DED0009380MA - - Google Patents

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DED0009380MA
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.-Ina. E. H. BAHR <21b>HERNEiw·· den3.2· 6. 1951
-* SthaeEerstraße 60
PATENTANWALT
Bankkonto Rhein-Ruhr-Bank Herne
Postscheckkonto: Dortmund 558Ö8
Fernsprecher: Herne Nr. 50930
Telegrammanschnit: Bahrpatente
Hemewestfalen
./5s. A. 2405
üeutcehe Eohlenbcrgbauleitunss, Essen, Glückaufhaus «Vorfahren und Gerät zur schälenden Gewinnung, insbesondere harter Plöso"
Dio Erfindung betrifft ein Verfahren au? schälenden Gev/innung, ins besondere harter Kohlenflöze odor anderer flösartig abgelagerter Mineralien, insbesondere solchen von geringer EäcJitickelt duroh einea beidseitig arbeitenden nobel izad ein Gerät zur dieses Verfahrens·
Die bisher üblichen Verfahren für die schälende Gewinnung arbeiten allgemein in der tfeise, dass ohne Eüclisleht auf die Auswirkungen des Ocbirgsdruckes ein rochteokigor Querschnitt aus dea Eohlonstoss ausgeschält wird, wobei gelegentlich die Kohle in irgendeiner Schicht durch Vorreissaesser aufgelockert wird. Hierbei werden die entsprechend ausgebildeten Hobelmesser über das gesamte oder den überwiegenden Seil des zu schälenden Profils gefahren, wodurch sich sein* hohe Eeibungskräfte ergeben.
Ziel der Erfindung ist es, die offensichtlichen liachteile dieser .se,/insbesondere deren ungünstige Auswirkung auf die
zu verhindern und gleichzeitig durch entsprechende Gestaltung des Hobels die Arbeitsweise des ganzen Geräts zu verbessern
Die Erfindung nutzt zu dieses Zwecke die !Tatsache aus, dass der Eohlenstoss unter der V/irlrung des Gobirgsdruolcos dazu neigt, nach de^i freien Seide hin, d.h. in der einzigen Sichtung, in der er ausweichen kann, aussuknicken, baw· sich zu lösen. Dieses Ausknicken erfolgt am stärksten in etwa halber Höhe der ELöznäehtigkoit uEd hat EUiJ Polge, dass in dieser mittleren Zone die Kohl ο weicher wird; wobei die Schlechten sich öffnen. An Hangenden und Idegcn3.cn dage-igen kann der Eohlenstos3 sein Gefügo infolge der Haftreibung nicht in gleichen Kasse verändern. Die sich demzufolge ergebenden Untercohieäo in der Schlcnfcütigkolt werden noch vorstärkt, wenn die
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Eohle, wie häufig, aa Hangenden oder liegenden angebrannt ist.
Diese SinTTirlamgen dos Gebirgcdruehes auf die Schlenfeotigkeii; werden genäss der Erfindung in vorteilhaftester ücise dadurch ausgenutzt, dass in grundsätzlichen Gegcnsats au der bisher bein Sohlenhobelbetrieb üblicher: Arbeitsweise die Kohle suorat in der
Schicht cittloren Eöhs der J?löSBäehtigkeit, d.h. der demnach weichsten /
SAisgeiieilt wird.
Sobald iiierdvircii der Zucaaaenhan~ des Eolilenstosses in die:3or ffiiitlcron SciiieM unterbrochen und damit die EoJiIe entspannt, d.ii. die durch den GoMrgsdruek verursachte Komponente der Koiilenfestis— keit Tseaeitigt ist, warden wxr noch geringe Eräite benötigt, xm nuBnchr die Sohle an liegenden durch ein koxlföraiges Eodennesoer, dessen für dieoen Zweck geeignete.Ausbildimg ein besonderes Uerlcaal der 2rfinauns darstellt, au lösen»
Durch die Erfindvras v;ird gleichzeitig der Haohteil der bisher gebräuchlichen Hobolgeräte beseitigt, der sich daraus ergibt, dass die Uesser unter einen entsprechenden Aufwand an Eeibungsarbeit dao gesamte zu schälende Kohlenprofil durchfahren.
Sie bisherigen Versuche, die hierfür aufsunendende Seibungoarbeit zu verringern, indem die Hecserfront in Sinzelnesser unterteilt wird, f-öhren nur teilweise sun Erfolg, v/eil die hierdurch erzielte Verringerung der Seibungearbeit ia wosentliclien fiadurch wieder verloren geht, dass die schrägen Seitenflächen je zweier benachbarter Seilrisssor einen sum Fahrfeld hin offenen üinfcel bilden, in den' unter Aufwendung sucätalicher Arbeit die abgeschälte Eohle eingepreost V7ird.
