DE977308C - Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Estern leicht fluechtiger Alkohole - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Estern leicht fluechtiger AlkoholeInfo
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Description
Die Umesterung von Estern leicht flüchtiger Alkohole mit einem schwerer flüchtigen Alkohol ist
eine Gleichgewichtsreaktion.
Es ist bekannt, das Gleichgewicht dadurch in Richtung auf eine verstärkte Bildung des neuen
Esters zu verschieben, daß man den leichter flüchtigen Alkohol aus dem Reaktionssystem entfernt,
z. B. durch Verdampfen, gegebenenfalls unter Verwendung eines Schleppmittels. Die Anwendung
dieser Maßnahme im kontinuierlichen Verfahren ist jedoch nur bis zu einem gewissen Grade möglich,
da dann, wenn nur noch wenig von dem leichter flüchtigen Alkohol im Reaktionssystem vorhanden
ist, der Dampfdruck dieses Alkohols über dem System sehr niedrig ist.
Es ist weiter bekannt, die praktisch vollständige Umesterungsreaktion im kontinuierlichen Verfahren
dadurch zu erzwingen, daß man den höher siedenden Alkohol im Überschuß über die stöchiometrisch
erforderliche Menge gemeinsam mit oder ao getrennt von dem Ausgangsester in die Reaktionszone einführt. Diese Arbeitsweise hat aber den
Nachteil, daß man große Materialmengen, nämlich den nicht umgesetzten Teil des höher siedenden Alkohols
durch das ganze Reakti ons sy stern schleppen as
und gemeinsam mit dem neuen Ester aus der Re-
509 714/1
aktionszone entfernen muß. Außerdem wird die Wärmeökonomie dieses Verfahrens unter anderem
dadurch ungünstig beeinflußt, daß man den überschüssigen Teil des höher siedenden Alkohols auf
die Verfahrenstemperatur erwärmen muß.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Estern leicht
flüchtiger Alkohole, insbesondere von Dimethylterephthalat, mit einem im Überschuß angewandten
ίο Alkohol, der schwerer flüchtig als die erstgenannten Alkohole ist, insbesondere Äthylenglykol, unter
Erhitzen und Entfernen des frei werdenden, niedriger siedenden Alkohols in einer Trennböden aufweisenden
Kolonne, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß man die Reaktionspartner in praktisch äquivalenten Mengen kontinuierlich in den auf Umesterungstemperatur
befindlichen und als Umesterungszone wirkenden Kolonnenabschnitt einführt, in dem
konstant ein Molverhältnis des freien, schwerer flüchtigen Alkohols zu den Estersäureresten von 3
bis 10 : ι aufrechterhalten wird, den frei werdenden,
leichter flüchtigen Alkohol in einer unmittelbar über der Umesterungszone gelegenen Destillationszone
abdestilliert, den überschüssigen, schwerer flüchtigen Alkohol in einer unmittelbar unterhalb
der Umesterungszone gelegenen Fraktionierzone mittels einer am Kolonnenboden angebrachten
Heizvorrichtung aus dem Gemisch mit dem Reaktionsprodukt kontinuierlich so in die Umesterungszone
zurückdestilliert, daß der angegebene Überschuß an dem schwerer flüchtigen Alkohol in der
Umesterungszone erhalten bleibt und das als Rückstand hinterbleibende Umesterungsprodukt kontinuierlich
vom "Boden der unteren Fraktionierzone abzieht.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß man den Überschuß des höher siedenden
Alkohols nicht durch das Verfahren mitschleppen muß, sondern den Überschuß nur in der Kolonne
aufrechterhält. Demgemäß braucht auch nur einmal, nämlich beim Anfahren der Kolonne, der
Überschuß des schwerer flüchtigen Alkohols auf die Verfahrenstemperatur erhitzt zu werden. Während
des Verfahrens dagegen braucht man den Überschuß an schwerer flüchtigem Alkohol nur auf der
Verfahrenstemperatur zu halten.
