DE977588C - Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen - Google Patents

Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen

Info

Publication number
DE977588C
DE977588C DEA21923A DEA0021923A DE977588C DE 977588 C DE977588 C DE 977588C DE A21923 A DEA21923 A DE A21923A DE A0021923 A DEA0021923 A DE A0021923A DE 977588 C DE977588 C DE 977588C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
loop
loops
receiving
voltage
voltages
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA21923A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr-Ing Eichler
Werner Dipl-Ing Thomsen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Federal Government of Germany
Original Assignee
Federal Government of Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Federal Government of Germany filed Critical Federal Government of Germany
Priority to DEA21923A priority Critical patent/DE977588C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE977588C publication Critical patent/DE977588C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B1/00Systems for signalling characterised solely by the form of transmission of the signal
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/01Detecting movement of traffic to be counted or controlled
    • G08G1/042Detecting movement of traffic to be counted or controlled using inductive or magnetic detectors
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G3/00Traffic control systems for marine craft

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 18. MAI 1967
A 21923 Xl 16$ e
für Verteidigung, Bonn
Verschiedentlich ist die Aufgabe gestellt worden, Einrichtungen zu schaffen, mit denen das Eindringen von Fahrzeugen in bestimmte entfernte oder nicht zugängliche Gebiete erkannt werden kann. Man möchte Kraftfahrzeuge, im besonderen Panzer, oder Seefahrzeuge, im besonderen U-Boote, meßtechnisch erfassen, wenn sie eine bestimmte Linie durchlaufen.
Für Überwachungszwecke an Land sind Lichtsperren bekanntgeworden, die jedoch nur für kürzere Strecken anwendbar sind. Für die Überwachung von Seegebieten werden am Meeresgrunde ausgelegte Horchanlagen verwendet, die jedoch keine ausreichende Sicherheit bieten, da sehr langsam laufende und damit leise Schiffe nicht wahrgenommen werden, insbesondere, wenn gleichzeitig andere Geräuschquellen im Hörbereich sind. Daneben sind mit Wasserschallimpulsen arbeitende Horizontallotgeräte vorgeschlagen worden, bei denen ebenfalls die sichere Erfassung eines passierenden Schiffes in Frage gestellt ist, z. B. wenn das Medium durch das Kielwasser eines größeren Fahrzeuges gestört ist. Für Land und See sind ferner Geräte mit elektromagnetischer Arbeitsweise vorgeschlagen worden; hierbei sollte die Änderung der Selbstinduktivität einer Leiterschleife durch die Annäherung der Eisenmasse eines Fahrzeuges gemessen werden. Das Verfahren ist praktisch nicht verwirklicht wor-
709 575/3
den, weil verschiedene Störeffekte in der Größenordnung des Meßeffektes vorlagen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es bestimmter Kunstgriffe bedarf, wenn man die Änderung der magnetischen Leitfähigkeit des Mediums meßtechnisch für eine sichere und über dem Störpegel liegende Anzeige ausnutzen will. Erfindungsgemäß· wird nicht die Änderung der Selbstinduktivität einer Schleife gemessen, sondern die ίο Änderung einer von einer längs der Überwachungslinie ausgelegten wechselstromdurchflossenen Primär- oder Sendeschleife in einer lose damit gekoppelten Sekundär- oder Empfangsschleife induzierten Spannung, die wächst, wenn die Kopplung der Schleifen durch Annäherung einer Eisenmasse vergrößert wird, unter Umständen aber auch durch Verzerrung des Sendefeldes abnehmen kann. Der Vorteil liegt auf der Hand; durch Wahl der Stärke, der Frequenz und gegebenenfalls der Modulation ao des der Sendeschleife zugeführten Stromes wird in der Empfangsschleife eine Spannung induziert, die von Störspannungen unterschieden werden kann. Durch ein derartiges »Aktivverfahren« kann ferner das magnetische Erdfeld in seinen Wirkungen ausgeschaltet und ein Magneteigenschutz des Fahrzeuges unwirksam gemacht werden.
