DE977588C - Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen - Google Patents
Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische MessschleifenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 18. MAI 1967
A 21923 Xl 16$ e
für Verteidigung, Bonn
Verschiedentlich ist die Aufgabe gestellt worden, Einrichtungen zu schaffen, mit denen das Eindringen
von Fahrzeugen in bestimmte entfernte oder nicht zugängliche Gebiete erkannt werden kann.
Man möchte Kraftfahrzeuge, im besonderen Panzer, oder Seefahrzeuge, im besonderen U-Boote,
meßtechnisch erfassen, wenn sie eine bestimmte Linie durchlaufen.
Für Überwachungszwecke an Land sind Lichtsperren bekanntgeworden, die jedoch nur für kürzere
Strecken anwendbar sind. Für die Überwachung von Seegebieten werden am Meeresgrunde
ausgelegte Horchanlagen verwendet, die jedoch keine ausreichende Sicherheit bieten, da sehr langsam
laufende und damit leise Schiffe nicht wahrgenommen werden, insbesondere, wenn gleichzeitig andere
Geräuschquellen im Hörbereich sind. Daneben sind mit Wasserschallimpulsen arbeitende Horizontallotgeräte
vorgeschlagen worden, bei denen ebenfalls die sichere Erfassung eines passierenden Schiffes
in Frage gestellt ist, z. B. wenn das Medium durch das Kielwasser eines größeren Fahrzeuges gestört
ist. Für Land und See sind ferner Geräte mit elektromagnetischer Arbeitsweise vorgeschlagen worden;
hierbei sollte die Änderung der Selbstinduktivität einer Leiterschleife durch die Annäherung
der Eisenmasse eines Fahrzeuges gemessen werden. Das Verfahren ist praktisch nicht verwirklicht wor-
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den, weil verschiedene Störeffekte in der Größenordnung des Meßeffektes vorlagen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es bestimmter Kunstgriffe bedarf, wenn man die
Änderung der magnetischen Leitfähigkeit des Mediums meßtechnisch für eine sichere und über dem
Störpegel liegende Anzeige ausnutzen will. Erfindungsgemäß· wird nicht die Änderung der Selbstinduktivität
einer Schleife gemessen, sondern die ίο Änderung einer von einer längs der Überwachungslinie ausgelegten wechselstromdurchflossenen Primär-
oder Sendeschleife in einer lose damit gekoppelten Sekundär- oder Empfangsschleife induzierten
Spannung, die wächst, wenn die Kopplung der Schleifen durch Annäherung einer Eisenmasse vergrößert
wird, unter Umständen aber auch durch Verzerrung des Sendefeldes abnehmen kann. Der
Vorteil liegt auf der Hand; durch Wahl der Stärke, der Frequenz und gegebenenfalls der Modulation
ao des der Sendeschleife zugeführten Stromes wird in der Empfangsschleife eine Spannung induziert, die
von Störspannungen unterschieden werden kann. Durch ein derartiges »Aktivverfahren« kann ferner
das magnetische Erdfeld in seinen Wirkungen ausgeschaltet und ein Magneteigenschutz des Fahrzeuges
unwirksam gemacht werden.
Die Sendeschleife erhält zweckmäßig die Form eines langgestreckten, auf der Überwachungslinie
liegenden Rechtecks, doch kann auch nur ein Kabel mit einer Rückleitung durch Erde verwendet werden.
Bei Verwendung nur einer Empfangsschleife wird diese parallel zur Sendeschleife ausgelegt, aber
so, daß sie verhältnismäßig lose damit gekoppelt ist. Eine bessere Ansprechempfindlichkeit erhält
man durch Aneinanderreihung einer größeren Zahl kleinerer, etwa quadratischer Empfangsschleifen in
Ketten- oder Leiterform, die an ihren Außenseiten mit der Sendeschleife sich deckend verlegt werden
können. Wegen des Flächenunterschiedes der Sendeschleife und der einzelnen Empfangsschleifen ist
auch in diesem Fall die Kopplung lose, und bei gleicher Größe aller Empfangsschleifen wird in allen
die gleiche Leerlaufspannung induziert. Mit einem Schleifensystem dieser Art kann zusätzlich festgestellt
werden, an welcher Stelle die Überwachungslinie überfahren wird.
