DE977943C - Anordnung zur Auswertung und/oder Anzeige von Ortungsdaten in einem Ortungsgeraet - Google Patents

Anordnung zur Auswertung und/oder Anzeige von Ortungsdaten in einem Ortungsgeraet

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DE977943C
DE977943C DET24054A DET0024054A DE977943C DE 977943 C DE977943 C DE 977943C DE T24054 A DET24054 A DE T24054A DE T0024054 A DET0024054 A DE T0024054A DE 977943 C DE977943 C DE 977943C
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doppler
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DET24054A
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Werner Dipl-Ing Dr Auer
Olaf Dipl Ing Schreiber
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Telefunken Patentverwertungs GmbH
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Description

  • In Waffensystemen zur Bekämpfung von Luftzielen, beispielsweise mittels Boden-Luft-Flugkörpern, ist die Verwendung vonDoppler-Radargeräten zur Gewinnung der zur Bekämpfung erforderlichen Informationen über diese Luftziele gebräuchlich, wobei in Waffensystemen zur Abwehr von Tieffliegern vorzugsweise Puls-Doppler-Radargeräte und gegebenenfalls bei kleineren Abwehrsystemen insbesondere im Hinblick auf den dabei vorrangig geforderten geringen erforderlichen Aufwand -auch Dauerstrich(CW)-Radargeräte in Frage kommen. Das eigentliche Bekämpfungssystem eines derartigen Waffensystems besitzt - gerechnet vom Beginn der Zieleinweisung bis zum Start des einzelnen Flugkörpers - eine vorgegebene, nicht unterschreitbare mittlere Reaktionszeit; darüber hinaus ist die maximale Reichweite des einzelnen Flugkörpers und damit dessen Flugzeit vorgegeben. Die Radargeräte insbesondere eines Tieffliegerabwehrsystems besitzen zudem infolge der Horizontabschattung ihres Radarhorizonts vorzugsweise durch Bodenerhebungen eine relativ geringe Reichweite. Vor allem aus diesen Gründen muß daher bei derartigen Waffensystemen mit sehr kurzen Warnzeiten ausgekommen werden.
  • Dieses Erfordernis stellt an den zieleinweisenden Radarbeobachter außerordentlich große Anforderungen an sein Konzentrations- und Reaktionsvermögen. Häufig ist es ihm insbesondere bei plötzlichem Auftauchen mehrerer zu bekämpfender Ziele wegen der Vielzahl der angezeigten Information auch dann unmöglich, den Überblick über das Radarbild, d. h. die Luftlage, zu bewahren, wenn das Radarbild keine Festziele wiedergibt, was zur Folge hat, daß dann vom Radarbeobachter auch keine sinnvolle Zieleinweisung für das eigentliche Bekämpfungssystem vorgenommen werden kann; er wird vielmehr aus sämtlichen angezeigten Zielen willkürlich, d. h. planlos, einzelne Ziele zur Bekämpfung auswählen.
  • Die Erfindung basiert auf der neuen und grundlegenden Erkenntnis, daß es bei einem derartigen Waffensystem erforderlich ist, ein Verfahren zur sinnvollen Zielauswahl nach einem vorgegebenen Kriterium anzuwenden, wodurch der Radarbeobachter entlastet und gegebenenfalls durch eine automatische Servoeinrichtung ersetzbar wird. Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine solche Anordnung der einleitend genannten Art anzugeben, bei der die Ortungsdaten nur derjenigen Ziele ausgewertet und/oder angezeigt werden, deren Radialgeschwindigkeit in bezug auf das Ortungsgerät bei ihrer jeweiligen Entfernung so groß ist, daß sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls das Ortungsgerät erreichen können. Diese Anordnung soll somit besonders vorteilhaft in Luftabwehr-Waffensystemen, insbesondere zur Abwehr gegen Tiefflieger, anwendbar sein.
  • Die Erfindung besteht bei der vorstehend definierten Anordnung darin, daß in an sich bekannter Weise im Empfänger des Ortungsgerätes in einem vorgegebenen Frequenzbereich - vorzugsweise frequenzinäflig aneinander anschließende - Dopp ler-Frequenzfilter vorgesehen sind und daß deren Durchlaßbandbreiten mit abnehmender zugeordneter Relativgeschwindigkeit angenähert derart zunehmend gewählt sind, daß eine vorgegebene Mindestzeit zur Auswertung undjoder Anzeige der Ortungsdaten der sich dem Ortungsgerät nähernden Ziele zur Verfügung steht.
  • Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung in einem Waffensystem zur Luftabwehr, beispielsweise in einem Radargerät als Ortungsgerät, ist gewährleistet, daß dem Zielbeobachter, im Beispielsfall dem Radarbeobachter, immer ein Bild der Luftlage vermittelt wird, das unmittelbar die Bekämpfungsdringlichkeit erkennen läßt, wobei berücksichtigt ist, daß sich bei vorgegebener Reaktionszeit des eigentlichen B ekämpfungssystems für Ziele mit unterschiedlichen Radialgeschwindigkeiten relativ zum Ortungsgerät verschiedene, den jeweiligen Zielen zugeordnete Entdeckreichweiten (Entfernungen zum Ortungsgerät, in denen ihre Ortungsdaten erstmals ausgewertet und/oder angezeigt werden) ergeben, die das Ortungsgerät gewährleisten muß, was bedeutet, daß die Ortungsdaten von sich dem Ortungsgerät schnell nähernden Zielen immer von größeren Entfernungen an ausgewertet und/oder angezeigt werden müssen als von langsamen Zielen, um für die Reaktion des eigentlichen Bekämpfungssystems die gleiche Zeit zur Verfügung zu haben. Luftziele, die auf Grund der maximalen Reichweite des eigentlichen Bekämpfungssystems unter Berücksichtigung seiner Reaktionszeit nicht, noch nicht oder nicht mehr der Bekämpfung zugewiesen werden können, werden nicht angezeigt und verwirren daher den Radarbeobachter nicht. Gegebenenfalls können alle mittels der erfindungsgemäßen Anordnung ausgewählten Ziele mit einer an sich bekannten Servoeinrichtung automatisch der Bekämpfung zugewiesen werden.