Die Sendeschleife erhält zweckmäßig die Form eines langgestreckten, auf der Überwachungslinie liegenden Rechtecks, doch kann auch nur ein Kabel mit einer Rückleitung durch Erde verwendet werden. Bei Verwendung nur einer Empfangsschleife wird diese parallel zur Sendeschleife ausgelegt, aber so, daß sie verhältnismäßig lose damit gekoppelt ist. Eine bessere Ansprechempfindlichkeit erhält man durch Aneinanderreihung einer größeren Zahl kleinerer, etwa quadratischer Empfangsschleifen in Ketten- oder Leiterform, die an ihren Außenseiten mit der Sendeschleife sich deckend verlegt werden können. Wegen des Flächenunterschiedes der Sendeschleife und der einzelnen Empfangsschleifen ist auch in diesem Fall die Kopplung lose, und bei gleicher Größe aller Empfangsschleifen wird in allen die gleiche Leerlaufspannung induziert. Mit einem Schleifensystem dieser Art kann zusätzlich festgestellt werden, an welcher Stelle die Überwachungslinie überfahren wird.
Da es nur darauf ankommt, Änderungen der in den Empfangsschleifen induzierten Spannungen festzustellen, wird die Leerlaufspannung der Empfangsschleifen durch eine zweite, ebenfalls induktiv von dem Strom der Sendeschleife abgeleitete, entgegengesetzt in Reihe geschaltete Spannung kompensiert und die Differenz zur Anzeige benutzt. Die beiden gegeneinandergeschalteten Spannungen ändern sich bei Schwankungen des Sendestromes in gleichem Maße, so daß hierdurch keine Anzeige vorgetäuscht werden kann.
Um möglicherweise durch Schwankungen des Erdfeldes verursachte Störungen auszuschalten, ist es besonders vorteilhaft, die Kompensation der Leerlauf spannung durch Gegen einanderschaltung je zweier im Feld der Sendeschleife liegender Empfangsschleifen zu bewirken. Auch kann hierdurch bei geeigneter Lage der Schleifen eine vergrößerte Empfindlichkeit der Anordnung erhalten werden, wenn nämlich beim Passieren eines Fahrzeuges eine Zunahme der induzierten Spannung in einer der Schleifen des Paares von einer Abnahme dieser Spannung in der anderen begleitet ist.
Ein einfaches kompensiertes Schleifensystem kann z. B. aus einer verhältnismäßig breiten Sendeschleife bestehen, parallel zu deren Längsseiten, beiderseits in einigem Abstand von der Sendeschleife, schmalere gegeneinandergeschaltete Empfangsschleifen liegen.
Bei dem schon erwähnten Schleifensystem in Leiterform können ebenfalls je zwei Empfangsschleifen gegeneinandergeschaltet werden. Da jedoch bei einem solchen System Gefahr besteht, daß ein Fahrzeug auf der Grenzlinie zweier benachbarter Schlei- -80 fen passiert, wobei beide Schleifen in gleicher Weise beeinflußt und die Änderungen der induzierten Spannung sich aufheben würden, sind hierbei nur nicht unmittelbar benachbarte Schleifen, z. B. durch eine dazwischenliegende Empfangsschleife getrennte Schleifen,, zusammenzuschalten.
Die angegebene Zusammenschaltung je zweier Schleifen verringert die Genauigkeit bei der Feststellung der Passierstelle. Um dieses zu vermeiden, kann man z. B. sämtliche Empfangsschleifen in der gleichen Reihenfolge, in der sie liegen, mit abwechselnder Polung in Reihe schalten und der Reihe nach je zwei benachbarte Schleifen unter Fortschreiten um jedesmal nur eine Schleife auf das Auftreten einer Wirkspaunung prüfen.
Weiter kann man auch eine an einer voraussichtlich wenig befahrenen Stelle liegende Schleife als gemeinsame Kompensationsschleife für alle anderen Empfangsschleifen vorsehen.