Da es nur darauf ankommt, Änderungen der in den Empfangsschleifen induzierten Spannungen
festzustellen, wird die Leerlaufspannung der Empfangsschleifen durch eine zweite, ebenfalls induktiv
von dem Strom der Sendeschleife abgeleitete, entgegengesetzt in Reihe geschaltete Spannung kompensiert
und die Differenz zur Anzeige benutzt. Die beiden gegeneinandergeschalteten Spannungen
ändern sich bei Schwankungen des Sendestromes in gleichem Maße, so daß hierdurch keine Anzeige
vorgetäuscht werden kann.
Um möglicherweise durch Schwankungen des Erdfeldes verursachte Störungen auszuschalten, ist
es besonders vorteilhaft, die Kompensation der Leerlauf spannung durch Gegen einanderschaltung je
zweier im Feld der Sendeschleife liegender Empfangsschleifen zu bewirken. Auch kann hierdurch
bei geeigneter Lage der Schleifen eine vergrößerte Empfindlichkeit der Anordnung erhalten werden,
wenn nämlich beim Passieren eines Fahrzeuges eine Zunahme der induzierten Spannung in einer der
Schleifen des Paares von einer Abnahme dieser Spannung in der anderen begleitet ist.
Ein einfaches kompensiertes Schleifensystem kann z. B. aus einer verhältnismäßig breiten Sendeschleife
bestehen, parallel zu deren Längsseiten, beiderseits in einigem Abstand von der Sendeschleife,
schmalere gegeneinandergeschaltete Empfangsschleifen liegen.
Bei dem schon erwähnten Schleifensystem in Leiterform
können ebenfalls je zwei Empfangsschleifen gegeneinandergeschaltet werden. Da jedoch bei
einem solchen System Gefahr besteht, daß ein Fahrzeug auf der Grenzlinie zweier benachbarter Schlei- -80
fen passiert, wobei beide Schleifen in gleicher Weise beeinflußt und die Änderungen der induzierten
Spannung sich aufheben würden, sind hierbei nur nicht unmittelbar benachbarte Schleifen, z. B.
durch eine dazwischenliegende Empfangsschleife getrennte Schleifen,, zusammenzuschalten.
Die angegebene Zusammenschaltung je zweier Schleifen verringert die Genauigkeit bei der Feststellung
der Passierstelle. Um dieses zu vermeiden, kann man z. B. sämtliche Empfangsschleifen in der
gleichen Reihenfolge, in der sie liegen, mit abwechselnder Polung in Reihe schalten und der Reihe
nach je zwei benachbarte Schleifen unter Fortschreiten um jedesmal nur eine Schleife auf das
Auftreten einer Wirkspaunung prüfen.
Weiter kann man auch eine an einer voraussichtlich wenig befahrenen Stelle liegende Schleife als
gemeinsame Kompensationsschleife für alle anderen Empfangsschleifen vorsehen.
In der Praxis ist eine vollkommene geometrische Gleicheit der Empfangsschleifen nicht erreichbar.
Deshalb kann eine Restkompensation vorgenommen werden, z. B. mit Spannungen, die über Spulenvariometer
dem Stromkreis der Sendeschleife entnommen werden. Die Abgleichung der Leerlaufspannungen
der Empfangsschleifen kann auch mit Hilfe von Potentiometern, die einen beliebigen
Bruchteil der Leerlaufspannung abzugreifen gestatten, erfolgen.
Unter Verwendung üblicher technischer Mittel no
gibt es viele Möglichkeiten, in einer Anlage nach der Erfindung entstehende Wirkspannungen zur
Anzeige zu bringen. Beispielsweise kann man eine Meßstelle oder Meßzentrale vorsehen, von der aus
die Sendeschleife mit Strom versorgt wird und in die sämtliche Zuleitungen der Empfangsschleifenpaare
geführt werden. Für jedes Empfangsschleifenpaar wird die Restkompensation und Verstärkung
gesondert durchgeführt und ebenfalls für jedes Empfangsschleifenpaar eine gesonderte Anzeige iao
vorgenommen.
