DE974272C - Verstaerkungsvorrichtung mit Wanderfeldroehre - Google Patents
Verstaerkungsvorrichtung mit WanderfeldroehreInfo
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- H01J25/34—Travelling-wave tubes; Tubes in which a travelling wave is simulated at spaced gaps
- H01J25/36—Tubes in which an electron stream interacts with a wave travelling along a delay line or equivalent sequence of impedance elements, and without magnet system producing an H-field crossing the E-field
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- H01J23/16—Circuit elements, having distributed capacitance and inductance, structurally associated with the tube and interacting with the discharge
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Description
CJWGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 10. NOVEMBER 1960
W 5084 Villa 121 a*
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Breitband-Mikrowellenverstärker
und insbesondere auf Wanderfeldröhren, in welchen die Wechselwirkung zwischen einem Elektronenstrahl und einer fortschreitenden
elektromagnetischen Welle ausgenutzt wird, um Verstärkung zu erzielen.
Es ist außerordentlich schwierig, die Eingangs- und Ausgangskreise über den breiten Frequenzbereich
reflexionsfrei an die Wanderfeldröhre anzupassen. Es werden dann Komponenten des Hochfrequenzsignals
in Rückwärts- und Vorwärtsrichtung reflektiert. (Unter Vorwärtsrichtung bzw. Stromrichtung soll jetzt
und im folgenden die Richtung des Elektronenstroms verstanden sein.) Werden solche Komponenten in
Stromrichtung reflektiert, werden sie verstärkt und können Schwingungen hervorrufen, welche in der
Röhre Unstabilität verursachen; werden solche Komponenten gegen Stromrichtung reflektiert, und zwar
außer Phase mit der ankommenden Signalwelle, treten erhebliche Verzerrungen auf. Daraus ergeben
sich Erscheinungen, welche als Leitungs-Reflexionseffekte auf der Verzögerungsleitung (Wellenleiter)
bezeichnet werden können.
Reflektierte Komponenten des Hochfrequenzsignals lassen sich durch eine im Wanderfeldkreis vorhandene
Dämpfung absorbieren. Ist die Größe dieser Dämpfung
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mit der Gesamtverstärkung der Röhre vergleichbar, so können Unstabilität und ungünstige Reflexionseffekte
wirksam vermindert werden.
Der Erfindung liegt die Feststellung zugrunde, daß die Verteilung der Dämpfung längs des Verzögerungsweges sowohl auf die Ausgangsleistung als auch auf
den Grad der Stabilität wesentlichen Einfluß hat, der sich unterschiedlich auswirken kann. Zum Beispiel ist
bei gleichmäßiger Verteilung der Dämpfung, derart, ίο daß eine hohe Dämpfung je Längeneinheit auf einem
verhältnismäßig kurzen, stromaufwärts gelegenen Teil des Verzögerungsweges besteht, die gleichzeitige
Erzielung einer maximalen Ausgangsleistung und einer hohen Stabilität nicht möglich; es besteht
insbesondere eine wesentliche Instabilität. Wenn die Dämpfung bei ziemlich hoher Dämpfungswirkung je
Längeneinheit vom stromaufwärts gelegenen Ende ab auf den größeren Teil des Verzögerungsweges gleichmäßig
verteilt wird, dann genügt die Verstärkungswirkung auf dem stromabwärts gelegenen dämpfungsfreien
Ende des Verzögerungsweges nicht mehr, um eine hohe Ausgangsleistung zu liefern; zugleich ist die
Erzielung einer hohen Stabilität in Frage gestellt. Für die Erzielung einer guten Ausgangsleistung und eines
hohen Grades von Stabilität wäre es in dem zuletzt betrachteten Fall erforderlich, daß die Dämpfungswirkung je Längeneinheit klein ist; die Röhre müßte
daher eine ungewöhnlich große Länge haben, was aber nicht erwünscht ist.
Es ist eine Wanderfeldröhren-Verstärkungsvorrichtung bekanntgeworden, bei welcher der den
Elektronenstrahl umgebende Verzögerungsweg so ausgebildet ist, daß die Welle auf einem Teil dieses
Weges einen Dämpfungsbereich mit ungleichmäßig verteilter Dämpfung passiert, in welchem die Dämpfung
pro Längeneinheit an dem stromaufwärts gelegenen Ende wenigstens einige Male größer ist als an
dem stromabwärts gelegenen Ende und an den sich ein dämpfungsfreier Teil anschließt. Der Dämpfungsbereich
nimmt dabei einen Teil der stromaufwärts gelegenen Hälfte des Verzögerungsweges ein und setzt
sich aus einem größeren Teil mit gleichmäßiger Verteilung und einem in Stromrichtung daran anschliessenden
Teil mit abnehmender Verteilung der Dämpfung zusammen. Diese Dämpfungsverteilung mag günstiger
sein als eine gleichmäßige Verteilung über einen gleich langen Dämpfungsbereich. Im wesentlichen werden
aber die Verhältnisse hinsichtlich Wirkungsgrad und Stabilität nicht nennenswert abweichen.
