DE975459C - Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders

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DE975459C
DE975459C DED16821A DED0016821A DE975459C DE 975459 C DE975459 C DE 975459C DE D16821 A DED16821 A DE D16821A DE D0016821 A DED0016821 A DE D0016821A DE 975459 C DE975459 C DE 975459C
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DE
Germany
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artificial leather
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dry
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Expired
Application number
DED16821A
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English (en)
Inventor
Walter Dr Greiner
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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Publication of DE975459C publication Critical patent/DE975459C/de
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/04Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06N3/06Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds with polyvinylchloride or its copolymerisation products
    • D06N3/08Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds with polyvinylchloride or its copolymerisation products with a finishing layer consisting of polyacrylates, polyamides or polyurethanes or polyester
    • DTEXTILES; PAPER
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Description

Es sind bereits Verfahren bekannt (z. B. die deutsche Patentschrift 619 128), kunstlederartige Stoffe dadurch herzustellen, daß man auf ein Fördermittel, z. B. auf eine Papierbahn oder eine polierte Metallfläche, eine weichmacherhaltige Polymerisatkunststoffmasse, wie z. B. Polyvinylchlorid, die dieser gegebenenfalls entsprechend präparierten Unterlage gegenüber ein geringes Haftungsvermögen besitzt, aufbringt, dieselbe sodann durch Erwärmung zur Verfilmung bringt, anschließend auf eine gegen die Rückseite der Belagmasse herangeführte Gewebebahn, auf der dieselbe gut haftet, aufpreßt und diese zum Schluß von der Unterlage abzieht.
Um Kunstleder, das sich durch eine besonders gute Geschmeidigkeit und Zügigkeit auszeichnet, herzustellen, liegt es nahe, dieses bekannte Verfahren dadurch abzuwandeln, daß man aus Wirkwaren bestehende Bahnen (Trikotgewirke) an Stelle der Gewebebahnen verwendet. Die auf diese Weise erzeugten kunstlederartigen Stoffe besitzen auch tatsächlich, namentlich wenn sie nur mit einer dünnen Kunststoffauflage beschichtet sind, die erwünschten vorteilhaften Eigenschaften eines weichen und zügigen Griffes, denen aber der Nachteil gegenübersteht, daß sie eine unangenehm feuchte, leicht zur Verschmutzung neigende Oberfläche besitzen.
Nun ist es bereits vorgeschlagen worden, derartigem weichmacherhaltigem Kunstleder dadurch einen trockenen schmutzabweisenden Griff zu verleihen, daß man dessen Oberfläche mit einem beispielsweise Polyacrylsäureester oder Polymethacryl-
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säureester enthaltendem Decklack versieht, der die Wanderung der den feuchten Griff verursachenden Weichmacher aus der Belagmasse bzw. auf deren Oberfläche zu verhindern vermag, und diesen Decklack durch einen nachträglichen Ausgelierungsprozeß bei erhöhten Temperaturen auf der Oberfläche der Belagmasse fest verankert. Falls man dieses Verfahren auf die oben beschriebenen Trikotkunstleder anwenden würde, bestände die Gefahr, ίο daß die Belagmassen infolge der während des- nachträglichen Ausgelierungsprozesses herrschenden hohen Temperaturen in das Innere der Trikotunterlagen einsinken oder diese sogar ganz durchdringen würde, wobei der mit der Verwendung von Trikotstoffen beabsichtigte Effekt, nämlich die Her-■stellung eines geschmeidigen und zügigen kunstlederartigen Materials, verlorenginge oder sich zumindest stark vermindern würde.
Durch die erfindungsmäßige Arbeitsweise kann dieser Nachteil vermieden werden. Sie besteht darin, daß man eine, gegebenenfalls !entsprechend präparierte Unterlage, die beispielsweise aus einer Papierbahn oder einer polierten Metallfolie besteht, die auch mit einer Prägung versehen sein kann, zunächst mit einem dünnen Überzug eines auf diese Unterlage schlecht haftenden Lackes versieht, der als Sperrschicht gegen die Wanderung der in den Belagmassen enthaltenen Weichmacher zu wirken vermag. Als wirksam haben sich hierfür Lacke erwiesen, die Polyacrylsäure- oder Polymethacrylsäureester, vorzugsweise P oly methyl methacrylat, als wirksame Substanz enthalten. Auf diese so vorbereiteten Unterlagen, 'die gegebenenfalls noch mit beliebigen Mustern bedruckt werden können, wird sodann einer oder mehrere Aufstriche der in der Kunstlederfabrikation üblichen Kunststoffpasten, beispielsweise solche, die neben den gebräuchlichen Weichmachern, Füllstoffen, Farbstoffen od. dgl. als wirksame Substanz Polyvinylchlorid !enthalten, aufgebracht. Dieser Aufstrich wird sodann in bekannter Weise durch Einwirkung von erhöhten Temperaturen verfilmt. ■ Nachdem schließlich gegebenenfalls noch ehe Klebeschicht aufgetragen worden ist, wird gegen die Rückseite dieser Belagmassen eine aus Wirkwaren bestehende Bahn herangeführt und aufgepreßt. Schließlich wird der kunstlederartige Trikotstoff von der aus Papier oder Metall bestehenden Unterlage abgezogen. Man erhält auf diese Weise eine kunstlederartigie Ware, die sich durch einen trockenen, schmutzabweisenden Griff und gleichzeitig durch eine sehr gute· Elastizität, Weichheit und Zügigkeit auszeichnet.
