DE97972C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE97972C DE97972C DENDAT97972D DE97972DA DE97972C DE 97972 C DE97972 C DE 97972C DE NDAT97972 D DENDAT97972 D DE NDAT97972D DE 97972D A DE97972D A DE 97972DA DE 97972 C DE97972 C DE 97972C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- grains
- shaft
- cleaning
- grain
- plates
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
Landscapes
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und die zur Ausübung desselben dienende
Vorrichtung zum Putzen, Reinigen und Trocknen von Getreidekörnern durch Vorbeiführen derselben
an rauhen Flächen.
Das Putzen bezw. Schälen des Getreides durch Vorbeiführen an rauhen Flächen ist an
sich bereits aus der Patentschrift Nr. 48879 bekannt, jedoch ist bei dem Erfindungsgegenstand
die Art der Vorbeiführung der Getreidekörner eine abweichende.
Das Verfahren besteht darin, dafs das Getreide in einen verhältnifsmäfsig engen Schacht,
der entweder senkrecht oder mehr oder weniger geneigt ist und entweder eine gerade oder
auch zickzackförmig gestaltete Röhre bildet, am oberen Ende eingebracht wird und im
Innern des Schachtes abwechselnd über schräg liegende -rauhe Flächen herabrutscht, dann eine
kurze Zeit frei fällt und gegen rauhe Flächen wieder anprallt, wobei dann endlich am Fufs
des Schachtes die groben und schweren verunreinigenden Theilchen abgesiebt und die
feinen und leichteren abgesaugt werden.
Die günstige Wirkung dieses Verfahrens für den vorliegenden Zweck beruht wesentlich
darin, dafs die Körner immer abwechselnd eine Zeit lang über die rauhen Flächen rollen und
rutschen, dann durch Aufprallen gegen eine solche Fläche ruckweise in ihrer Bewegung
gehemmt und nunmehr ganz kurze Zeit dem freien Fall überlassen werden, worauf sie dann
wieder auf eine rauhe Fläche aufprallen und wieder rutschend und rollend ■ auf derselben
weitergeführt werden u. s.w. Für die Wirkungsweise ist ferner wesentlich, dafs die Beförderung
der Körner in ganz dünner Schicht erfolgt, indem dieselben sich zwar an den Anprallstellen
sammeln,- aber dann nur wieder in dünner Schicht weitergehen können, und
dafs sie beständig aus ihrer Richtung gelenkt werden, wodurch ein Durcheinanderwerfen der
Körner bedingt und Gewähr dafür geboten ist, dafs die vorher vielleicht zwischen anderen
eingeschlossenen oder oben liegenden Körner nunmehr auf die rauhen Flächen zu liegen
kommen. Durch diese Einrichtung in ihrer Gesammtheit ist ein wirkliches Putzen und
Reinigen der Oberflächen sämmtlicher Körner an ihrem ganzen Umfange gewährleistet.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Theil der Vorrichtung in Fig. 1, 5, 6 und 7 in verschiedenen
Ausführungsformen im senkrechten Schnitt dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 5
die Anordnung des Schachtes in senkrechter Stellung bei verschiedener Ausführung der
Rutschplatten in seinem Innern, Fig. 6 und 7 den Schacht schräg liegend, ebenfalls mit verschiedener
Anordnung der Rutschplatten im Innern desselben. Fig. 2 zeigt einen wagerechten Querschnitt durch den Schacht nach
Fig. i, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch ein Gebäude mit einem darin liegenden Putzschacht,
Fig. 4 einen wagerechten Querschnitt
durch dieses Gebäude mit Aufsicht von oben auf den Schacht und die Getreidezuführungsund
Einfüllvorrichtung.
Der Schacht wird am zweckmäfsigsten etagenweise aus einzelnen Röhrenstücken oder Kammern
K bezw. K0 und K1 am besten von viereckigem Querschnitt zusammengesetzt. Jede
Kammer K enthält in ihrem Innern die Rutschplatte α und die Anprallplatte c, sowie ferner
noch bei den Ausführungen nach Fig. i, 5 und 7 eine Auffang- oder Führungsplatte b,-sä'mmtlich
von rauher Oberfläche, wenigstens an der dem Getreide zugekehrten Seite. Am zweckmäfsigsten werden diese Platten einfach
aus Stein (Sandstein und dergl.) gemacht, wodurch die rauhe Oberfläche von selbst gegeben
ist und auch beim Verschleifsen der Platte stets erhalten bleibt, indem sich die einzelnen
Sand- oder Steinkörnchen ausreiben und dann die zurückbleibenden wieder neu die rauhe
Oberfläche bilden. Die einzelnen, den Schacht bildenden Kammern K werden auf den Querfugen
durch darumgelegte Reifen oder Bänder η zusammengehalten und abgedichtet.
