontaktstifte 10 zu fließen vermag. Der Heizwiderstand
kann also unbedenklich auch bei laufendem Motor eingeschaltet werden. Beim Ausschalten des Motors
mittels des Schalters S wird gleichzeitig auch der den Heizwiderstand speisende Strom unterbrochen,
so daß der Widerstand nicht überhitzt werden kann.
Soll aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise
zur Entfernung des in dem Gehäuse angesammelten Staubes, die Haube 3 abgenommen werden, so kann
dies ohne Rücksicht auf die elektrische Einrichtung geschehen, da die Druckkontaktpaare 14, 15 eine
völlige Trennung beider Teile ermöglichen und sich beim anschließenden Zusammenbau selbsttätig wieder
zur Kontaktgabe aneinanderlegen.
Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte Ausführung nur eine beispielsweise Verwirklichung der
Schalteinrichtung nach der Erfindung, und diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch
mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. Die Zugentlasteeinrichtung für das Zuleitungskabel
könnte natürlich auch in von der Darstellung abweichender Weise ausgebildet sein.
Beispielsweise kann hierzu eine Klemmschelle dienen, die an der Kappe 4 oder gegebenenfalls auch
an der Haube 3 sitzt. Ebenso lassen sich andere Ausführungen für den Schalter mit gleichem Erfolg
verwenden. Schließlich könnten die Kontaktfedern 14 abweichend von der Darstellung beispielsweise
an einer Brücke der Kappe 4 sitzen. Wie schon erwähnt, könnten weiterhin auch die Kontaktfedern
15 andersartig festgelegt sein. Die Form der kontaktgebenden Enden der Kontaktfedern ließe sich
in Abwandlung der Darstellung so wählen, daß sie trotz des Einführens der Steckerstifte 10 nicht
außer Berührung kommen. Im übrigen könnte die Erfindung auch in der Weise verwirklicht werden,
daß nur eine Ader der Zuleitung über den Schalter geführt wird, wobei dann entweder noch zwei
Druckkontaktpaare oder nur eines vorzusehen wären. Die Verwendung von nur einem Druckkontaktpaar
kommt dabei in erster Linie für solche Fälle in Betracht, in denen der Zusatzverbraucher
mit dem Hauptverbraucher in Reihe geschaltet werden soll, wo>zu dann gegebenenfalls ein einziger
Kontaktstift Verwendung finden könnte, welcher mit zwei gegeneinander isolierten, parallel liegenden
Leitern versehen ist, von denen beim Einführen jeder Kontaktfeder 14 und 15 je einer zugeordnet
wird. Schließlich könnten die Kontaktfedern 15 auch an einem Teil befestigt sein, der nicht baulich
von dem den Schalter 5 tragenden Teil 3 trennbar ist.
Claims (3)
- Patentanspruch ει. Elektrische Schalteinrichtung für elektrische Stromverbraucher, insbesondere für Motoren von Haushaltsgeräten, wie Staubsauger, bestehend aus einem Einbauschalter und einer zum Anschluß von Zusatzverbrauchern mittels eines Steckers mit Steckerstiften dienenden Steckdose, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckdose aus mehreren an sich bekannten Federdruckkontaktpaaren (14, 15) besteht, von denen der eine Kontakt (14) mit dem Einbauschalter (5) und der andere Kontakt (15) mit der Zuleitung (18) zum Stromverbraucher verbunden ist, wobei die Kontakte (14, 15) in an sich bekannter Weise bei nicht eingeführten Steckerstiften (10) sich unmittelbar berühren, während sie bei eingeführten Steckerstiften entweder in an sich bekannter Weise ausschließlich über letztere leitend verbunden sind oder aber das unmittelbare Berühren der Kontakte (14, 15) noch zusätzlich aufrechterhalten bleibt.
- 2. Elektrische Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (13) zur mechanischen Befestigung der Druckkontakte (14) am Einbauschalter (5) gleichzeitig zur elektrischen Verbindung dienen.
- 3. Elektrische Schalteinrichtung nach Anspruch ι und 2 bei Verwendung eines Zusatzverbrauchers, der in Reihe mit dem Hauptverbraucher geschaltet ist, mit einem Stecker mit einem einzigen Steckerstift, der mit zwei gegeneinander isolierten parallelen Leitern versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Druckkontaktpaar (14, 15) vorgesehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 652 033;
belgische Patentschrift Nr. 499 092.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 909 685/23 12.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV3998A DE973277C (de) | 1951-11-16 | 1951-11-17 | Elektrische Schalteinrichtung fuer elektrische Stromverbraucher |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE306475X | 1951-11-16 | ||
| DEV3998A DE973277C (de) | 1951-11-16 | 1951-11-17 | Elektrische Schalteinrichtung fuer elektrische Stromverbraucher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973277C true DE973277C (de) | 1960-01-07 |
Family
ID=25790253
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV3998A Expired DE973277C (de) | 1951-11-16 | 1951-11-17 | Elektrische Schalteinrichtung fuer elektrische Stromverbraucher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE973277C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1764022A3 (de) * | 2005-09-19 | 2008-02-27 | Vermop Salmon Gmbh | Saugvorrichtung für Reinigungszwecke mit einem wideraufladbaren Akkumulator |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE499092A (de) * | ||||
| DE652033C (de) * | 1935-11-08 | 1937-10-23 | Paul Linke & Co Fabrik Elektr | Staubsauger mit in den Blasstutzen einsteckbarer Heizpatrone |
-
1951
- 1951-11-17 DE DEV3998A patent/DE973277C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE499092A (de) * | ||||
| DE652033C (de) * | 1935-11-08 | 1937-10-23 | Paul Linke & Co Fabrik Elektr | Staubsauger mit in den Blasstutzen einsteckbarer Heizpatrone |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1764022A3 (de) * | 2005-09-19 | 2008-02-27 | Vermop Salmon Gmbh | Saugvorrichtung für Reinigungszwecke mit einem wideraufladbaren Akkumulator |
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