In der Praxis ist eine vollkommene geometrische Gleicheit der Empfangsschleifen nicht erreichbar. Deshalb kann eine Restkompensation vorgenommen werden, z. B. mit Spannungen, die über Spulenvariometer dem Stromkreis der Sendeschleife entnommen werden. Die Abgleichung der Leerlaufspannungen der Empfangsschleifen kann auch mit Hilfe von Potentiometern, die einen beliebigen Bruchteil der Leerlaufspannung abzugreifen gestatten, erfolgen.
Unter Verwendung üblicher technischer Mittel no gibt es viele Möglichkeiten, in einer Anlage nach der Erfindung entstehende Wirkspannungen zur Anzeige zu bringen. Beispielsweise kann man eine Meßstelle oder Meßzentrale vorsehen, von der aus die Sendeschleife mit Strom versorgt wird und in die sämtliche Zuleitungen der Empfangsschleifenpaare geführt werden. Für jedes Empfangsschleifenpaar wird die Restkompensation und Verstärkung gesondert durchgeführt und ebenfalls für jedes Empfangsschleifenpaar eine gesonderte Anzeige iao vorgenommen.
Bei einer anderen Ausführung der Anlage, wobei davon ausgegangen wird, daß eine sehr lange Sendeschleife mit vielen Empfangsschleifen zur Anwendung kommen soll, werden die Anschlüsse der Empfangsschleifenpaare mit den in Reihe geschalteten
Kompensationsgliedern nacheinander in schneller Folge abgetastet. Da jedes Überlaufen eines Fahrzeuges mit Sicherheit angezeigt werden soll, ist die Abtastgeschwindigkeit entsprechend der Zeitdauer des Überlaufs so zu wählen, daß innerhalb dieser Zeit alle Empfangsschleifenpaare mindestens einmal abgetastet werden.
Für den Fall, daß auch die Stelle, an der die Überwachungslinie überfahren wird, angezeigt werden soll, werden die abgetasteten Spannungen auf einzelne Anzeigeelemente geschaltet, wobei die Abtastung und die Aufschaltung synchron erfolgt und jedem Empfangsschleifenpaar ein bzw. zwei Anzeigeelemente zugeordnet sind. Die Anzeigeelemente sind in einem Lampen- oder Klappentableau zusammengefaßt, das maßstabsgetreu einen Ausschnitt aus einer Land- oder Seekarte darstellen kann, wobei die Anordnung der Anzeigeelemente die gleiche ist wie die der Schleifen. Bei Gegeneinanderschaltung je zweier Empfangsschleifen sind für diese auch zwei Anzeigeelemente in entsprechender Lage vorzusehen, die allerdings stets gleichzeitig ansprechen, aber doch die ungefähre Passierstelle anzeigen.
In manchen Fällen ist es von Wichtigkeit, die Passierrichtung des Fahrzeuges mitzuerfassen. Man möchte beispielsweise erkennen, ob ein die Überwachungslinie passierendes U-Boot in einen Hafen einläuft oder aus diesem ausläuft. Diese erweiterte Aufgabestellung wird nach der Erfindung dadurch erfüllt, daß zwei getrennte Schleifensysteme in größerem Abstand und parallel zueinander ausgelegt werden. Die Passierrichtung wird erkannt aus der Reihenfolge der nacheinander auf den beiden Überwachungslinien erhaltenen Anzeigen. Bei Ausfall eines Schleifensystems bildet das andere eine Reserve, ohne daß dann allerdings die Passierrichtung erkannt werden kann. Parallel zu einer optischen Anzeige kann ein akustisches Signal ausgelöst +0 oder die Störung von einem Schreiber aufgezeichnet werden. Vorzugsweise ist daran gedacht, den Schreiber erst bei Vorliegen einer Anzeige selbsttätig in Gang zu setzen unter Aufschaltung auf die effektgebende Empfangsschleife bzw. -schleifenpaar und ihn stillzusetzen, nachdem er auch den Überlauf des Fahrzeuges über das zweite Schleifensystem aufgeschrieben hat, wobei er auf die dabei effektgebende Empfangsschleife umgeschaltet wurde.
