DED0004962MA - Verfahren und Mittel zum Imprägnieren von Holz - Google Patents

Verfahren und Mittel zum Imprägnieren von Holz

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DED0004962MA
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Friedrich Wilhelm Bad Kissingen Dölger
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Description

Es ist bekannt, Holz durch Tränkung oder unter Druck und Vakuum mit wässrigen Salzlaugen oder Ölen zu imprägnieren. Es ist ferner bekannt, Hölzer mit einem Imprägnierschutzstoffbrei einzureiben oder anzustreichen und dann abzudecken oder mit einer Bandage zu versehen. Bei diesen Verfahren soll die Abdeckung bzw. die Bandage verhindern, dass die aufgetragenen Imprägnierstoffe abbröckeln oder sich durch Regen oder mechanische Beanspruchung ablösen. Die Bandagen sollen bei eingebauten Hölzern auch eine allmähliche Durchtränkung von aussen nach innen ermöglichen, ohne dass hierbei die Schutzstoffe in das umgebende Erdreich abwandern. Der Imprägnierschutzstoffbrei wird bei den bekannten Verfahren aus wasserlöslichen Wirkstoffen hergestellt, die mit Wasser oder Ölen mit oder ohne Emulgatoren zu einer breiartigen Konsistenz angerührt werden. Die bekannten Verfahren sind Mehrstufenverfahren und infolge der Notwendigkeit, eine Abdeckung oder Bandage anzuwenden, umständlich, unwirtschaftlich und an bestimmte Voraussetzungen gebunden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die bisher auf mechanischem Wege erzeugte Abdeckung oder Bandage des Holzes nunmehr auf chemischem Wege erzeugt und zwar dadurch, dass für das Imprägnieren eine Lösung oder eine Emulsion verwendet wird, die befähigt ist, das Lösungsmittel bzw. das Emulsionsmedium durch Verdunsten oder Verdampfen an die Atmosphäre abzugeben und dabei auf dem Holz eine feste filmartige Schutzschicht zurückzulassen.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass das Aufbringen des Wirkstoffes und die Bildung der festen Schutzschicht in einer einzigen Verfahrensstufe durchgeführt werden kann, wenn man den Wirkstoff in möglichst fein verteilter Form in die Lösung bzw. Emulsion der filmbildenden Substanz hineinbringt, das zu schützende Holz dann mit diesem Stoffgemisch tränkt, bespritzt oder bestreicht, wobei die zu imprägnierenden Holzteile weissgeschnitzt oder geschnitten und von Staub, Schmutz Teer- und Lackresten befreit sein müssen. Die so vorbehandelten und imprägnierten Hölzer lässt man an der Luft stehen, bis die Bildung der Schutzschicht vollzogen und diese erhärtet ist. Beim Stehen an der Luft verdunstet in diesem Falle das Lösungsmittel bzw. das Emulsionsmedium und es bildet sich die gewünschte feste, filmartige Schutzschicht, die in feinster Verteilung die Wirkstoffe enthält. Unter dem Einfluss hinzukommender Feuchtigkeit, herrührend aus Niederschlägen, Bodenfeuchtigkeit oder auch künstlicher Bewässerung bzw. Wasserdampf, erwirken die Diffusions- bzw. Osmose-Kräfte eine langsame Abwanderung der Wirkstoffe aus der Filmschicht in das Holz, wodurch dieses in bekannter Weise geschützt wird.
Als Wirkstoffe werden die an sich bekannten Mittel verwendet wie z.B. Natriumbifluorid,Fluorid-Chrom-Salzgemische, Fluorid-Chromdinitrophenol-Salzgemische, Verbindungen mit Arsenbeimengungen usw. Da die Wirkstoffe vorzugsweise auf dem Wege der Diffusion bzw. der Osmose in den Holzstamm hineinwandern sollen, müssen sie wasserlöslich sein.
Als die Schutzschicht bildende Stoffe kommen solche Stoffe in Betracht, die wasserunlöslich sind, sich aber in den üblichen Lösungsmitteln genügend leicht lösen oder mit üblichen Emulsionsmedien in entsprechende Emulsionen überführen lassen und die befähigt sind aus der Lösung oder Emulsion unter den bereits erwähnten Bedingungen eine feste Schutzschicht zu bilden. Aus wirtschaftlichen Gründen werden naturgemäss vorzugsweise billige Stoffe dieser Art verwendet. In Betracht kommen u.a. bituminöse Stoffe jeder Art in Verbindung mit Teeren, Pechen, hochsiedenden Mineralölen, Rückständen aus der Öldestillation usw. Die Art und die Zusammensetzung der filmbildenden Stoffe soll derart sein, dass der Schutzfilm nach dem Verdunsten der Lösungsmittel bzw. Emulsionsmedien genügend fest und elastisch ist. Der Film soll bei normalen Temperaturen so fest sein, dass er die genügende Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchungen besitzt. Ausserdem soll der Film eine gewisse Wasserdurchlässigkeit besitzen, so dass er unter dem Einfluss der Erdfeuchtigkeit - wie dies z.B. bei stehenden Masten der Fall ist - eine gewisse Menge Feuchtigkeit aufzunehmen vermag. Dadurch wird der Diffusions- bzw. Osmosevorgang begünstigt.
Die Lösung bzw. Emulsion soll so zusammengesetzt sein, dass sich die feste Schutzschicht unter üblichen atmosphärischen Verhältnissen innerhalb von 24 bis 48 Stunden, vorzugsweise aber im Laufe von weniger als 24 Stunden bildet. Wenn man die Zusammensetzung der Lösung bzw. Emulsion richtig wählt, wird es dadurch ermöglicht, das Holz am Tage zu imprägnieren und die Schutzschicht im Laufe der Nacht entstehen zu lassen, so dass schon am nächsten Tage, längstens übernächsten Tag die Erdauffüllung stehend eingebauter Rundhölzer z.B. Masten zugefüllt werden kann.
Da die Imprägnierlösungen bzw. Imprägnieremulsionen längere Zeit haltbar sein sollten, empfiehlt es sich, den Lösungen bzw. Emulsionen Emulgier- bzw. Stabilisiermittel hinzuzufügen.
Bei praktischen Versuchen hat sich gezeigt, dass es zweckmässig ist, der Imprägnierlösung bzw. Imprägnieremulsion etwas Wasser und gegebenenfalls etwas Öl zuzusetzen und die Konzentration der Lösungen bzw. Emulsionen so zu halten, dass sie die Viskosität einer streichfertigen Masse besitzen. Die Hinzufügung von etwas Wasser empfiehlt sich besonders dann, wenn die Imprägnierlösungen bzw. Imprägnieremulsionen für trockene oder wasserarme Hölzer verwendet werden sollen. Die Zusammensetzung muss aber auch hierbei so gewählt werden, dass die Stabilität der fertigen Produkte auch bei längerer Lagerung nicht gefährdet ist.
Um die Feinverteilung der Wirkstoffe in der Lösung bzw. Emulsion zu erreichen, empfiehlt es sich, die anderen Bestandteile der Mischung d.h. also filmbildende Stoffe, gegebenenfalls Wasser und Öl, Lösungsmittel bzw. Emulsionsmedien und Emulgier- bzw. Stabilisiermittel zunächst zu einer möglichst einheitlichen Mischung zu verarbeiten und dann den Wirkstoff in diese Mischung in möglichst feiner Verteilung einzuarbeiten. Gegebenenfalls kann die Mischung noch einem Mahlprozess unterworfen werden.
Man erhält gemäss dem vorliegenden Verfahren sehr gute, tiefwirkende Imprägniereffekte auf einem bisher nicht erreichten technisch einfachem und wirtschaftlich vorteilhaftem Wege. Man kann gemäss dem vorliegenden Verfahren Hölzer beliebiger Art und beliebigen Feuchtigkeitsgrades imprägnieren und zwar ohne Abdeckung und ohne Verwendung von Bandagen. Dies ist im Vergleich zu den bisher bekannten Verfahren ein sehr grosser Fortschritt.
Beispiel 1:
45 g diffusionsfähige, pilz- und insektentötende Salze
15 g in Schwerbenzin und Schwerbenzol gelöstes Asphalt und Bitumen
10 g Teer
10 g Teeröl oder andere geeignete Öle
10 g Wasser
10 g Emulgier- und Stabilisiermittel
werden zu einem möglichst einheitlichen und stabilen streichfertigen Stoffgemisch verarbeitet. Das Produkt wird dann auf saftfrische, feuchte oder trockene Stämme aufgestrichen oder sonstwie in geeigneter Weise aufgebracht. Durch Verdunsten des Lösungsmittels bildet sich eine filmartige Schutzschicht, die das Imprägniersalz in feinster Verteilung enthält. Nach etwa 24 - 48 Stunden ist die Bildung der Schutzschicht beendet. Bei eingebauten stehenden Masten oder anderen Hölzern kann in diesem Falle das Erdreich bereits eingefüllt werden; imprägnierte liegende Masten oder Hölzer, die noch zu transportieren sind, verwendet man zweckmässigerweise erst nach einer Woche.
Beispiel 2:
45 g wasserlöslicher, diffusionsfähiger Wirkstoff
30 g in Schwerbenzin und Schwerbenzol gelöstes Asphalt und Bitumen
15 g Teer
10 g Emulgier- und Stabilisiermittel
werden zu einer einheitlichen streichfähigen Mischung verarbeitet; die Mischung eignet sich für das Imprägnieren von feuchtem oder trockenem Holz.

