DEB0031115MA - - Google Patents

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DEB0031115MA
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acid
sulfonic acid
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. Mai 1954 Bekanntgemacht am 19. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMl
Es wurde gefunden, daß man Gebilde aus Polyamiden und Polyurethanen, z. B. Flocken, Fäden, Bänder oder Gewebe, sehr gleichmäßig echt und in klaren Tönen färben kann, wenn man sie in neutralem bis schwach saurem Bade mit solchen Farbstoffen färbt, die zwar in einem aromatischen Ring eine Sulfonsäure- und bzw. oder Carboxylgruppe enthalten, aber in Wasser praktisch unlöslich sind.
Farbstoffe dieser Art findet man in den verschiedensten Farbstoffklassen, z. B. unter den Azo- und Azomethinfarbstofren, in der Anthrachinon- und in der Phthalocyaninreihe. Als wasserlöslichmachende saure Gruppen bezeichnet man bekanntlich vor allem die Sulfonsäure-, die Sulfonamid- und die Carboxylgruppe. Die für das vorliegende Verfahren in Betracht kommenden Farbstoffe dürfen im Verhältnis zur Molekülgröße nur solche bzw. eine so geringe Anzahl kerngebundener Sulfonsäure- und bzw. oder Carboxylgruppen enthalten, daß sie noch, praktisch wasserunlöslich sind. Geeignete Farbstoffe sind z. B. die Kupfer phthalocyaninmonosulfonsäure, ferner Azofarbstoffe, die als Kuppelungskomponente ein 2, 3-Oxynaphthoesäurearylid und im Gesamtmolekül nur eine einzige Sulfonsäuregruppe enthalten, oder
609 550/440
B31115IVb/8m
Azomethin- bzw. Azofarbstoffe, die als einzige wasserlöslichmaehenide Gruppe eine Carboxyl-, gruppe enthalten.
Die Farbstoffe werden zweckmäßig in feinverteilter oder dispergierter Form verwendet. Man kann mit ihnen im kochenden Bade färben.
Man erhält leuchtende, kräftige, sehr gleichmäßige Färbungen von sehr guten Naßechtheitseigenschaften.
ίο Gegenüber Färbungen, die man mit Dispersionsfarbstoffen ohne wasserlöslichmachende saure Gruppen erzielen kann, erhält man nach dem vorliegenden Verfahren wesentlich besser naßechte und zum Teil klarere Färbungen. Vor den wasser-" löslichen sauren Farbstoffen haben die beim vorliegenden Verfahren zu verwendenden Farbstoffe den Vorteil eines besseren Egalisiervermögens.
„ Man hat bereits vorgeschlagen, Polyamidfasern mit solchen feindispergierten Azofarbstoffen zu färben, die Sulfamidgruppen und gegebenenfalls sulfonierte Oxyalkylgruppen, aber keine kerngebundenen Sulfonsäure- oder Carboxylgruppen enthalten, weil man der Ansicht war, daß die letzteren Gruppen wegen ihrer -zu großen wasserlöslichmachenden Wirkung das Aufziehen der Farbstoffe auf Polyamidfasern verhindern. Es bedeutet demgegenüber die Überwindung eines Vorurteils und eine Bereicherung der Technik, wenn gemäß vorliegender Erfindung gerade solche Farbstoffe, auch nicht der Azoreihe angehörende, die kerngebundene Sulfonsäure- und bzw. oder Carboxylgruppen enthalten, zum Färben von Polyamiden und Polyurethanen verwendet werden können, sofern sie praktisch wasserunlöslich sind.
Beispiel 1
Man färbt ioo g eines Polyamidgewebes ι Stunde bei 950 mit 3 1 eines wäßrigen Bades, das 2 g 85%ige Ameisensäure und 2 g des feinverteilten Azofarbstoffe aus diazotierter . i-Methyl-4-aminobenzol-3-sulfonsäure und 2, 3-Oxynaphthoesäure-3'-chlor-4', o'-dimethoxyanilid enthält. Nach dem Spülen und Fertigstellen erhält man eine leuchtendrote, sehr gleichmäßige, kräftige Färbung von sehr guten Naßechtheiten und guter Lichtechtheit.
Beispiel' 2
Man färbt 100 g Polyamidgarn 75 Minuten bei 90 bis ioo° in 2 1 eines wäßrigen Bades, das 1 g Schwefelsäure (66° Be) und 1,5 g des Azofarbstoffe aus diazotierter 2-Amino-S-chlorbenzoli-carbonsäure und i-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5) in dispergierter Form enthält. Das Garn wird in reinen gelben Tönen gefärbt; die Färbung ist gut licht- und naß echt.
Beispiel 3
100 g Polyamidgarn werden 1 Stunde bei 95 bis ioo° mit 2 1 eines wäßrigen Bades gefärbt, das
2 g feinverteilte Kupferphthalocyaninmonosulfonsäure und 2 g Schwefelsäure (66° Be) enthält. Das Garn wird leuchtendblau gefärbt; die Färbung ist sehr gut licht- und naßecht.
B e i s ρ i e 1 4
Man färbt 100 g eines Polyurethangewebes ι Stunde bei 95° mit ,5 1 eines wäßrigen Bades, das
3 g Essigsäure und 2 g des feinverteilten Azofarbstoffe aus diazotierter i-Methyl-4-aminobenzol-3-sulfonsäure und 2, 3-Oxynaphthoesäure-2'-methylanilid enthält! Das Gewerbe wird leuchtendscharlachrot gefärbt; die Färbung ist sehr gut naßecht und gut lichtecht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum Färben von Gebilden aus Polyamiden und Polyurethanen in neutralem bis schwach saurem Bade mit dispergieren Farbstoffen, die wasserlöslichmachende saure Gruppen enthalten, aber in Wasser praktisch unlöslich sind, dadurch gekennzeichnet, daß man hier solche Farbstoffe verwendet, die zwar in einem aromatischen Ring eine Sulfonsäure- und bzw. oder Carboxylgruppe enthalten, aber in Wasser praktisch unlöslich sind. ;
    In Betracht gezogene Druckschriften: <
    Deutsche Patentschriften Nr. 886 293, 912207; USA.-Patentschrift Nr. 2 638 403.
    © 609 550/440 7. 56

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