Aus dem Abstand der beiden Aufzeichnungen und unter Berücksichtigung der vom Tableau angezeigten Durchgangsstellen wird die Passiergeschwindigkeit des Fahrzeuges ermittelt. Aus der Amplitude der Aufzeichnungen kann auf die Fahrzeuggröße geschlossen werden.
Im folgenden werden einige zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignete Anordnungen beispielsweise beschrieben. Es zeigt Abb. ι ein Schleifensystem in Form einer Leiter, Abb. 2 eine Darstellung der Flußverteilung für die Sendeschleife und der in den Empfangsschleifen induzierten Spannungen in Kurvenform für den Fall, daß sich ein Schiff über dem Schleifensystem befindet,
Abb. 3 einen Querschnitt durch ein Schleifensystem mit einem darüber befindlichen Schiff und Kraftliniendarstellung des magnetischen Feldes der Sendeschleife,
Abb. 4 eine Anordnung zweier paralleler Schleifensysteme in Leiterform zur Überwachung eines Meeresarmes,
Abb. 5 die elektrische Ausrüstung einer dazugehörigen Landstation,
Abb. 6 eine andere Ausführungsart der elektrischen Einrichtung der Landstation,
Abb. 7 eine besondere Ausbildung des Schleifensystems und des Anzeigeverfahrens.
Abb. ι zeigt eine nur zum Teil dargestellte Sendeschleife 1 in Form eines langgestreckten Rechtecks, die auf dem Meeresgrunde liegt und über ein Kabel 2 mit Wechselstrom gespeist wird. Die Breite dieser Schleife ist ungefähr von der Größenordnung der Wassertiefe. In der Fläche der Sendeschleife 1 liegen etwa zwanzig kleinere, ebenfalls rechteckige, aneinander anschließende Empfangsschleifen 3, die über Kabel 4 mit der Landstation verbunden sind. Das ganze Schleifensystem hat Ähnlichkeit mit dem Bild einer Leiter. Bei 5 ist ein über das Schleifensystem fahrendes Schiff angedeutet.
In Abb. 2 entspricht die Achse 6 der Längsausdehnung der Sendeschleife im gleichen Maßstab wie in Abb. 1. Der Verlauf der Größe des auf die Längeneinheit entfallenden, von der Sendeschleife erzeugten, magnetischen Flusses ist durch die Kurve 7 dargestellt. Das überfahrende Schiff 5 bewirkt eine örtlich begrenzte Erhöhung der im übrigen gleichmäßigen Flußdichte, wie bei 8 gezeigt. Die Empfangsschleifen sind in ihrer Längenausdehnung ungefähr der Breite der durch ein das Schleifensystem quer überfahrendes Schiff erzeugten Feldstörung angepaßt. Die in den Empfangsschleifen induzierten Spannungen sind durch den Linienzug 9 unterhalb der Achse 6 dargestellt. In der unter dem Schiff befindlichen Empfangsschleife wird, wie bei 10 gezeigt, eine höhere Spannung als in den anderen Spulen induziert, da die Kopplung dieser Schleife mit der Sendeschleife durch die in der Nähe befindliche Eisenmasse des Schiffes vergrößert ist.
Ein Querschnitt durch das Schleifensystem mit einer Darstellung der Kraftlinien des magnetischen Feldes ist in Abb. 3 gezeigt. Ein Schiff 5 ist im Begriff, das Schleifensystem zu überfahren. Seine Eisenmasse verringert den Widerstand des Mediums für den magnetischen Fluß, der dadurch zunimmt. Die Breite der Sendeschleife 1 beträgt etwa 10 m, die Wassertiefe von der Meeresoberfläche 12 bis zum Meeresgrund 13 etwa 20 m.