Die Erfindung will demgegenüber eine Wanderfeldröhren-Verstärkungsvorrichtung schaffen, bei der eine
maximale Ausgangsleistung und ein maximaler Wirkungsgrad bei gleichzeitiger Gewährleistung der
Stabilität und der Vermeidung unerwünschter Reflexionseffekte bestehen. Die Erfindung macht hierfür
von der ungleichmäßigen Verteilung der Dämpfung Gebrauch, wobei die Dämpfung pro Längeneinheit an
dem stromaufwärts gelegenen Ende wenigstens einige Male größer ist als an dem stromabwärts gelegenen
Ende; auch schließt sich an den Dämpfungsbereich ein dämpfungsfreier Teil an. Die Besonderheit der
Erfindung liegt in einer neuartigen Verteilung der Dämpfung längs des Verzögerungsweges und besteht
darin, daß die Dämpfung nach anfänglichem steilem Anstieg entweder alsbald kontinuierlich auf den
Nullwert zurückgeht oder nach kurzem Beibehalten dieses Maximalwertes mit ebenfalls steilem Abfall auf
einen wesentlich geringeren Wert abfällt und daß der Dämpfungsbereich wenigstens halb so lang ist wie der
Verzögerungsweg.
Es hat sich dabei als zweckmäßig erwiesen, daß mehrere nichtleitende, über die Länge des Verzögerungsweges
reichende Stäbe den Verzögerungsweg, der z. B. aus einer langgestreckten Wendelbahn
bestehen kann, tragen und daß die Dämpfungsbereiche durch Dämpfungsmaterial gebildet werden,
welches auf die Stäbe an denjenigen Stellen, die mit dem Verzögerungsweg nicht in Berührung stehen,
aufgebracht ist.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im folgenden auf die Zeichnung Bezug genommen:
Fig. ι veranschaulicht eine Wanderfeldröhre ohne
Darstellung der Signal-Eingangs- und -Ausgangskreise und der verschiedenen Anschlußmittel;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Röhre nach Linie 2-2 der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch die Röhre nach Fig. 1 mit Darstellung der Eingangs- und Ausgangskreise,
der Bündelungsmittel und der verschiedenen Anschlüsse;
Fig. 4 zeigt die Wendeltragstäbe der Röhre nach Fig. ι unter schematischer Darstellung einer der
erfindungsgemäßen Möglichkeiten für die Dämpfungsverteilung;
Fig. 5 A und 5 B sind Schaubilder, welche unter Berücksichtigung der Dämpfungsverteilung die bestehenden
Verhältnisse veranschaulichen.
Fig. ι und 3 zeigen den an sich bekannten Aufbau
einer Wanderfeldröhre, bei der sich, ausgehend von dem Sockel 1, an die Elektronenquelle 2 eine wendelförmige
Verzögerungsleitung 3, die von Tragstäben 4 gestützt wird, und eine Sammelelektrode 5 anschließen.
Zur magnetischen Strahlkonzentration ist eine Ringspule 6 vorgesehen. Am Anfang und Ende
der Verzögerungsleitung 3 sind je ein Hohlleiter 7 bzw. 8 vorgesehen, die so angeordnet sind, daß die
erste Windung der Verzögerungsleitung 3 in die Mitte des Hohlleiters 7 und die letzte Windung der Verzögerungsleitung
3 in die Mitte des Hohlleiters 8 zu liegen kommt. Die übrigen gezeigten Einzelheiten,
wie Abschirmmittel, Spannungsquellen usw., entsprechen üblichen Anordnungen; eine nähere Erläuterung
erscheint deshalb nicht erforderlich.
Fig. 2 veranschaulicht die zweckmäßige Halterung der Verzögerungsleitung 3 mittels der Tragstäbe 4,
wobei die Tragstäbe 4 im Abstand von go° voneinander außerhalb der Verzögerungsleitung 3 angeordnet
sind.
Die Tragstäbe 4 sind in Fig. 4 im wesentlichen maßstabgetreu wiedergegeben. Sie sind in kurzen
Rohren 9 und 10 gelagert, die gleichzeitig die Ankopphmgsstreifen
11 und 12 tragen. Die Stäbe 4 dienen gleichzeitig als Träger der Dämpfung. An einen
im wesentlichen dämpfungsfreien Abschnitt 13 schließen sich ein Abschnitt 14 mit hoher Dämpfung,
in Abschnitt 15 mit geringer Dämpfung und schließ-
Hch ein im wesentlichen dämpfungsfreier Abschnitt 16
an.