Ia Salinen des neuen Verfahrens werden dieoa Uachtoile durch eine neuartige Ausbildung des Ilobolgcräts beseitigt, die ebe-ηεο,' wie das nsus Verfahren, ±i\ folgenden in einer vorzugsweise^ Ausführuiigs·. fo:n avihand der Abbildungen bescliriebsn τ/erden wird. Von diesen aeigt:
Pigo 1 eine Ansicht des XIoLeIs vom Kohlenstoss hei- gesehen,
I?ig. 2 eine Aufsicht auf das' eingecetate Gerät und
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Pig. 3 einen streichenden Schnitt, der insbesondere aie Arbeitsweise erkennen läset«
Auf dem Staflanent a des Hobels ist ein in üblicher Weise tea geringe \?ialiclgrade drehbarer Sockel t angeordnet, dessen beide SoitencnSen in je ein dornartiges Keiliiesser c auolaaion, das la etwa halber Hölie der ELö&aächtigkeit in den Zohlenetoos geführt wird. Bas !looser c hat dabei'die Posn einer ungleichseitigen Vieriiächigoa Pyra— Eide, deren Achse in der Horizontalen tarier etoea flachen Winkel in SOhrtrichtung dos Eobols gegen die Abbaufront geneigt ist. Sie Diagonalen der Pyrcinide liegen I-c ~. vcnä. vertikal, co daco die Jiohle von swei, unter einen Eiintel gegen das Henkende und liegende gerichteten./ Brustfläohea dec lessors derart abgeteilt wirä, dass Iceine Zixspjaaegjdriiclamg der Eolilo/duroh ihren Zucarmonoang zit der voii Hesser abgeieilten schon vorgelöst oder ausgebrochen! vrf.rd.
Sachden das liesser c den Sohlencto so in seiner an neisten gelockerten Zone auegekeilt hat, wird die nach dem liegenden hin verbliebene und nujanehr νου Gebirgsdi-iiek entlastete Kohle durch ein zv/eites koilförnigeo Llosaer d, das an fundament des Hobels befestigt ist, unterfahren und dadxiroh angehoben und gelöst« Dieses Kesser i^t in der Syiametiieaohse des Hobels angeordnet und so ausgebildet, dass es in beiden Pahi-triehtungcn des Hobels wirkt, d»h* die von ihn abgelieilte Kohle löst und in den freien Eaua anhebt, der sich swischon den beiden Essern c an der Kbhlenstosseite des Hobels befindet» Durch discs Anordnung und Aasbildutig der beiden ^esser ο taad d ist es noglieh, ein wo centlich grosseres Profil absucehülen, als den l"ro£il entspricht, das von &en beiden Hesoex^n durchfahren wird (vgl« i?iga 3). Hierdurch wird ein Seil der Eaibungcarbeit eingespart, und äie für den Hobel orforderliche Zugtraft wesentlich verringert.
Die tlesaer sind genäss eines bescndorcn Uertesl der Erfindung so ausgebildet, dass die Kohle mehr gekeilt als geschält wird, da sisa lösen der Sohle bei keilender Gewinnung bekanntlich geringere Kräfte benötigt werden als bei schäl cad or Gcvjinnung. 2>orch die beschriebene Ausbildung und Anordnung der "esccr ergeben sich folgende weiteren vorteile:
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olse der starken Zeilwirlnics des !lessors d zwischen dem liierenden und dor Sohle wird ein Klettern des Hobels verhindert« Dieso Wirkung wird zusätzlich durch den Druck der an Hängenden eventuell von der vorherigen Jährt her verbleibenden nicht gelösten Kohle verstärkt^ die nach. J?ig. 3 auf üio obers Brustfläehc dC3 Iicssera c drücl;-c und dadurch abgesprengt wird* Tails der Hebel unter besonders ungünstigen Bedingungen noch noch klettern sollte, co kann eine zusätzliche üruekkonponento auf ihn dadurch erzeugt werden, dass man. die obers Brustfläche dec IIesser3 c, wie in dor Zeichnung torjestell«, ^pössor auabildot ds die untere Bruotiläciie, Durch diese HacsnahEe, das 2:cil£Gnd.ge Lodeiinosaer und die T/irlcung der von der vorherigen pohrt noch oa Hanscridea. anstehenden Kohle, wird andererseits auch ein Kanten des Hobels unterbunden« Eo erübrigt sich derart die Verwendung der bisher benötigten Stützen unter dea Fördermittel, wodurch nicht nur die Zugkraft weiter verringert, sondern auoserdcm die Arbeitsweise des Eobels wesentlich vereinfacht wird.
