DE99404C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/04—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of tubes with tubes; of tubes with rods
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4-9·: Metallbearbeitung, mechanische.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf Rohrverbindungen im Allgemeinen,
ist aber in erster Reihe für die Herstellung des Rahmens (aus Rohren) von Sicherheitsfahrrä'dern bestimmt.
Das Verfahren besteht im Wesentlichen darin, dafs man mittelst hydraulischen oder anderweitig
beschafften Druckes eines der beiden über einander geschobenen und zu verbindenden
Rohre in entsprechend vorgesehene spiral- oder kreuzförmige Nuthen des anderen Rohres
ein- bezw. auf solche Rippen aufprefst.
Hierbei können die auf dem einen Rohre hergestellten Nuthen oder Rippen durch verschiedene
bekannte maschinelle Vorgänge erzielt werden, so z. B. durch Walzen, Formen oder Aufziehen. Der eventuell verwendete
Flüssigkeitsdruck kann entweder von aufsen nach innen oder umgekehrt wirken gelassen
werden, in welchem letzteren Falle die nöthige Widerstandskraft im Inneren des Rohres dadurch erzielt wird, dafs man dasselbe mit einem
Pfropfen verschliefst.
Die nach dem neuen Verfahren herzustellenden Rohrverbindungen haben den besonderen
Vortheil, dafs jeder Theil vor der Verbindung, ohne irgend eine Beschädigung nachher aufzuweisen,
vollkommen fertiggestellt werden kann, und auf diese Weise ein nachträgliches Befeilen, Imprägniren, Lackiren oder sonstige
ähnliche Herstellungsarbeiten nach der Verbindung der Rohre ausgeschlossen sind.
Auch sind bei der neuen Rohrverbindung Löthen, Schweifsen und dergl. feste Verbindungen
bezweckende Arbeiten unnöthig, können aber in gewünschten Fällen angewendet werden.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist beispielsweise eine Vorrichtung dargestellt, mittelst
welcher die einzelnen Rohre (Gabel und Querstangen) mit der Nabe zum Rahmen eines
Sicherheitsfahrrades verbunden werden, und es bezeichnen in den verschiedenen Figuren
gleiche Buchstaben dieselben Theile.
Es stellen dar:
Fig. ι einen Schnitt des Apparates nach der Linie 1 -1 aus Fig. 21,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 aus Fig. i,
Fig. 3 einen Grundrifs des Apparates bei
abgehobenem Obertheil A und Schnitt nach 3-3 aus Fig. i,
Fig. 4 einen Schnitt nach 4-4 aus Fig. 1 in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 5 einen Schnitt durch die Verbindung eines Gabelarmes mit dem kurzen Rohrstück
der Nabe in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 6 eine Modification des Apparates,
Fig. 7, 8 und 11 die Verbindung zweier
Rohre mit einander und
Fig. 9 und 10 die Verbindung eines Rohres mit einem Dorn.
Der in Fig. 1 bis 5 dargestellte Apparat besteht aus einem mehrtheiligen Formkasten, von
dessen mittlerem Theil Z)7, in welchen die Nabe eingesetzt wird, sich die zur Aufnahme
der Gabel und .Querstangen bestimmten zweitheiligen Arme verzweigen.
Zur Aufnahme der Nabe ist der mit D7 bezeichnete Theil in folgender Weise eingerichtet:
Derselbe ist mit einer weiten Bohrung ausgestattet , welche innen mil einem sich aus
mehreren Einlagen F zusammensetzenden Cylinderring ausgekleidet ist.
In den Innenraum des letzteren wird eine Hohlform E eingeschoben, deren Lage sich
durch die Einlagen F beliebig ändern läfst. Die Hohlform E dient zur Aufnahme der
Nabe und mufs daher die Innenseite der ersteren der Aufsenseite der letzteren vollkommen
entsprechen.
