DE98972C - - Google Patents

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DE98972C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in der Patentschrift Nr. 98971 beschriebenen monobenzylirten Rhodamine und ihre Sulfosäuren sind dadurch charakterisirt, dafs an dem Stickstoffatom, welches die Benzylgruppe trägt, sich noch ein Alkylrest befindet.
Es hat sich nun gezeigt, dafs auch den letztgenannten isomere Rhodaminsulfosäuren darstellbar sind, bei denen die das Benzyl bindende Amidogruppe nicht durch weiteres Alkyl substituirt ist; dafs auch hier wie bei den Farbstoffen der Patentschrift Nr. 98971 zwei verschiedene Sulfirungsstufen existiren und dafs dieselben schönere und leuchtendere Nuancen als ihre Isomeren besitzen. Die durch concentrirte Schwefelsäure dargestellten besitzen noch Affinität zur tannirten Baumwolle, die mit rauchender Schwefelsäure erhaltenen sind Wollfarbstoffe, welche mit prächtig rother Nuance und gelber Fluorescenz anfärben. Ein. Vergleich der Färbungen mit denjenigen der Tetraalkylrhodamine zeigt, dafs im vorliegenden Falle die eine Benzylgruppe mit den beiden Alkylen zusammen einen fast ebenso stark bläuenden Einflufs ausübt, wie im anderen Falle die vier Alkylgruppen.
Das zur Darstellung des neuen Dialkylbenzylrhodamins erforderliche Benzyl-m-amidophenol ist seither noch nicht beschrieben worden. Man erhält dasselbe zweckmäfsig durch Condensation von gleichen Theilen Resorcin und Benzylamin bei c&. 200 ° während ca. 5 Stunden. Dasselbe wird so in Form eines dicken Oeles erhalten, dessen salzsaures Salz eine weifse krystallinische, in Wasser leicht lösliche Masse bildet.
Beispiel 1.
Darstellung der Farbstoffe.
1.5,7 Theile des Rhodaminzwischenproductes aus ι Mol. Diäthyl-m-amidophenol und 1 Mol. Phtalsäureanhydrid, 12 Theile Monobenzyl-mamidophenolchlorhydrat und 1 5 Theile Kaliumbisulfat werden 1 Stunde lang bei 175° unter gutem Rühren verschmolzen. Nach dem Erkalten wird die metallglänzende Schmelze pulverisirt, mehrmals unter Zugabe von wenig Natronlauge mit Wasser ausgezogen, getrocknet und pulverisirt.
Das so erhaltene Diäthylmonobenzylrhodamin stellt ein braunrothes Pulver dar, das sich in Wasser sehr schwer löst und in Alkohol mit gelbrother Farbe und prachtvoll orangegelber Fluorescenz löslich ist. Von concentrirter Schwefelsäure wird es mit rein gelber Farbe aufgenommen; der Farbstoff fällt beim Vermischen der Lösung mit Eis in rothen Flocken aus.
Ersetzt man die angegebene Menge des Rhodaminzwischenproductes aus Diäthyl-mamidophenol durch 14,2 Theile des betreffen-
*) Frühere Zusatz-Patente Nr. 45263, 46354, 46807, 47451, 48731, 59996; 69074, 87028, 96668, 98971.
den Productes aus Dimethyl-m-amidophenol und verfährt in der gleichen Weise, so erhält man das entsprechende Dimethylrhodaminderivat von ganz ähnlichen Eigenschaften.
Beispiel 2.
Darstellung der wasserlöslichen
Benzylrhodaminsulfosäuren.
Dieselbe erfolgt in gleicher Weise, wie in der Patentschrift Nr. 98971, Beispiel 3 und 4, für die isomeren Verbindungen beschrieben ist.
Arbeitet man nach Beispiel 3 mit concentrirter Schwefelsäure unter Ersatz der dort vorgeschriebenen Menge von Triäthylbenzylrhodamin durch die gleiche Menge Diäthylbezw. Dimethylbenzylrhodamin, so erhält man die Natronsalze der entsprechenden Sulfosäuren in Form von ziegelrothen Pulvern, welche leicht in Wasser mit rothgelber Farbe löslich sind und tannirte Baumwolle blauroth, Wolle roth mit gelber Fluorescenz anfärben.
Hingegen resultiren besser für Wolle geeignete Producte, wenn man analog Beispiel 4 der Patentschrift Nr. 98971 mit 3oproc. Oleum bei -j-io° sulfirt. Die Natronsalze der so dargestellten Sulfosäuren bilden rothe, leicht lösliche Pulver und färben Wolle in saurem Bade leuchtend blaustichig roth mit gelber Fluorescenz.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Diejenige Abänderung des Anspruchs 2 der Patentschrift Nr. 98971, nach welcher das dort genannte Diäthyl- (bezw. -methyl-) benzylrhodamin (Aethylbenzyl-äthyl-rhodamin etc.) durch das isomere, aus dem Condensationsproduct ' des Diäthyl- (Dimethyl-) m-amidophenols mit Phtalsäureanhydrid gemäfs dem durch Patent Nr. 85931 geschützten Verfahren einerseits und Benzyl-m-amidophenol andererseits erhaltene Diäthyl- bezw. Dimethylbenzylrhodamin ersetzt wird.
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