Abb. 4 zeigt einen durch Ufer 14 begrenzten Meeresarm von etwa 1 km Breite, in dem zwei Schleifensysteme 15 mit der beschriebenen leiter- iao artigen Anordnung der Empfangsschleifen in etwa 200 m Abstand parallel zueinander ausgelegt sind, um sowohl die Fahrtrichtung wie auch die Durchfahrtsstelle, von Schiffen festzustellen. Die verschiedenen Schleifen sind über Kabel 16 mit einer Landstation 17 verbunden. Die Schaltung eines dort zu
benutzenden Überwachungsgerätes ist in Abb. 5 dargestellt. Durch Gegenschaltung je zweier nicht benachbarter Empfangsschleifen, z. B. nach dem Schema 1—3, 2—4, 5—7 usw., und Zufügung zusätzlicher in Variometerspulen vom Strom der Sendeschleife induzierter Abgleichspannungen möge die Leerlaufspannung der Schleifenpaare zu Null gemacht sein. Über Leitungen 18 wird die bei Störung des Gleichgewichts durch ein Schiff erzeugte Spannung der Schleifenpaare Empfangsschaltungen 19 zugeführt, wo sie nach Gleichrichtung durch einen Gleichrichter 20 ein hochempfindliches Relais 21 betätigt. Dieses schaltet über Kontakt 22 zunächst die dem beeinflußten Empfangsschleifenpaar zugeordneten Anzeigelampen auf der Anzeigetafel 26 ein und setzt gleichzeitig einen Schreiber 28 in Gang. Über einen Kontakt 23 wird der Empfangswechselstrom einem Verstärker mit Gleichrichter 2,J und dem Aufzeichnungssystem des Schreibers 28 zugeführt. Ein Kontakt 24 schaltet einen Zeichengeber 25 ein, der ein. das gestörte Schleifenpaar kennzeichnendes Signal auf den Schreiber gibt. Auf der Schreibfläche wird nacheinander der Verlauf der in einer Empfangsschleife des einen und des anderen Schleifensystems 15 durch ein durchfahrendes Schiff erzeugten Spannungsänderungen bei 29 aufgezeichnet und gleichzeitig bei 30 das Kennzeichen des die Aufzeichnung bewirkenden Schleifenpaares geschrieben.
Der Schreiber läuft nach einmaliger Ingangsetzung eine gewisse, für das Überfahren beider Schleifensysteme durch ein Fahrzeug ausreichende Zeit weiter und wird dann, bis zu einer erneuten Ingangsetzung, selbsttätig stillgesetzt. Eine andere in Verbindung mit einem doppelten Schleifensystem nach Abb. 4' zu benutzende Überwachungsschaltung ist in Abb. 6 dargestellt. Da die Empfangsschaltung für beide parallele Schleifensysteme übereinstimmt, ist sie nur einmal beschrieben.
Die Sendeschleifen 31 werden über einen Transformator 32 von einem rotierenden Umformer 33 mit Wechselstrom einer Frequenz von 180 Hz gespeist. Innerhalb der Sendeschleifen 31 liegen Empfangsschleifen 34, die paarweise gegeneinander geschaltet sind. In Variometern 35 mit einer vom Strom der Sendeschleife durchflossenen Primärspule 36, die auf im Kreise der Empfangsschleifenpaare liegende verstellbare Spulen 37 induziert, wird die Leerlaufspannung genau auf Null abgeglichen. Ein umlaufender Kontaktarm 38 tastet periodisch die einzelnen Empfangsschleifenpaare ab und führt ihre Empfangsspannung für kurze Zeit einem Verstärker und Gleichrichter 39 mit nachgeschalteten! Relais 40 zu. Über einen von diesem Relais betätigten Kontakt 41 wird durch einen zweiten synchron mit dem ersten umlaufenden Kontaktarm 42 eine Spannungsquelle nacheinander auf eine Anzahl den Empfangsschleifenpaaren zugeordneter Relais 43 geschaltet, die eine die Kontaktumlaufperiode übersteigende Abfallverzögerung haben. Solange eines der Empfangsschleifenpaare gestört ist, wird durch periodische Betätigung des Relais 40 bei einer bestimmten Stellung der Kontaktarme 38 und 42 der Anker eines ganz bestimmten Relais 43 festgehalten und damit eine Anzahl nicht gezeigter Schaltkontakte geschlossen. Diese bringen Anzeigelampen zum Aufleuchten, lassen ein Läutewerk ertönen, setzen einen Schreiber in Gang und schalten das dem Relais zugeordnete Empfangsschleifenpaar zusammen mit einem Kennsignal auf den Schreiber, ähnlich wie dies schon für Abb. 5 beschrieben ist. Beim Zurückgehen der Empfangsschleifenspannung fällt zunächst der Anker des Relais 40 und etwas später der des angeregten Relais 43 ab, und die bestehenden Verbindungen werden unterbrochen.
