DED0002864MA - - Google Patents

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DED0002864MA
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needle roller
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Mai 1950 Bekannitgemacht am 14. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß Flachssamenstroh auf den bekannten Getreidedreschmaschinen ausgedroschen werden kann. Diese Entsamung hat den Nachteil, daß zwar der Samen gewonnen werden, kann, das Flachsstroh aber von den Schlägern der Dreschmaschine derart zerkleinert und verwirrt wird, daß die Bastfasern nur zu ganz minderwertigem Fasermaterial, wie Polstermaterial u. dgl., verwendet werden können.
Für die Entsamung von Textilfaserstroh (Faserlein) wurden sogenannte Riffelmaschinen für die Entsamung dieses Strohes gebaut, die den Samen auskämmen sollen, ohne das Stroh bzw. die Bastfaser zu beschädigen oder zu verwirren. Diese Riffelmaschinen sollen die Samenkörner nur auskämmen. Dieser Vorgang wird nur unter bestimmten Voraussetzungen erreicht. Das zu entsamende Flachsstroh wird bekanntlich zwischen zwei Gummibändern fortlaufend gehalten, und ein quer hin- und hergehender Nadelkamm kämmt die Samenkapseln aus. Der Nachteil dieser Maschinen besteht darin, daß das Einführen des Strohes eine sehr geschickte Bedienung bedingt; ist diese nicht vorhanden, so reißt der Kamm sehr viel Flachsstengel heraus, und es entsteht sehr viel Wirrstroh, aus welchem nur Werg erzeugt werden kann, obzwar daraus Langfaser erzeugt werden könnte. Ferner hat der Riffelkamm einen begrenzten Hub, so daß nicht alle Samenkapseln herausgekämmt werden können. Außerdem werden zur Bedienung viele Arbeitskräfte benötigt, so daß die Entsamung verhältnismäßig teuer wird.
609 530/60
D2864 HI/45e
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung behoben. Das zu entsamende Flachsstroh wird parallel und kontinuierlich in die Maschine eingeführt und kommt vollkommen entsamt und >in praller Form wieder aus der Maschine heraus.
Beschreibung des Arbeitsvorganges der neuen Entsamungsmaschine an Hand der zeichnerischen Darstellung: Das Flachsstroh wird auf den Transport D aufgelegt, wird von dem Einführungs-Riffelwalzenpaar B gehalten, und die Nadelwalze A kämmt die Samenkapseln aus, übergibt das entsamte FlachsiStroh dem Ausführungs-Riffelwalzenpaar C, und dieses übergibt dann das' Stroh dem Transport E, von wo aus es abgenommen werden
'15 kann. Mit dieser Maschine kann das kürzeste Stroh entsamt werden, und das Stroh kommt so aus der Maschine, wie es eingelegt worden ist.
Fig. I zeigt einen Querschnitt der Maschine. Die Nadelwalze A besteht aus vier, sechs oder acht auf einer Welle befestigten Nadelleisten 0, in welchen Nadeln eingeschlagen sind. An der Stelle der Einführung, also beim Riffelwälzenpaar B, stehen die Nadeln hervor.
Dadurch kämmen sie den von dem Riffelwalzenpaar B gehaltenen Stengelflachs aus. Dieser Vorgang \Nira bis zur Stelle G vorgenommen, und zwar über dem Stäbchenroist H, wobei die Samenkapseln P nach unten abfallen können. Bei der Stelle G treten die Abnahmebleche η durch eine Kurvenführung hervor, die Nadeln werden gewissermaßen versenkt, damit das Stroh nicht von den Nadeln mitgenommen werden kann, sondern dem Riffelwalzehpaar C zur Weiterführung übergeben wird. Diese Vorrichtung ist nötig, weil man sonst von den Nadelwalzen keine Abnahme erreichen kann.
Fig. II zeigt eine Draufsicht gemäß Fig. I. Bei B stehen die Nadeln hervor, bei C steht das Abnahmeblech η gegen das Abnahmewalzenpaar C.