Um nun die Nabe festzuhalten und Druckwasser einleiten zu können, ist folgende Einrichtung
getroffen:
Durch die Bohrung der Nabe wird ein an seinem vorderen Ende mit Gewinde G* versehener
Bolzen G durchgesteckt, auf welchen eine Schraubenmutter G3 aufgeschraubt wird,
um durch Anpressen der Dichtungsringe H auf die Hohlform E und des Ringes H1 auf
die Büchse J einen dichten Abschlufs des Innenraumes zu erzielen. Der Bolzen G ist
mit einer axialen Bohrung ausgestattet und besitzt überdies die radialen Bohrungen G5,
durch welche das Druckwasser in die Bohrung der Nabe gelangt. Zur Verbindung des Bolzens
G mit dem das Druckwasser zuführenden Rohr ist das rückwärtige Ende desselben mit
dem Gewinde G1 versehen und ist in dasselbe zwecks besserer Dichtung ein Packungsring G2
eingesetzt.
. Die den kurzen Rohrstücken der Nabe entsprechenden , in dem Theil D1 vorgesehenen
Bohrungen gehen in die Kanäle C der zweitheiligen Form A B über und dienen zur Aufnahme
der die Gabel des Sicherheitsfahrrades bildenden Rohre K.
Die beiden Theile A B sind mit einander durch Schrauben E° verbunden, welche durch
entsprechende Bohrungen A1 B1 durchgesteckt
sind, und ist auch die Verbindung des Obertheiles A mit dem Theil Z)7 durch Schrauben E0
hergestellt.
Zur Aufnahme der Querstangen dienen die aus den beiden Hälften D3 ΰ4 bestehenden,
mit axialen Bohrungen D1 D'2 ausgestatteten
Theile, welche mittelst der durch die Bohrungen D6 durchgesteckten Schraubenbolzen ,D5
zusammengehalten werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, stehen sowohl die Kanäle C als auch D1 D2 mit dem
zur Aufnahme der Nabe bestimmten Hohlräume E des Theiles D1 in Verbindung, was
beim Einleiten der Druckflüssigkeit in den Bolzen G eine beständige Circulation in dem
gesammten Formkasten zur Folge hat, wodurch an jeder Stelle, wo zwei Rohre zusammenstofsen,
die Verbindung derselben hergestellt wird. Fig. 5 zeigt im vergrößerten'
Mafsstabe die Anordnung der Rohrverbindung eines Gabelarmes mit der in den Hohlraum E
eingesetzten Nabe.
In dem gezeichneten Falle wird das Innere des kurzen Rohrstückes mit kreuzförmigen
Nuthen Es ausgestattet und das Ende des Gabelarmes in dieselben hineingeprefst. Um
einen dichten Abschlufs der beiden sich berührenden Rohre-gegen Eindringen von Druckflüssigkeit
zu erzielen, ist in eine der Rohrwandungen (in der Zeichnung in dem kurzen Rohrstücke) eine eingelassene Ringnuth R vorgesehen
, in welche ein Packungsring Es eingesetzt wird. Durch diese Anordnung ist ein
Uebertreten der Druckflüssigkeit an die Aufsenseite des Gabelarmes verhindert und dadurch
eine Ausgleichung des Flüssigkeitsdruckes unmöglich gemacht.
Um das eventuell dennoch eindringende Wasser rasch abzuleiten, sind an mehreren
Stellen die Kanäle 5 vorgesehen. Um die Gabel abschliefsen oder mit einem kurzen,
flachen und hohlen Endstücke verbinden zu können, ist das Ende derselben in entsprechende'
Aushöhlungen einer zweitheiligen Form L ge-~ lagert, welch letztere durch Schrauben M zu- :
sammengehalten wird. Um verschiedene Verbindungen an dieser Stelle herstellen zu können,
sind die Theile L auswechselbar.
Bei der bisher beschriebenen Vorrichtung wird hauptsächlich der Wasserdruck zur Verbindung
der Rohre benutzt. In vielen Fällen aber, in welchen in der Praxis kein Apparat
zur Verfügung steht, durch welchen ein genügend hoher Flüssigkeitsdruck erzeugt werden
kann, verfährt man in folgender Weise:
Nachdem die einzelnen Rohre in den Formkasten eingesetzt und letzterer mittelst der erwähnten
Schrauben zusammengehalten ist, werden die Rohre mit Wasser angefüllt. Hierauf wird der Formkasten in eine Kältemaschine
gebracht. Das die Rohre ausfüllende Wasser erstarrt bis zu Eis, wobei der bei der Volumvergröfserung
desselben auf die Wandungen wirkende Druck die in einander geschobenen Rohre verbindet.
