DEC0011104MA - - Google Patents

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DEC0011104MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. April 1955 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Behälter
Die Erfindung bezieht sich auf Behälter, die aus einem Bodenstück mit einer Anzahl voneinander getrennter, einseitig offener Abteile und einem die Öffnungen der Abteile überdeckenden Deckel mit einer Öffnung bestehen, die über die Öffnung jedes Abteils gebracht werden kann, um dessen Inhalt zugänglich zu machen.
Ein bekannter Behälter dieser Art, der für die Aufbewahrung von Zündsteinen für Reibfeuerzeuge bestimmt ist, besteht aus einem zylindrischen Körper mit ringförmig in ihm angeordneten Abteilen und einem kreisförmigen Deckel, der drehbar auf dem Zylinder sitzt.
Gegenstand der Erfindung ist ein derartiger Behälter, der sich vom Bekannten dadurch unterscheidet, daß er sich leicht auf einem Karton für Ausstellungsoder Verpackungszwecke anbringen und ohne diesen zu beschädigen, wieder von ihm lösen läßt und zudem einfach herzustellen und zusammenzubauen ist.
Gemäß der Erfindung sind sowohl der Körper- als auch der Deckelteil des Behälters mit zusammenwirkenden, über ihre Umfangsfläche vorstehenden Vorsprüngen versehen, die bei aufmontiertem Deckelteil die Kante einer den Behälter aufnehmenden Durchbrechung einer Karte oder sonstigen Platte aus dünnem Werkstoff zwischen sich einschließen. Die Vorsprünge klemmen also nicht den die Durchbrechung umgebenden Rand des Kartons od. dgl. zwischen sich ein, was einerseits ein völliges Schließen des Deckels, anderseits ein Abnehmen des Behälters
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vom Karton ohne Lösen des Deckels verhindern würde. Die Vorsprünge bestehen vorzugsweise aus einem am Bodenteil oder am Deckel vorgesehenen, auswärts gerichteten·.Flansch und aus an der Umfangsfläche des anderen — flanschlosen — Teils angebrachten, sieh -nach dem Flansch hin in radialer Richtung verjüngenden Axialrippen. Um den Behälter auf einem Ausstellungs- oder Packkarton anzubringen, wird der mit einem Flansch versehene
ίο Behälterteil in ein mit seiner Kante diesen eng umschließendes Loch im Karton gesteckt, bis der Flansch-der einen Seite des Kartons anliegt. Darauf wird der andere Teil aufgebracht, so daß die Kante der Durchbrechung im Karton in dem Winkel zwischen den Vorsprüngen der beiden Behälterteile liegt und der Behälter sicher, auf dem Karton gehalten wird. Wenn der Karton genügend biegsam und nachgiebig ist, kann der mit Axialrippen versehene Teil durch das Loch im Karton gedrückt werden. Die Rippen dehnen dabei das Loch etwas, ohne jedoch den Karton zu beschädigen; dieser nimmt vielmehr nach dem Durchgang der Rippen seine ursprüngliche Form wieder an, so daß der Karton einen neu eingesetzten Behälter wiederum eng umschließt.
Der Deckelteil ist vorzugsweise mit einem kreis-
• runden, axial geschlitzten Hohlzapfen versehen, der schließend in eine Bohrung im Bodenteil paßt. Zur sicheren, eine Verdrehung der Teile gegeneinander zulassenden Verbindung weist der Zapfen nahe seinem freien Ende einen Radialflansch auf, der in eine am Boden des Bodenteils um die Bohrung herum angeordnete Ringnut einfällt.
Ein Ausführungsbeispiel für einen der Erfindung entsprechenden Behälter ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar "zeigt
Fig. ι eine perspektivische Ansicht des Behälters
von oben,
Fig. 2 eine solche 'perspektivische Ansicht von unten, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der voneinander getrennten Behälterteile, und
Fig. 4 einen Schnitt durch die Achse des Behälters
und eine Ausstellungskarte, auf der er befestigt ist.