Das ücsser d ist ferner in Eiehtung in den Eohlenstoso in seiner Eöhe und 3rcite etrras ctärlcer aus3obildet als an Hobel seibot. Auf diese Weise wird erreicht, daos der Hobel eine Epnpononte der Ber;osunssrichtuns in den Sohlenotoas hinein erhält, xiierdurch v.drd das 3ewoils frei fahrende Undo des Eobels nicht aus der Kohle abgedrüclit und dadurch dor Cjxtendruck gegen das Pordernittel aufce— heber-» In Verbindung nit der 'JirJnms des I-ocsers c, das auf &rund seiner steilen Ana teilung ebenfalls eine starlce ITeigraig hat, in den Zohlonotoos oineudringen, Ίζζδε. bei entsprechend ausgestalteten Ilesser d bei harter Kohle und leichten, liura^liedrigcn. rördercittel erreicht v/oräon, da3 der Hobel das lördornittel ochusoweice an den Kohlcnctoss naehräoiit und dauit die biohor benötigten Eüelcsylinder entfallen. Hierbei kann das ITachrticlien dos Pörderr:ittels an den Sohlenctoss noch dadurch erleichtert worden, dass das Pörderoittel auf seiner Unterseite mit versenkten Hollen grossca. Durehaossors in nicht cu 3TOSOCa Abstand versehen v.'ird, deren Achsen paraliol zur lordorrichtung liefen. Un bei dieser IlobelaucfUhruns das Pordersittel durch den Hobel iiachruclccn cu kennen, ist es Jedoch unerlässliche Vorbedingung, dass der SraftcacriffsxvonW des Zugsaittcls weit vor die Spitao dos Uecsero c an einen in der horizontalen Sichtung
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221 Hotel unbeweglichen iunlct vorverlegt wird» Un hierbei eine au grosse starre jjängo dea Hobels in vertikaler Richtung zu vergolden, worden an beiden Seifen dos Ilobols, wie Pig. 2 zeigt, Ausleger e angeordnet, die durch ein um eine horizontale Achse drehbares Gelenk i an den Hobel befestigt sind« An den Aatslegem greift da3 Zugmittel ca« 3oi an den Auslogoi-a ο angeschlagenen Zugmittel kann dor Hobel nsturgeicäss nur bis auf dio länge dor Auslöser aa den Zusnittelaatrieb Im Strob herc^sofahroa v;erdon, was eine imor-VTi'jicohte Vorläaseruag des Hobelstallos vorvsroaoiieii v/ürdo« Dicss Seliiviorisieit Ιεαοΐι. jodooh dadurciL "oehoboa werden, dass iaan das 2usndttol sie äuosersten Kjiürt dea Auelegers iaod zusätzlich aa Hobelfundamoat a selbst anschlägt» Uaa iana. dann in der stolluag doa Hobels, bsi der flor Ausleger dicht vor den Antrieb zu stehen Iroisnt, das Zugiiittel aa Ausleger e lösen und dann den direkt an Zugnitiel angeschlagenen Hobollzcrpar bis an den Antrieb horanfahren. Hierbei nuoc des Cu^nittel unter den Ausleger e nu liegen }coEnen} 00 dass sich letzterer über el on Antrieb hinueg in ösn Streb und eventuell in die Strecke hineinooliieben kann. Auf diese V/eise braucht der Hobolstall nicht grosser als bisher ausgeführt worden und aucsordsn ist nicht zu befürchten, dass der Eobel an dieser Stelle ohno Verwendung des Auclegers aus der Sohle herausr/andert, da er an.den Strebenden durch die verankerten Antriebe daran gehindert vd.rd.