Würde die Nadelwalze A dieselbe Geschwindigkeit haben wie die Riffelwalzen, so würde eine Kämmung nicht erfolgen, würde sie größer sein, würde eine Stauung bei dem Abnahme-Rifrelwalzenpaar C erfolgen. Deshalb hat die Nadelwalze A eine Piilgerschrittbewegung, die an und für sich bekannt ist, d. h. zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die DurchgangSigeischwindigkeit bleibt dieselbe wie die der Riffelwalzenpaare, aber die Hin- und Herbewegung beträgt ein Vielfaches, so daß die Kämmung zweckentsprechend erfolgt.
Fig. III zeigt diese Pilgerschrittbewegung. Kegelrad α treibt Kegelrad b regelmäßig an, und zwar mit der gegebenen Geschwindigkeit, b ist nicht auf der Welle von A aufgekeilt, sondern auf der Büchse c. Auf dieser ist Zahnrad d aufgekeilt und überträgt die Rotierung auf Stirnrad e. Stirnräder e und g sind auf der Büchse f aufgekeilt, und die Rotierung wird Stirnrad h übertragen, welches auf der Welle der Nadelwalze A aufgekeilt ist.
Sämtliche Stirnräder sind auf dem Pendelhebel i angebracht, der nach Fig. IV hin- und herpendelt, und zwar mittels der Pleuelstange k, bewegt von - -der Kurbelwelle m. Durch diese Anordnung erhält die Nadelwalze A\ die gewollte Fortbewegung und gleichzeitig die erforderliche Pilgerschrittbewegung.
Die Drehrichtung ist durch: Pfeile angegeben.
Diese Maschine hat den besonderen Vorteil, daß strauchartiges Samenstrorr nicht wie bisher auf Dreschmaschinen entsamt werden muß, sondern im der schonendsten Art auf dieser Maschine entsamt werden kann, weil die Nadeln unmittelbar beim Haltepunkt (Riffelwalzen) eingreifen, entsamen und gleichzeitig die Bastfasern unbeschädigt abgeben, so daß sie als wertvolles Spinnmaterial Verwendung finden, was nach ider Dreschmaschine nicht der Fall ist.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    : i. Vorrichtung zum Entsamen von Flachsund Hanfstroh, gekennzeichnet durch die- Anordnung einer über einem feststehenden Rost (h) arbeitenden Nadelwalze (A), der das zu entsamende Gut von einem Riffelwalzenpaar (B) zugeleitet wird, welches das Gut auch noch während des Entsamungsvorganges festhält, während für die Ableitung des entsamten Gutes ein zweites.Riffelwalzenpaar (C) vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Riffelwalzenpaare (B, C) lediglich durch den Rost (H), durch den die herausgelösten Samenkapseln abfallen, voneinander getrennt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Riffelwalzenpaare (B, C) mit gleicher Drehzahl umlaufen, während die Nadelwalze (A) eine pilgerschrittartig unterbrochene Umlaufbewegung ausführt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Nadelwalze (A) ein Übersetzungsgetriebe (d, e, g, h) vorgesehen ist, dessen Zwischenwelle zur Erzeugung der Pilgerschrittbewegung zwischen zwei parallel angeordneten Pendelarmen (t) gelagert ist, die ihrerseits mit ihrem einen Ende frei pendelnd auf der Welle der Nadelwalze (A) gelagert sind, während an ihrem anderen Ende ein Kurbeltrieb (k, m) angrfeift. , ;
  5. 5. Vorrichtung nach den . Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelwalze (A), auf ihrem Umfang gleichmäßig verteilt, mehrere Nadelkämme (0) trägt, die von Abstreifblechen (ή) umfaßt sind, welche, durch· eine Kurvenführung gesteuert, auf einer exzentrisch zur Nadelwalze (A) verlaufenden Bahn mit der Nadelwalze (A) umlaufen und dabei über dem das zu entsamende Gut zuführenden Riffelwalzenpaar (B) die Nadelkämme (0) freir geben, über dem das entsamte Gut ableitenden Riffelwalzenpaar (C) dagegen die Nadelkämme (0) vollständig abdecken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 530/60' 6. 56

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