Das angegebene Molverhältnis in der Umesterungszone stellt man her, indem man entweder die
entsprechende Menge des schwerer flüchtigen Alkohols vor Beginn der Reaktion in die Umesterungszone
gibt oder zu Beginn der Reaktion den schwerer flüchtigen Alkohol in der Umesterungszone
zurückhält, bis das angegebene Molverhältnis erreicht ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend an der Umesterung von Dimethylterephthalat
mit Äthylenglykol an Hand der Zeichnung beschrieben. Das Verhältnis von freiem Äthylenglykol
zu den Terephthalsäureresten im Rücklauf wird als das Verhältnis des Mol freien Äthylenglykols
zu der Anzahl Mol der insgesamt vorhandenen Terephthalsäurereste in dem Ablauf eines
gegebenen Bodens definiert, gleichgültig, ob die Terephthalsäurereste in Form von Dimethylterephthalat,
Bis-/?-hydroxyäthyl-terephthalat, seinen niedrigmolekularen Polymeren oder den gemischten
Methyl- und Hydroxyäthylestern vorliegen.
Gemäß der Zeichnung werden die Reaktionsteilnehmer in gesonderten Strömen durch die Rohrleitungen
ι und 2 herangeführt, auf die Temperatur des flüssigen Gemisches auf dem Beschickungsboden 3 vorerhitzt und dem oberen Teil der
Glockenbodenkolonne 4 zugeführt. Oberhalb des Beschickungsbodens arbeitet die Kolonne hauptsächlich
als Rektifizierteil und unterhalb desselben als Umesterung und Rektifizierteil, wobei der obere
Teil der Kolonne merklich weniger Böden als der untere Teil enthält. Äthylenglykol und Dimethylterephthalat
brauchen nicht dem gleichen Boden zugeführt zu werden; in manchen Fällen kann es
sich empfehlen, das Äthylenglykol einem Boden oberhalb des Dimethylterephthalatbeschickungsbodens
3 zuzuführen. Das Äthylenglykol kann der Kolonne in kaltem Zustand zugeführt werden, d. h.
bei Raumtemperatur oder darüber, aber aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und für einen optimalen
Betrieb der Kolonne empfiehlt es sich, seine Temperatur etwa der Temperatur des Beschickungsbodens
zu nähern. Entsprechend kann die Temperatur der Dimethylterephthalatbeschickung jeden
beliebigen Wert oberhalb ihres Schmelzpunktes, z. B. zwischen 145 und 1750 C, haben; aber hier ist
es ebenfalls aus den oben angegebenen Gründen zweckmäßig, die Temperatur etwa wie diejenige
des Beschickungsbodens zu wählen. Das Verhältnis von Äthylenglykol zu Dimethylterephthalat in der
Beschickung der Kolonne 3,5 ist etwa äquimolar.
Über der Kolonne ist ein Partialkondensator. 5 angeordnet, um die Temperatur der über Kopf abziehenden,
in den Kühler 6 strömenden Dämpfe regulieren zu können. Aus Kühler 6 strömt die an
Methylalkohol angereicherte Flüssigkeit in geeignete Vorlagen, um in anderen Verfahren weiterverwendet
oder nach Wunsch weitergereinigt zu werden.
Bevor man die Reaktion in der Kolonne einleitet, wird diese z. B. mit Äthylenglykol in einer solchen
Menge vorgefüllt, daß das gewünschte Verhältnis von freiem Äthylenglykol zu Terephthalsäureresten
entsteht. Die Verweilzeit in der Kolonne wird durch Regulierung des gesamten Flüssigkeitsvolumens
auf allen Böden, der Beschickungsgeschwindigkeit der Reaktionsteilnehmer und dem Molverhältnis
von Rücklauf zu Produkt so bemessen, daß die Reaktionsteilnehmer in einem Minimum an
Zeit in der Kolonne in Reaktion treten und an der Mündung des Abflusses 7 das gewünschte Bisß-hydroxyäthyl-terephthalat
bilden. Gewöhnlich ist diese Zeit nicht länger als 4 Stunden und nicht viel kürzer als V2 Stunde. Falls wegen ihrer sonstigen
Eigenschaften besonders langsam arbeitende Katalysatoren verwendet werden, kann dieser Zeitraum
etwas länger als 4 Stunden sein, aber vorzugsweise liegt die Zeit, welche jeder einzelne Terephthal-
säurerest in der Säule verweilt, im Durchschnitt unter 3 Stunden. Der Heizspule 8 des Verdampfers
9 wird ein Wärmeübertrager zugeführt, wie p-Cymol oder das »Dowtherm« genannte Gemisch
von Diphenyl und Diphenyloxyd, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß in dem Rücklauf
der Kolonne ein Molverhältnis von freiem Äthylenglykol zu Terephthalsäureresten im Bereich
von 3 bis 10, vorteilhaft 4 bis 7, aufrechterhalten wird. Die bevorzugten Arbeitsbedingungen bei
Atmosphärendruck sind ferner durch Temperaturen von 205 bis 275 ° C, vorteilhaft unterhalb 2400 C,
z. B. 2300 C, im Verdampfer gekennzeichnet, während
die Temperatur auf dem Boden oberhalb des Verdampfers 190 bis 2150 C, vorteilhaft 2020 C, auf
dem Beschickungsboden 140 bis 2000 C, vorteilhaft
1750C, und in der über Kopf wegführenden Dampfleitung
64,5 bis 8o° C, vorteilhaft 700 C, beträgt.