Da der geriäss der Srfinaung av-ogebildete Hobel nicht nehr auc dsl-Eohls ausweicht, sondern bestrebt ist, in sie hineiazuusaidera, ist es eriorfiorlich, ihn durch eine entcprechende steuerung an einem zu tiefen Sinüringoa in den Sohloastoss au hindern. Infolge der relativ grossoa Bauhöhe des Hobels und Portfallons der Stütacn tmtor den Pörderiiittel auss diese Steuerung zveoi-ssüssiz an sr/ei Stellin unterschiedlicher Höhe erfclgsa, und suar einnal durch eine PLÄn-ungskanto g ca Pundaaent a, die auf dea liegend en und asi Eohlenstoos entlanggloitet und zan anderen durch einen Gleitschuh h in der Preiflächo des Ilessers o« dieser G-leitschuh ist durch eine vom Fahrgeld her au bedienende Spindel i verstellbar und reguliert durch Voräadaruas dos Jreiv/iukolo das ^inirinjen des Wassers c»
'Tom der Hobel trotz dieser doppelten Steuerung dennoch IToigung zeigt, in den Eohlenstocs einsuvjandern, so wird er durch die
Seite -G-
Gleitkufe j am Ausleger e 2r.7aagciu.ufig auf einer konstanten Vorgabe gehalten und versag nicht tiefer in die Kohle einsradrin^on«
Die Torgalio Jjacn enwcdoi-· diixcli AuOTochsela. des gOGaüton Sockels ■& oäer aber auch duz-cä. ein Tcrscliisbaa des Soetcls auf ösa Puiiiiamerit a la Sichtung üer lioraalcn der Abbaufront verändert τ/οικϊοιι» Das gleiche gilt £ür das liesoer d»
Die Erfindung ist selbctrorctsladlicli nicht auf die vorstehend im einseliien bcsclu-iebenen unä in äca Abbildunson dargestellten Ausfi2irui^sio-Eis:a besohr-üiikt, sondern ea eim aahlraicho Abänäerunge demgogsniiber niiglich, ohne ihren GntaclscaarÄeii su verlassen.

Claims (5)

1. Verfahren sur schälenden Gowüinung insbesondere harter SohlenflSse oder anderer Mineralien., dadurch gekennzeichnet, daß in den Kohlenstoss zunächst in etwa der halben liJhe seiner Hächtigkeit durch ein entsprechend ausgebildetes und angesetztes keilartig wirkendes Messer ein Sciiälsennitt von so grosses Profil und solcher üindringtiefe hergestellt wird, dass gleichzeitig mit der hierdurch bewirkten !Druckentlastung dor vor bleibenden Kohle ein wesentlicher Heil der Plöcraächtigkoit hereingevionnen wird, v/oraui die unterhalb dieses Schnittes liegende Kohle durch ein weiteres keilförmiges üesser nit der gleichen oder einer geringeren Vorgabe von liegenden gelös
2. Verfahren nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, dass die Eohle, die unter dein Schnitt des zuerst angreifenden llessers noch ansteht, durch das untere liesser voa liegenden abgehoben und danit in vertikaler Kichtuag von der niehtgelö'sten Eohle abgeschert Bird«
3. Gerät zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zuerst in etwa halber Höhe der riözjjiäohtigkei·'* schälende Kesser die Pom einer vierseitigen unsymmetrischen Pyramide aufweist, deren Achse derart unter einem. YTinkel gegen den Eohlenstoes geneigt ist, dass eins Seitenkante sum Pahrfeld hinweist.
4. Gerät zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruoh 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das nachfolgende Messer entsprechend &on beiden I-ahrtriehtungen des Hobels als Eoppel-
-Z-
Ausgelegt 1G.DEZ.1952
26.10,1951
keil susgebildet ist, dar auf den liegenden gleitet, v:obei das HIsBscr in Sichtung zum Sohlenstoss eine grössere Höhe und Breite hat als as Hobel»
5. jfahrc-n nach .Ansprach 1 und 2 unter Benutzung von Geräten naoh Aüsj3.ch 3 — 4» dadurch gelEcmiaciehiiotj üao3 dcj? AngriifGpt^ikt de3 Zugaittela durch Znioeaenaohaltuas eines in der horizontalen Eichtung stai'r ait dcai Kobel vcr'ouT-dczon AuDlegers weit vor die Spitze des zuerst schälenden Hssoers vorlegt und durch, cntsprcohoa.de Aucbildung und Bestellung der beiden LIesser oine Eosiponents der Bov/egungsrichtung ia den Kohlsnstoss hinein erzeugt wird, die zua schussweisjen IJaohrüoten eines leiehton Irorzgliedrigen PSrderaittel's durch den Hobel an den Kohlenstoss ausgenutzt wird, wobsi die Steuerung des I-Iobels durch Cleittuien einnal an Ausleger und am Hobeliundencnt in dem Winkel zivischsn Kotdonsto33 und liegenden und zum anderen durch einen von Tahrfelö her einstellbaren Gleitschuh in der Ireifläoiie des ia halber Höhe der ilözcäehtigkeii; fahrenden llocsess erfolgt»

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