Die in Fig. 6 dargestellte Modification der Vorrichtung besteht darin, dafs man die einzelnen
zur Aufnahme der Rohre bestimmten Formen DA und B in mehrere Theile theilt
und die sich berührenden Flächen OPNQ
unter Beilage eines Packungsringes zusammenschraubt.
Diese Einrichtung ist deshalb getroffen, um der verschiedenen Rahmenhöhe und Länge
entsprechen zu können.
Weiter ist bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform eine Probeeinrichtung ange-
ordnet, indem die bei T sich bildende nicht benöthigte Rohrverbindung durch Lösen der
Schraube U und Untersuchung des Inneren auf ihre Heftigkeit geprüft werden kann.
Selbstverständlich sind in dem Apparate zweckentsprechende, durch Schrauben verschliefsbare
Bohrungen vorgesehen, durch welche die Luft entweicht. Mit Bezug auf die Fig. 7 bis 11
bezeichnet U die kurzen Rohrstücke der Nabe und V die mit denselben zu verbindenden ■
Rohre. U1 U2 sind die an der Innenwand
der Rohrstücke angeordneten Nuthen. Bevor die beiden Rohre in die in Fig 7 dargestellte
gegenseitige Lage kommen, ist es nöthig, das Rohr V mit den, wenn auch nicht genau so
ausgebildeten, so doch den Nuthen oder Rippen U1 U2 entsprechenden Rippen oder Nuthen
V1 V2 zu versehen. In Fig. 8 ist die fertige-Verbindung
der Rohre ersichtlich, wobei die Nuthen C/1 t/2 bemerkenswerth sind, indem sie
wegen ihrer sternförmigen Anordnung ein Aufschrauben unmöglich machen.
■ In Fig. 11 sind die Ränder U3 der kurzen Rohrstücke schräg zugeschnitten, um einen dichten Abschlufs längs des Randes zu erzielen und denselben allmälig verlaufen zu lassen. Fig. 9 und 10 zeigen die Verbindung einer Röhre V mit einem Dorne W, wobei das Ende der Röhre in entsprechend angeordnete Nuthen W1 W2 eingedrückt oder auf solche Rippen aufgeprefst wird.
■ In Fig. 11 sind die Ränder U3 der kurzen Rohrstücke schräg zugeschnitten, um einen dichten Abschlufs längs des Randes zu erzielen und denselben allmälig verlaufen zu lassen. Fig. 9 und 10 zeigen die Verbindung einer Röhre V mit einem Dorne W, wobei das Ende der Röhre in entsprechend angeordnete Nuthen W1 W2 eingedrückt oder auf solche Rippen aufgeprefst wird.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zur Verbindung zweier metallener Hohlkörper, dadurch gekennzeichnet, dafs die Körper lose zusammengesteckt werden, worauf das Zusammenpressen der über einander greifenden Ränder der beiden durch Flüssigkeitsdruck oder Widerlager gestützten Körper mittelst direct wirkenden Flüssigkeitsdruckes (oder durch die Ausdehnung gefrierenden Wassers) erfolgt.
- 2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der eine der zu verbindenden Körper mit Gruben versehen ist, in welche die entsprechenden Theile des anderen Körpers eingeprefst werden, um axiale und drehende Verschiebung zu verhindern.
- 3. Ein Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Verbindungen mit einem Prefsdruck die Prefsflüssigkeit unter Benutzung der Hohlräume der zu verbindenden Körper nach allen Verbindungsstellen geleitet wird.
- 4. Eine Prefsform zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 mit einseitigem Flüssigkeitsdruck, dadurch gekennzeichnet , dafs dieselbe von dem einen Körper nur den freiliegenden Theil und den anderen Körper in seiner ganzen Ausdehnung unterstützt. .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99404C true DE99404C (de) |
Family
ID=370285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99404D Active DE99404C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99404C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1269986B (de) * | 1960-08-08 | 1968-06-12 | Babcock & Wilcox Dampfkessel | Verfahren zum Verbinden von Rohren |
-
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- DE DENDAT99404D patent/DE99404C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1269986B (de) * | 1960-08-08 | 1968-06-12 | Babcock & Wilcox Dampfkessel | Verfahren zum Verbinden von Rohren |
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