Es ist zweckmäßig, bei Unterdruck zu arbeiten, da diese Temperaturen dann in einem niedrigeren Bereich
liegen.
' Ob das Endprodukt vorwiegend aus Bis-yS-hydroxyäthyl-terephthalat
besteht oder größere Mengen des Dinieren, Trimeren und/oder Tetrameren enthält, kann man durch Temperaturen, Druck und
das Molverhältnis von Dimethylterephthalat zu Äthylenglykol bestimmen an derjenigen Stelle, an
der das Produkt abgezogen wird. Eine Temperaturerhöhung oder eine Druckverminderung führen zu
einem Ansteigen des Oligomeren-Anteils.
Die Anlage bestand aus einem aus zwölf Glockenboden bestehenden ummantelten Kolonnenteil von
einer Höhe von 1,3 m, einem Innendurchmesser von 30,5 cm und einem Bodenabstand von 9 cm.
Dieser Kolonnenteil wurde auf einem Verdampfer angeordnet, der aus einem Doppelmantelkessel von
35,5 cm Höhe mit einer flachen Heizschlange bestand. Auf der Glockenbodenkolonne war eine isolierte
Füllkörperkolonne angeordnet, deren Innendurchmesser 15,2 cm und deren Höhe 1 m betrug.
Dieser Raum wurde mit Raschigringen aus rostfreiem Stahl von der Größe 12,7· 12,7-0,78 mm ge-
füllt. Die Dämpfe aus dem Füllkörperteil der Kolonne strömten in einen Partialkondensator und von
dort in einen Gesamtkondensator. Die Dampftemperatur am Ausgangsende des Partialkondensators
wurde auf 700 C gehalten. Das Kondensat aus dem Gesamtkondensator strömte in einen
Sammelbehälter. Die ganze Anlage war aus rostfreiem Stahl gefertigt.
Zur Inbetriebnahme wurde der Glockenbodenteil mit ausreichend Äthylenglykol vorgefüllt, um das
gewünschte konstante Verhältnis von freiem Äthylenglykol zu Terephthalsäureresten im Rücklauf
des Kolonnenteils unterhalb der Zuführungsstelle der Beschickung und oberhalb des Verdampfers
zu erhalten. Geschmolzenes Dimethylterephthalat wurde mit einer Temperatur von 1500 C dem obersten
Boden des Glockenbodenteils mit einer Geschwindigkeit von 12,11 kg/h zugeführt. Entsprechend
wurde diesem Boden mit einer Geschwindigkeit von 8,16 kg/h das Äthylenglykol mit
gleicher Temperatur zugeführt, welches den Katalysator für die Reaktion enthielt. Dieser Katalysator
bestand aus 0,035% Zinkacetat, 0,005 % Lithiumhydrid und 0,03 % Antimonoxyd, Sb2O3 (angegeben
in Gewichtsprozent des Dimethylterephthalates). Der Doppelmantel des Glockenbodenteils der Kolonne
wurde mit p-Cymol-Dampf von 1900 C beschickt.