Die beiden bevorzugten Dämpfungsverteilungen sind in Fig. 5 A und 5 B veranschaulicht, dabei
entspricht Fig. 5 A der in Fig. 4 schematisch gezeigten Verteilung. In beiden Fig. 5 A und 5 B stellt die
Kurve A die Dämpfung pro Längeneinheit in Dezibel dar, und zwar in Abhängigkeit von der längs der
Röhre gemessenen Entfernung von dem Eingangskreis; die Kurve B gibt den Signalübertragungspegel
in Dezibel an, und zwar in Abhängigkeit von dem gleichen Abstand. Die Koordinaten beider Figuren
sind linear unterteilt und beginnen mit Null. Es werden kurze Abschnitte von im wesentlichen verlustlosen
Kreisen an beiden Enden der Röhre belassen, und die Dämpfung wird zwischen diesen Abschnitten
so verteilt, daß die Dämpfung pro Längeneinheit in der Nähe des Eingangs- oder stromaufwärts gelegenen
Endes wenigstens einige Male größer ist als die Dämp-
ao fung in der Nähe des Ausgangs- oder stromabwärts gelegenen Endes.
Für die Herrichtung des mittleren Abschnittes mit verteiltem Verlustmaterial schließt sich, entsprechend
Fig. 5 A, an einen verhältnismäßig kurzen Abschnitt
as mit sehr hoher Dämpfung pro Längeneinheit ein
verhältnismäßig langer Abschnitt mit nur mäßiger Dämpfung pro Längeneinheit an. Die hohe Dämpfung
pro Längeneinheit ist wenigstens einige Male so groß wie die niedrige Dämpfung pro Längeneinheit, und
die dargestellte Verteilung zeigt die Ausführung für maximale Verstärkung bei gegebener Länge in Verbindung
mit maximaler Ausgangsleistung und größtem Wirkungsgrad. Die hohe Dämpfung pro Längeneinheit
kann beispielsweise 12 db pro cm betragen, während die niedrige Dämpfung pro Längeneinheit 1,2 db pro
cm ausmachen kann.
Bei der in Fig. 5 B gezeigten Ausführung ist die Dämpfung pro Längeneinheit in der Nähe des Eingangsendes
des mit Verlust ausgestatteten Abschnittes am größten und nimmt allmählich ab, bis am Ausgangsende
im wesentlichen der Wert Null erreicht ist. Diese Verteilung entspricht der Ausführung für
größte Stabilität und Freiheit von unerwünschten Schweinwiderstandseffekten in Verbindung mit maximaler
Ausgangsleistung und größtem Wirkungsgrad. Die maximalen Dämpfungen pro Längeneinheit
können in der Größenordnung von 4 db pro cm liegen. Bei beiden Ausführungen ist die Gesamtdämpfung
über die Länge des Wanderfeldkreises der Größe nach vergleichbar mit der Restverstärkung der Röhre oder
größer als letztere.
Claims (2)
1. Wanderfeldröhren-Verstärkungsvorrichtung
mit einem den Elektronenstrahl umgebenden Verzögerungsweg, der so ausgebildet ist, daß die
Welle auf einem Teil dieses Weges einen Dämpfungsbereich mit ungleichmäßig verteilter Dämpfung
passiert, in welchem die Dämpfung pro Längeneinheit an dem stromaufwärts gelegenen
Ende wenigstens einige Male größer ist als an dem stromabwärts gelegenen Ende und an den sich ein
dämpfungsfreier Teil anschließt, dadurch gekenn zeichnet, daß die Dämpfung nach anfänglichem
steilem Anstieg entweder alsbald kontinuierlich auf den Nullwert zurückgeht oder nach kurzem
Beibehalten dieses Maximalwertes mit ebenfalls steilem Abfall auf einen wesentlich geringeren
Wert abfällt und daß der Dämpfungsbereich wenigstens halb so lang ist wie die Wendel.
2. Verstärkungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere nicht
leitende, über die Länge des Verzögerungsweges reichende Stäbe den Verzögerungsweg, z. B. eine
langgestreckte Wendelbahn, tragen und daß die Dämpfungsbereiche durch Dämpfungsmaterial
gebildet werden, welches auf die Stäbe an denjenigen Stellen, die mit dem Verzögerungsweg
nicht in Berührung stehen, aufgebracht ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 951 204, 958 309, 554;
Zeitschrift »Electronics«, Juni 1950, S. 100 bis 103.
Französische Patentschriften Nr. 951 204, 958 309, 554;
Zeitschrift »Electronics«, Juni 1950, S. 100 bis 103.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 970 660.
Deutsches Patent Nr. 970 660.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 635/18 11.60
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US168202A US3005126A (en) | 1950-06-15 | 1950-06-15 | Traveling-wave tubes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=22610529
Family Applications (1)
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