Bei einer anderen Ausführung der Anlage, wobei davon ausgegangen wird, daß eine sehr lange Sendeschleife
mit vielen Empfangsschleifen zur Anwendung kommen soll, werden die Anschlüsse der Empfangsschleifenpaare
mit den in Reihe geschalteten
Kompensationsgliedern nacheinander in schneller Folge abgetastet. Da jedes Überlaufen eines Fahrzeuges
mit Sicherheit angezeigt werden soll, ist die Abtastgeschwindigkeit entsprechend der Zeitdauer
des Überlaufs so zu wählen, daß innerhalb dieser Zeit alle Empfangsschleifenpaare mindestens einmal
abgetastet werden.
Für den Fall, daß auch die Stelle, an der die Überwachungslinie überfahren wird, angezeigt werden
soll, werden die abgetasteten Spannungen auf einzelne Anzeigeelemente geschaltet, wobei die Abtastung
und die Aufschaltung synchron erfolgt und jedem Empfangsschleifenpaar ein bzw. zwei Anzeigeelemente
zugeordnet sind. Die Anzeigeelemente sind in einem Lampen- oder Klappentableau zusammengefaßt,
das maßstabsgetreu einen Ausschnitt aus einer Land- oder Seekarte darstellen kann, wobei
die Anordnung der Anzeigeelemente die gleiche ist wie die der Schleifen. Bei Gegeneinanderschaltung
je zweier Empfangsschleifen sind für diese auch zwei Anzeigeelemente in entsprechender Lage
vorzusehen, die allerdings stets gleichzeitig ansprechen, aber doch die ungefähre Passierstelle anzeigen.
In manchen Fällen ist es von Wichtigkeit, die Passierrichtung des Fahrzeuges mitzuerfassen. Man
möchte beispielsweise erkennen, ob ein die Überwachungslinie passierendes U-Boot in einen Hafen
einläuft oder aus diesem ausläuft. Diese erweiterte Aufgabestellung wird nach der Erfindung dadurch
erfüllt, daß zwei getrennte Schleifensysteme in größerem Abstand und parallel zueinander ausgelegt
werden. Die Passierrichtung wird erkannt aus der Reihenfolge der nacheinander auf den beiden Überwachungslinien
erhaltenen Anzeigen. Bei Ausfall eines Schleifensystems bildet das andere eine Reserve, ohne daß dann allerdings die Passierrichtung
erkannt werden kann. Parallel zu einer optischen Anzeige kann ein akustisches Signal ausgelöst
+0 oder die Störung von einem Schreiber aufgezeichnet werden. Vorzugsweise ist daran gedacht, den
Schreiber erst bei Vorliegen einer Anzeige selbsttätig in Gang zu setzen unter Aufschaltung auf die
effektgebende Empfangsschleife bzw. -schleifenpaar und ihn stillzusetzen, nachdem er auch den Überlauf
des Fahrzeuges über das zweite Schleifensystem aufgeschrieben hat, wobei er auf die dabei effektgebende
Empfangsschleife umgeschaltet wurde.
Aus dem Abstand der beiden Aufzeichnungen und unter Berücksichtigung der vom Tableau angezeigten
Durchgangsstellen wird die Passiergeschwindigkeit des Fahrzeuges ermittelt. Aus der
Amplitude der Aufzeichnungen kann auf die Fahrzeuggröße geschlossen werden.
Im folgenden werden einige zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignete Anordnungen
beispielsweise beschrieben. Es zeigt Abb. ι ein Schleifensystem in Form einer Leiter,
Abb. 2 eine Darstellung der Flußverteilung für die Sendeschleife und der in den Empfangsschleifen
induzierten Spannungen in Kurvenform für den Fall, daß sich ein Schiff über dem Schleifensystem
befindet,
Abb. 3 einen Querschnitt durch ein Schleifensystem mit einem darüber befindlichen Schiff und
Kraftliniendarstellung des magnetischen Feldes der Sendeschleife,
Abb. 4 eine Anordnung zweier paralleler Schleifensysteme
in Leiterform zur Überwachung eines Meeresarmes,
Abb. 5 die elektrische Ausrüstung einer dazugehörigen Landstation,
Abb. 6 eine andere Ausführungsart der elektrischen Einrichtung der Landstation,
Abb. 7 eine besondere Ausbildung des Schleifensystems und des Anzeigeverfahrens.