Für den Fall eines sehr ausgedehnten Schleifensystems sind die Phasenlaufzeit und der Wellenwiderstand der Kabel zu berücksichtigen, wie dies z. B. bei der Schaltung in Abb. 7 der Fall ist. Ein Wechselstromerzeuger 44 speist eine Sendeschleife 45, die am Ende über Widerstände 46 reflexionsfrei abgeschlossen ist. Bei 47 ist eines der Empfangsschleifenpaare gezeigt. Es besteht aus zwei gegeneinandergeschalteten Teilschleifen, deren mittlerer Abstand so bemessen ist, daß sie beim Überfahren eines Schiffes in einigem Zeitabstand maximal erregt werden. Nur wenn sich ein Schiff genau in der Mitte der Sendeschleife befindet, heben sich die Erregungen zeitweise auf. Die Spannung jedes Empfangsschleifenpaares 47 wird einzeln über ein Anpassungsglied 48 und ein Kabel 49 der Landstation zugeführt. Dort betätigt sie über einen von der Sendespannung über ein Phasendrehglied 50 gesteuerten Gleichrichter 51 (Ringmodulator) ein Anzeigeinstrument 52. Die Richtung des gleichgerichteten Stromes ist verschieden, und der Zeiger des Instrumentes 52 schlägt nach der einen oder anderen Seite aus, je nachdem ob vorwiegend die eine oder die andere der beiden Teilschleifen 47 erregt wird, so daß aus der Reihenfolge der Ausschläge die Passierrichtung erkannt werden kann.
Abwehrmaßnahmen, die das beschriebene System unwirksam machen könnten, sind kaum denkbar. Infolge Verwendung von Wechselstrom bestimmter Frequenz können von Schwankungen des Erdfeldes herrührende Störspannungen leicht durch Siebmittel unterdrückt werden. Auch kann zu diesem Zweck eine von der Betriebswechselspannung ge- no steuerte Gleichrichtung der Empfangsspannungen vorgesehen sein. Ein besonderer Umformer für die Speisung der Sendeschleifen ist nicht erforderlich, wenn Netzwechselstrom zum Betrieb verwendet wird.
Das beschriebene System ist besonders für die Benutzung in mäßigen Wassertiefen bis etwa 80 m bestimmt. Bei Benutzung in größeren Wassertiefen ist die Breite der Sendeschleifen zu vergrößern, und ebenfalls sind die gegeneinandergeschalteten Empfangsspulen in größerem Abstand voneinander anzuordnen.
Die Verwendung verschiedener, abwechselnd eingeschalteter Sendeschleifen, die auf ein oder mehrere lose damit gekoppelte Empfangsschleifen induzieren, ist an sich möglich, hat aber den Nachteil,
daß dabei beträchtliche Ströme in schneller Folge ein- und ausgeschaltet werden müssen.
Um eine Zerstörung des Schleifensvstems durch Anker zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Kabel am Meeresgrund einzupflügen oder einzuspülen.

Claims (10)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Einrichtung zur magnetischen Überwachung von Fahrstraßen durch ausgelegte
ίο elektrische Meßschleifen zur Anzeige des Überfahrens einer Überwachungslinie durch eiserne Fahrzeuge, insbesondere Über- und Unterwasserschiffe, gekennzeichnet durch eine längs der Überwachungslinie ausgelegte, wechselstromgespeiste Kabelschleife (Primär- oder Sendeschleife) und eine oder mehrere kettenartig aneinander anschließende, lose mit der ersten Schleife gekoppelte Schleifen (Sekundäroder Empfangsschleifen), in denen eine Span-
ao nung induziert wird, deren Änderung zur Anzeige der Anwesenheit einer Eisenmasse im magnetischen Feld der Sendeschleife dient.
2. Schleifensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeschleife (1) in Form eines langgestreckten Rechtecks, gebildet von zwei zueinander und zur Überwachungslinie parallelen, als Hin- und Rückleitung dienenden, einigen Abstand aufweisenden isolierten Leitern, vorgesehen ist und daß eine Kette lückenlos aneinander anschließender Empfangsschleifen (3) von Rechteckform parallel zur Sendeschleife, vorzugsweise so, daß sich ihre Gesamtfläche mit der der Sendeschleife deckt, verlegt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schleifensysteme (15) parallel zur Überwachungslinie in einem Abstand von mindestens einer Fahrzeuglänge zur Ermittlung der Durchfahrtrichtung und -geschwindigkeit verlegt sind.
4. Einrichtung zur Feststellung der nach Anspruch ι erhaltenen Änderung der in einer Empfangsschleife induzierten Spannung, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (36, 37) zur Kompensation der bei ungestörtem Feld induzierten Spannung einer Empfangsschleife (Leerlaufspannung) in ihrer Wirkung auf ein Anzeigeinstrument, Relais od. dgl. durch eine vom Strom der Sendeschleife abgeleitete Spannung.
5. Schleifensystem nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Feld einer wechselstromgespeisten Sendeschleife (45) Paare gegeneinandergeschalteter, einen gewissen Abstand voneinander aufweisender Empfangsschleifen (47) vorgesehen sind, deren resultierende Spannung bei ungestörtem Feld auf Null abgeglichen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensation der Leerlaufspannung der Empfangsschleifen im wesentlichen durch Gegeneinanderschalten von Empfangsschleifen bewirkt wird, wobei die Leerlaufspannungen durch Spannungsteiler und erforderlichenfalls auch Phasendrehglieder aufeinander abgeglichen werden oder zusätzliche vom Strom der Sendeschleife abgeleitete, z. B. in Variometerspulen (36, 37) induzierte Spannungen zum genauen Nullabgleich zugefügt werden können.
7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6. insbesondere zur Feststellung von Durchfahrtsstelle, -richtung und -geschwindigkeit eines Fahrzeuges nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse der einzelnen Empfangsschleifen oder von gegeneinandergeschalteten Empfangsschleifen durch Kabelleitungen zu einer Meßstelle (17) geführt werden, wo für jede Schleife oder jedes Schleifenpaar einmalig eingeregelte Kompensationsmittel (36, 37) zur Aufhebung der Leerlaufspannung sowie Mittel zur Verstärkung und Anzeige der einzelnen Empfangsspannungen, vorzugsweise in Form einer Anzeigetafel (26) mit entsprechend der Lage der Empfangsschleifen angeordneten Anzeigemitteln, vorgesehen sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, insbesondere zur Feststellung von Durchfahrtsstelle, -richtung und -geschwindigkeit von Fahrzeugen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einrichtungen, mit denen die zur Meßstelle geführten Anschlüsse von Empfangsschleifen oder Empfangsschleifenpaaren hinter Abgleich- bzw. Kompensationsgliedern nacheinander mechanisch oder elektrisch abgetastet werden und die die abgetasteten Spannungen der Reihe nach periodisch einem gemeinsamen Verstärker, Relais sowie einer Anzeige- und Alarmeinrichtung zuführen.
9. Einrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen mechanischen oder elektrischen Verteiler (42), der synchron mit der Abtasteinrichtung (38) arbeitet und die abgetasteten Spannungen nach Durchgang durch einen Verstärker, ein Relais oder anderes ohne Unterschied der Empfangsschleifen wirksames Schaltungsglied auf den einzelnen Schleifen zugeordnete getrennte Anzeigemittel schaltet.