Der Behälter besteht aus einem zylindrischen
Bodenteil 1 mit fünf" Äbteilen 2, die ringförmig um dessen Achse angeordnet sind. Der Deckelteil 3 besteht aus einem einseitig geschlossenen Η0Ί1Ι-zylinder, in dessen Stirnfläche sich eine Öffnung 4 gleicher Flächengröße wie die obere Öffnung jedes Abteils 2 befindet.,,.; Ein hohlzylindrischer Zapfen 5 aus nachgiebigem Werkstoff erstreckt sich gleichachsig durch den Deckelteil. Er ist durch vier Axialschlitze 6 unterteilt,--Am freien Ende des Zylinder-, Zapfens ist ein gleichfalls geschlitzter, nach außen gerichteter Flansch 7: vorgesehen. Der Bodenteil 1 hat eine kreisförmige Mittelbohrung 8, die bei aufgebrachtem Deckelteil dessen Zapfen 5 eng umschließt. Zum Aufbringen des- Deckelteils wird der Zapfen 5 mit dem Flansch 7 in die Bohrung 8 eingesetzt, wobei die Teile des Zapfens 5. durch die Berührung des Flansches 7 mit dem-Umfang der Bohrung 8 nach innen gedrückt werden. Nach dem völligen Aufsetzen des Deckelteils springt der · Flansch 7 in eine am
, Boden des :Bodenteils film-die Bohrung 8 herum angeordnete: Ringnut 9 ein. Dadurch ist der Deckelteil gegen axiale Verschiebung gesperrt, er läßt sich aber auf dem Behälterteil 1 mit leichter Reibung drehen, so daß die Öffnung 4 über die obere Öffnung jedes Abteils 2 oder zum völligen Schließen aller Abteile über ein volles Segment des Bodenteils gebracht werden kann. Am Bodenteil 1 ist ein auswärts gerichteter Radialflansch 10 vorgesehen, der zum besseren Festhalten mit den Fingern am Außenumfang durch Vorsprünge 11 gerändelt ist. Die Außenumfangsfläche des Deckelteils ist mit sich gegen sein offenes Ende hin in radialer Richtung verjüngenden Axialrippen 12 ausgestattet, die gleichfalls den Fingern einen festen Halt bieten. Die Auslaufenden der Rippen 12 liegen bei aufgesetztem Deckel nahe dem Flansch 10. Mittels des Flansches 10 und der Rippen 12 kann der Behälter fest in einer Durchbrechung des So Ausstellungskartons 13 montiert werden. Zu diesem Zweck wird der Bodenteil 1 in die Durchbrechung 14 des Kartons eingesetzt, bis der Flansch 10 an seiner Unterseite anliegt. Darauf wird der Deckelteil so auf- ■ gesetzt, daß auch sein unterer Rand mit den Auslaufenden der Rippen 12 innerhalb der Durchbrechung 14 liegt. Der Behälter stützt sich dann mit den sich nach oben erweiternden Rippen an der Kante des Loches im Karton.
Es ist auch möglich, zuerst den Deckelteil auf den Bodenteil aufzusetzen und dann den geschlossenen Behälter mit dem Deckel voran durch die Öffnung 14 zu stoßen. Die starken Enden der Rippen 12 dehnen die Öffnung, die sich aber infolge der Elastizität des Kartons wieder um den Behälter schließt, so daß der Karton zwischen den Rippen 12 und dem Flanschio gehalten wird. Der Behälter kann erforderlichenfalls wieder herausgenommen werden, indem der Deckelteil mit den Rippen 12 durch den Karton hindurchgedrückt wird.
Der beschriebene Behälter ist insbesondere zur Unterbringung von Zündsteinen für Reibfeuerzeuge bestimmt. Der Behälter läßt sich aber auch für andere Gegenstände, wie Grammophonnadeln, Tabletten od. dgl., verwenden.
Der Behälter kann aus beliebigem Werkstoff bestehen. Vorzugsweise ist er im Spritzguß aus Kunstharz hergestellt. Der Zapfen 5 hat dann die erforderliche Federkraft, um sich radial nach innen abbiegen zu lassen und wieder nach auswärts zu federn. Vorzugsweise besteht der Deckelteil aus durchsichtigem Werkstoff, so daß der Behälterinhalt ebenso wie etwa auf der inneren Deckelfläche angebrachte Buchstaben oder sonstige Zeichen von außen sichtbar ist.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Behälter, bestehend aus einem Bodenteil mit einer Anzahl ringförmig angeordneter, einseitig offener Abteile und einem drehbar darauf angebrachten, die Öffnungen der Abteile über- : deckenden Deckel mit einer Öffnung, die mit der Öffnung jedes Abteils zur Deckung gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenteil (1) sowie der Deckelteil (3) mit zusammenwirkenden, über ihre Umfangsfläche vor-
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    stehenden Vorsprüngen (ίο bzw. 12) versehen sind, die bei aufgesetztem Deckelteil (3) die den Behälter eng umschließende Kante einer Durchbrechung (14) in einem Karton oder ähnlichen Stück aus dünnem Werkstoff (13) zwischen sich einschließen.
  2. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bodenteil (1) oder dem Deckelteil (3) ein auswärts gerichteter Flansch (10) vorgesehen ist und der Umfang des anderen, flanschlosen Teils (3 bzw. 1) mit sich nach dem Flansch (10) hin radial verjüngenden Axialrippen (12) versehen ist.
  3. 3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (10) an dem zylindrischen Bodenteil (1) angebracht ist und der Deckelteil (3) aus einem einseitig geschlossenen Hohlzylinder besteht, der den Bodenteil (1) eng umgibt und sich axial bis zu dessen Flansch (10) erstreckt.
  4. 4. Behälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelteil (3) auf dem Bodenteil (1) mittels eines am Deckel (3) befestigten Zapfens (5) drehbar befestigt ist, der aus einem nachgiebigen, einen oder mehrere Axialschlitze (6) aufweisenden Hohlzylinder mit einem nahe seinem freien Ende angeordneten, von den Schlitzen (6) unterbrochenen, nach auswärts gerichteten und in eine ringförmige Ausnehmung (9) am Bodenteil (1) eingreifenden Flansch (7) besteht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 709/106 11.56

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