DED0001125MA - Abdeckung aus Dichtungsbahnen, insbesondere für Dächer und Ingenieurbauten. - Google Patents

Abdeckung aus Dichtungsbahnen, insbesondere für Dächer und Ingenieurbauten.

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DED0001125MA
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DE
Germany
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cardboard
sealing sheets
roofs
layers
roof
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Expired
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English (en)
Inventor
Richard Dipl.-Chem. Dr. phil. Dähn
Original Assignee
Dähn, Richard, Dipl.-Chem. Dr. phil., Worms
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Description

Abdeckungen bezw. Dichtungen, z. B. Dacheindeckungen mit Teer oder Bitumendachpappen, werden so vorgenommen, dass das Dach mit zwei Lagen Dachpappe versehen wird. Als Unterlage nimmt man häufig eine schwächere Pappe, die z. B. bei einem Holzdach aufgenagelt wird u. als zweite Lage eine stärkere Pappe, die auf die darunter befindliche aufgenagelte Pappe mittels Klebemasse aufgeklebt wird.
Die übliche Verlegungsart ist die Verlegung der unteren Bahnen in Längsrichtung, die der oberen Bahnen in Querrichtung dazu, od. umgekehrt. Dabei werden die Bahnen in jedem Falle mit ca. 6-10 cm überlappt aufgelegt (auf der ersten Bahn genagelt, der zweiten geklebt), damit das Dach keine Fugen aufweist, durch die Regen u. Feuchtigkeit eindringen können.
Diese Überlappungen ergeben in jedem Falle in Längs- od. Querrichtung gehende Stösse auf dem Dach, die eben als Stösse die Hauptangriffsflächen einer Pappbedachung darstellen. Diese Stösse ergeben z. B. bei der unteren Papplage Erhöhungen resp. Vertiefungen, die nur bei sorgfältigster Verklebung der oberen auf die untere Papplage einigermassen ausgefüllt u. damit beseitigt werden können.
Es entsteht leicht die Möglichkeit der Bildung von Ausbuchtungen an diesen Stössen, die sich später in verschiedener Hinsicht unliebsam bemerkbar machen. Dächer mit im Sommer abfliessender Klebmasse, die das ganze Dach verunziert, die oft in die Dachrinnen od. den Boden od. gar in das Innere von Räumen tropft, sind jedem bekannt u. haben als Ursache diese überlappten Streifen.
Die obere meist stärkere Pappe wird auf die schwächere untere Pappe geklebt. In der Regel wird hierzu heisstreichbare Klebemasse verwendet. Die Klebemasse wird bis zur Dünnflüssigkeit erhitzt u. zwar ohne jede Kontrolle z. B. durch Messen mit einem Thermometer. Sie wird das eine Mal kälter, das andere Mal heisser aufgetragen.
Je nachdem, wie nun diese physikalische Konstante der Klebemasse beschaffen ist, wird mehr od. weniger Klebemasse benötigt. Dazu kommen noch die Temperaturunterschiede der Witterung z. Z. der Verlegung, ganz abgesehen von den grossen Unterschieden innerhalb der einzelnen Jahreszeiten. Bei einer grösseren Dachfläche z. B. kann es ohne weiteres vorkommen, dass die Klebemasse während der Pappenverlegung an einzelnen Stellen stärker, an anderen wieder schwächer aufgebracht wird. Selbst der geübteste Dachdecker kann daher keine Garantie dafür übernehmen, auf alle Flächen des Pappdaches die gleiche Menge Klebemasse aufzutragen.
Bei zu sparsamer Anwendung von Klebemasse besteht die Gefahr, dass sich die Pappen, wenn auch nur stellenweise, voneinander lösen u. sich durch Blasen od. gar Wellen bilden.
Bei zu reichlicher Anwendung von Klebemasse besteht die Gefahr der Überfettung, wodurch besonders im Sommer der Überschuss wegzufliessen beginnt, ja sogar in krassen Fällen die ganze obere Lage der Pappe ins Schwimmen kommt.
Jede verlegte Dachpappe hat die Eigenschaft zu arbeiten. Eine gutgearbeitete u. vor allem eine gutverlegte Dachpappe arbeitet ohne dass dieses an der Bedachung sichtbar wird, denn sie be- besitzt eine ausgeglichene Dehnbarkeit u. Elastizität.
Andere Pappen besitzen diese Ausgeglichenheit nicht od. nur in geringem Masse u. die Folgen sind, wenn sich dann noch mangelhafte Verlegung dazugesellt, oft verheerender Art:
Die Eindeckung kann schrumpfen, sie kann sich wellen od. gar reissen.
Es ist somit klar, dass
Überlappungen u. Stösse, sowie
die Technik der Verklebung zwischen Ober- u. Unterlage nicht unerhebliche Schwächen in der Pappdachherstellung darstellen.
Nicht unerwähnt mag bleiben, dass je nach Grösse der vorgenommenen Überlappung in der Gesamteindeckung ein Verlust an angewendeter Dachpappe von 6-8-I0% entsteht, was wirtschaftlich von grösster Bedeutung ist u. die Rentabilität des Pappdaches wesentlich beeinflusst.
