DEC0009833MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. August 1954 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 42i GRUPPE 17 INTERNAT. KLASSE G 01 k
C 9833IX/42 ί
ist als Erfinder genannt worden
Lüttich (Belgien)
Kalorienzähler
Zum Feststellen einer bestimmten, einer Anlage zugeführten Wärmemenge werden Kalorienzähler
verwendet, d. h. Meßgeräte, die eine Wärmemenge aufzeichnen, die gleich dem Produkt des Ge\vichtes
des in einer bestimmten Zeit umlaufenden Wassers durch die Differenz der Temperatur zwischen dem
warmen und dem kalten Wasser ist. Diese Kalorienzähler umfassen einen mit zwei Thermometern
durch ein Integriersystem verbundenen Wasserzähler. Die bekannten Kalorienzähler weisen einen
Hebel auf, der mit einer der Wassergesclnvindigkeit, also der Wassermenge, proportionalen Häufigkeit
hin- und herbewegt und mit dem Zählwerk gekuppelt ist. Der Winkel, innerhalb dessen die
Kupplung, z. B. eine Schaltklinke, in ein Schaltrad eingreift, ist von der Lage zweier Anschläge bestimmt,
deren jeder von einem Hebel getragen wird, der von den beiden erforderlichen Thermometern
eingestellt wird.
Derartige Geräte weisen Mängel auf, die unter anderem darauf beruhen, daß die den Lauf der
Schaltklinke begrenzenden Anschläge aus einer Vielzahl von Teilen bestehen, die genaueste Herstellung
erfordern und trotzdem Störungen unterworfen sind. Darüber hinaus müssen bei den bekannten
Kalorienzählern die Thermometer, die vom Integriersystem getrennt sind, zusätzlich zum
Wasserzähler in den Leitungen' untergebracht werden.
Die Erfindung bezweckt, diese Mängel zu beseitigen. Sie sieht zu diesem Zweck bei einem Kalorienzähler,
der einen Wasserzähler umfaßt, der
609 709/196
C 98331X142 ί
einen Balancier steuert, dessen Lauf durch Nocken begrenzt ist, deren Stellung von Thermometern abhängig
ist, die den Unterschied der Temperaturen zwischen kaltem und warmem Wasser angeben, vor,
daß die Thermometer aus doppelschraubenlinienförmig aufgerollten Bimetallelementen gebildet
sind, in deren Achsen Wellen laufen, die Nocken tragen, \velche die Schwingungsweite des Balanciers
durch ihr Profil begrenzen. Es werden hierbei nur
to wenige Bauteile benötigt, und obwohl die gesamte Einrichtung sehr einfach und wirtschaftlich ist,
arbeitet der Kalorienzähler genauer als die bekannten Zähler und ist im Gebrauch widerstandsfähiger.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bilden die Bimetallelemente, die in getrennten, mit
dem Gehäuse ein Ganzes bildenden Fassungen sitzen, abnehmbare Einheiten mit den die Nocken
tragenden Wellen. Auf diese Weise sind die Ther-. mometer bei dem erfindungsgemäßen Kalorienzähler
vor äußeren Einflüssen geschützt und jederzeit schnell und einfach auszuwechseln, da sie mit
dem restlichen Teil der Einrichtung nicht mechanisch verbunden sind. ■ . ■ .
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Einrichtung gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι einen Kalorienzähler gemäß der Erfindung schematisch in Perspektive teilweise im
Schnitt bei abgenommener Gehäusekappe mit der Stellung der verschiedenen Hauptbauteile zueinander,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Patrone mit dem Bimetallelement.
Aus der Zeichnung ist zu ersehen, daß der Kalorienzähler
ein Gehäuse 2 umfaßt, das auf beiden Seiten mit Leitungen 3fl und ^b versehen ist.
Die Leitung 3a wird in Richtung der Pfeile X
von dem warmen Wasser durchflossen, das von der nicht dargestellten Warmwasserquelle aus zum
Nutzgerät fließt; das von diesem zur Warmwasserquelle zurückgeführte abgekühlte Wasser fließt
durch die Leitung 3,, in Richtung der Pfeile Y. Auf den Leitungen 3a und 3& sind Patronen 4„
45" bzw. 4b angeordnet, die mit den Leitungen in Verbindung
stehen. In jeder dieser Patronen befinden sich die wärmeempfindlichen Organe 6„ und 6b, die
beispielsweise aus einem Bimetallelement bestehen, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, in der ein Längsschnitt
durch die Patrone Ab dargestellt ist; in diese letztere läßt sich eine Röhre ioö beispielsweise
aus Messing einschieben, die das wärmeempfindliche Bimetallelement enthält, das aus einer Doppelschraube
6b besteht, die einerseits an der Röhre und andererseits an der Welle 8b befestigt ist. Das
Wasser läuft durch den engen Zwischenraum zwischen Patronen und Röhre hindurch.
Auf den Bimetallelementen 6a und 6b bzw. am
Ende von deren Wellen 8a und 8Ö sind Nocken ga
und gb befestigt. ,
Das Gehäuses dient zur Aufnahme des Wasserzählers,
der vorzugsweise ein Tangentialwasserzähler ist. Nach einem besonderen Merkmal der
Erfindung ist der Wasserzähler mit einer magnetischen Einrichtung 10 versehen, die das Integriersystem
über die Zahnräder 11, 12 und 13 mitnimmt.
Das letzte Rad 13 treibt über verschiedene Kurbelstangen 14 eine mit eimer Feder oder durch
Reibung arbeitende Vorrichtung 15 an, durch die der Balancier 16 um seinen Zapfen i6(( hin- und
herbewegt wird. Das äußere Ende i6b des Balanciers
16 stößt ab\vechselnd gegen die Nocken ga
und gb, die so die Amplitude der Schwingungen
des Balanciers 16 begrenzen. Die Nocken ga und gb
sind so bemessen, daß die Amplitude proportional der von den Thermometern 6„ und 6b aufgezeichneten
Temperaturdifferenz ist. Der Balancier 15 trägt einen Mitnehmer 17, der das Zahnrad 18
dreht, das durch eine Sperrklinke 19 an einer Bewegung in entgegengesetzter Richtung gehindert
wird. Das Rad 18 nimmt dann über weitere Zahnräder die Zähleinrichtung 20 mit.
Claims (2)
1. Kalorienzähler aus einem Wasserzähler, der einen Balancier steuert, dessen Lauf durch
Nocken begrenzt ist, deren Stellung von Thermometern abhängig ist, die den Unterschied
der Temperaturen zwischen kaltem und warmem Wasser angeben, dadurch gekennzeichnet,
daß die Thermometer aus doppelschraubenlinienförmig aufgerollten Bimetallelementen gebildet
sind, in deren Achsen Wellen verlaufen, die Nocken tragen, welche die Schwingungsweite
des Balanciers durch ihr Profil begrenzen.
2. Kalorienzähler nach Anspruch 1, 'dadurch
gekennzeichnet, daß die Bimetallelemente, die in getrennten, mit dem Gehäuse ein Ganzes
bildenden Fassungen sitzen, abnehmbare Einheiten mit den die Nocken tragenden Wellen
bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 591369, 464908,
821 269, 582353;
schweizerische Patentschrift Nr. 240828;
Krönert, »Handbuch der techn. Betriebskontrolle«, Bd. Ill, 1951, S. 4,86.
Krönert, »Handbuch der techn. Betriebskontrolle«, Bd. Ill, 1951, S. 4,86.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 709/196 11.56
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