Abb. ι zeigt eine nur zum Teil dargestellte Sendeschleife 1 in Form eines langgestreckten
Rechtecks, die auf dem Meeresgrunde liegt und über ein Kabel 2 mit Wechselstrom gespeist wird.
Die Breite dieser Schleife ist ungefähr von der Größenordnung der Wassertiefe. In der Fläche der
Sendeschleife 1 liegen etwa zwanzig kleinere, ebenfalls rechteckige, aneinander anschließende Empfangsschleifen
3, die über Kabel 4 mit der Landstation verbunden sind. Das ganze Schleifensystem
hat Ähnlichkeit mit dem Bild einer Leiter. Bei 5 ist ein über das Schleifensystem fahrendes Schiff
angedeutet.
In Abb. 2 entspricht die Achse 6 der Längsausdehnung der Sendeschleife im gleichen Maßstab wie
in Abb. 1. Der Verlauf der Größe des auf die Längeneinheit entfallenden, von der Sendeschleife erzeugten,
magnetischen Flusses ist durch die Kurve 7 dargestellt. Das überfahrende Schiff 5 bewirkt eine
örtlich begrenzte Erhöhung der im übrigen gleichmäßigen Flußdichte, wie bei 8 gezeigt. Die Empfangsschleifen
sind in ihrer Längenausdehnung ungefähr der Breite der durch ein das Schleifensystem
quer überfahrendes Schiff erzeugten Feldstörung angepaßt. Die in den Empfangsschleifen induzierten
Spannungen sind durch den Linienzug 9 unterhalb der Achse 6 dargestellt. In der unter dem Schiff befindlichen
Empfangsschleife wird, wie bei 10 gezeigt, eine höhere Spannung als in den anderen
Spulen induziert, da die Kopplung dieser Schleife mit der Sendeschleife durch die in der Nähe befindliche
Eisenmasse des Schiffes vergrößert ist.
Ein Querschnitt durch das Schleifensystem mit einer Darstellung der Kraftlinien des magnetischen
Feldes ist in Abb. 3 gezeigt. Ein Schiff 5 ist im Begriff, das Schleifensystem zu überfahren. Seine
Eisenmasse verringert den Widerstand des Mediums für den magnetischen Fluß, der dadurch zunimmt.
Die Breite der Sendeschleife 1 beträgt etwa 10 m,
die Wassertiefe von der Meeresoberfläche 12 bis zum Meeresgrund 13 etwa 20 m.
Abb. 4 zeigt einen durch Ufer 14 begrenzten Meeresarm von etwa 1 km Breite, in dem zwei
Schleifensysteme 15 mit der beschriebenen leiter- iao
artigen Anordnung der Empfangsschleifen in etwa 200 m Abstand parallel zueinander ausgelegt sind,
um sowohl die Fahrtrichtung wie auch die Durchfahrtsstelle, von Schiffen festzustellen. Die verschiedenen
Schleifen sind über Kabel 16 mit einer Landstation 17 verbunden. Die Schaltung eines dort zu
benutzenden Überwachungsgerätes ist in Abb. 5 dargestellt. Durch Gegenschaltung je zweier nicht
benachbarter Empfangsschleifen, z. B. nach dem Schema 1—3, 2—4, 5—7 usw., und Zufügung zusätzlicher
in Variometerspulen vom Strom der Sendeschleife induzierter Abgleichspannungen möge die
Leerlaufspannung der Schleifenpaare zu Null gemacht sein. Über Leitungen 18 wird die bei Störung
des Gleichgewichts durch ein Schiff erzeugte Spannung der Schleifenpaare Empfangsschaltungen 19
zugeführt, wo sie nach Gleichrichtung durch einen Gleichrichter 20 ein hochempfindliches Relais 21 betätigt.
Dieses schaltet über Kontakt 22 zunächst die dem beeinflußten Empfangsschleifenpaar zugeordneten
Anzeigelampen auf der Anzeigetafel 26 ein und setzt gleichzeitig einen Schreiber 28 in Gang.
