DE974968C - Vorrichtung zur Erzeugung eines Zusatzmagnetfeldes bei einer Elektronenstrahlroehre - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung eines Zusatzmagnetfeldes bei einer ElektronenstrahlroehreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Zusatzmagnetfeldes bei einer Elektronenstrahlröhre,
insbesondere wie sie zur Panoramaabbildung bei einer Radaranlage verwendet wird,
und sie bezweckt, Mittel zur Bildeinstellung, z. B. zur Dezentrierung des Bildes, zu schaffen.
Bei einer Elektronenstrahlröhre zur Panoramaabbildung wird gewöhnlich ein Satz umlaufender
Spulen zur magnetischen Ablenkung vorgesehen,
to denen sägezahnförmige Ablenkströme zum Entwerfen eines Schirmbildes auf der Röhre zugeführt werden.
Die Bildeinstellung kann dabei beispielsweise unter Zuhilfenahme eines feststehenden Spulensystems geschehen,
mittels dessen ein die Bildeinstellung bedingendes Zusatzmagnetfeld erzeugt wird. Sowohl
das umlaufende als auch das feststehende Spulensystem werden dabei gewöhnlich weitestgehend nahe
am Hohlkegel der Elektronenstrahlröhre angeordnet, um nicht Gefahr zu laufen, daß die abgelenkten
Elektronen auf den Hals des Hohlkegels auftreffen. Diese Spulensysteme sind auf diese Weise notwendigerweise
auch in unmittelbarer Nähe voneinander angeordnet.
Es ist auch schon bekannt, das Zusatzmagnetfeld durch Permanentmagnete hoher Koerzitivkraft zu
erzeugen, deren Fluß durch einen Ring aus magnetisch weichem Material geschlossen ist.
Gemäß der Erfindung wird das Zusatzmagnetfeld von einem oder mehreren ringförmigen, d. h. einen
mehr oder minder großen Teil eines geschlossenen Rin-
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ges bildenden, dauermagnetischen Körper(n) erzeugt, der bzw. die aus einem nahezu nichtleitenden dauermagnetischen
Material besteht bzw. bestehen, welches aus im wesentlichen nichtkubischen Kristallen von
Polyoxyden des Eisens besteht, wenigstens eines der Metalle Barium, Strontium und Blei und gegebenenfalls
Calcium, aber kein Nickel oder Kobalt enthält und ein Verhältnis der remanenten Induktion Br zu der
koerzitiven Feldstärke rHc maximal = 4 aufweist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem in Fig. ι dargestellten Ausführungsbeispiel und an einer
in den Fig. 2 und 3 dargestellten besonderen Bauart für einen Magnetkörper nach der Erfindung näher
erläutert.
In Fig. ι bezeichnet 1 eine Elektronenstrahlröhre
mit eiriem andeutungsweise dargestellten Elektronenbeschleunigungs- und Dichtemodulationssystem 2 und
einem nahe am Beginn des Hohlkegels der Röhre 1 angeordneten Ablenkspulensystem 3, das unter Zuhilfenahme
eines nicht dargestellten Motors gedreht wird. Um das auf diese Weise auf dem Schirm 4 der
Elektonenstrahlröhre 1 entworfene Panoramabild einstellen zu können, ist ein Magnetkörper 5 vorgesehen,
der ein diametral gerichtetes Zusatzmagnetfeld H
erzeugt und zweckmäßig, wie in der Seitenansicht nach Fig. 2 angedeutet, aus einem Ring 6 aus hochpermeablem,
ferromagnetischem Material mit darauf angebrachten zwei in Richtung N-S ihrer kleinsten
Abmessung magnetisierten Körpern 7 und 8 aus dauermagnetischem Material besteht. Das Magnetisieren
der Körper 7 und 8 ist dabei wesentlich einfacher, als wenn der Magnetkörper 5 ganz aus dauermagnetischem
Material hergestellt wäre.
Wird bei einer Vorrichtung von der angegebenen Art die Bildeinstellung unter Zuhilfenahme eines in
der Nähe der Ablenkspulen 3 angeordneten Dauermagnets aus leitendem Material besorgt, so wird das
Feld dieser Spulen 3 Wirbelströme in diesem Magnet hervorrufen, wodurch das Ablenkfeld verzerrt wird
und wobei insbesondere die Rücklaufzeit des Sägezahns größer wird. Dieser Nachteil wird dadurch
vermieden, daß von einem nahezu nichtleitenden, dauermagnetischen Material ausgegangen wird.
Es ist jedoch gemäß der Erkenntnis, die der Erfindung zugrunde liegt, nicht hinreichend, daß das
dauermagnetische Material nichtleitend ist, sondern es ist auch erforderlich, daß das Verhältnis der remanenten
Induktion zur koerzitiven Feldstärke des dauermagnetischen Materials kleiner bleibt als 4.