  • Die Benutzbarkeit der erfindungsgemäßen Anordnung ist selbstverständlich nicht auf das militärische Gebiet beschränkt, sie ist vielmehr auch vorteilhaft im zivilen Bereich gegeben, so beispielsweise in bodenseitigen Systemen zur Luftzielortung und Luftraumüberwachung, insbesondere zur dringlichkeitsabhängigen Luftlageüberwachung und Blindlandeführung im Lufthafenbereich, und weiterhin beispielsweise zur Kollisionsverhütung in der Luft-und Schiffahrt, wobei die möglichen Kollisionsgegner - vorzugsweise auf einem gesonderten Radarbildschirm - nach Dringlichkeit geordnet angezeigt werden können. Hiermit läßt sich in einfacher Weise erforderlichenfalls eine automatische Alarmauslösevorrichtung kombinieren.
  • Die erwähnten Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung und ihre Konzeption sind auch nicht insoweit vergleichbar mit dem weiteren, im folgenden beschriebenen Stand der Technik, als daß auf ein Naheliegen des Erfindungsgegenstandes für den Radarfachmann geschlossen werden könnte.
  • Zu diesem Stand der Technik gehört ein Radargerät mit Mitteln zur Anzeigeunterdrückung von Festzielen durch - nach Frequenztransformation erfolgende - Überlagerung der Empfangsschwingungen mit ihren zugeordneten Sendeschwingungen in einer Verzögerungsleitung, die der Entfernungsauflösung des Radargerätes angepaßteAnzapfungen aufweist. An diese Anzapfungen sind über Detektoren je ein Dopplerfrequenzfilter angeschlossen. Alle diese Filter besitzen gleiche Durchlaßbandbreiten und arbeiten auf eine gemeinsame Auswerte- und/ oder Anzeigeeinrichtung. Der Sinn dieser Maßnahme liegt im Vermeiden eines Kohärentoszillators, der bei der Anzeigeunterdrückung von Festzielen in einem Impulsradargerät ansonsten erforderlich ist, oder einer extrem linearen Frequenzmodulation, die zu einer ausreichenden Entfernungsauflösung in einem CW/FM-Radargerät (Dauerstrichgerät mit Frequenzmodulation) mit Anzeigeunterdrückungsmitteln für Festziele ansonsten Bedingung für die Sendeschwingungen ist. Eine entfernungsmäß ige Zielselektion im Sinne der Erfindung ist hierdurch nicht gegeben.
  • In einem vorgegebenen Frequenzbereich frequenzmäßig aneinander anschließende Dopplerfrequenzfilter, die zu Filterbänken zusammengefaßt sind, werden bereits in einem weiteren bekannten Radargerät benutzt. Ein solches Radargerät ist weiter unten an Hand der Fig. 1 näher beschrieben.
  • Die Durchlaßbandbreiten der einzelnen Dopplerfrequenzfilter dieses Radargerätes sind gleich groß.
  • Ein weiterhin bekanntes, allerdings nicht nach dem CW-Verfahren (Dauerstrichverfahren), sondern nach dem Impulsverfahren arbeitendes Radargerät dieser Art, das gleichfalls Dopplerfrequenzfilterbänke aufweist, dient dazu, um in einem vom Radargerät kontrollierten, zu ihm in großer Entfernung befindlichen Überwachungsbereich extrem schnell und gegebenenfalls mit hoher Beschleunigung fliegende Ziele wie Meteore oder Erdsatelliten erkennen zu können. Um hierbei ein optimales Signal/Rausch-Verhältnis der Ausgangsschwingungen der einzelnen Filter im Hinblick auf die infolge der großen Zielentfernung relativ geringen Empfangsschwingungsamplituden zu erzielen, sind die Durchlaßbandbreiten der einzelnen Filter unterschiedlich, und zwar in Abhängigkeit von ihrer Mittenfrequenz gewählt, nicht jedoch in vergleichbarer Weise zur Erfindung im Sinne der Erzielung einer geschwindigkeitsabhängigen Entdeckentfernung.
  • Weiterhin ist es bekannt, in einem Radargerät die Anzeige von Festzielen nur in einem der unmittelbaren Umgebung des Standorts des Radargerätes entsprechenden Anzeigebereich zu unterdrücken, da die Festziele im Nahbereich - im Vergleich zum Fernbereich - besonders störend im Radarbild wirken, jedoch zweckmäßig im Fernbereich als Orientierungshilfe angezeigt werden.
  • In einem bevorzugt im Straßenverkehr einsetzbaren bekannten Kollisionsverhütungs-Radargerät werden die Empfangsschwingungen mit zwei zur Sendefrequenz frequenzgleichen, jedoch eine gegenseitige Phasenverschiebung von 900 aufweisenden Oszillatorschwingungen gleichzeitig gemischt und die zwei ermischten Schwingungen miteinander vektoriell addiert, wodurch ein Summensignal gewonnen wird, das zum automatischen Auslösen eines Schwellwert-Alarmschalters - der gegebenenfalls mit einer Bremseinrichtung zusammenarbeitet - bei mit einer vorgegebenen Mindestgeschwindigkeit erfolgender Annäherung eines möglichen Kollisionsgegners auswertbar ist. Auch das Arbeitsprinzip, auf dem dieses Radargerät basiert, unterscheidet sich grundlegend von demjenigen des Erfindungsgegenstandes und ist zur Lösung des ihm zugrunde liegenden Problems ungeeignet.
  • Wichtig für das Verständnis der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ist die Erkenntnis, daß die Entdeckentfernung bei gegebener Empfangsschwingungsamplitude unmittelbar mit der gewählten Bandbreite des jeweiligen Dopplerfrequenzfllters infolge der bei größerer Bandbreite größeren Rauschstörung zusammenhängt, was bedeutet, daß ein amplitudenmäßig gegebenes Empfangssignal bei kleiner Durchlaßbandbreite des zugeordneten Dopplerfrequenzfilters ein- größeres Signal/Rausch-Verhältnis zur Folge hat als bei größerer Bandbreite.
  • Das Signal/Rausch-Verhältnis ist aber in jedem Fall entscheidend für die erzielbare Entdeckentfernung.
  • Im folgenden seien an Hand der Figuren besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele von Anordnungen nach der Erfindung zwecks näherer Erläuterung der Erfindung im einzelnen beschrieben.