Nach Fig 1 rutschen die Körner auf den Platten α abwärts, prallen dann gegen die
Platten c und sammeln sich unten in dem trichterförmigen Raum zwischen c und b, gegen
welch letztere die Körner beim Abprallen von c ebenfalls aufprallen können. Die Platte α ist
in ihrem Neigungswinkel verstellbar gemacht, so dafs man die Neigung je nach dem Material
und der Korngröfse in zweckentsprechender Weise wählen kann; so z. B. ist in Fig. 1
unten in der Kammer K0 die Platte bei a1 in
ihrer höchsten Stellung und bei a'2 in ihrer tiefsten Stellung einpunktirt gezeichnet. Bei
Fig. 5 ist die Platte b durch Doppelscharnier r mit dem unteren Rande von α verbunden und
ruht mit ihrem unteren Ende auf einer Querstange s so auf, dafs beim Sinken von a die
Platte b sich ebenfalls senkt und stets der enge Spalt zwischen ihrem unteren Ende und der
Platte c erhalten bleibt, wie die unterste einpunktirte Stellung beider Platten zeigt. Bei
Fig. 7 steht die Platte α fest und ebenso c, während die Platte b am unteren Ende von c
beweglich hängt.
In Fig. 6 fehlt die Platte b gänzlich, da hier infolge der eigenthümlichen Anordnung diese
überflüssig ist, und die Platten α und c sind fest. Selbstredend könnte auch hierbei die
eine oder andere der Platten, oder auch beide, beweglich angeordnet sein, ebenso wie auch
in Fig. 7 α und c beweglich sein könnten.
Um nun sämmtliche Platten α (oder, wenn diese beweglich sein sollen, auch b oder c)
in allen Kammern K bezw. K0 und K1 gleichzeitig
und gleichmäfsig bewegen und einstellen zu können, dient die in Fig. 1 in der Seitenansicht
und in Fig. 2 im Grundrifs gezeichnete Einrichtung. Diese besteht darin, dafs von
den Drehzapfen 0 jeder einzelnen Platte. a, welche in Lagern i seitlich am Schacht liegen,
der eine über i hinaus verlängert und mit einem Hebel e verbunden ist, welch letzterer
am unteren Ende gabelförmig gestaltet ist und um einen Stift greift, der an einer Stange/
sitzt. Diese Stange f ist in Lagern (oder Halteklammern) seitlich an den Kammern K
geführt und trägt an irgend einer (oder auch an mehreren) leicht mit der Hand erreichbaren
Stelle ein Gewinde, auf welchem, zwischen zwei festen Lappen gehalten und so an der
Auf- und Abwärtsbewegung gehindert, ein loses Handrad g als Mutter sitzt, durch deren
Drehung also die Stange f und mit ihr der Hebel e und somit die Platten α bezw. b
oder c im Innern des Schachtes gehoben oder gesenkt werden.
Die beiden untersten Kammern K0 und K1
sind etwas anders gestaltet als die Kammern K, indem in K0 oberhalb der Platte c ein feines
Sieb und unter diesem ein Windabzugsrohr w mit Regulirklappe χ angeordnet und in K1
oberhalb c die durch Schieber regulirbare Windeintrittsöffnung v, sowie gegenüber derselben
ebenfalls ein Windabsaugrohr w mit Regulirklappe χ angeordnet und die Platte a
durch ein entsprechend geneigtes Sieb d ersetzt ist. Unterhalb d ist eine nach oben Verjüngte,
quer durch die Kammer K gehende Scheidewand eingebaut, die unten zwischen sich und
den Wänden von K1 zwei schlitzförmige Durchfallöffnungen y und \ läfst, von denen
y das Getreide, \ die Verunreinigungen durchfallen und sich unterhalb getrennt sammeln
läfst.