Die Geschwindigkeit, mit welcher das Monomere aus dem Verdampfer zusammen mit überschüssigem Äthylenglykol abgezogen wurde,
betrug 16,28 kg/h. Die Temperatur des Monomeren im Verdampfer wurde auf 2300 C und der »Dowtherm
«heizdampf in der Heizschlange sowie im Doppelmantel des Verdampfers wurde auf 2650C
gehalten.
Wenn man in dieser Weise arbeitete, aber in dem Rücklauf in dem zwischen Zuführungsstelle der
Beschickung und Verdampfer gelegenen Kolonnenteil das Verhältnis von freiem Äthylenglykol zu
Terephthalsäureresten unterhalb 3 hielt, wurde eine schlechte Umwandlung von Dimethylterephthalat
in Monomeres erzielt, während oberhalb 3 eine ausgezeichnete Umwandlung erfolgte, wie aus der
nachfolgenden Tabelle hervorgeht.
Durchschnittliches Verhältnis *)
in dem Kolonnenteil
zwischen Verdampfer
und Zuführungsstelle der Beschickung
Boden unterhalb des Beschickungsbodens Umwandlung
Verhältnis *)
Zweiter Boden
über dem Verdampfer
über dem Verdampfer
Verhältnis *)
Umwandlung
»/0**)
»/0**)
Aus dem Verdampfer
abgezogenes Produkt
Umwandlung
0/0**)
2,4
4,6
4,6
2,1 4,3
58 58 2,9
4.8
78
90
90
94.3
99,2
99,2
*) Molverhältnis von freiem Äthylenglykol zu Terephthalsäureresten
*; JYLoiverhaltnis von rreiem Athylenglykol zu 1 erepntnaisaureresten
**) Umwandlung von Dimethylterephthalat in Bis-^-hydroxyäthylterephthalat oder seine Polymeren von niedrigem Polymerisationsgrad,
in %
Es empfiehlt sich, die Reaktionsgeschwindigkeit durch Zusatz eines Katalysators zu erhöhen. Zweckmäßig
setzt man diesen Katalysator einem der Beschickungsströme zu, entweder dem Äthylenglykol
oder dem Dimethylterephthalat, je nach der Löslichkeit oder der Dispergierbarkeit des Katalysators in
einem dieser Ströme. Als Katalysator kann man Bleioxyd, Natriumalkoholat, metallisches Kalium
oder Beryllium oder einen der anderen in der USA.-Patentschrift 2465319 genannten Kataly-
satoren verwenden. Besonders wirksam ist eine Kombination von Lithiumhydrid, Zinkacetat und
Antimonoxyd.
Durch Verwendung der beschriebenen Anlage und Methode gewinnt man ein Produkt, welches im
wesentlichen kein nicht in Reaktion getretenes Dimethylterephthalat mehr enthält (weniger als ι Gewichtsprozent,
gewöhnlich weniger als 0,25 °/o) und infolgedessen ganz besonders wertvoll für die PoIymerisation
zu faden- und filmbildendem PoIyäthylenterephthalat ist, die nach einem der an sich
bekannten Verfahren erfolgt, wie sie beispielsweise in den USA.-Patentschriften 2465 319 und 2534 028
beschrieben sind.
1^ Beispiel 2
12,43 kg/h Äthyllaurat und 6,85 kg/h Benzylalkohol werden in die in Beispiel 1 beschriebene
Anlage eingeleitet. Als Katalysator wird Bleioxyd in einer Menge von 0,015 Molprozent, bezogen auf
Äthyllaurat, verwendet. Das Molverhältnis von freiem Benzylalkohol zu Laurinsäureresten wird in
der gesamten Kolonne auf einem Durchschnittswert von 5,2 (Minimum 4,9) gehalten, und Äthylalkohol
wird aus dem Partialkondensator bei einer Dampftemperatur von etwa 850C abgezogen. Benzyllaurat
wird zusammen mit überschüssigem Benzylalkohol aus dem Verdampfer mit einer Geschwindigkeit
von 16,78 kg/h abgezogen. Das Reaktionsprodukt enthält weniger als 1% Äthyllaurat.
