DED0000505MA - Verfahren zur Herstellung flexibler Schuhe. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung flexibler Schuhe.Info
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Description
ik 64ο33
PATENTANWÄLTE PROF. DR. H. GÖLLER · DR.-ING. W. HÖGER · STUTTGART
ψ&ψ^Τ^ «
Firma G-ebr» Pihlmann. Mengen/ Wttbg.
Die Erfindung befasst sich mit der seither noch, nicht in befriedigender Weise gelösten Aufgabe, einen hervorragend flexiblen
Schuh f abrikat ionsm&ssig her zustellen der in Bezug auf Passform und angenehmes Tragen,, sowie bequemstes Sehen denjenigen Schuhen mindestens gleich kommt, welche bisher nur in handwerklicher
Arbeit τοη besonders geschulten und erfahrenen Meistern geschaffen werden konnten=
Das ieue liegt im Wesentlichen in einer eigenartigen Verbindung des Schaftfutters mit der Beckbrandsohle, derart, dass vor der
Anbringung des Bodens, eis. Gebilde geschaffen wirdp das anschaulich als Tuttersack® bezeichnet werden kann. Dieser Futtersack
virö alsdann durch Eantiemaht oder dergl* mit dem Oberleder verbunden und sodann der Zwiö&leisten in den futtersacfe eingepasst,
eine Beekbrandsohle5 S0B0 Korksohle aufgelegt und sodann der
über das Futter vorstehende land des Oberleders als Zwickeinschlag aufgeswickt und schlieeslich die Laufsohle in üblicher
¥eise befestigte
Bas neue Verfahren sei in lachstehendem an Hand eines in der Zeichnmig veranschaulichten Beispiels erläutert.
Fig* 1 zeigt einen Querschnitt,
PIg0 2 eine Seitenansicht eines naoh dem Verfahren hergestellten Schuhes ohne Absatz.
In Figur 2 ist der Deutlichkeit wegen ein Teil des Oberleders entfernt und die Sohlenschichten eine Strecke weit voneinander
abgehoben gezeichnet, Xn beiden Figuren sind die Sicken der Schichten zum Teil übertrieben dargestellt.
Der Schaft oder das Oberleder 1 wird im wesentlichen wie tiblioh mit dem Schaftquartier, d.h. dem rückwärtigen Teil des Schaftes,
durch Steppen verbunden. Das Futter 2 wird ebenfalls für sich allein gesteppt, d.h. aus seinen Einzelteilen zusammengenäht, und
dabei, anders als bisher, nur so gross gehalten, dass es mit der Sohle des Zwickleistens abschliesst, da das Futter 2 nicht mehr
selbst aufgezwickt wird und somit keinen Zwickeinschlag mehr benötigt.
Dann wird - noch vor lerbindung des Futters mit dem Oberleder (Schaftleder) - die Deckrandsohle 39 die nicht unbedingt aus
Leder sein muss, mit dem Futter 2 durch die Naht 4 dergestalt verbunden, dass sie mit der Futterkante abschneidet und nicht
über sie hinausgeht, Auf diese Weise ist das als Futtersack zu bezeichnende Gebilde entstanden.
Darauf wird dieser Futtersack mit dem Oberleder 1 in an sich bekannter Weise verbunden durch eine Kantiernaht, d.h. eine Naht, welche
- regelmässig durch Steppstich - Schaft und Futter am Einschlupf des Schuhes verbindet?* wobei das Futter durch die Kantiermasehine
dem Schaft beschnitten wird.
Bass das gesamte Futter der leistenfona entsprechend zugeschnitten werden muss* geht aus der oben gegebenen Erläuterung
hervorι der Schaft (das Oberleder 1} dagegen läuft nicht nur bis zur Bodenkante des Leistens,, sondern (etwa 15 bis 20 stm)
darüber hinaus, damit ein genügender Zwickeinschlag 5 entsteht«
Ist in den Futtersack der Zwickleisten eingeführt, so wird auf die Deckbrandsohle 3 eine Art Zwischensohle 6 anas Kork
oder anderen, sweckmässig elastischen Stoffen aufgebracht» Sie kann aus entsprechendem Material ausgestanzt sein oder
aus Korkmehl oder dergl. und einem Bindemittel bestehend eingestrichen oder geformt werden»
Wenn die Zwischensohle 6 und ihr Bindemittel genügend getrocknet istf wird der Zwickeinschlag 5 des Oberleders 1
Über die Zwi&chensohle 6 - sweckmässig^ unter Verwendung von Zwickzement - aufgezwickt und der soweit fertiggezwickte
Schuh wie bisher üblich weiter behandelt und mit der Laufsohle 8 versehen» Der Zwischenraum zwischen Brandsohle 3
und Zwischensohle β wird innertsalb des Zwickeinschlags 5 zwecJbnässig mit einer Ausballmasse 9* z„Be auf Eorkgrundlage
ausgefüllt werden„
Es ist ohne Weiteres ersichtliche dass das neue !erfahren für Schuhe jeder Leistensprengungshöhe angewandt werden
kann9 wobei Tor Befestigung der Laufsohle ein Ghelenksttick wie bekannt zwischen Lauf- -und Zwischensohl© befestigt ward,.
dessen Form der Sprengmig des Leistens angepasst ist«.
Die Befestigung dee Absatzes aus !»eder oder aus überzogenem HoIs geschieht wie übliche
Claims (2)
1) !erfahren sur Herstelltmg flexibler Sclmlie, dadurcli gefcermzeichiiet, dass vor der Anbringung des SclaiÄbodens
Yerbin&ung des Schaftfutters mit der Becfebraradsohle ein sackartiges Gebilde {Tirttersack'") gebildet wird? bei welchem das
lütter die BrandsoKle nicht wesentlich überragt und das sodann mit dem Oberleder derart Yerbxmden wird8 dass diesee
ussl die Breite eines Zwiekeinsehlage vortritt, worauf (über eiwem Zwiefcleisten} eine Zwischensohle aufgebracht und über
diese der Rand des Oberleders gezwickt und endlich die laufsohle und der Absatz in üblicher Weise befestigt wirdo
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gefeennze lehnet, dass im Raum zwischen der Sifischensohle und der Laufsohle innerhalb
des ZwicfeeinsGhlags des Oberleders in an sich bekannter Weise eine Ausballmasse angebracht wird..
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