DEB0021018MA - - Google Patents

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DEB0021018MA
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bladder
tube
funnel
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rubber bladder
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Juli 1952 Bekanntgemacht am 20. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 4c GRUPPE INTERNAT. KLASSE F21f
B 21018
ist als Erfinder genannt worden
Die ■ Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum behelfsmäßigen Absperren von Gasrohrleitungen, wobei durch eine Bohrung1 in der Rohrwand eine Gummiblasei in. das Rohr eingeführt und dort aufgeblasen, wird.
Die öffentlichen und privaten. Gasrohrnetze weisen normalerweise keine Absperrvorrichtungen, wie Schieber od. dgl., auf. Muß beispielsweise zur Vornahme einer1 Reparatur eine unter Druck stehende Gasleitung vorübergehend abgesperrt werden, so benutzt man dazu in der Regel Gummiblasen, die in die abzusperrenden Leitungsstränget eingeführt und dann aufgeblasen werden. Zum leichteren Einbringen sind, die Gummiblasen häufig über ein gekrümmtes Röhrchen gezogen, das am einen Ende und. an einer zweiten, weiter oben befindlichen Stelle fest und luftdicht mit; der Blase verbunden ist. Das Röhrchen besitzt im Innern der1 Blase mehrere Löcher, durch die Luft in die Blase eintreten kann:. An seinem freien. Ende steckt das Röhrchen in einem kegelig ausgebildeten Pfropfen. Zur Einführung der Blasen werden, die Leitungen, angebohrt. Durch diese Löcher, deren Durchmesser im allgemeinen 30 bis 50 mm beträgt, müssen die Blasen eingebracht werden. DieArbeit ist schwierig und, gefahrvoll, weil dabei ständig Gas ausströmt1. Das mit der Durchführung der Arbeiten beauftragte Personal ist der Gefahr von, Gasvergiftungen ausgesetzt und wird dadurch, unsicher.
Da.zu kommt, daß selbst: bei sorgfältigster Vorbereitung und der Anwendung größter Vorsicht beim Einführen eine Beschädigung der Blase oft
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nicht zu vermeiden ist. Durch die Anbohrung entsteht rund um die Anbohröffnung im Rohrinnertl ein Grat, der besonders· bei Stahlrohren recht scharf ist. An diesem Grat vorbei muß die an sich
. 5 sehr, empfindliche Gummibliase in das Rohr eingeführt werden. Etwaige Beschädigungen der Blase können von außen nur dann, wahrgenommen werden, wenn, sofort ein Riß entsteht. Die Blasen platzen indessen meistens erst dann, wenn das Rohr
ίο auseinandergeschnitten ist und, der volle Rohrquerschnitt frei wird. Die Gummiblase hat ferner infolge der Glätte ihrer Oberfläche keinen festen Sitz im Rohr und ist außerdem den schädigenden Einflüssen, von. Teer und sonstigen Gasausscheidun-
15. ■ gen ausgesetzt. ■■ .^ ■■·'■
Mann hat schon versucht, die Gummiblasen durch andere Vorrichtungen· zu ersetzen. Das Einbringen dieser Vorrichtungen ist indessen noch, schwieriger als das· der Gummiblasen, weil sie größere
2o- Durchgangsöffnungen erfordern. Sie haben sich daher nicht eingeführt.
Nach der vorliegenden Erfindung wird durch, die Bohrung in, der Rohrwand zusammen mit der Gummiblase eine Schutzhülle a,us Leder oder Stoff in das Rohr eingebracht, welche die Gummiblase ■■->■■ gegen, eine Beschädigung durch Rauhigkeiten der Rohrwand schützt. ν
Die Schutzhülle wird dabei zweckmäßig an das Ende eines Trichters angeschlossen, der sich mit einer Dichtung auf den. Lochrand, auflegt und dadurch das Austreten von Gas durch das Bohrloch während des Einbringens dieir .Blase verhindert.
In den Abbildungen ist ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt .
Abb. ι die Absperrvorrichtung kurz vor dem Einbringen der Gummiblase,
Abb'. 2 dieselbe Vorrichtung nach dem Einbringen und Aufblasen der Blase.
Das Gasrohr ist mit 1 bezeichnet. 2 ist die Gummiblase, 3 die Schutzhülle, 4 der Trichter. In der Gummiblase steckt ein, gekrümmtes Röhrchen'5, das an den Stellen 12 und 22 fest und, luftdicht mit dieser verbunden ist. Das Röhrchen, besitzt im Innern, der Blase mehrere Löcher, durch welche Luft in. die Blase: eintreten kann. Die Schutzhülle hat an einem Ende eine weite Öffnung. Sie ist hiermit über das Ende 14 des Trichters 4 gestreift und dort festgemacht. An ihrem anderen Ende ist sie zusammen, .mit der Gummibliase an dem Ende des Röhrchens 5 befestigt. Das Röhrchen steckt mit
, . seinem oberen, Teil in einem Gummipfropf em-6. Der Trichter 4 ragt in eingebautem Zustand mit seinem Ende 14 etwas iii das Gasrohr 1 hinein. Dadurch, kommen, weder die Gummiblase noch die Schutzhülle mit dem beim Bohren unvermeidlichen inneren Grat der Rohrwand in. Berührung. Er hat ferner einen Flansch 24, mit dein er sich beim Einbau auf eine Dichtung 7 auflegt.
