DE98111C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G3/00—Sweetmeats; Confectionery; Marzipan; Coated or filled products
- A23G3/02—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of sweetmeats or confectionery; Accessories therefor
- A23G3/0236—Shaping of liquid, paste, powder; Manufacture of moulded articles, e.g. modelling, moulding, calendering
- A23G3/0252—Apparatus in which the material is shaped at least partially in a mould, in the hollows of a surface, a drum, an endless band, or by a drop-by-drop casting or dispensing of the material on a surface, e.g. injection moulding, transfer moulding
- A23G3/0263—Moulding apparatus for hollow products, e.g. opened shell
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Description
KAISERLICHES jfk
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53: Nahrungsmittel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. August i8g7 ab.
Bis dahin fehlte es an einem geeigneten Verfahren, aus Zucker dünnwandige Hohlkörper,
z. B. Hohlkugeln und dergl., herzustellen. Alle derartigen Körper wurden bisher
durch Giefsen des Zuckers in geeignete Formen und Ausgiefsen der in der äufseren erstarrten
Hülle noch vorhandenen flüssigen Masse gewonnen; es konnten dadurch gleichmäfsige
und dünne Wandstärken der Hohlkörper nicht erreicht werden. Dies ist erst durch das nachstehend
beschriebene und durch die beiliegende Zeichnung erläuterte Verfahren möglich geworden.
Hiernach werden zunächst einseitig offene Hohlkörper, z. B Halbkugeln und dergl., und
aus diesen die Hohlkugeln hergestellt, indem man die Halbkugelrä'nder erwärmt oder mit
Bindemitteln bestreicht und alsdann die beiden Halbkugeln durch Aufeinanderdrücken der
Ränder verbindet.
Als Ausgangspunkt für das neue Verfahren dienen Platten P, welche aus reinem oder mit
geeigneten Stoffen gemischtem Zucker in angemessener Stärke, z. B. 3 mm, und passender
Gröfse hergestellt sind.
Das vorliegende Verfahren ist im Folgenden zunächst für ein bestimmtes Material und für
den Fall der Formung halbkugelförmiger Schalen angegeben und dann durch Erläuterungen
für andere Fälle verallgemeinert.
Da es bei diesem Verfahren darauf ankommt, möglichst viele Hohlkörper billig und in
kürzester Zeit herzustellen, so ist die zur Ausführung des Verfahrens nöthige Vorrichtung so
eingerichtet, dafs sich eine gröfsere Anzahl·von Hohlkörpern mittels derselben darstellen lassen.
Die Vorrichtung besteht aus einer Formplatte B, welche der schnelleren Abkühlung wegen aus
Blech bestehen kann, und auf welcher, wie die Durchschnitte (Fig. 1 und 2) und die Oberansicht
(Fig. 3) zeigen, hohle Halbkugeln oder Buckel H vorspringen. Diese letzteren sind
gleichmäfsig und so angebracht, dafs einerseits der spätere Abfall möglichst gering ausfällt
und andererseits für die Bildung der Zuckerschalen auf den vorspringenden Halbkugeln
der Formplatte B genügend Stoff vorhanden ist.
Ueber der Formplatte B, welche auf einer geeigneten Unterlage U so liegt, dafs sie sich
nicht seitlich verschieben kann, was in der Zeichnung durch die in Fig. 3 ersichtlichen,,
auf U vorstehenden Winkel W erreicht wird, beündet sich eine Platte Q, welche
durch geeignete Mittel, z. B. in ähnlicher Weise wie die Druck- oder Prefsplatten von
Schrauben- oder Hebelpressen, senkrecht auf- und niederbewegt wird. An dieser Prefsplatte
Q, welche in Fig. 1 und 2 im Durchschnitt, und zwar Fig. 1 in der Anfangs- und
Fig. 2 in der Endstellung ihrer Wirkung· dargestellt ist, beOnden sich Cylinder Z mit unteren
geraden Rändern, und zwar liegen die CylinderZ
mit den Vorsprüngen genau achsial. Der lichte Durchmesser der Cylinder ist um die doppelte
Wandstärke der späteren Zuckerschalen gröfser als der äufsere Durchmesser der Halbkugeln H
auf der Formplatte B.
Der für den bestimmten Fall gewählte Stoff ist Zucker, welcher im Vacuum bis zur Caramelprobe
eingekocht und darauf so weit abgekühlt . ist, dafs er unter Walzen oder in anderer
Weise zu Platten P von passender Gröfse und
Dicke geformt werden kann. Diese noch genügend heifsen Platten werden dadurch geformt,
dafs die einzelne Platte P (wie in Fig. i) auf die Buckel H gelegt und die Prefsplatte Q.
mit den Cylindern Z niederbewegt wird. Befindet sich Q. in der Stellung Fig. i, so drücken
die Cylinder die Platte P nieder und ziehen diese nach und nach über die Buckel H der
Formplatte. In der Endstellung (Fig. 2) der Prefsplatte und ihrer Cylinder liegen deren
untere Ränder auf den geraden Theilen der Formplatte, es sind dann die über den Vorsprüngen
H gebildeten halbkugelförmigen Zuckerschalen P1 (Fig. 2) von den restirenden
geraden Theilen P2 der Zuckerplatte vollkommen getrennt. Die Prefsplatte Q geht nun
nach oben, die Form B wird mit dem Zuckerüberzuge fortgenommen und durch eine leere
Form ersetzt, auf welcher in gleicher Weise neue Ueberzüge aus nachfolgender Zuckerplatte
gebildet werden.
Sobald die erste Form B mit dem auf ihr befindlichen Zucker abgekühlt ist, werden die
geformten Schalen und die- von der Platte P zurückgebliebenen Reste von der Form entfernt
und dann diese in beschriebener Weise als Form weiter benutzt. Durch vorstehend beschriebenes Verfahren werden mit den einfachsten
Mitteln eine Menge von Halbkugelschalen aus Zucker schnell und billig hergestellt.
Auch Schalen in anderer Form sind dadurch zu erhalten, wenn diese Schalen am Rande
den gröfsten Durchmesser haben und später von den Vorsprüngen der Formplatte B abnehmbar
sind.
Da von den Cylindern Z nur der untere Rand wirksam ist, so können statt ihrer auch
niedrige, durch Stäbchen mit der Prefsplatte verbundene Ringe verwendet werden.
Nothwendig für dies Verfahren ist die Plattenform des Zuckers und der formfä'hige
Zustand derselben. Für den zur Caramelprobe gekochten Zucker mufs daher die Platte noch
warm sein, während Zuckergemische sehr häufig im kalten Zustande geformt werden
können. Das Wesen des Formverfahrens besteht dem Vorstehenden nach darin, dafs die
Platte P, aus reinem Zucker hergestellt, im formfähigen Zustande über die gestaltenden
Vorsprünge der Form B gezogen und dabei. die so gebildeten Hohlkörper von den übrigen
Theilen der Platte getrennt werden. Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens kennzeichnet
sich durch die Formplatte B mit den formgebenden Vorsprüngen H und die auf-
und niedergehenden formenden Cylinder oder Ringe Z.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Herstellung von Hohlkörperhälften aus reinem oder mit Zusätzen versehenem Zucker in der Weise, dafs Zuckerplatten oder -bänder (P) im noch plastischen Zustand auf mit Buckeln (H) versehene Platten (U) gelegt und durch Cylinder oder Ringe (Z) über die Buckel niedergedrückt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98111C true DE98111C (de) |
Family
ID=369107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98111D Active DE98111C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98111C (de) |
-
0
- DE DENDAT98111D patent/DE98111C/de active Active
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