•Beispiel
Als Unterlage wird beispielsweise eine Papierbahn oder eine polierte Metallfolie benutzt. Auf diese Unterlage wird ein dünner Aufstrich eines auf der Unterlage nicht oder nur wenig haftenden Lackes aufgetragen, der als Sperrschicht gegen die Wanderung der in den Kunststoffen enthaltenden Weichmacher zu wirken vermag. Als geeignet haben sich für den erfindungsgemäßen Zweck Lacke erwiesen, die Polymethylmethacrylat als wirksame Substanz enthalten. Daneben können diese Lacke auch noch Farbstoffpigmente, Mattierungsmittel und bzw. oder aktive Füllstoffe, wie z. B. aktiven Ruß oder feinverteilte Metall- oder Metalloidoxyde, vorzugsweise solche, die durch therr mische Zersetzung der entsprechenden Halogenide bei Gegenwart von Oxydationsmitteln aus der Gasphase in der Form von Aerosolen gebildet und als Aerogele gewonnen worden sind, enthalten. Um die Haftung dieser Lacke auf der Unterlage nach Möglichkeit zu vermindern, können diese Unterlagen gegebenenfalls auch entsprechend, beispielsweise durch eine Vorbehandlung mit Silikonlacken präpariert werden. Die Unterlagen können ferner entweder vor oder nach dem Auftragen dieses Lackaufstriches mit einer Prägung versehen werden. Die auf die vorgeschilderte Weise vorbereiteten Unterlagen werden sodann mit einem oder mehreren Aufstrichen der in der Kunstlederindustrie gebräuchlichen Kunststoffpasten, die die üblichen Weichmacher u. dgl. enthalten können, versehen. Dieser Aufstrich wird anschließend durch kurzzeitige Einwirkung von erhöhten Temperaturen verfilmt. Nachdem schließlich gegebenenfalls noch ein Klebeaufstrich erfolgt ist, wird auf die Rückseite dieses Aufstriches eine Textilbahn, die vorzugsweise aus einer Wirkware besteht, aufgepreßt und mit dieser fest verbunden. Nach der Verfestigung aller dieser Schichten kann ein gegebenenfalls geprägter, kunstlederartiger Stoff Von der Unterlage abgezogen werden, der sich durch einen trockenen, schmutzabweisenden Griff und eine sehr gute Weichheit, Zügigkeit und Elastizität auszeichnet. Dieser kunstlederartige Stoff ist, besonders wenn der Kunststoffbelag nur dünn ist, sehr gut für die Herstellung von Bekleidungsstücken, besonders Unterwäsche, Babywäsche, Lumberjacks, Regenbekleidung, Handschuhen, Badekappen geeignet.
Das vorstehend geschilderte Verfahren kann sowohl im kontinuierlichen wie auch im diskontinuierlichen Betrieb durchgeführt werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders durch Aufbringen mehrerer Beschichtungen auf eine Unterlage, z. B. auf eine Papier- oder Metallfolie, Abdecken der letzten Schicht mit einem Gewebe und Abziehen des ganzen Schichtkörpers von der Folie, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage zunächst mit einem Lack, der als Bindemittel Polyacrylsäure- oder Polymethacrylsäureester enthält, überzogen wird, worauf mit einer in der Kunstlederindustrie gebräuchlichen Polymerisatkunstlederpaste, insbesondere mit einer- weichmacherhaltigen Polyvinylchloridpaste, ein oder mehrere Male beschichtet wird, worauf nach Gelatinierung bei höherer Temperatur der Textilträgerstoff, z. B. ein Gewebe oder ein Gewirke, aufgeklebt und anschließend von der Unterlage abgezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage zur Verminderung der Haftfähigkeit des Polyacrylsäure- oder PolymethacrylsäureesterfHms mit einem Aufstrich eines Silikonlackes versehen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lackaufstrich mit einer beliebigen Musterung bedruckt ist.
  4. 4. Verfaliren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung 10 von geprägten Unterlagen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Chemisches Zentralblatt, 1944, I, S. 143, Abs. 7; 15 schweizerische Patentschrift Nr. 256 913.
    ©609 616/454 8.56 (109 734/2 11.61)
DED16821A 1954-01-19 1954-01-20 Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders Expired DE975459C (de)

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DED16821A DE975459C (de) 1954-01-19 1954-01-20 Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders

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DE775597X 1954-01-19
DED16821A DE975459C (de) 1954-01-19 1954-01-20 Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders

Publications (1)

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DE975459C true DE975459C (de) 1961-11-30

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ID=25948081

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1188034B (de) * 1960-03-08 1965-03-04 Us Rubber Co Verfahren zur Herstellung eines biegsamen, lederartigen Schichtstoffes

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH256913A (fr) * 1940-07-19 1948-09-15 Sylvania Ind Corp Procédé de revêtement et support intermédiaire pour la mise en oeuvre dudit procédé.

Patent Citations (1)

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