Über einen Kontakt 23 wird der Empfangswechselstrom einem Verstärker mit Gleichrichter 2,J und
dem Aufzeichnungssystem des Schreibers 28 zugeführt. Ein Kontakt 24 schaltet einen Zeichengeber
25 ein, der ein. das gestörte Schleifenpaar kennzeichnendes Signal auf den Schreiber gibt. Auf der
Schreibfläche wird nacheinander der Verlauf der in einer Empfangsschleife des einen und des anderen
Schleifensystems 15 durch ein durchfahrendes Schiff erzeugten Spannungsänderungen bei 29 aufgezeichnet
und gleichzeitig bei 30 das Kennzeichen des die Aufzeichnung bewirkenden Schleifenpaares geschrieben.
Der Schreiber läuft nach einmaliger Ingangsetzung eine gewisse, für das Überfahren beider
Schleifensysteme durch ein Fahrzeug ausreichende Zeit weiter und wird dann, bis zu einer erneuten
Ingangsetzung, selbsttätig stillgesetzt. Eine andere in Verbindung mit einem doppelten
Schleifensystem nach Abb. 4' zu benutzende Überwachungsschaltung ist in Abb. 6 dargestellt. Da die
Empfangsschaltung für beide parallele Schleifensysteme übereinstimmt, ist sie nur einmal beschrieben.
Die Sendeschleifen 31 werden über einen Transformator
32 von einem rotierenden Umformer 33 mit Wechselstrom einer Frequenz von 180 Hz gespeist.
Innerhalb der Sendeschleifen 31 liegen Empfangsschleifen 34, die paarweise gegeneinander geschaltet
sind. In Variometern 35 mit einer vom Strom der Sendeschleife durchflossenen Primärspule
36, die auf im Kreise der Empfangsschleifenpaare liegende verstellbare Spulen 37 induziert,
wird die Leerlaufspannung genau auf Null abgeglichen. Ein umlaufender Kontaktarm 38 tastet
periodisch die einzelnen Empfangsschleifenpaare ab und führt ihre Empfangsspannung für kurze Zeit
einem Verstärker und Gleichrichter 39 mit nachgeschalteten! Relais 40 zu. Über einen von diesem
Relais betätigten Kontakt 41 wird durch einen zweiten synchron mit dem ersten umlaufenden
Kontaktarm 42 eine Spannungsquelle nacheinander auf eine Anzahl den Empfangsschleifenpaaren zugeordneter
Relais 43 geschaltet, die eine die Kontaktumlaufperiode übersteigende Abfallverzögerung
haben. Solange eines der Empfangsschleifenpaare gestört ist, wird durch periodische Betätigung des
Relais 40 bei einer bestimmten Stellung der Kontaktarme 38 und 42 der Anker eines ganz bestimmten
Relais 43 festgehalten und damit eine Anzahl nicht gezeigter Schaltkontakte geschlossen. Diese
bringen Anzeigelampen zum Aufleuchten, lassen ein Läutewerk ertönen, setzen einen Schreiber in Gang
und schalten das dem Relais zugeordnete Empfangsschleifenpaar zusammen mit einem Kennsignal
auf den Schreiber, ähnlich wie dies schon für Abb. 5 beschrieben ist. Beim Zurückgehen der Empfangsschleifenspannung
fällt zunächst der Anker des Relais 40 und etwas später der des angeregten Relais 43 ab, und die bestehenden Verbindungen
werden unterbrochen.
