DED0012098MA - - Google Patents

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DED0012098MA
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methyl cellulose
mixture
chlorophenyl
chlorobenzenesulfonic acid
mite
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. April 1952 Belianntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine milbenabtötende Mischung mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere ein Produkt, das eine Dauerwirkung ausübt und dessen Pflanzenwuchsschädlichkeit gering ist.
Die Bekämpfung der Spinnenmilbe und der Milbenorganismen ist seit langem für den Landwirt von Wichtigkeit gewesen, der die besten Ergebnisse im Garten, auf dem Acker und im Gewächshaus zu erzielen wünscht. Die Milben sind weitverbreitet und gehören zu den schädlichsten Lebewesen, die erhebliche wirtschaftliche Schäden sowohl bei der Ernte von Nahrungsmitteln als auch bei Zier,*-, gewachsen verursachen. In neuerer Zeit bewirkte die Anwendung nicht selektiv wirkender Insektizide eine Störung des biologischen Gleichgewichts, so daß der Milbenbefall Jh: vielen Gegenden überaus stark anwuchs, manchmal bis zu einem Grade, bei dem die üblichen Hilfsmittel nicht mehr ausreichten, um eine wirtschaftliche Bekämpfung herbeizuführen.
Neue milbenabtötende Mittel wurden kürzlich zu Bekämpfungszwecken herausgebracht. Zu diesen Produkten gehören Mischungen, die als aktives toxisches Mittel die Verbindung 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure enthalten, die folgende Bormel hat:
609 617/481
D 12098 IVa/451
Diese Verbindung hat in bezug auf Milben und insbesondere auf Milbeneier eine spezifisch toxische Wirkung. Weiterhin ist diese Verbindung dadurch ausgezeichnet, daß Mischungen üblicher Art, in denen sie angewandt wird, eine erhöhte Dauerwirkung gegen Milben zeigen und daß sie für die Blätter verschiedener Pflanzen verhältnismäßig ungiftig ist, jedoch besteht in bestimmten Fällen die Möglichkeit, daß die Fähigkeilt des Blattwerks;, das
to Mittel zu ertragen, nicht ausreichend ist, um bei ungeschickter Handhabung des Materials einen Schaden zu vermeiden. So führt das Überdosieren bei gewissen Pflanzenarten zu einer Verbrennung der Blätter an den Rändern, oder es zeigen sich andere unerwünschte Wirkungen an den Blättern, auch werden unreife Früchte beschädigt.
Bei der vorliegenden Erfindung war man bestrebt, eine Mischung zu erhalten, die ein Hilfsmittel enthielt, das nicht nur die Pflanzenwuchs-Schädlichkeit vermindert, sondern auch noch die bleibende Wirkung des milbenabtötenden Bestandteils verlängert. Insbesondere sollen hiermit Mischungen, vor allem wäßrige Mischungen verbessert werden, die 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure als aktives toxisches Mittel enthalten.
Es wurde gefunden, daß geeignete und nicht
vorauszusehende Eigenschaften milbenabtötenden Mischungen erteilt . werden, die 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure enthalten, wenn man Methylcellulose dem parasitenschädlichen Konzentrat einverleibt oder einer wäßrigen Dispersion dieses Konzentrats zufügt. Zu diesen Eigenschaften gehört auch eine Verminderung der pflanzenwuchsschädlichen Wirkung sowie eine verbesserte Benetzung des Blattwerks in wäßriger Dispersion und eine bleibende toxische Wirkung von langer Dauer gegenüber Milben durch die Rückstände der Mischung, die auf den Pflanzenoberflächen abgelagert sind.
Methylcellulose ist ein wasserlöslicher Celluloseäther, der in der Weise hergestellt wird, daß gereinigte Baumwolle oder Holzcellulose (in Form von Alkalicellulose) mit Methylchlorid umgesetzt wird. Der Grad der Methoxysubstitution entspricht annähernd zwei Gruppen auf einen Anhydroglucoserest in der Cellulosekette. Der Methoxygehalt des Produktes variiert zwischen 27,5 und 31 %>. Methylcellulose wird häufig entsprechend dem Verhalten ihrer wäßrigen Lösungen als Stoff von niedriger, mittlerer und hoher Viskosität klassifiziert, entsprechend etwa Viskositäten von 15, 400 und 4000 cP. Das Produkt ist in kaltem Wasser löslich und in heißem Wasser nahezu unlöslich.