  • Hierbei wird von der in Fig. 1 gezeigten bekannten Anordnung ausgegangen, die ein CW-Radargerät darstellt, das zur Verwendung in dem eingangs beschriebenen Waffensystem zur Luftabwehr geeignet ist. Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen in allen Figuren gleiche Teile.
  • In Fig. 1 ist mit 1 der Hochfrequenzoszillator eines CW-Radargerätes bezeichnet, dessen Schwingungen einerseits über den Sender 2 damit der Sendeantenne3 ausgestrahlt und andererseits als Oszillatorschwingungen der Mischstufe des Radarempfängers 4 zugeführt werden, auf deren zweiten Eingang die von der Empfangsantenne 5 aufgenommenen Empfangssignale gelangen. Die Sendeantenne 3 ist mit der Empfangsantenne 5 starr gekoppelt; beide Antennen werden - wie durch die doppelt gestrichelte Linie 7 angedeutet ist - vom Motor 6 angetrieben, wodurch eine winkelmäßige Abtastung des Raumes erfolgt. ter die Leitungen 8 a und 8 b werden dem Motor 6, der mit einem nichtgezeigten Winkelwertgeber kombiniert ist, die Winkelinformationen - aufgespalten in ihre Sinus- (Leitung 8a) und Cosinuskomponenten (Leitung 8 b) -- entnommen und der Winkel-Geschwindigkeits-Anzeigeanordnung 9 zugeführt. An diese Anzeigeanordnung sind über eine Mehrzahl weiterer Eingänge Dopplerfrequenzfilter 10a .10? mit aneinander anreihenden, jeweils gleichbreiten Durchlaßbandbreiten angeschlossen, deren Anzahl von den zu erwartenden möglichen Dopplerfrequenzen abhängt, die den verschiedenen radialen Geschwindigkeiten relativ zum Radargerät der anzumessenden Ziele entsprechen. Diese Dopplerfrequenzen werden dem Empfänger 4 entnommen, durch den Dopplerfrequenzverstärker 11 verstärkt und dann auf die parallelgeschalteten Eingänge der einzelnen Dopplerfrequenzfilter gegeben. In praktisch ausgeführten Radargeräten nach Fig. 1, so sei betont, ist die Anzahl der erforderlichen Dopplerfrequenzfilter 10a ... lOn weitaus höher als durch die Buchstabenfolge a bis n und in Fig. 1 durch die gezeigten Filter 10a . . . IOn angedeutet ist; sie liegt beispielsweise bei n = 100.
  • Fig.2 zeigt ein in vielen Bausteinen gleiches Radargerät, wie es in Fig. 1 gezeigt ist und wie durch die jeweils gleichen Bezugszeichen zum Ausdruck kommt. Das Radargerät nach Fig. 2 enthält jedoch eine mögliche Anordnung nach der Erfindung, wobei somit vor der Auswertung und/oder Anzeige der Zielinformationen eine Selektion der Informationen nach einem Dringlichkeitskriterium erfolgt und wobei als zusätzlicher Vorteil zu werten ist, daß die Anzahl der erforderlichen Dopplerfrequenzfilter an den Eingängen der Anzeige- und/oder Auswerteanordnung 9' erheblich geringer ist als beim Radargerät nach Fig. 1, wenn die gleichen Gesamt-Dopplerfrequenzbereiche vorausgesetzt sind.
  • Für schnelle Ziele muß die Entdeckentfernung größer sein als für langsame Ziele, um zu gewährleisten, daß die mit dem Radargerät georteten Ziele bei vorgegebener Reaktionszeit des eigentlichen Bekämpfungssystems noch rechtzeitig der Bekämpfung zugewiesen werden können. In besonders einfacher und zweckmäßiger Weise wird diese Forderung beim Radargerät nach Fig. 2 beispielsweise dadurch erfüllt, daß die empfangsseitige Empfindlichkeit des Radargerätes durch verschiedene Bandbreiten der Dopplerfrequenzfilter in den Filterbänken 12, 12', 13, 13' und 14 entsprechend den verschiedenen Radialgeschwindigkeiten der Ziele relativ zum Radargerät gestaffelt wird.
  • Um in einfacher Weise kommende von gehenden Zielen unterscheiaen zu können, ist es zweckmäßig, in eingangs unter Bezugnahme auf Verkehrsradargeräte beschriebener, an sich bekannter Weise die Empfangsfrequenzen nicht - wie beim Radargerät nach Fig. 1 - mit der Frequenz des Senderoszillators 1 zu mischen, sondern mit einer zur Sendefrequenz kohärenten Bezugsfrequenz, die einen immer konstanten Frequenzabstand zur Sendefrequenz besitzt, der größer als die maximal zu erwartende Dopplerfrequenz ist. Hierzu ist beim Radargerät nach Fig. 2 ein an sich bekannter kohärenter Frequenzumsetzer 15 zwischen den Senderoszillator 1 und die Mischstufe des Empfängers 4 geschaltet.
  • Die Filterbank 12 ist kommenden Zielen mit der maximal erwarteten Radialgeschwindigkeit relativ zum Radargerät von beispielsweise 500 m/sec bis zu einer vorgegebenen Geschwindigkeit von beispielsweise 50 m/sec zugeordnet, dagegen die Filterbank 12' gehenden Zielen mit beispielsweise den gleichen Radialgeschwindigkeiten. Da jedoch in vielen Fällen, beispielsweise bei der Bekämpfung, schnell gehende Ziele nur bedingt oder überhaupt nicht interessieren, können gegebenenfalls in der Filterbank 12' einzelne Filter, insbesondere die höheren Geschwindigkeiten zugeordneten, entfallen; meist interessieren von den Informationen aus der Filterbank 12' nur diejenigen, die von langsam gehenden Zielen herrühren.
  • Das Filter 14 ist Festzielen und sehr langsamen Zielen, beispielsweise bewegten Blättern, Fußgängern, Bodenfahrzeugen usw., zugeordnet. Seine Mittenfrequenz ist gleich dem Betrag der Frequenzdifferenz der Ausgangsfrequenzen des kohärenten Frequenzumsetzers 15 und des Senderoszillators 1.