Claims (4)

1. Verfahren zum Imprägnieren von Holz dadurch gekennzeichnet, dass das Holz mit einer streichfertigen, hochkonzentrierten Imprägnierlösung oder -emulsion behandelt wird, die einen wasserlöslichen Wirkstoff und einen wasserunlöslichen Feststoff enthält und deren Zusammensetzung derart ist, dass durch Verdunsten oder Verdampfen des Lösungsmittels oder des Emulsionsmediums unter üblichen atmosphärischen Bedingungen eine feste Schutzschicht entsteht, die den Wirkstoff in feinster Verteilung enthält und auf dem Wege der Diffusion bzw. Osmose eine Durchtränkung der Hölzer mit dem Wirkstoff ermöglicht.
2. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Imprägnierlösung bzw. -emulsion zusätzlich Wasser und gegebenenfalls Öl enthält.
3. Verfahren gemäss Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als wasserunlöslicher Feststoff ein bituminöser Stoff verwendet wird.
4. Mittel zum Imprägnieren von Holz, bestehend aus einer Lösung oder einer Emulsion, die einen wasserlöslichen Wirkstoff und einen wasserunlöslichen Feststoff enthält, und deren Zusammensetzung derart ist, dass durch Verdunsten oder Verdampfen des Lösungsmittels oder des Emulsionsmediums unter üblichen atmosphärischen Bedingungen eine feste Schutzschicht entsteht, die den Wirkstoff in feinster Verteilung enthält und auf dem Wege der Diffusion bzw. Osmose eine Durchtränkung der Hölzer mit dem Wirkstoff ermöglicht.

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