DE977904C - Verfahren und Anordnung zur Abtastung und Wiedergabe bei der drahtlosen Bilduebertragung durch Wasser - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Abtastung und Wiedergabe bei der drahtlosen Bilduebertragung durch WasserInfo
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Description
Bekannt sind elektrische Bildübertragungssysteme, sowohl für langsame als auch für schnelle
Bildfolge, wobei bei letzteren ein Bewegungseffekt erzielt wird. Derartige Bilder können sowohl über
Draht als auch drahtlos mit Hilfe hochfrequenter, elektromagnetischer Wellen übertragen werden. Der
diesbezügliche Stand der Technik wird realisiert bei der Bildübertragung im Zeitungswesen und
beim Fernsehen.
Weiterhin sind drahtlose Signal verfahren im
Medium Wasser bekannt, insbesondere das Stromlinientelegraphieverfahren, bei welchem die Signale
dem Wasser mit Hilfe von Elektroden in Form von elektrischen Strömen zugeführt werden.
Naheliegend wäre es daher für den Fachmann, die Videosignale eines bekannten elektrischen Bildaufnahmegerätes
mit Hilfe eines bekannten Unterwassersignalmittels durch das Wasser zu übertragen,
insbesondere, da sich dadurch ein bedeutender technischer Fortschritt bezüglich der schnellen In- ao
formationsübermittlung an Unterseeboote erzielen ließe. Die Durchführung dieses Vorhabens scheitert
aber an der zu geringen Bandbreite, die mit den bekannten Unterwassersignalmitteln übertragen werden
kann. Bei Ultraschallverfahren ist die Bandbreite durch die Eigenresonanz der verwendeten
elektroakustischen Wandler begrenzt. Auch sind Ultraschallverfahren schon deshalb nur bedingt anwendbar,
weil es wegen der Richtwirkungseffekte der elektroakustischen Wandler kaum gelingt, ein
radialsymmetrisches Feld zu erzeugen. Weiterhin sind die Ausbreitungsbedingungen des Ultraschalls
im Wasser auch infolge von Strömungen und Temperaturschichten zu wenig konstant, so daß nur in
bestimmten Fällen mit einer einwandfreien Bild-Übertragung der Videosignale gerechnet werden
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könnte. Demgegenüber bieten Unterwasserstromliniensignale den Vorteil einer annähernd radialsymmetrischen Ausbreitung und einer hohen Konstanz
der Empfangsfeldstärke. Jedoch ist auch hier wie beim Ultraschallverfahren die Bandbreite begrenzt.
Die höchste übertragbare Frequenz ist abhängig vom Salzgehalt des Wassers und von der
geforderten Eindringtiefe der Stromliniensignale in das Wasser. So ist z. B. in der Nordsee bei einer
ίο Videosignalbandbreite von 5 kHz mit einer Eindringtiefe
von 30 m zu rechnen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, die Bandbreite noch weiter einzuengen, so daß Eindringtiefen von über 100 m erzielt werden
können, ohne daß die Bildfolgefrequenz noch weiter herabgesetzt wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine vertikale Zeile das Bildfeld in horizontaler
Richtung periodisch abtastet, so daß der mittlere Helligkeitsinhalt der senkrechten Zeilen zu einem
Empfangsgerät übertragen wird, welches die mittleren Helligkeitswerte in vertikale Lagewerte auf
dem Empfänger umsetzt.