14,06 kg/h Diäthylsebacat und 7,16 kg/h Äthylenglykol
werden in die in Beispiel 1 beschriebene Anlage eingeleitet. Der Katalysator ist der gleiche wie
im Beispiel 1. Das Molverhältnis von freiem Äthylenglykol zu Sebacinsäureresten wird in der gesamten
Kolonne auf einem Durchschnittswert von 4,8 (Minimum 4,4) gehalten und Äthylalkohol aus
dem Partialkondensator bei einer Dampf temperatur von etwa 850C abgezogen. Bis-(/?-hydroxyäthyl)-sebacat,
welches überschüssiges Glykol enthält, wird mit einer Geschwindigkeit von 16,24 kg/h abgezogen.
Der Umwandlungsgrad ist höher als 99 %.
In die im Beispiel 1 beschriebene Anlage werden 9,25 kg/h Methylbenzoat und 10,03 kg/h Octylalkohol
eingeleitet. Der Katalysator ist der gleiche wie im Beispiel 1. Das Mol verhältnis von freiem
Octylalkohol zu Benzoesäureresten wird in der gesamten Kolonne auf durchschnittlich 6 gehalten
(Minimum 5,5). Methylalkohol wird aus dem Partialkondensator bei einer Dampftemperatur von
etwa 710C abgezogen. Octylbenzoat, welches überschüssigen
Octylalkohol enthält, wird mit einer Geschwindigkeit von 15,93 kg/h abgezogen. Das
Produkt enthält weniger als 1 % Methylbenzoat.
Claims (2)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Estern leicht flüchtiger Alkohole, insbesondere
von Dimethylterephthalat, mit einem im Überschuß angewandten Alkohol, der schwerer
flüchtig als die erstgenannten Alkohole ist, insbesondere Äthylenglykol, unter Erhitzen und
Entfernen des frei werdenden, niedriger siedenden Alkohols in einer Trennböden aufweisenden
Kolonne, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Reaktionspartner in praktisch äquivalenten Mengen kontinuierlich in den auf Umesterungstemperatur
befindlichen und als Umesterungszone wirkenden Kolonnenabschnitt einführt, in dem konstant ein Molverhältnis des freien,
schwerer flüchtigen Alkohols zu den Estersäureresten von 3 bis 10 : ι aufrechterhalten wird,
den frei werdenden, leichter flüchtigen Alkohol in einer unmittelbar über der Umesterungszone
gelegenen Destillationszone abdestilliert, den überschüssigen, schwerer flüchtigen Alkohol in
einer unmittelbar unterhalb der Umesterungszone gelegenen Fraktionierzone mittels einer
am Kolonnenboden angebrachten Heizvorrichtung aus dem Gemisch mit dem Reaktionsprodukt
kontinuierlich so in die Umesterungszone zurückdestilliert, daß der angegebene Überschuß
an dem schwerer flüchtigen Alkohol in der Umesterungszone erhalten bleibt, und das als
Rückstand hinterbleibende Umesterungsprodukt kontinuierlich vom Boden der unteren Fraktionierzone
abzieht.
2. Verwendung einer Vorrichtung, bestehend aus einer Glockenbodenkolonne (4), die durch
einen mit Vorerhitzer ausgerüsteten Beschikkungsboden (3) in eine untere Reaktions- und
Rektifizierzone und eine obere Rektifizierzone unterteilt ist, wobei die obere Zone zweckmäßig
weniger Böden als die untere enthält, einem über der oberen Zone angeordneten, aus Partialkondensator
(5) und Kühler (6) bestehenden Kühlsystem sowie einem im Fußteil der unteren Kolonne angeordneten Verdampfer (9) und Abfluß
(7), zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 862 947, 862 886, 878348;
Deutsche Patentschriften Nr. 862 947, 862 886, 878348;
USA.-Patentschrift Nr. 2465 319.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 550/483 7.56 (509 714/1 11.65)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US977308XA | 1952-11-26 | 1952-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE977308C true DE977308C (de) | 1965-12-02 |
Family
ID=22264839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP10888A Expired DE977308C (de) | 1952-11-26 | 1953-11-26 | Verfahren zur kontinuierlichen Umesterung von Estern leicht fluechtiger Alkohole |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE977308C (de) |
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1953
- 1953-11-26 DE DEP10888A patent/DE977308C/de not_active Expired
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