Bei den üblichen dauermagnetischen Materialien (die außerdem gewöhnlich eine große Leitfähigkeit
aufweisen) ist das Verhältnis zwischen der remanenten Induktion Br und der koerzitiven Feldstärke bHq
z. B. gleich 12, so daß die Hystereseschleife, die rings um eine bestimmte Einstellung der Feldstärke und der
Induktion dieses Materials beschrieben wird, eine Neigung aufweisen wird, die erheblich kleiner ist als
das Verhältnis Br: bHc wodurch diese Hystereseschleife
eine ziemlich große Fläche aufweisen kann. Je niedriger jedoch dieses Verhältnis wird, um so mehr
muß diese Fläche zusammenschrumpfen, da die Neigung der Hystereseschleife sich dann immer mehr
dem erwähnten Verhältnis nähert. Bei einem Verhältnis, das kleiner ist als 4, erweisen sich im allgemeinen
die Hystereseverluste als praktisch vernachlässigbar. Dabei ergibt sich auch der Vorteil, daß der
magnetische Widerstand, den das Feld der Spulen 3 findet, in jeder Lage dieser Spulen praktisch gleich ist.
Ein dauermagnetisches Material, das diesen Bedingungen nahekommt, ist z. B. das unter dem Namen
»Vectolite« in den Verkehr gebrachte bekannte Material, das ein Verhältnis Br: bHc = 1,8, aber noch einen
verhältnismäßig niedrigen spezifischen Widerstand von 225 Ω aufweist.
Das gemäß der Erfindung für den angegebenen Zweck benutzte Material besitzt dagegen bei einem
Verhältnis Br = bHc von maximal = 4 einen spezifischen
ohmschen Widerstand von mehr als ίο5 Ω. Außerdem wird ein ziemlich großer Maximalwert von
B-H gefunden, wodurch das erforderliche Volumen an dauermagnetischem Material zum Erzeugen eines
gegebenen Feldes verhältnismäßig klein bleiben kann. Um die Stärke des erzeugten Magnetfeldes verändern
zu können, kann man zwei Magnetkörper nach Fig. 2, die aus den hochpermeablen Ringen 6
und 6' und den dauermagnetischen Körpern 7 und 8 bzw. 7' und 8' bestehen, hintereinander anordnen, wie
dies in Fig.3 dargestellt ist, wobei diese Körper gegeneinander um die Achse 10 verdrehbar sind. Die Ablenkung,
die der Elektronenstrahl dann erfährt, ist go annähernd durch die Vektorzusammensetzung der
von den Körpern 7 und 8 bzw. den Körpern 7' und 8' erzeugten Magnetfelder H bzw. H' bedingt und kann
somit in weiten Grenzen geändert werden.
Die Erfindung ist auch für die Bildeinstellung bzw. die Bildkorrektion bei einer Elektronenstrahlröhre
für Fernsehzwecke verwendbar, aber in diesem Fall ist die Notwendigkeit, die Ablenkspulen und die
dauermagnetischen Körper nahe beieinander anzuordnen, gewöhnlich nicht so zwingend.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Vorrichtung zur Erzeugung eines Zusatzmagnetfeldes bei einer Elektronenstrahlröhre mit mindestens einer Ablenkspule zur magnetischen Ablenkung des Elektronenbündels unter Zuhilfenahme eines oder mehrerer ringförmiger dauermagnetischer Körper, der bzw. die ein diametral gerichtetes Zusatzmagnetfeld erzeugt bzw. erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der in der Nähe der Ablenkspulen angeordneten Körper aus nahezu nichtleitenden, dauermagnetischen, im wesentlichen nichtkubischen Kristallen von Polyoxyden des Eisens und wenigstens eines der Metalle Barium, Strontium, Blei und gegebenenfalls Calcium, aber nicht Nickel oder Kobalt enthaltendem Material mit einem Verhältnis der remanenten Induktion Br zu der koerzitiven Feldstärke bHc maximal = 4 besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Körper aus dem erwähnten dauermagnetischen Material an einem für die Wirbelströme der Spulen nahezu nichtleitenden, ferromagnetischen Ring, z. B. aus Ferrit oder Eisenblech, diametral gegenüberliegend befestigt sind.3· Vorrichtung nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Strahlrichtung hintereinander angeordnete ringförmige Magnetkörper aus dem erwähnten dauermagnetischen Material vorgesehen sind, die gegeneinander drehbar angeordnet sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
ίο USA.-Patentschrift Nr. 2 544 898;schweizerische Patentschrift Nr. 185 511; französische Patentschrift Nr. 818 639 ; Archiv für Elektrotechnik, 1948, S. 260 bis 266;R. M. Bozorth, Ferromagnetism, 1951, S. 421; The Iron Age, Mai 1946, S. 66 und 68;Philips' Technische Rundschau, Dezember 1946, S. 353 und 357;Electronics, Dezember 1947, S. 189, und Januar 1948, S. 122/123;Denki Kagaku, 1937, Nr. 5, S. 411 bis 419;Soller, Starr und Valley, Cathode Ray Tube Displays, 1948, S. 414.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 109 5»8 6.61
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