  • Falls ein gehendes Ziel wendet und sich damit in ein kommendes Ziel verwandelt, kann es in vielen Fällen zweckmäßig sein, eine besondere Anzeige und/oder Warnung, vorzugsweise automatisch, auszulösen. Hierzu sind beim Radargerät nach Fig. 2 als Wendefilter die Filterbänke 13 und 13' vorgesehen, an deren Ausgänge die Warnvorrichtung 16 angeschlossen ist, deren Aufbau und Funktion weiter unten an Hand der Fig. 9 näher erläutert ist.
  • Die einzelnen Filterbänke 12, 12', 13, 13' und 14 beim Radargerät nach Fig. 2 enthalten für die Differenzfrequenzen Dopplerfrequenzfilter, deren Mittenfrequenz und Bandbreiten gemäß den folgenden Überlegungen festgelegt sind, die an Hand eines der Wirklichkeit angepaßten Beispiels dargestellt seien.
  • Es sei angenommen, daß mit einem bodenseitigen Waffensystem der eingangs beschriebenen Art Tiefflieger mit einer maximalen Fluggeschwindigkeit von vz = 500 m/sec relativ zum Waffensystem unter Verwendung eines Radargerätes, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, als Ortungsgerät und mittels Flugkörpern bekämpft werden sollen, wobei die maximale Reichweite der einzelnen Flugkörper Ro = 5 km sei, entsprechend einer maximal möglichen Flugzeit des Flugkörpers von tFK = 8 sec. Unter diesen Voraussetzungen ist in Fig. 3 für die Parameter tR = 6, 10, 14 und 18 sec (tR = Reaktionszeit des Waffensystems, gerechnet von der ersten Auswertung und/oder Anzeige der Informationen über ein Ziel gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bis zum Start des der Zielbekämpfung dienenden Flugkörpers) die Abhängigkeit der Entdeckentfernung R von der jeweiligen radialen Zielgeschwindigkeit v relativ zum Waffensystem aufgetragen, wobei die Entdeckentfernung R aus der Gleichung R = Ro + Vz (tFK + tR) die sich sehr leicht ableiten läßt, gewonnen ist und diejenige minimale Zielentfernung vom Waffensystem definiert, in welcher ein Ziel mindestens entdeckt werden muß, um bei jeweils vorgegebenem R,, tFK und tR in Abhängigkeit von vz noch bekämpft werden zu können. Zur Erzielung einer Reserve in der zur Bekämpfung verbliebenen Zeit braucht gegebenenfalls lediglich der Parameter tR größer als tatsächlich durch das Waffensystem vorgegeben eingeplant zu werden.
  • Weiterhin seien folgende Größen beim bisher beschriebenen Waffensystem vorgegeben: Sendeleistung: 50 Watt Gewinn der Sende- und Empfangsantennen, die jeweils cosecansförmige Richtcharakteristiken (nur- fürAzimutanzeige) aufweisen: je 1300 Wellenlänge: 1,8 cm Empfängerempfindlichkeit: KT, (K = Boltzmann- Konstante, T0 = absolute Temperatur) Zielechofläche: 1 m2 Dann ergibt sich aus der allgemein bekannten Radargrundgleichung die effektive Empfängerbandbreite, d. h. die erforderliche Bandbreite B der jeweiligen Dopplerfrequenzfilter in Abhängigkeit von der Entdeckentfernung R B = 1,14 . 1017 .
  • = 1,14 10t7 R0 + v, (tFK + tR)-4, wobei sich für diesen angegebenen Faktor (Proportionalitätskonstante) 1,14 1017 die Einheit von B in kHz ergibt, wenn die Einheiten von Ro in m, von dz in m/sec und von tFK sowie von tR in sec angenommen werden. Der in obiger Gleichung dargelegte Sachverhalt ist in Fig. 3 dargestellt. Für den Parameter tR = 14 sec ist die sich ergebende Filterbank aufgetragen. Es wurde hierbei von einer maximalen Geschwindgikeit von v = 500 m/sec ausgegangen. Hierfür ergibt sich aus der Kurve eine Bandbreite von a, = 1,75 kHz für dieses Filter.
  • Zu einer um diese Frequenz geringeren Dopplerfrequenz gehört eine Geschwindigkeit von 485 m/sec.
  • Mit diesem Wert kann man an der Kurve eine Bandbreite a2 von 1,9 MHz für dieses an das erstgenannte anschließende Filter ablesen und wieder die zur unteren Filterflanke gehörige Geschwindigkeit bestimmen usw. Man erhält so die als Treppenkurve eingerechnete Filterbank mit den Filterbreiten al bis J4. Diese Bandbreiten der Filter dieser Filterbank sind in Fig. 3 aufgetragen, so daß man die Zuordnung von Zielgeschwindigkeitsbereichen und Filtern erkennen kann. Beispielsweise besitzen die Filter 12al bis 124 in der Filterbank 12 des Radargerätes nach Fig. 2 für den Beispielfall einer Reaktionszeit tR = 14 sec diese erfindungsgemäß erforderlichen Filterbandbreiten al bis J4. Die in Fig. 3 weiterhin eingetragenen Filterbandbreiten g, XMJ XTJ XF, Xnt Xm' der Filter 12g, 13in' 13xn, 14vF, 13um', 13in' in den Filterbänken 12, 13, 14 bzw. 13' des Radargerätes nach Fig. 2 sind nicht nach obiger Bandbreitenbeziehung berechnet, sondern lediglich innerhalb gewisser Toleranzen als besonders zweckmäßig ausgewählt. Auf der Ordinate ist zusätzlich die Entdeckentfernung R aufgetragen.
  • Unter den der Fig. 3 zugrunde gelegten Voraussetzungen sind somit ohne die Filter für Festziele und wendende Ziele, wenn nur kommende Ziele erfaßt werden sollen, bei einem Radargerät nach Fig. 2 lediglich 11 Filter (12al bis 12g) erforderlich, während unter den gleichen Voraussetzungen für ein Radargerät nach Fig. 1, das nach dem bekannten Stand der Technik aufgebaut ist, 33 Filter (10a bis 10n) benötigt werden, was als zusätzlicher großer Vorteil, der mit der Erfindung verbunden ist, gewertet werden muß.
