DE973447C - Klebestreifen - Google Patents
KlebestreifenInfo
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- DE973447C DE973447C DEP730D DEP0000730D DE973447C DE 973447 C DE973447 C DE 973447C DE P730 D DEP730 D DE P730D DE P0000730 D DEP0000730 D DE P0000730D DE 973447 C DE973447 C DE 973447C
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 3. MÄRZ 1960
P
730 VII/
54
d
Klebestreifen
(Ges. v. 15. 7. 1951)
Die Erfindung richtet sich auf mit Dauerklebstoff versehene, in Rollen aufgewickelte Klebestreifen,
die mit für die einzelnen Rollenlagen abstandhaltenden Erhöhungen und mit im Abstand angeordneten
Klebstoffbahnen versehen sind.
Klebestreifen hat man für vielerlei Zwecke verwendet, beispielsweise zum Einfassen der Ränder
an Papierbogen, um durch diese Randeinfassung einen Kantenschutz zu erzielen. Der Dauerklebstoff
ist bei diesen Klebestreifen so beschaffen, daß er in kaltem Zustand ohne Erwärmung klebfähig ist.
Klebestreifen neigen dazu, daß die einzelnen Lagen der Rolle bereits bei dem zum Aufwickeln erforderlichen
geringen Druck oder bei einem auf die Rollenlagen wirkenden Druck miteinander verkleben.
Diesen übelstand hat man auf verschiedene Weise zu beheben versucht.
Um das Verkleben des zu Rollen aufgewickelten Klebestreifens zu verhindern, hat man den Papierstreifen
vor dem Aufbringen des Klebstoffes mit Prägungen, die sich über die ganze Streifenbreite
erstrecken, versehen, damit sich die einzelnen Lagen nur punktweise berühren. Zu schwache Prägungen
haben keine genügende abstandhaltende Wirkung. Bei stärkeren Prägungen besteht aber die
Gefahr, daß zumindest an einigen Stellen die Papierfaser zerstört wird, so daß Klebstoff an diesen
Stellen zu der klebstofffreien Seite durchtreten kann und ein Verkleben benachbarter Windungen
bewirkt. Ein anderes Mittel, um das Verkleben zu
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verhindern, besteht darin, daß man auf die mit Klebstoff versehene Seite des Klebestreifens Papierblättchen
aufbringt, die als Erhöhungen wirken und die Abstände zwischen den einzelnen Lagen
halten und ein Verkleben derselben verhindern sollen. Für den gleichen Zweck sind auch bereits
auf den Klebestreifen in Längsrichtung verlaufende Lackauftragungen gemacht worden, die entweder
in der Mitte oder an den Seiten des Klebestreifens ίο verlaufen, die aber auch keinen vollkommenen
Schutz gegen das Verkleben bieten und zudem noch den Nachteil haben, daß sie sich von dem Klebestreifen
leicht ablösen.
Des weiteren sind Klebestreifen bekannt, die in der Mitte eine klebstofffreie Längsbahn aufweisen,
so daß der Streifen zwei im Abstand angeordnete Klebstoffbahnen aufweist. In der Praxis haben
diese Klebstoffstreifen jedoch einen wesentlichen Mangel. Wird ein solcher Streifen, welcher in der
Mitte keinen Klebstoff besitzt, z. B. um die Kante einer Zeichnung sattelförmig gefalzt, wie es für
den Kantenschutz an Zeichnungen üblich ist, so besteht an der Kante, die gegen das Einreißen geschützt
werden soll, keine innige Verbindung zwisehen dem Streifen und der Zeichnungskante. Die
Folge ist, daß sich wegen der klebstofffreien Auflage des sattelförmig umgelegten Klebestreifens die
Kante der Zeichnung mit der Zeit leicht durchscheuert und somit den Kantenschutz illusorisch
macht. Diese Klebestreifen haben sich aus diesem Grunde nicht bewährt.
Die Erfindung löst die Aufgabe, die Gefahr des geg-enseitigen Verklebens benachbarter Windungen
trotz größtmöglichem Schutz der Kante einer Zeichnung bei Verwendung eines Klebestreifens für diesen
Zweck zu verringern, durch die Kombinationsmerkmale, daß in der Mittelzone des Klebestreifens
eine Klebstoffbahn und zu beiden Seiten von dieser in Längsrichtung des Klebestreifens verlaufende
klebstofffreie Bahnen, welche die einzelnen Klebstoffbahnen voneinander trennen, angeordnet sind
und daß die klebstofffreien Bahnen in deren Längsrichtung verlaufende, zur klebstofffreien Fläche des
Streifens durchgedrückte Prägungen aufweisen, deren Kuppen sich nur auf den klebstofffreien
Bahnen des zur Rolle aufgewickelten Klebestreifens abstandhaltend abstützen.