Zwischen dem oberen Ende dieser Scheidewand und dem unteren Ende des Siebes d
bleibt ein Raum, durch den ebenfalls mittelst des Rohres w der bei ν eintretende Wind
hindurchgesaugt wird, und welcher durch eine Regulirklappe χ nach Bedarf beliebig weit
oder eng gemacht werden kann.
Der mittelst eines Exhaustors (oder sonst geeigneten Vorrichtung) durch die Rohre w
angesaugte und bei ν eintretende Wind streicht in der Kammer K0 zwischen den Platten b,
α und c hindurch und ebenfalls in der Kammer K1 zwischen dem unteren Ende der
Platte b und dem Sieb d, ferner durch letzteres selbst und endlich zwischen seinem unteren
Ende und der Platte c hindurch, nimmt also hierbei sämmtliche feinen und leichten Verunreinigungen,
sowie alle Feuchtigkeit von den Körnern auf und führt sie mit sich fort, während
die schwereren Verunreinigungen durch das Sieb d hindurchfallen und sich unterhalb
desselben nach % hin bewegen, am unteren Ende von d dagegen nur die vollkommen geputzten
und getrockneten und von allen Un-
Claims (5)
- reinigkeiten befreiten Körner abfallen, welche dann noch in eine Bürstmaschine gebracht werden müssen.In letzterer Hinsicht läfst sich die Einrichtung und der Betrieb noch dadurch vereinfachen, dafs der Putzschacht unmittelbar über einer Getreidebürstmaschine angeordnet wird, also die durch y hinabfallenden Körner sofort in dieselbe gelangen.Wie sich aus den Fig. 3 und 4 ergiebt, erfolgt die Beschickung des Reinigungsschachtes zweckmäfsig durch einen neben demselben befindlichen Elevator t, der die Körner in die oberste Kammer K bringt, während ein zweiter Elevator tl die gereinigten Körner unten bei der Kammer K1 oder auch nach Passiren der Bürstmaschine weiter aufnimmt und weiter transportirt.Selbstredend könnten auch, mehrere Elevatoren und Reinigungsschächte neben einander angeordnet sein, um gleichzeitig von. verschiedenen Stellen aus arbeiten zu können; es könnte auch die Einrichtung so getroffen sein, dafs die Körner, die den Reinigungsschacht bis unten passirt haben, vom Elevator wieder hochgehoben und nochmals in denselben oder in einen anderen Reinigungsschacht gebracht werden; letzteres wird namentlich da nothwendig sein, wo vielleicht kein genügend hoher Raum vorhanden ist, um die Körner durch einen einzigen Schacht genügend zu reinigen.Irrf Allgemeinen allerdings wird in den Kornspeichern mehr Raum in der Höhe als in der Breite zur Verfügung sein und ist daher die Vorrichtung noch insofern von grofsem Vortheil, als sie, im Gegensatz zu allen anderen Reinigungsmaschinen, sehr wenig Bodenfläche beansprucht. 'Pa tent-Α νSprüche:i. Verfahren zum Putzen, Reinigen und Trocknen von Getreide durch Vorbeiführen an rauheo Flächen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Getreide in einen eine Röhre von beliebiger Form und Lage bildenden Schacht oben eingebracht und ihm darin eine abwechselnd freifallende und rutschende Bewegung mit sich stetig ändernder Bewegungsrichtung und unter abwechselndem Ansammeln und Ausbreiten der Körner in flacher Schicht ertheilt wird, wobei die Körner stufenweise herabsinken und dabei immer abwechselnd gegen rauhe Flächen anprallen und auf solchen herabrollen, zu dem Zweck, einerseits die Getreidekörner von den nach der die groben Beimengungen entfernenden Vorreinigung noch fest an ihnen haftenden Bärtchen, Spitzen, Staub und Schmutz zu reinigen, sowie durch Abscheuern von der ä'ufsersten holzigen Schicht der Körnerschale zu befreien, andererseits die aus der -Waschmaschine kommenden Körner zu trocknen.