Alle bisher über Dacheindeckung Gesagte gilt in übertragenem Sinne auch für das Anbringen von Isolierungen mit Hilfe von Dachpappe u. deren mannigfaltigen Sorten.
Ganz gleich, ob es sich um eien Grundwasserisolierung, die Isolierung eines Brückenbaues, die Isolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit, die Isolierung irgend eines Betonwerkes, kurz um die Anbringung irgend einer Isolierung von sog. Ingenieurbauten unter Zuhilfenahme von irgendwelchen mit Teer od. Bitumen od. einem ähnlichen Material getränkten u. gefertigten Bahnen handelt, immer wird in derselben od. ähnlichen Weise gearbeitet wie bei der Verlegung von Dachpappen beschreiben, u. überall zeigen sich gleiche o. ähnliche Mängel.
Der Grundgedanke vorliegender Erfindung ist nun der, durch Schaffung einer besonders gefertigten Dichtungsbahn
1. die geschilderten Mängel der bekannten Abdeckungen u. deren Ursachen weitgehend zu beseitigen,
2. die Abdeckung bezw. Dichtung wesentlich zu vereinfachen u. dadurch gleichzeitig die Gewähr für eine immer gleichbleibende Verarbeitung zu geben u. zwar jahreszeitlich u. von der jeweiligen Temperatur unbeeinflusst u.
3. eine ins Gewicht fallende Verbilligung für die Herstellung einer guten Abdeckung bezw. Dichtung zu erreichen.
Der Grundgedanke ankert in der Erkenntnis, dass
a) Überlappungen u. Stösse weitgehend verschwinden müssen u. dass
b) das Verkleben zweier Dichtungsbahnen aus der unkontrollierbaren Hand des Verlegers so weit als möglich genommen wird.
Das Ziel der Idee wird durch die Schaffung einer Dichtungsbahn erreicht, die von vornherein zwei- od. mehrlagig angefertigt wird, wobei jede Lage für sich ca. 6-cm über die Längsseite der anderen Lage hinausragt.
Was z. B. bei der bisherigen Arbeitsweise der Verlegung eines zweilagigen Pappdaches in 2-Arbeitsgängen erreicht wird (Vernagelung der unteren Lage u. Daraufkleben der oberen Lage), kann man nach der Erfindung in einem Arbeitsgang erzielen. Die fabrikmässig hergestellte doppellagige Pappe wird auf der Holzunterlage einfach vernagelt.
Anstelle der Verklebung der ganzen Bahnen mit heisser Klebemasse, brauchen hier nur die jeweils ca. 6-cm breiten Überlappungen der Pappenbahnen, die haargenau in- u. aufeinander passen, verklebt werden.
Die doppellagigen Dachpappen passen exakt aufeinander, wodurch hochstehende Überlapppungen u. Stösse verschwinden u. das Dach als solches einwandfrei eben u. glatt hergestellt wird.
Dadurch, dass die doppellagige Pappe maschinell hergestellt wird, ist eine absolut gleichmässige Verklebung der beiden Pappenbahnen garantiert, wobei es gleichgültig ist wie u. wann dieselbe zum Verlegen kommt:
Das Doppelpappdach ist eigentlich auf diese Weise immer schon fertig u. braucht nur befestigt zu werden.
Die doppellagige Dachpappe hat ferner den Vorteil, dass sie in ihrer vollen Breite, ohne jeden Verlust, verlegt werden kann, was einen Gewinn gegenüber der alten Verlegungsart der doppellagigen Pappdächer von 6-8-I0% ausmacht.
Die höhere Rentabilität der neuen Bedachungsart ist gegeben
1. durch die Auswertung der vollen m(exp)2-Zahl eingebauter Dachpappe ohne jeden Verlust durch Überlappungen etc.
2. durch die einfache, stossfreie Verlegungsart der doppellagigen Pappe a) durch Vernagelung u. b) durch Verklebung der ca. 6-cm breiten überstehenden Pappränder,
3. durch die Ersparnis einer nicht unerheblichen Menge Klebemasse, die früher beim ZusammeNKleben der beiden Pappbahnen verbraucht worden isst (früher I00%-ige Verklebung, heute nur noch 6%).
Die Erfindung erstreckt sich auch auf Dichtungsbahnen aus mehreren Papplagen, die metallische od. sonstige Einlagen, z. B. Aluminium- od. Bleifolien, enthalten. Auch können die Dichtungsbahnen allein aus solchen Folien bestehen.

Claims (3)

1.) Zwei- od. mehrlagige Abdeckung aus Dichtungsbahnen, z. B. Pappe, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsbahnen aus zwei od. mehr fabrikmässig zu einer Einheit, verbundenen Lagen, z. B. verklebten Papplagen, bestehen, die zur Bildung von überstehenden Randstreifen nach einer Richtung hin gegeneinander verschoben sind u. deren Randstreifen zur Herstellung der Abdeckung mit den zugehörigen Randstreifen der benachbarten Dichtungsbahnen wasserdicht verbunden, z. B. verklebt werden.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Lagen der Dichtungsbahnen ungleich stark sind.
3. Abdeckung nach Anspruch 1 u. 2 aus Dichtungsbahnen mit zwei od. mehr Papplagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsbahnen metallische od. sonstige Einlagen, z. B. Aluminium od. Bleifolien, enthalten.

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