Auf diese Weise wird erreicht, daß bei Vorhandensein schadhafter Prägungen keine Klebmasse
mehr von einer Klebfläche zur anderen Klebfläche des zur Rolle aufgewickelten Klebestreifens durchtritt, weil die Prägungen in den
klebstofffreien Bahnen angeordnet sind. Auch können die Prägungen alsdann weniger sorgfältig und
somit höher hergestellt werden als bisher, wodurch der abstandhaltende Effekt verbessert wird. Diese
geprägten Erhöhungen haben bessere abstandhaltende Wirkungen als lediglich vorhandene
schwache Prägungen, so daß sie die einzelnen Lagen der Rolle, ohne daß ein Verkleben zu befürchten
ist, voneinander trennen. Dieser Vorteil ist für breitere Klebebänder ebenfalls von erheblicher
Bedeutung.
Bei der Verwendung der Klebestreifen als Randschutzstreifen ist es ferner von Vorteil, daß
die Verklebung zu beiden Seiten des in der Mitte gefalzten Klebestreifens durch die seitlich liegenden
klebstofffreien Bahnen nicht beeinträchtigt wird.
Die Erfindung ist jedoch nicht nur für Klebestreifen von der Breite von Randschutzstreifen,
sondern vorteilhaft auch für breitere Streifen anwendbar, wenn nämlich beiderseits des Mittelstreifens
mehrere mit abstandhaltenden Mitteln versehene Längsbahnen zwischen den einzelnen
Klebstoffbahnen vorgesehen sind. Für solche breiteren Streifen ist es besonders wichtig, daß die
abstandhaltenden Prägungen in den klebstofffreien Längsbahnen so weit durchgedrückt werden können,
daß sich das Papier auf der Rückseite des Streifens zu erheblichen Erhöhungen aufstülpt, da
keine Rücksicht darauf genommen zu werden braucht, ob die Papierfaser beim Prägen zerstört
wird oder nicht, wobei hinzukommt, daß diese durch Prägung hergestellten Erhöhungen so angeordnet
sind, daß die darüberliegenden Lagen an den Abstützstellen ebenfalls klebstofffrei sind.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Prägungen in einem
größeren Abstand voneinander angeordnet sind, als der Durchmesser bzw. die Länge der Prägungen
beträgt.
Zweckmäßig wird der Abstand zweier Prägungen das Vielfache, mindestens jedoch das Dreifache des
Durchmessers bzw. der Prägungslänge bei nicht kreisrundem Querschnitt der Prägungen betragen.
Hierdurch wird verhindert, daß, wie es bei dicht hintereinanderliegenden Prägungen vorkommen
kann, die unterste Prägung in die Höhlung der darüberliegenden Prägung zu liegen kommt, so daß
die Prägungen in diesem Falle nicht abstandhaltend wirken. Durch das Vielfache des Abstandes zweier
Prägungen im Verhältnis zum Prägungsdurchmesser bzw. zur Prägungslänge wird dieses ungünstige
Ineinandergreifen zweier Prägungen vollständig ausgeschaltet.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Prägungen zweier
aufeinanderfolgender klebstofffreier Flächen um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt sind, so
daß die Erhöhung auf der einen Streifenseite mittig zwischen den beiden Erhöhungen auf der anderen
Streifenseite zu liegen kommt. Mit dieser Maßnahme läßt sich ein gleichmäßiges Tragen der
abstandhaltenden Prägungen längs des Klebe-Streifens erreichen.
Außerdem hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dem Klebestreifen, welcher sattelförmig umgelegt
werden soll, in der Mitte eine in Längsrichtung des Klebestreifens liegende, zur klebstofffreien
Rückseite schwach angedrückte Längsrille zu geben, deren Höhe kleiner ist als diejenige der
abstandhaltenden Prägungen. Diese Längsrille erleichtert das sattelförmige Umlegen des Klebestreifens
um den Rand des Papierbogens und kann außerdem abstandhaltend bei dem zur Rolle auf-
gewickelten Klebestreifen wirken, wenn auf die Lagen der Rolle ein Druck ausgeübt wird. Bei
schmalen Klebestreifen, bei denen die im klebstofffreien Teil vorgesehenen abstandhaltenden Mittel
verhältnismäßig dicht beieinander liegen, wird die schwächer durchgedrückte Längsrille die folgende
Lage nicht berühren.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und
ίο zwar zeigt
Abb. ι einen Querschnitt durch einen Klebestreifen,
Abb. 2 eine Aufsicht zur Abb. i.
In der Zeichnung bezeichnet ι den für den Kleb- »5 stoffauftrag bestimmten Streifen, der beispielsweise aus einem dichten, zerreißfesten Papier besteht. In der Mitte dieses Streifens befindet sich eine Klebstoffbahn 2. Zu beiden Seiten der mittleren Klebstoffbahn 2 befinden sich getrennt von an dieser andere Klebstoffbahnen, von denen die linke mit 3 und die rechte mit 4 bezeichnet ist. Zwischen den Klebstoffbahnen 2 und 3 befindet sich eine klebstofffreie Bahn 5, und zwischen den Klebstoffbahnen 2 und 4 eine klebstofffreie Bahn 6. Beide klebstofffreien Bahnen 5 und 6 sind mit Prägungen 7 versehen, die etwa mittig hintereinander in Längsrichtung des Streifens zu beiden Seiten der mittleren Klebstoffbahn 2 in den klebstofffreien Bahnen 5 und 6 angeordnet sind. Diese Prägungen sind rechts- und linksseitig zueinander um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt, so daß der Klebestreifen über seiner ganzen Breite gleichmäßig gut getragen wird. Die in der Mitte des Klebestreifens vorhandene Längsrille, die zur klebstofffreien Rückseite des Streifens durchgedrückt ist, ist mit 8 bezeichnet. In dieser Längsrille wird der Klebestreifen beim sattelförmigen Umlegen um die Zeichnungskante im Längsrichtung im Einfaßapparat gefaltet. Die Höhe der Längsrille 8 ist etwas geringer als diejenige der Prägungen 7, so daß eine Berührung der einzelnen Lagen durch die Kuppe der Längsrille 8 nicht eintritt.
