DE976649C - Verfahren, das Orchideen der Gattung Cattleya durch Lichteinfluesse zum Bilden von Sprossen und zu deren weiterer Entwicklung anregt - Google Patents
Verfahren, das Orchideen der Gattung Cattleya durch Lichteinfluesse zum Bilden von Sprossen und zu deren weiterer Entwicklung anregtInfo
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- DE976649C DE976649C DEN7977A DEN0007977A DE976649C DE 976649 C DE976649 C DE 976649C DE N7977 A DEN7977 A DE N7977A DE N0007977 A DEN0007977 A DE N0007977A DE 976649 C DE976649 C DE 976649C
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G7/00—Botany in general
- A01G7/04—Electric or magnetic or acoustic treatment of plants for promoting growth
- A01G7/045—Electric or magnetic or acoustic treatment of plants for promoting growth with electric lighting
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Description
AUSGEGEBEN AM 23. JANUAR 1964
N7977IIIf45d
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das Orchideen der Gattung Cattleya durch Lichteinflüsse
zum Bilden von Sprossen und zu deren weiterer Entwicklung anregt.
Nach einem bekannten Vorschlag soll eine Cattleya dadurch zum zweimaligen Blühen pro Jahr
angeregt werden, daß sie einer ganznächtigen Belichtung in jeder zweiten Nacht ausgesetzt wird.
Diese Behandlungsart wirkt sich auf die so behandelte Pflanze schwächend aus und führt zur
Schädigung der Pflanzen.
Abweichend von dieser bekannten Behandlungsweise soll nach der Erfindung solch eine Pflanze
behandelt werden, die bereits entwickelte Jungsprosse aufweist, und zwar soll sie so lange einer
kontinuierlichen ganztägigen Belichtung ausgesetzt werden, bis die Jungsprosse Absterbeerscheinungen
zeigen, wonach die Pflanze während kürzerer Zeit pro Tag belichtet wird.
Diesem Vorschlag liegt die Erkenntnis zugründe, daß eine Pflanze als Folge einer kontinuierlichen
ganztägigen Belichtung, die der Pflanze unangenehm ist, als Reaktion hierauf um ihren Bestand
kämpft. Diese Belichtungsart bringt die Pflanze in einen Zustand besonderer Energieentwicklung
zur Erhaltung ihrer Art. Ihr Trieb geht
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dahin, die ihr verfügbare Kraft nicht an ungünstigen Stellen zur Auswirkung kommen zu lassen,
sondern einen Weg zu suchen, der es ihr ermöglicht, mit dieser Kraft ihr Leben weitgehend
zu verlängern. Deshalb läßt die Pflanze in Verfolg der kontinuierlichen ganztägigen Belichtung ihre
Jungsprosse absterben, um weniger anspruchsvolle, ganz junge und neue Sprosse zu bilden, die sich
jedoch erst entwickeln können, wenn die Dauer-ίο belichtung aufgehört hat und die Pflanze Belichtungsbedingungen
unterworfen wird, welche die Entwicklung der Sprosse fördern. Damit hat die Pflanze die Überlebechance aus den für sie ungünstigen
Belichtungsumständen so groß wie möglich gestaltet.
In Ausnutzung dieser Erkenntnisse wird bei dem erfindungsgemäß durchgeführten Verfahren
die kontinuierliche ganztägige Belichtung nur so lange fortgesetzt, bis die vorhandenen Jungsprosse
Absterbeerscheinungen zeigen, wonach die Pflanze während kürzerer Zeit pro Tag belichtet wird.
Unter der Wirkung der kontinuierlichen Belichtung empfängt die Cattleya eine zusätzliche Anregung
von Sprossen in größerer Anzahl, deren as weitere Entwicklung jedoch erst dann stattfindet,
wenn die Pflanze Belichtungsbedingungen unterworfen wird, welche die weitere Entwicklung der
Sprosse zu fördern vermögen. Werden Orchideen der Cattleya-Gattung dem gekennzeichneten Verfahren
unterworfen, dann ist es vorteilhaft, die Pflanze nach der Periode der kontinuierlichen Belichtung
Langtagbedingungen auszusetzen, d. h. der Pflanze mehr als 13 Stunden pro Tag Licht zuzuführen,
wodurch erreicht wird, daß die Pflanze eine größere Anzahl von Blüten hervorbringen
kann.