  • Langsame Ziele sind meist Propellerfiugzeuge oder Hubschrauber. Durch die umlaufenden Blätter der Luftschrauben wird ein relativ breites Dopplerspektrum erzeugt. Langsame Ziele finden aber in der erfindungsgemäßen Anordnung automatisch eine große Auswertebandbreite vor und können somit besser identifiziert werden als bei konventionellen Systemen, bei denen die einzelnen Komponenten des Dopplerspektrums in verschiedene Filter fallen und somit zunächst als mehrere Ziele verschiedener Geschwindigkeit angesprochen werden.
  • Auch bei Puls-Doppler-Radargeräten, beispielsweise bei einem solchen nach Fig. 4, läßt sich die erfindungsgemäße Anordnung vorteilhaft benutzen.
  • In Fig. 4 ist mit 1' der durchschwingende Hochfrequenzgenerator des Senders eines Puls-Doppler-Radargerätes bezeichnet. Im Tastgerät 16 werden die Schwingungen des Generators 1' im Rhythmus der Ausgangssignale des Modulationssignalgenerators 17 getastet und dann auf den Sender 2 gegeben, der sie über die Antenne 3 abstrahlt. Dem an die Empfangsantenne 5 angeschlossenen Empfänger 4 sind Entfernungstorschaltungen 18....
  • 18 n nachgeschaltet, die die Zielinformationen, die am Ausgang des Empfängers 4 vorliegen, nach den Zielentfernungen selektieren. Die Anzahl » der erforderlichen Torschaltungskanäle richtet sich hierbei nach der maximalen Anzahl der Entfernungsbereiche, innerhalb derer Ziele getrennt verfolgt werden sollen. Die Torschaltungen werden mit den Ausgangssignalen des Modulationssignalgenerators 17 gesteuert, die in den einstellbaren Laufzeitgliedern i9a... 19» verschiedene, den ausgewählten Zielentfernungen entsprechende Ver--zögerungen erteilt bekommen. Die den Torschaltungen 18a... 18 nachgeschalteten Filterbänke 20.... 20 n vor der Anzeige- und/oder Auswerteanordnung9' enthalten für die Dopplerfrequenzen in besonders zweckmäßiger Weise nunmehr ledig- lich Filter einer derartigen Anzahl n und einer derartigen jeweiligen Bandbreite, daß die Informationen nur von denjenigen Zielen ausgewertet und/oder angezeigt werden, die sich innerhalb der oben definierten minimalen Entdeckentfernung R befinden.
  • In Fig. 5 ist im doppelten Maßstab von Fig. 3 die Funktion R bzw. B in Abhängigkeit von v für tR = 14 sec bei Vorgabe der übrigen der Fig. 3 zugrunde gelegten Voraussetzungen dargestellt.
  • Setzt man für die Entfernungstorschaltungen 18a ... 18n (Fig. 4) jeweils Torbreiten entsprechend 1 km in einem Bereich von 11 bis 16 km an, d. h.
  • 11 km < R < 1G km, so müssen nach einer mit der Erfindung zusammenhängenden Erkenntnis die den Entfernungstorschaltungen nachgeschalteten Filterbänke .0.... 20n (Fig. 4) die in Fig. 5 durch die Bezeichnungen A, B, C, D, E und F herausgehobenen Geschwindigkeitsbereiche überdecken, d. h. beispielsweise, daß die der Entfernungstorschaltung 18a für den Entfernungsbereich zwischen 15 und 16 kit nachgeschaltete Filterbank 20e dem Geschwindigkeitsbereich A, die der Entfernungstorschaltung 18 b für den Entfernungsbereich zwischen 14 und 15 km nachgeschaltete Filterbank 20 b dem Geschwindigkeitsbereich B usw. zuzuordnen ist. Die Ziele, deren zugehörige Information gemäß der Erfindung erstmalig ausgewertet und/oder angezeigt werden, sind innerhalb der entsprechenden Entfernungsbereiche den Geschwindigkeitsbereichen B-A, C-B, D-C usw. zugeordnet, diejenigen Ziele dagegen, die sich bei reits innerhalb der oben definierten Entdeckentfernung befinden und deren zugehörige Informationen bereits ausgewertet und/oder angezeigt werden, den restlichen Geschwindigkeitsbereichen bis zur maximalen angezeigten Geschwindigkeit.
  • Es gilt beispielsweise für die Ziele innerhalb des Entfernungsbereiches zwischen 14 und 15 km, dem der Entfernungstorkanal mit dem Tor 18 b und der Filterbank 20 b zugeordnet ist, daß, soweit ihre jeweilige Geschwindigkeit innerhalb des Geschwindigkeitsbereiches B-A liegt, ihre zugehörigen Informationen erstmalig ausgewertet und/oder angezeigt werden, daß jedoch, soweit ihre jeweilige Geschwindigkeit im Geschwindigkeitsbereich A liegt, ihre zugehörigen Informationen bereits erstmalig über einen Entfernungskanal, der einer höheren minimalen Entdeckentfernung zugeordnet ist (bei dem Geschwindigkeitsbereich A beispielsweise dem Entfernungsbereich zwischen 15 und lg km, dem der Entfernungskanal mit dem Tor 18a und der Filterbank 20. zugeordnet ist), geleitet sowie ausgewertet und/oder angezeigt würden.
  • Damit in allen Entfernungstorkanälen die Informationen über alle Ziele mit Geschwindigkeiten, die der Entdeckentfernung im Sinne des Erfindungsvorschlages zugeordnet sind oder darüber liegen, gleitet werden sowie zur Auswertung und/oder Anzeige gelangen, d. h. beispielsweise für alle Ziele im Entfernungsbereich zwischen 13 und 14 km, die Geschwindigkeiten im Geschwindigkeitsbereich D (Fig. 5) aufweisen, sind unter der Voraussetzung, daß in diesem als Beispiel gewählten Falle nur kommende Ziele im Entfernungsbereich 11 km < R < 16km mittels der erfindungsgemäßen Anordnung erstmalig entdeckt und dann verfolgt werden sollen, in den Filterbänken 20.