- 2. Die zur Ausübung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens dienende Vorrichtung, gekennzeichnet durch einen aus einzelnen Kammern oder Abtheilungen gebildeten röhrenartigen Schacht von beliebiger Form und Stellung, wobei in jeder Abtheilung K des Schachtes eine schräg liegende Platte a mit rauher Oberfläche (Sandstein und dergl.) und vor der oberen Spitze von α eine stehende Platte c von gleichem Stoff angeordnet ist, um das Getreide über α herabrutschen, gegen c prallen und dann auf die nächst untere Platte a gelangen zu lassen.
- 3. An der in Anspruch 2 gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung, dafs die Platten a, sowie das in der untersten Abtheilung die Platte α ersetzende Sieb d in ihrem Neigungswinkel nach Bedarf verstellbar gemacht sind.
- 4. An der Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3 die Anordnung, um sämmtliche Platten a, sowie Sieb d gleichzeitig genau in denselben Neigungswinkel einstellen zu können, gekennzeichnet durch die nach aufsen durch den Schacht tretenden Drehzapfen 0 der Platten α in Verbindung mit dem daran befestigten, am Ende gabelförmigen, einen Stift der durch Drehen des Handrades g auf- und abwärts zu bewegenden Stange f umfassenden Hebel e.
- 5. An der Vorrichtung nach Anspruch 2 im Innern jeder Kammer K die Anordnung besonderer Hülfsplatten b bei der Stelle des Getreidedurchlasses zwischen α und c, wobei die Platten b entweder, wie in Fig. 1, feststehend und von α und c getrennt oder, wie in Fig. 5, gelenkig mit a, oder auch, wie in Fig. 7, gelenkig mit c verbunden sein können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97972C true DE97972C (de) |
Family
ID=368979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97972D Active DE97972C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97972C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4946076A (en) * | 1987-10-02 | 1990-08-07 | Bramlage Gesellschaft Mit Beschrankter Haftung | Dispenser for pasty compositions |
-
0
- DE DENDAT97972D patent/DE97972C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4946076A (en) * | 1987-10-02 | 1990-08-07 | Bramlage Gesellschaft Mit Beschrankter Haftung | Dispenser for pasty compositions |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0293426B1 (de) | Anlage und verfahren zur trockenen mahlvorbereitung von kornartigen nahrungs- und futtermitteln | |
| DE2402687A1 (de) | Staubfilter | |
| EP0182831A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum auslesen von schwergut, insbesondere steinen o.ä., aus getreide und anderen schüttgütern. | |
| DE3321326A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum reinigen und sortieren von schuettguetern aller art | |
| DE2519328C2 (de) | Vorrichtung zur Rückgewinnung von Gießereisand aus Klumpen vorher verwendeten Gießereisandes | |
| DE97972C (de) | ||
| EP0185273B1 (de) | Saugheber | |
| DE19944057A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abreinigung von Schlauchfiltern | |
| DE946521C (de) | Luftsetzmaschine und Verfahren zur Aufbereitung von Feinkohle oder von aehnlichem Gut | |
| DE2812286C2 (de) | Vorrichtung zum Trennen von Schwergut und Leichtgut eines Feststoffgemisches | |
| EP0180701B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Fremdkörpern, wie Steine, Kies und Sand, von Hackfrüchten, insbesondere Zuckerrüben | |
| DE9215594U1 (de) | Siebvorrichtung, insbesondere zum Sortieren von Abfallmaterial | |
| DE834831C (de) | Aufbereitung von Kohlen sehr kleiner Groesse, insbesondere mit sehr hohem Gehalt an spezifisch schwerer Feinkohle | |
| DE692833C (de) | Vorrichtung zum Ausscheiden fremder Beimengungen aus Rohbims und aehnlichen Massen | |
| DE248404C (de) | ||
| DE548019C (de) | Vorrichtung zum Reinigen von Saemereien, Getreide u. dgl. | |
| DE90345C (de) | ||
| DE83708C (de) | ||
| DE145507C (de) | ||
| DE2701345C3 (de) | Vorrichtung zum Trennen von Schwer- und Leichtgut | |
| DE32752C (de) | Schieberventil für Griesputzmaschinen | |
| DE6148C (de) | Griesputzmaschinen | |
| DE232900C (de) | ||
| CH632025A5 (en) | Apparatus for pretreating a paper fraction which has been separated from refuse and is to be reprocessed | |
| DE277973C (de) |