In der Zeichnung bezeichnet ι den für den Kleb- »5 stoffauftrag bestimmten Streifen, der beispielsweise aus einem dichten, zerreißfesten Papier besteht. In der Mitte dieses Streifens befindet sich eine Klebstoffbahn 2. Zu beiden Seiten der mittleren Klebstoffbahn 2 befinden sich getrennt von an dieser andere Klebstoffbahnen, von denen die linke mit 3 und die rechte mit 4 bezeichnet ist. Zwischen den Klebstoffbahnen 2 und 3 befindet sich eine klebstofffreie Bahn 5, und zwischen den Klebstoffbahnen 2 und 4 eine klebstofffreie Bahn 6. Beide klebstofffreien Bahnen 5 und 6 sind mit Prägungen 7 versehen, die etwa mittig hintereinander in Längsrichtung des Streifens zu beiden Seiten der mittleren Klebstoffbahn 2 in den klebstofffreien Bahnen 5 und 6 angeordnet sind. Diese Prägungen sind rechts- und linksseitig zueinander um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt, so daß der Klebestreifen über seiner ganzen Breite gleichmäßig gut getragen wird. Die in der Mitte des Klebestreifens vorhandene Längsrille, die zur klebstofffreien Rückseite des Streifens durchgedrückt ist, ist mit 8 bezeichnet. In dieser Längsrille wird der Klebestreifen beim sattelförmigen Umlegen um die Zeichnungskante im Längsrichtung im Einfaßapparat gefaltet. Die Höhe der Längsrille 8 ist etwas geringer als diejenige der Prägungen 7, so daß eine Berührung der einzelnen Lagen durch die Kuppe der Längsrille 8 nicht eintritt.
An beiden Außenkanten des Klebestreifens können sich, wie es an sich bekannt ist, schmale klebstofffreie
Ränder 9 und 10 befinden, die verhindern sollen, daß die Klebstoffaufträge 3 und 4 über den
Rand des Klebestreifens hinaustreten und die einzelnen Lagen des zur Rolle aufgewickelten Klebestreifens
miteinander verkleben.
Diese klebstoff freien Ränder 9 und 10 können gegebenenfalls
jedoch auch fortfallen.
Zur Herstellung der Klebestreifen kann jeder an sich bekannte Dauerklebstoff benutzt werden. Die
Zusammensetzung desselben ist völlig unwesentlich.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:r. Mit Dauerklebstoff versehener, in Rollen aufgewickelter Klebestreifen mit für die einzelnen Rollenlagen abstandhaltenden Erhöhungen und im Abstand angeordneten Klebstoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mittelzone des Klebestreifens eine Klebstoffbahn und zu beiden Seiten von dieser in Längsrichtung des Klebestreifens verlaufende klebstofffreie Bahnen, welche die einzelnen Klebstoffbahnen voneinander trennen, angeordnet sind und die klebstofffreien Bahnen in deren Längsrichtung verlaufende, zur klebstofffreien Fläche des Streifens durchgedrückte Prägungen aufweisen, deren Kuppen sich auf den klebstofffreien Bahnen des zur Rolle aufgewickelten Klebestreifens abstandhaltend abstützen.
- 2. Klebestreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägungen in einem größeren Abstand voneinander angeordnet sind, als der Durchmesser bzw. die Länge der Prägungen beträgt.
- 3. Klebestreifen nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägungen zweier aufeinanderfolgender klebstofffreier Bahnen um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt sind.
- 4. Klebestreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebestreifen in seiner Mittelzone eine zur klebstofffreien Rückseite schwach angedrückte Längsrille aufweist, deren Höhe kleiner ist als diejenige der abstandhaltenden Prägungen.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 599159.Hierzu ι Blatt Zeichnungen©909722/23 2.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP730D DE973447C (de) | 1943-11-06 | 1943-11-06 | Klebestreifen |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE973447C true DE973447C (de) | 1960-03-03 |
Family
ID=7356821
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE599159C (de) * | 1934-06-26 | Koenig Werk G M B H Maschf | Mit feucht bleibendem Klebstoff versehener Klebstreifen |
-
1943
- 1943-11-06 DE DEP730D patent/DE973447C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE599159C (de) * | 1934-06-26 | Koenig Werk G M B H Maschf | Mit feucht bleibendem Klebstoff versehener Klebstreifen |
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