  • ... 20ru, die den Entfernungstorschaltungen 18 .18 n nachgeschaltet sind, nicht nur die Filter mit den Bandbreiten a1, a2, 3, b4, b5, c5, c, d e und f4 vorzusehen, sondern auch Filter für Ziele5 mit höheren als der Entdeckentfernung entsprechenden Geschwindigkeiten, d. h., daß beispielsweise die Filterbank 20 b, die der Entfernungstorschaltung 18 b für Ziele im Entfernungsbereich zwischen 14 und- 15 km nachgeschaltet ist, außer den Filtern mit - den Bandbreiten b4 und b5, die Zielen mit Geschwindigkeiten im Geschwindigkeitsbereich B-A entsprechen und deren zugehörige Informationen mittels der erfindungsgemäßen Anordnung erstmalig ausgewertet und/oder angezeigt werden sollen, zweckmäßigerweise zusätzlich Filter mit den Bandbreiten bt, b2 und b3, die jeweils gleich b4 sind, enthalten muß, die Zielen mit Geschwindigkeiten im Geschwindigkeitsbereich A entsprechen, so daß diese Ziele auch in diesem Entfernungsbereich (14 bis 15 km), obwohl ihre Informationen bereits in einem größeren Entfernungsbereich -- beispielsweise im Entfernungstorkanal mit dem Tor 1 8a und der Filterbank 20. - erstmalig geleitet sowie darauf ausgewertet und/oder angezeigt würden, weiterverfolgt werden können.
  • Allgemein kann gesagt werden, daß die erforderliche Anzahl der Filter in den einzelnen Filterbänken mit kleiner werdender mittlerer Entfernung des jeweiligen Entfernungsbereiches der den einzelnen Filterbänken zugeordneten Entfernungstorschaltungen größer wird, um eine Zielverfolgung über alle Entfernungsbereiche zu ermöglichen. Es ist hierbei aber nicht unbedingt erforderlich, daß die einzelnen Filter, die Zielen mit höheren als der Entdeckentfernung im Sinne des Erfindungsvorschlages entsprechenden Geschwindigkeiten zugeordnet sind, also beispielsweise die Filter in der Filterbank, die der Entfernungstorschaltung für den Entfernungsbereich zwischen 14 und 15 km zugeordnet sind, sämtlich jeweils eine Bandbreite gemäß der oben angegebenen Gleichung in Abhängigkeit von der Entdeckentfernung R besitzen; vielmehr ist es meist vorteilhaft, in jeder Filterbank Filter mit jeweils gleicher Bandbreite vorzusehen, die gleich der Bandbreite desjenigen Filters in der jeweiligen Filterbank ist, das innerhalb des durch die zugehörige Entfernungstorschaltung gegebenen Entfernungsbereiches demjenigen Ziel mit der größten der Entdeckentfernung entsprechenden Geschwindigkeit zugeordnet ist, d. h. beispielsweise für den Entfernungsbereich zwischen 14 und 15 km, dem das Entfernungstor 18 b mit der nachgeschalteten Filterbank 20 zugeordnet ist, so daß die Filterbank 20 b sechs Filter mitgleichen Bandbreiten cL, c2. . . c; enthält, wobei die Bandbreite C5 die ausschlaggebende für die übrigen Filter in der Filterbank 20 b ist.
  • Als besonderer Vorteil der Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung bei Puls-Doppler-Radargeräten ist zu werten, daß neben dem verminderten erforderlichen Aufwand an Filtern die meist bei Puls-Doppler-Radargeräten störenden Vieldeutigkeiten der Zielentfernungsinformationen nur in den notwendigen Fällen aufgelöst werden müssen, da ja nur die schnellen Ziele im Vieldentigkeitsbereich liegen.
  • Weiter ist von wesentlicher Bedeutung, daß bei Anwendung von automatischen Rechnern für die Datenauswertung, z. B. zur Bedrohungsberechnung oder für die Luftverkehrskontrolle, diese Rechner kleiner werden als bei konventionellen Systemen, bei denen man alle Ziele gleichberechtigt behandelt und deswegen Gefahr läuft, daß bei einmal festgelegter Kapazität des Rechners ein gerade auftauchendes Ziel unabhängig vom Bedrohungsgrad nicht behandelt werden kann.
  • Ein weiteres vorteilhaftes Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Anordnung liegt auf dem des Sekundär-Radars sowohl auf dem zivilen als auch dem militärischen (IFF-Verfahren) Gebiet.
  • Hierbei brauchen beispielsweise bei der Kennungs-Abfrage von Luftfahrzeugen in einem Flughafenbereich seitens der Kontrollstelle des Flughafens nur kommende Ziele nach infolge ihrer Geschwindigkeit und Entfernung gegebener Lande-Dringlichkeit abgefragt und verfolgt zu werden, so daß eine reibungslose Landeeinweisung bei rationeller Ausnutzung der Flughafenkapazität erfolgen kann.
  • Im folgenden sei ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Auswerte- und Anzeigevorrichtung beschrieben, die beispielsweise an Stelle der Auswerte- und/oder Anzeigevorrichtungen 9 bzw. 9' in den Anordnungen nach Fig. 1, 2 und 4 vorteilhaft verwendbar ist.
  • In Fig. 6 ist als Beispiel Bezug genommen auf Fig. 4 und mit dem gestrichelt gezeichneten Block 9' der eigentliche Anzeigeteil einer derartigen Auswerte- und Anzeigevorrichtung umrahmt. Die Ausgangssignale der Filterbänke ..... . 20n werden mittels der Gleichrichter 21... .21 n gleichgerichtet und über die Torschaltungen 22.. .. 22 n auf den Wehneltzylinder 23 der Kathodenstrahlanzeigeröhre 24 gegeben, wenn die Torschaltungen 22 a ..... n durch die Steuersignale aus dem Sägezahugenerator 25 geöffnet sind.
  • In den Torschaltungen 22... .22 n können vorteilhafterweise an sich bekannte Torröhren Verwendung finden, von denen eine mit einem Teil ihrer zugehörigen Schaltung schematisch in Fig. 7 gezeigt ist. In einem evakuierten Gehäuse 26 befindet sich eine Kathode 27, eine ringförmige Beschleunigungselektrode 28, die gleichzeitig der Fokussierung dient, weiterhin plattenförmige Ablenkelektroden 29 und 30, eine scheibenförmige Auffangelektrode 31 und ein Elektronenauffänger 32.