Versuche haben bewiesen, daß Jungsprosse, die infolge eines nicht durch das Verfahren nach der
Erfindung beeinflußten Wachstumsprozesses gebildet sind, etwa 6 bis 8 Wochen nach Einleiten
der kontinuierlichen Belichtung absterben. Wie festgestellt wurde, beginnt dann die Pflanze eine
verhältnismäßig große Anzahl von neuen Sprossen zu entwickeln, wenn sie nach Absterben der Jungsprosse
günstigen Belichtungsbedingungen, insbesondere der Langtagbelichtung, ausgesetzt wird.
Falls die Belichtung künstlich erzeugt wird, darf die Lichtintensität nicht zu niedrig sein. Vorteilhaft
ist eine Lichtintensität des künstlichen Lichtes der Tageslichtlampen z. B. von mehr als 10 000
Lux anzuwenden.
Bei kontinuierlicher Belichtung ist es- zum Erzielen
der Wirkung nach der Erfindung erforderlich, daß die Pflanze, wenigstens während einer bestimmten
Periode pro Tag, durch Kunstlicht bestrahlt wird. Dies kann auch bei den Langtagbedingungen
der Fall sein. Unter solchen Umständen ist es empfehlenswert, die Zusammensetzung
des Kunstlichtes der des Tageslichtes, wenigstens für den sichtbaren Teil des Spektrums, nahekommen
zu lassen. Dies ist z. B. durch Belichtung mittels Fluoreszenzröhreri des Tageslichttyps oder
des sogenannten weißen Typs unter Berücksichtigung der vorerwähnten Intensitätsbedingungen
durchführbar.
Ausführungsbeispiel
Eine etwa 8jährige Cattleya labiata anumulis wurde während 4 Monaten ununterbrochen einer
Langtagbehandlung unterworfen, wobei die Pflanze während 16 Stunden pro Tag ausschließlich Kunstlicht
von Fluoreszenzröhren des weißen Typs empfing. Während dieser Periode entwickelte die
Pflanze zwei junge Sprosse. Am Ende dieser 4 Monate wurde die Pflanze während anderthalb
Monaten 24 Stunden pro Tag belichtet. Die alten Blätter konnten sich wohl behaupten, die jungen
Sprosse jedoch nicht; sie wurden braun und starben ab.
Die Pflanze wurde darauf wieder den vorerwähnten Langtagbedingungen ausgesetzt. Innerhalb
vier Wochen bildete die Cattleya sechs neue Sprosse: zwei am Stengel alter Blätter und die vier
anderen am Fuße der abgestorbenen Sprosse; alle entwickelten sich zu dem für eine Cattleya kennzeichnenden
Blütenstand.
Die Lichtstärke für die Pflanzen betrug 10 000 Lux, die Temperatur schwankte zwischen
25 und 290 C.
Claims (2)
1. Verfahren, das Orchideen der Gattung Cattleya durch Lichteinflüsse zum Bilden von
Sprossen und zu deren weiterer Entwicklung anregt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Pflanze
mit bereits entwickelten Jungsprossen so lange einer kontinuierlichen ganztägigen Belichtung
ausgesetzt wird, bis die Jungsprosse Absterbeerscheinungen zeigen, und daß danach die
Pflanze während kürzerer Zeit pro Tag belichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pflanze nach der Periode der kontinuierlichen Belichtung Langtagbedingungen
ausgesetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Die Orchidee, 1952, Heft 1, S. 14 bis 18, und
Heft 2, S. 37 bis 40; »o
Biologisches Zentralblatt, Bd. 67, 1948, Heft 3/4 S. 105 bis 174;
Das Licht, Jg. 13, Heft 4/5 vom 20. 5. 1943,
S. 55 bis 61;
Philips' Technische Rundschau, 11. Jahrgang,
Nr. 2 (August 1949), S. 47 bis 53; 12. Jahrgang, Nr. ι (Juli 1950), S. ι bis 5; 13. Jahrgang, Nr. 12
(Juni 1952), S. 377 bis 383;
Gesamtbericht Weltkraftkonferenz, Teiltagung Wien 1938, S. 296 bis 316;
Light and Lighting, Jg. 43, Heft 9 (September 1950), S. 345 bis 353.
©309 795/8 1.64
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL976649X | 1952-11-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976649C true DE976649C (de) | 1964-01-23 |
Family
ID=19866372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN7977A Expired DE976649C (de) | 1952-11-08 | 1953-11-06 | Verfahren, das Orchideen der Gattung Cattleya durch Lichteinfluesse zum Bilden von Sprossen und zu deren weiterer Entwicklung anregt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976649C (de) |
-
1953
- 1953-11-06 DE DEN7977A patent/DE976649C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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