10. Einrichtung nach Anspruch 7 bis 9, gekennzeichnet durch einen Schreiber (28), der bei einer einen Mindestwert überschreitenden Empfangsspannung in Gang gesetzt wird und die Emp fangs spannungen nacheinander erregter Empfangsschleifen oder -schleifenpaare in Kur-· venform aufschreibt, so daß der zeitliche Abstand der Maxima festgestellt werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 535 068.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 709 575/3 5.67
DEA21923A 1955-01-16 1955-01-16 Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen Expired DE977588C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA21923A DE977588C (de) 1955-01-16 1955-01-16 Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA21923A DE977588C (de) 1955-01-16 1955-01-16 Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE977588C true DE977588C (de) 1967-05-18

Family

ID=6925051

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA21923A Expired DE977588C (de) 1955-01-16 1955-01-16 Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE977588C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3806936A1 (de) * 1988-03-03 1989-09-14 Bundesrep Deutschland Ueberlaufmessverfahren fuer ein ueberwasserfahrzeug

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2535068A (en) * 1941-09-06 1950-12-26 Ellis A Johnson Submarine detecting device

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2535068A (en) * 1941-09-06 1950-12-26 Ellis A Johnson Submarine detecting device

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3806936A1 (de) * 1988-03-03 1989-09-14 Bundesrep Deutschland Ueberlaufmessverfahren fuer ein ueberwasserfahrzeug

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60038483T2 (de) Wirbelstromprüfung mit raumsparender konfiguration
DE69418536T2 (de) Radarsystem und zugehörige Komponenten zum Senden eines elektromagnetischen Unterwassersignals
DE3144994A1 (de) Vorrichtung zur anzeige einer gewissen annaeherung zwischen bewegbaren einheiten
DE2139617C3 (de) Anordnung zur kontinuierlichen Messung des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden spurgebundenen Objekten
DE3533479A1 (de) Verfahren zum ueberwachen eines objektes mit hilfe einer signalleitung sowie impuls-messgeraet zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE3111393A1 (de) Verfahren und einrichtung zum orten von kurzschluessen in leiterplatten, verdrahtungen, leitungen, kabeln oder dergleichen
DE3908576C2 (de)
DE69300242T2 (de) Einrichtung zur Detektion der Durchfahrt eines Fahrzeuges mittels eines passiven Transponders.
DE977588C (de) Einrichtung zur magnetischen UEberwachung von Fahrstrassen durch ausgelegte elektrische Messschleifen
DE68902169T2 (de) Magnetisches minenraeumungssystem.
EP0256483B1 (de) Verkehrsleit- und Informationssystem
DE3119925A1 (de) Verfahren und geraet zur erdschluss-fernortung an starkstrom-freileitungen
DE68903925T2 (de) Magnetisches minenraeumungssystem.
DE3819880C2 (de) Verfahren zur Feststellung des Verlaufes von unter Spannung stehenden Starkstromleitungen sowie Gerät und Zweipol sich periodisch ändernder Impedanz zur Durchführung des Verfahrens
DE69307341T2 (de) Anordnung zur magnetischer messung für schiffe
DE2823096A1 (de) Anordnung zur abstandsmessung zwischen zwei schwimmkoerpern
DE2656706A1 (de) Verfahren zum feststellen von hindernissen zwischen den schranken eines schienengleichen bahnueberganges und einrichtung zum durchfuehren des verfahrens
DE1530427C3 (de) Einrichtung zur punktförmigen Übertragung von Informationen auf Schienenfahrzeuge
DE3611077C2 (de) Anordnung zur drahtlosen Informationsübertragung mittels elektromagnetischer Wellen extrem niedriger Frequenzen
DE2243679C2 (de) Anordnung zur Abstandsteuerung und -sicherung von spurgebundenen Objekten bei deren Zusammenführen aus zwei Spuren in eine einzige Spur
DE529040C (de) Verfahren zur Messung von Entfernungen mit Hilfe von Wellenenergie
DE3205314A1 (de) Einrichtung zur eigenortung eines spurgefuehrten objektes
DE507602C (de) Fernsteuerung fuer die Navigation von Wasserfahrzeugen
DE2140035A1 (de) Messvorrichtung fuer die steuerung eines schiffes beim an- und ablegen
DE1755205A1 (de) Signalfernuebertragungssystem