Für den Fall eines sehr ausgedehnten Schleifensystems sind die Phasenlaufzeit und der Wellenwiderstand
der Kabel zu berücksichtigen, wie dies z. B. bei der Schaltung in Abb. 7 der Fall ist. Ein
Wechselstromerzeuger 44 speist eine Sendeschleife 45, die am Ende über Widerstände 46 reflexionsfrei
abgeschlossen ist. Bei 47 ist eines der Empfangsschleifenpaare gezeigt. Es besteht aus zwei gegeneinandergeschalteten
Teilschleifen, deren mittlerer Abstand so bemessen ist, daß sie beim Überfahren eines Schiffes in einigem Zeitabstand maximal erregt
werden. Nur wenn sich ein Schiff genau in der Mitte der Sendeschleife befindet, heben sich die
Erregungen zeitweise auf. Die Spannung jedes Empfangsschleifenpaares 47 wird einzeln über ein
Anpassungsglied 48 und ein Kabel 49 der Landstation zugeführt. Dort betätigt sie über einen von der
Sendespannung über ein Phasendrehglied 50 gesteuerten Gleichrichter 51 (Ringmodulator) ein Anzeigeinstrument
52. Die Richtung des gleichgerichteten Stromes ist verschieden, und der Zeiger des
Instrumentes 52 schlägt nach der einen oder anderen Seite aus, je nachdem ob vorwiegend die eine
oder die andere der beiden Teilschleifen 47 erregt wird, so daß aus der Reihenfolge der Ausschläge
die Passierrichtung erkannt werden kann.
Abwehrmaßnahmen, die das beschriebene System unwirksam machen könnten, sind kaum denkbar.
Infolge Verwendung von Wechselstrom bestimmter Frequenz können von Schwankungen des Erdfeldes
herrührende Störspannungen leicht durch Siebmittel unterdrückt werden. Auch kann zu diesem
Zweck eine von der Betriebswechselspannung ge- no steuerte Gleichrichtung der Empfangsspannungen
vorgesehen sein. Ein besonderer Umformer für die Speisung der Sendeschleifen ist nicht erforderlich,
wenn Netzwechselstrom zum Betrieb verwendet wird.
Das beschriebene System ist besonders für die Benutzung in mäßigen Wassertiefen bis etwa 80 m
bestimmt. Bei Benutzung in größeren Wassertiefen ist die Breite der Sendeschleifen zu vergrößern,
und ebenfalls sind die gegeneinandergeschalteten Empfangsspulen in größerem Abstand voneinander
anzuordnen.
Die Verwendung verschiedener, abwechselnd eingeschalteter Sendeschleifen, die auf ein oder mehrere
lose damit gekoppelte Empfangsschleifen induzieren,
ist an sich möglich, hat aber den Nachteil,
daß dabei beträchtliche Ströme in schneller Folge ein- und ausgeschaltet werden müssen.
Um eine Zerstörung des Schleifensvstems durch Anker zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Kabel
am Meeresgrund einzupflügen oder einzuspülen.
Claims (10)
1. Einrichtung zur magnetischen Überwachung von Fahrstraßen durch ausgelegte
ίο elektrische Meßschleifen zur Anzeige des Überfahrens
einer Überwachungslinie durch eiserne Fahrzeuge, insbesondere Über- und Unterwasserschiffe,
gekennzeichnet durch eine längs der Überwachungslinie ausgelegte, wechselstromgespeiste
Kabelschleife (Primär- oder Sendeschleife) und eine oder mehrere kettenartig aneinander anschließende, lose mit der
ersten Schleife gekoppelte Schleifen (Sekundäroder Empfangsschleifen), in denen eine Span-
ao nung induziert wird, deren Änderung zur Anzeige der Anwesenheit einer Eisenmasse im magnetischen
Feld der Sendeschleife dient.
2. Schleifensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeschleife (1) in
Form eines langgestreckten Rechtecks, gebildet von zwei zueinander und zur Überwachungslinie parallelen, als Hin- und Rückleitung dienenden,
einigen Abstand aufweisenden isolierten Leitern, vorgesehen ist und daß eine Kette
lückenlos aneinander anschließender Empfangsschleifen (3) von Rechteckform parallel zur
Sendeschleife, vorzugsweise so, daß sich ihre Gesamtfläche mit der der Sendeschleife deckt,
verlegt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schleifensysteme (15)
parallel zur Überwachungslinie in einem Abstand von mindestens einer Fahrzeuglänge zur
Ermittlung der Durchfahrtrichtung und -geschwindigkeit verlegt sind.
4. Einrichtung zur Feststellung der nach Anspruch ι erhaltenen Änderung der in einer Empfangsschleife
induzierten Spannung, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (36, 37) zur Kompensation
der bei ungestörtem Feld induzierten Spannung einer Empfangsschleife (Leerlaufspannung)
in ihrer Wirkung auf ein Anzeigeinstrument, Relais od. dgl. durch eine vom
Strom der Sendeschleife abgeleitete Spannung.