Wie Versuche gezeigt haben, läßt sich auch mit einem derartig einfach aufgenommenen Videosignal
ein scharfes, wenn auch schemenhaftes Bild der Wasseroberfläche empfangsseitig reproduzieren. Die
schematische Anordnung eines derartigen vereinfachten Bildaufnahmegerätes zeigt die Abb. 1. Das
eigentliche Bildaufnahmegerät, welches in der Draufsicht dargestellt ist, ist für eine Horizontalabtastung
von 3600 geeignet. Bekannte Linsen- und Spiegelanordnungen, welche zur Erhöhung der Lichtstärke
und der Bildschärfe dienen, sind nicht wiedergegeben worden. Konzentrisch um den elektrooptischen
Wandler α (ζ. Β. Fototransistor) rotiert ein senkrecht
stehender Zylinder b, der mit einem schmalen, senkrechten Schlitz c versehen ist. Bei jeder ganzen
Umdrehung dieses Zylinders wird ein Bild abgetastet, so daß sich also aus der Umdrehungszahl
dieses Zylinders die Bildfolgefrequenz ergibt. Die mittlere Helligkeit des durch den schmalen, senkrechten
Schlitz c auf den elektrooptischen Wandler a einfallenden Lichtes wird von diesem in eine entsprechende
elektrische Energie umgewandelt und nach entsprechender Verstärkung mit Hilfe des
Verstärkers f den Elektroden g und h zugeführt. Ein Zahlenbeispiel möge erläutern, mit welchen
höchsten zu übertragenden Frequenzen gerechnet werden muß. Wir wollen annehmen, der vertikale
Spalt c habe eine Breite, die es gestattet, 15 Winkelminuten
aufzulösen. Die Gesamtzahl der vertikalen Zeilen beträgt dann bei einer 36o°-Abtastung 360 · 4
= 1440 Zeilen. Bei einer Bildfolgefrequenz von Ve Hertz ergibt sich dann 240 Hertz als höchste
zu übertragende Frequenz. Demgemäß ist damit zu rechnen, daß ein Unterseeboot in der Nordsee die
Signale bis zu einer Tauchtiefe von über 100 m empfangen kann.
Die Abb. 2 a zeigt ein Original des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu übertragenden
Bildes. Es handelt sich hier um einen Bildausschnitt. Die Abb. 2 b zeigt die Wiedergabe dieses
Bildausschnittes mit Hilfe eines normalen Empfängers
(senkrechte Zeilenauflösung). Hier werden, wie die Abb. 2 b zeigt, die mittleren Helligkeitswerte der vertikalen Zeilen reproduziert, wobei die
Objekte auf dem Bild nicht mehr erkennbar sind. Die Abb. 2 c hingegen zeigt ein Bild, bei welchem
die mittleren Helligkeitswerte in Höhenwerte umgesetzt worden sind. Hier ergibt sich ein schemenhaftes
und verfälschtes, aber scharfes Bild des Objektes. Ein derartiges Bild kann auf einfachste
Weise mit Hilfe eines gewöhnlichen Kathodenstrahloszillographen sichtbar gemacht werden. Der
übliche Sägezahngenerator für die Zeitablenkung wird mit der Bildfolgefrequenz synchronisiert, und
das Videosignal wird nach entsprechender Verstärkung dem Plattenpaar für die senkrechte Punktablenkung
zugeführt. Man erhält nun ein zur Zeitachse symmetrisches Doppelbild, wie es die Abb. 2 d
zeigt. Durch einfaches Verschieben der Nullinie oder durch Gleichrichtung des Signals läßt sich
daraus ein Bild, wie Abb. 2 c zeigt, herstellen.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn der bei der Aufnahme verwendete 'fotoelektrische Wandler für
langwelliges, infrarotes Licht etwa von der Wellenlänge 20 u besonders empfindlich ist.
Claims (5)
1. Verfahren zur Abtastung und Wiedergabe von auf der Wasseroberfläche befindlichen Gegenständen
zur Erzeugung extrem niederfrequenter Videosignale, dadurch gekennzeichnet, daß eine
vertikale Zeile das Bildfeld in horizontaler Richtung
periodisch abtastet, daß der mittlere Helligkeitsinhalt der senkrechten Zeilen zu einem
Empfangsgerät übertragen wird, welches die mittleren Helligkeitswerte in vertikale Lagewerte
auf dem Empfänger umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß empfangsseitig die Nullinie verschoben oder das Signal gleichgerichtet wird.
3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch um einen elektrooptischen
Wandler («) ein senkrecht stehender Zylinder (b) rotiert, der mit einem schmalen, senkrechten
Schlitz versehen ist. n0
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bildaufnahmegerät kardanisch
aufgehängt wird, so daß Kippbewegungen vermieden werden.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der im Aufnahmegerät
verwendete elektrooptische Wandler für langwelliges infrarotes Licht empfindlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 637/8 8.72
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| DE977904C true DE977904C (de) | 1972-09-07 |
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| DER29134A Expired DE977904C (de) | 1959-10-30 | 1959-10-30 | Verfahren und Anordnung zur Abtastung und Wiedergabe bei der drahtlosen Bilduebertragung durch Wasser |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE977904C (de) |
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1959
- 1959-10-30 DE DER29134A patent/DE977904C/de not_active Expired
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