  • Wenn die Potentiale der Elektroden 29 und 30 gleich sind, fliegen die Elektroden von der Kathode 27 auf der gestrichelt gezeichneten Bahn 33 zur Elektrode 20, und die Torschaltung 22. ist geöffnet. Die Elektronenbahn kann jedoch nach zwei entgegengesetzten Richtungen abgelenkt werden, wozu an die Elektrode 29 der Sägezahngenerotor 25 und an die Elektrode 30 die Vergleichsspannungsquelle 34 angeschlossen ist. Zwei der möglichen Elektronenstrahlbahnen sind in Fig. 7 punktiert eingezeichnet, wobei die Torschaltung 22 a gesperrt ist.
  • Die Ausgangssignale des Sägezahngenerators 25 gelangen bei der Anordnung nach Fig. 6 außerdem auf die einen Eingänge der Multiplikationsstufen 35 und 36, an deren anderen Eingängen über die Leitungen 8a und 8b die Sinus- bzw. Cosinuskomponente der Winkelinformation aus dem Winkelwertgeber im Motor 6 liegen. DieAusgangssignale der Stufen 35 und 36 gelangen nunmehr auf die aufeinander senkrecht stehenden Ablenkplattenpaare 37 und 38 der Elektronenstrahlanzeigeröhre 24, auf deren Bildschirm 39 beispielsweise das in Fig. 8 gezeigte Bild entsteht.
  • Fig. 8 zeigt ein Azimut-Geschwindigkeit-Anzeigebild. Im Mittelpunkt 40 befindet sich nach Art der üblichen Rundsichtdarstellung der Ort der Radaranlage, von dem radial nach außen im entsprechenden Azimut die Ziele nach ihrer azimutalen Lage und Geschwindigkeit dringlichkeitsabhängig dargestellt werden. Mit 41, 42 und 43 sind die Echosignale dreier möglicher Ziele dargestellt und bezeichnet. Der Kreisring44, der in nicht gezeigter, jedoch an sich bekannter Weise elektronisch eingeblendet oder auf einer vor dem Bildschirm 39 angeordneten Schablone angebracht sein kann, ermöglicht eine Unterscheidung zwischen kommenden und gehenden Zielen. Kommende Ziele werden zweckmäßigerweise außerhalb, gehende Ziele innerhalb des Kreisringes 44 dargestellt. Festziele liegen auf dem Kreisring 44.
  • Daher sind die Ziele 41... 43 kommend, die Ziele 45 und 46 gehend und das Ziel 47 ein Festziel bzw. ein sehr langsam bewegtes Ziel, dessen Signale jedenfalls in den Durchlaßbereich - der Filter mit den Bandbreitensp (Fig. 3) fallen.
  • Die Anzeigeart nach Fig. 8 ist - für sich gesehen - durch den Stand der Technik nahegelegt.
  • Es ist nämlich in einem Flugzeug-Bordradargerät bereits eine Azimut- Geschwindigkeits -Anzeigeeinrichtung zum Bestimmen des Kurses, der Übergrundgeschwindigkeit und der Abtrift bekannt, bei der auf dem Schirm einer Kathodenstrahl-Anzeigeröhre radial nach außen vom Mittelpunkt aus der hellgetastete Elektronenstrahl einerseits bis zu einer Entfernung vom Mittelpunkt ausgelenkt, die proportional der ermittelten Übergrundgeschwindigkeit ist, und andererseits in Flugrichtung (Kursrichtung) über Grund abgelenkt wird, wobei die Richtung der Flugzeuglängsachse als Bezugsrichtung zur azimutalen Abtriftbestimmung dient. Eine Radarzielanzeige ist hierbei nicht vorgesehen.
  • Weiterhin ist für ein Doppler-Radargerät ein Sichtgerät bekannt, auf dessen Bildschirm in einem kartesischen Koordinatensystem einerseits in posi- tiver oder negativer Abszissenrichtung Zielgeschwindigkeiten nach ihrer Größe und in Abhängigkeit davon dargestellt werden, ob sich das jeweilige Ziel relativ zum Radargerät nähert oder entfernt, und andererseits die Anzeige in Ordinatenrichtung in Abhängigkeit von einer anderen Meßgröße gesteuert wird, die beispielsweise der Azimut des jeweiligen Zieles sein kann.
  • Fig. 9 zeigt eine Möglichkeit einer Ausgestaltung des Bausteines 16, der in Fig. 2 gezeigt und analog selbstverständlich auch bei der Anordnung nach Fig. 4 verwendbar ist. Aus den Filterbänken 13 und 13' für die Wendefilter gelangen die Ausgangssignale der Filter 13x,, 13x,, 13xm und 13in' auf die Gleichrichter 48, 49, 50 bzw. 51, an die monostabile Kippschaltungen 52, 53, 54 bzw.
  • 55 angeschlossen sind, die derartig abgestufte Zeiten bis zum Rückkippen in den stabilen Zustand aufweisen, daß sie nach der zu verschiedenen Zeiten vom Wenden eines Zieles herrührenden Anregung angenähert zur gleichen Zeit in ihre stabile Lage zurückkippen. Bei einem Wenden im Sinne eines Überganges vom kommenden Ziel zum gehenden Ziel erfolgt bei der Anordnung nach Fig. 9 kein Ansprechen der Koinzidenzstufe 56.
