DE973984C - Metallischer Kern fuer Giessformen, Kokillen od. dgl. - Google Patents

Metallischer Kern fuer Giessformen, Kokillen od. dgl.

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DE973984C
DE973984C DEL12352A DEL0012352A DE973984C DE 973984 C DE973984 C DE 973984C DE L12352 A DEL12352 A DE L12352A DE L0012352 A DEL0012352 A DE L0012352A DE 973984 C DE973984 C DE 973984C
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Gustav Lauterjung
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/10Cores; Manufacture or installation of cores
    • B22C9/101Permanent cores

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Metallischer Kern für Gießformen-, Kokillen od. dgl. Bei der Herstellung von Gußstücken ist es allgemein üblich, gewünschte Hohlräume in den Gußkörpern durch Einlegen von Kernen in die Gießform zu erzeugen. Will man dauerhafte und wiederholt verwendbare- Kerne aus Metall benutzen, so bereitet das Entfernen des Kernes aus dem erkalteten Gußstück Schwierigkeiten, weil dieses auf den Kern aufgeschrumpft ist. Um das Entfernen metallischer Kerne zu erleichtern, hat man bisher ausschließlich Kerne mit Anzug, d. h. mit konischer Mantelfläche, benutzt. Naturgemäß kann man mit derartigen Kernen im Gußkörper nur Hohlräume mit konischen Wandungen herstellen. In der Regel benötigt man aber prismatische, insbesondere zylindrische Höhlungen im Gußstück und muß die konischen Wandungen nachträglich unter Zerstörung der Gußhaut ausbohren. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile in einfacher Weise zu beseitigen. Erfindungsgemäß soll ein metallischer Dauerkern ohne Anzug verwandt werden, der vorzugsweise aus Leichtmetall besteht und dessen Ausdehnungskoeffizient größer ist als das Schwindmaß des zu vergießenden Werkstoffes. Will man beispielsweise in einem Gußstück aus Aluminiumlegierung mit einem Schwindmaß von höchstens 10/, eine zylindrische Bohrung herstellen, so verwendet man zweckmäßig einen zylindrischen Kern aus Reinaluminium. Der Kern wird beim Vergießen der Legierung je nach seiner Größe auf etwa q.oo bis 5oo° C erwärmt und dehnt sich dabei um etwa r,2 °/o aus. Die zunächst fest am Kern anliegende, erstarrende Legierung schrumpft bei der nachfolgenden Abkühlung auf Außentemperatur weniger stark als der Kern. Dieser kann dann ohne weiteres aus der Höhlung des Gußstückes herausgezogen werden, bzw. er fällt von selbst heraus. Die Höhlung selbst ist völlig zylindrisch und braucht nicht nachgearbeitet zu werden, wenn man die Gußhaut ihrer Wandung erhalten will, was in der Regel erwünscht sein dürfte.
  • Bei Leichtmetallkernen wird zweckmäßig die Mantelfläche des Kernes anodisch oxydiert. Die gebildete Oxydschicht hat einen so hohen Schmelzpunkt, daß ein Schmelzen des Kernes mit Sicherheit verhindert wird. Zum gleichen Zweck kann man den Kern an Stelle der Oxydation seiner Mantelfläche oder zusätzlich während des Gießvorganges auch noch kühlen, z. B. mittels einer durch eine Kernbohrung geleiteten Flüssigkeit. Selbstverständlich darf die Kühlung des Kernes nur so bemessen sein, daß seine Temperatur etwas unterhalb seines Schmelzpunktes liegt. Anderenfalls würde der Kern beim Erkalten im Sinne der Erfindung nicht genügend schrumpfen können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Metallischer Kern für Gießformen, Kokillen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise aus Leichtmetall bestehende Kern keinen Anzug besitzt und sein Ausdehnungskoeffizient größer ist als das Schwindmaß des zu vergießenden Werkstoffes.
  2. 2. Leichtmetallkern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche anodisch oxydiert ist.
  3. 3. Kern nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er während des Gießvorganges bis auf eine etwas unterhalb seines Schmelzpunktes liegende Temperatur gekühlt ist, z. B. mittels einer durch eine Kernbohrung geleiteten Flüssigkeit: In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 431 o66; britische Patentschrift Nr. 543 577; schweizerische Patentschrift Nr. 251451; Aluminium News, Juli 1954 S. 41; Roland Irmann, Aluminiumguß in Sand und Kokille, 1935, S. 6o, und 1952, S. 167; Machinery vom 4. 1. 1951, S. 3 bis B. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 971 o52.
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