5. Schleifensystem nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Feld einer
wechselstromgespeisten Sendeschleife (45) Paare gegeneinandergeschalteter, einen gewissen
Abstand voneinander aufweisender Empfangsschleifen (47) vorgesehen sind, deren resultierende
Spannung bei ungestörtem Feld auf Null abgeglichen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensation
der Leerlaufspannung der Empfangsschleifen im wesentlichen durch Gegeneinanderschalten
von Empfangsschleifen bewirkt wird, wobei die Leerlaufspannungen durch Spannungsteiler und
erforderlichenfalls auch Phasendrehglieder aufeinander abgeglichen werden oder zusätzliche
vom Strom der Sendeschleife abgeleitete, z. B. in Variometerspulen (36, 37) induzierte Spannungen
zum genauen Nullabgleich zugefügt werden können.
7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6. insbesondere zur Feststellung von Durchfahrtsstelle, -richtung und -geschwindigkeit eines
Fahrzeuges nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse der einzelnen
Empfangsschleifen oder von gegeneinandergeschalteten Empfangsschleifen durch Kabelleitungen
zu einer Meßstelle (17) geführt werden, wo für jede Schleife oder jedes Schleifenpaar
einmalig eingeregelte Kompensationsmittel (36, 37) zur Aufhebung der Leerlaufspannung sowie
Mittel zur Verstärkung und Anzeige der einzelnen Empfangsspannungen, vorzugsweise in
Form einer Anzeigetafel (26) mit entsprechend der Lage der Empfangsschleifen angeordneten
Anzeigemitteln, vorgesehen sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, insbesondere zur Feststellung von Durchfahrtsstelle,
-richtung und -geschwindigkeit von Fahrzeugen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einrichtungen,
mit denen die zur Meßstelle geführten Anschlüsse von Empfangsschleifen oder Empfangsschleifenpaaren
hinter Abgleich- bzw. Kompensationsgliedern nacheinander mechanisch oder elektrisch abgetastet werden und die
die abgetasteten Spannungen der Reihe nach periodisch einem gemeinsamen Verstärker,
Relais sowie einer Anzeige- und Alarmeinrichtung zuführen.
9. Einrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen mechanischen oder elektrischen
Verteiler (42), der synchron mit der Abtasteinrichtung (38) arbeitet und die abgetasteten
Spannungen nach Durchgang durch einen Verstärker, ein Relais oder anderes ohne Unterschied
der Empfangsschleifen wirksames Schaltungsglied auf den einzelnen Schleifen zugeordnete
getrennte Anzeigemittel schaltet.
10. Einrichtung nach Anspruch 7 bis 9, gekennzeichnet
durch einen Schreiber (28), der bei einer einen Mindestwert überschreitenden Empfangsspannung
in Gang gesetzt wird und die Emp fangs spannungen nacheinander erregter Empfangsschleifen oder -schleifenpaare in Kur-·
venform aufschreibt, so daß der zeitliche Abstand der Maxima festgestellt werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 535 068.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 709 575/3 5.67
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA21923A DE977588C (de) | 1955-01-16 | 1955-01-16 | Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA21923A DE977588C (de) | 1955-01-16 | 1955-01-16 | Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE977588C true DE977588C (de) | 1967-05-18 |
Family
ID=6925051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA21923A Expired DE977588C (de) | 1955-01-16 | 1955-01-16 | Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE977588C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3806936A1 (de) * | 1988-03-03 | 1989-09-14 | Bundesrep Deutschland | Ueberlaufmessverfahren fuer ein ueberwasserfahrzeug |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2535068A (en) * | 1941-09-06 | 1950-12-26 | Ellis A Johnson | Submarine detecting device |
-
1955
- 1955-01-16 DE DEA21923A patent/DE977588C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2535068A (en) * | 1941-09-06 | 1950-12-26 | Ellis A Johnson | Submarine detecting device |
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|---|---|---|---|---|
| DE3806936A1 (de) * | 1988-03-03 | 1989-09-14 | Bundesrep Deutschland | Ueberlaufmessverfahren fuer ein ueberwasserfahrzeug |
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