  • Verwandelt sich ein gehendes Ziel in ein kommendes, so wird es radial zum Radargerät zunächst eine immer kleinere Relativgeschwindigkeit, dann die Geschwindigkeit Null und anschließend eine wachsende Geschwindigkeit besitzen, so daß Ausgangssignale an den Filtern 13um, 13 in', 13 xn und 13 um in der angegebenen Reihenfolge auftreten. Hierdurch kippen die Kippschaltungen in der Reihenfolge 55, 54, 53, 52 in ihre instabilen Zustände. Ist das Wendemanöver vor Zurückkippen der Kippschaltungen in ihre stabilen Zustände abgeschlossen, ist die Koinzidenzstufe 56 an allen Eingängen mit Signalen beaufschlagt, so daß sie dann über die Trennstufe 57 ein besonders starkes Helltastsignal zur Betonung der Zielanzeige des wendenden Zieles auf die Stufe 9' (Fig. 6) gibt. Außerdem kann dann die Auslösung einer akustischen Warnung durch den Wecker 58 erfolgen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur alleinigen Auswertung und/oder Anzeige von Ortungsdaten nur solcher Ziele in einem nach dem Doppler- und dem Rückstrahlprinzip arbeitenden Ortungsgerät -beispielsweise in einem Doppier-Radargerät -, deren Radialgeschwindigkeit in bezug auf das Ortungsgerät bei ihrer jeweiligen Entfernung so groß ist, daß sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls das Ortungsgerät erreichen können, dadurch gekennzei,chnet, daß in an sich bekannter Weise im Empfänger des Ortungsgerätes in einem vorgegebenen Frequenzbereich -vorzugsweise frequenzmäßig aneinander anschließende - Doppler-Frequenzfilter vorgesehen sind und daß deren Durchlaßbandbreiten mit abnehmender zugeordneter Relativgeschwindigkeit angenähert -derart zunehmend gewählt sind, daß eine vorgegebene Mindestzeit zur Auswertung und/oder Anzeige der Ortungsdaten der sich dem Ortungsgerät nähernden Ziele zur Verfügung steht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßbandbreiten der Dopplerfrequenzfilter mit abnehmender zugeordneter radialer Relativgeschwindigkeit nur in einem vorgegebenen Geschwindigkeitsbereich derart zunehmend gewählt sind, daß eine vorgegebene Mindestzeit zur Auswertung und/oder Anzeige der Ortungsdaten der sich dem Ortungsgerät nähernden Ziele zur Verfügung steht.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur gesonderten Auswertung der- mittels der Dopplerfrequenzfilter feststellbaren Festzielen entsprechenden Empfangsschwingungen vorgesehen sind.
  4. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur gesonderten Auswertung der Ortungsdaten von wendenden Ziele vorgesehen sind, beispielsweise in Form von schmalbandigen Dopplerfrequenzfiltern für Schwingungen, deren Frequenzen derjenigen von Festzielen benachbart sind.
  5. 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in einem Puls-Doppler-Ortungsgerät, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfänger des Ortungsgerätes entfernungsmäßig vorzugsweise aneinandergrenzende Torschaltungen vorgesehen sind und daß zumindest einem Teil dieser Torschaltungen Dopplerfrequenzfilterbänke nachgeschaltet sind, die vorzugsweise frequenzmäßig aneinandergrenzende Filter für diejenigen Dopplerfrequenzen enthalten, die denjenigen Zielen zugeordnet sind, welche in der jeweils durch die vorgeschaltete Torschaltung ausgewählten Entfernung entdeckt werden müssen.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterbänke zusätzliche Filter derartiger Bandbreiten enthalten, daß die einmal in einer bestimmten, voraussetzungsgemäß geschwindigkeitsabhängigen Entfernung entdeckten Ziele beim Durchlaufen der kürzeren Entfernungen zugeordneten Entfernungstorschaltungen weiter erkennbar bleiben.
  7. 7. Anordnung zur Anzeige der mittels einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 gewonnenen Ortungsdaten auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahl-Anzeigeröhre, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigebild derart aufgeteilt ist, daß in an sich bekannter Weise sein Mittelpunkt dem momentanen Standort des Ortungsgerätes entspricht und alle Ziele entsprechend ihrer azimutalen Richtung dargestellt werden, und daß die radiale Entfernung der einzelnen Zieldarstellungen zum Bildmittelpunkt in Abhängigkeit von der jeweiligen radialen Relativgeschwindigkeit der Ziele gewählt ist.
    Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Auswertung und/oder Anzeige von Ortungsdaten in einem nach dem Doppler- und dem Rückstrahlprinzip arbeitenden Ortungsgerät. Als Ortungsgerät kommt hierbei vorzugsweise ein Radargerät in Betracht, jedoch sind gegebenenfalls mit Vorteil auch andere Ortungsgeräte, beispielsweise Sonar- oder Infrarotgeräte, verwendbar.
    Zur Gewinnung van Zielinformationen werden -insbesondere bei der polizeilichen Überwachung des Straßenverkehrs - häufig Doppler-Radargeräte mit Mitteln eingesetzt, die vor der Auswertung und/oder Anzeige der Information eine derartige Selektion der Informationen nach vorgegebenen IEriterien durchführen, daß beispielsweise nur die Informationen von denjenigen Zielen ausgewertet und oder angezeigt werden, die zum jeweiligen Radargerät vorgegebene Relativgeschwindigkeiten besitzen oder überschreiten, wobei zusätzlich eine Auswahl zwischen kommenden Zielen einerseits und gehenden Zielen andererseits erfolgen kann.
    Zur Ermöglichung dieser zusätzlichen Auswahl wird bei einem bekannten Verkehrsradargerät der Doppler-Effekt in der Weise ausgenutzt, daß nicht - wie bei Doppler-Radargeräten sonst allgemein üblich - die jeweiligen Empfangsfrequenzen mit der entsprechenden Sendefrequenz des Radargerätes gemischt werden, um D ifferenzfrequenzen, d. h. Dopplerfrequenzen, zu erhalten, deren Größe - unabhängig von der Bewcgungsrichtung des Zieles relativ zum Radargerät - direkt proportional zur jeweiligen radialen Zielgeschwindigkeit relativ zum Radargerät ist, wobei Festzielen die Differenzfrequenz Null zugeordnet ist, sondern daß den radialen Zielgeschwindigkeiten relativ zum Radargerät proportionale Differenzfrequenzen durch Mischung der Empfangsfrequenzen mit einer Bezugsfrequenz gewonnen werden, die einen vorgegebenen, immer konstanten Abstand zur Sendefrequenz besitzt, der mindestens gleich der maximal zu erwartenden Dopplerfrequenz ist, wobei die Größe derjenigen sich ergebenden Dopplerfrequenz, die Festzielen zugeordnet ist, gleich dem Frequenzabstand der Bezugsfrequenz von der Sendefrequenz ist und wobei die Differenzfrequenzen, die kommenden Zielen zugeordnet sind, größer und die Differenzfrequenzen, die gehenden Zielen zugeordnet sind kleiner als die Festzielen zugeordnete Differenzfrequenz sind.
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