Beim Einbau wird die Gummiblase 2 zunächst mit dem Führungsrohr 5 durch den. Trichter 4' aus der Schutzhülle 3 mid anschließend, diese selbst aus dem Trichter herausgezogen, also' umgestülpt (Abb.'i). Dann wird der Trichter mit seinem unteren Ende 14 biszu dem Flan.schansatz24'mit Dich-;, ~ tung 7 auf die Anbohröffnung 11 aufgesetzt und 65 ■ mit Hilfe von, zwei auf beiden Seiten des Trichters angebrachten Ösen mit einem Stahlband od. dgl. auf dem Rohr befestigt. Da die Trichteröffnung durch die umgestülpte Schutzhülle;' die sich nunmehr aufbläht, abgeschlossen ist," kann kein Gas mehr ausströmen. Der Trichter., ragt mit - seinem unteren, Ende 14 so weit in. die Leitung, daß der Grat vollständig abgedeckt ist, d. h., weder die Blase 2 noch die Schutzhülle 3 kommen mit. dem Grat in Berührung. Die Blase läßt sich nunmehr durch die aufgeblähte Schutzhülle sehr leicht durch den Trichter in, das Rohr einführen.. Da, Blase und Schutzhülle gemeinsam: mit dem Ende 12 des Führungsrohres 5 verbunden: sind, folgt die Schutzhülle zwangläufig nach. Die' Blase wird alsdann, in der So Schutzhülle im Rohr, wie üblich, aufgeblasen (Abb. 2). Der Ausbau nach, beendeter Arbeit erfolgt auf gleichem Wege, indem zunächst die Blase entleert und alsdann mit der Schutzhülle durch den Trichter! herausgezogen .wird. . .·, ,
Die Erfindung bietet gegenüber den heute üblichen Absperrvorrichtungen eine Reihe von Vorteilen.
Der Einbau ist ohne Gasausströmungen durchführbar; Gasvergiftungen oder sonstige Unfälle werden, vermieden..· ,
Weder die an, sich empfindliche Gummiblase noch die Schutzhülle können beim Einführen in das Rohr an dem beim Anbohren entstehenden Grat beschädigt werden. . 9,5
Durch die fest begrenzte Form der Schutzhülle wird der Blase eine bedeutend größere Festigkeit verliehen. Außerdem erhält sie durch, die rauhe Oberfläche der Schutzhülle einen festen Sitz im Rohr, so' daß auch Leitungen, mit höherem Druck als bisher sicher abgesperrt werden, können.
Die Gummiblase1, die an. sich, für eine rauhe Behandlung nicht geeignet ist, kommt weder mit dem Rohr noch, mit sonstigen, scharfkantigen metallischen Gegenständen direkt in Berührung. Sie ist: in der Schutzhülle weitestgehend geschützt und ist auch nicht dem Angriff von teerigen Bestandteilen od. dgl. ausgesetzt.
Das untere Ende des Trichters, -der aus Blech oder einem Kunststoff hergestellt sein kann; wird zweckmäßigso gebogen, daß die Blase zwangläufig eine Führung in, die richtige Lage bekommt.
. Im ausgebauten Zustand kann die Gummiblase in der Schutzhülle luftdicht abgeschlossen und aufbewahrt werden, um den Gummi vor Alterangs-· erscheinungen zu schützen. Dabei kann die Blase in der Schutzhülle mit einem Konservierungsmittel wie Talkum od. dgl. geschützt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zum behelfsmäßigen Absperren von Gasrohrleitungen, wobei .durch eine Bohrung' in der Rohrwand eine Gummiblase in ' das Rohr eingeführt und dort aufgeblasen wird,
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    dadurch gekennzeichnet, daß die Gummiblase (2) mit einer Schutzhülle (3) versehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Trichter (4) zum Aufsetzen auf das Bohrloch (11), an dessen unteres Ende (14) die Schutzhülle (3) angeschlossen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach, den, Ansprüchen 1 und, 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trichter (4) mit seinem unteren Ende so weiit in das Rohr (1) hineinragt, daß der beim Anbohren entstehende Grat abgedeckt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, ■ daß der Trichter (4) einen Dichtungsflansch (24) aufweist, mit dem er sich auf den Lochrand aufsetzt.
  5. 5. Vorrichtung nach den, Ansprüchen 1 bis 4, wobei die Gummiblase über ein gekrümmtes Röhrchen, gezogen ist, das am einen Ende mit der Gummiblase fest und, luftdicht verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit, der Gummiblase (2) dicht, verbundene Röhrchenende (12) gleichzeitig mit der Schutzhülle (3) fest und dicht verbunden ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 504 392.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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