In vorliegender Mischung kann die Methylcellulose als ein sehr feinverteiltes Pulver verwendet werden, wobei man sie einem Staubkonzentrat oder unmittelbar einem Misch- oder Sprühbehälter zufügt oder als konzentrierte wäßrige Dispersion verwendet, die man dem Sprühbehälter zufügt.
Man verwendet derartige Mengen an Methylcellulose zusammen mit 4-Chlorρhenyl-4-chlorbenzolsülfonsäure, daß die erwünschte Verminderung der Pflanzenwuchsschädlichkeit herbeigeführt und gleichzeitig eine Verbesserung der benetzendeh Eigenschaften und eine toxische Dauerwirkung erzielt werden. Bei praktischem Gebrauch sollte die Methylcellulose in einer Konzentration von mindestens 36,5 g auf ι cbm einer wäßrigen Dispersion, die für den Gebrauch bestimmt ist, enthalten sein. 300 g Methylcellulose auf 1 cbm einer wäßrigen Sprühmischung erzielen gute Ergebnisse, doch kann man auf Wunsch auch mehr verwenden. Der genaue Anteil kann entsprechend der Viskosität des Methylcelluloseproduktes abgeändert werden, wobei die erforderlichen Mengen bei einem Produkt von hoher Viskosität etwas kleiner sein können als bei einem Material von niederer oder mittlerer Viskosität. ' .
Die besondere Art des Gemisches aus 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulforisäure und Methylcellulose ist von keiner Bedeutung. So kann die Grundmischung in Form eines Staubkonzentrats mit benetzenden Eigenschaften vorliegen. In diesem Falle kann die Methylcellulose dem Konzentrat durch Verreiben, Vermählen oder in anderer Weise fein dispergiert einverleibt werden. Bei einer derartigen Mischung können übliche pulverförmige Verdünnungsmittel, z. B. Bentonit, Attapulgittone, Diatomeenerde, Vulkanasche u. dgl., verwendet werden. Außerdem können übliche Netz- und Reinigungsmittel zugegen sein. Andererseits kann wiederum die 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure in Form eines mit Wasser mischbaren Konzentrats zugegen sein. Bei dieser Sachlage kann Methylcellulose dem toxisch wirkenden Konzentrat als fester Stoff oder in Form einer konzentrierten wäßrigen Lösung zugefügt werden. Der toxische Bestandteil kann entweder als benetzender Staub oder in sonstwie mischbarer Form für sich in einer. Sprühmischung dispergiert werden, die bereits den gewünschten Betrag an Methylcellulose enthalt, oder die Methylcellulose kann gesondert in einer verdünnten Dispersion der 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure dispergiert werden.
Es war zwar bekannt, Methylcellulose in Ver- .105 bindung mit bekannten Schädlingsbekämpfungsmitteln, wie z. B. Kupferoxychlorid, zu verwenden, doch ergaben sich demgegenüber für die Mischung der Erfindung die dargelegten besonderen Vorteile einer Verlängerung der Wirksamkeit der 4-Chlorphenyl^-chlorbenzolsulfonsäure sowie eine Verminderung der Pflanzenwuchsschädlichkeit dieses Mittels bei gelegentlicher Überdosierung. Auch bei mit Cellulosederivaten emulgierten halogensubstituierten Kohlenwasserstoffen ist eine der erfindungsgemäßen Mischung entsprechende Wirkung nicht vorhanden.
Beim Arbeiten mit der erfindungsgemäßen Mischung wurde festgestellt, daß man eine ausreichende Milbenabtötung erzielen kann, wenn man etwas verminderte Dosierungen an 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure verwendet. Dies erhöht den Spielraum zwischen den Beträgen, die erfordere lieh sind, die milbenabtötende Wirkung herbeizuführen, und den Beträgen, die auf die Vegetation noch nicht schädlich wirken.
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D 12098 IVa/451
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, sollen sie aber nicht irgendwie beschränken.
Beispiel ι
5
40 Gewichtsteile 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure, 1 Teil eines Natriumlignosulfonsäure-Produktes (Marasperse CB), 0,5 Teile eines alkylierten Arylpolyesteralkohols (Triton X-ioo) und 58,5 Teile Attapulgitton wurden gemischt und zwecks Herstellung eines milbenabtötenden Konzentrats miteinander vermählen. Diese Mischung wurde in Wasser dispergiert, wobei 1180 g Konzentrat auf ι cbm Sprühmischung kamen. Ein Teil dieser wäßrigen Sprühmischung wurde noch weiterhin durch Dispersion einer feinverteilten Methylcellulose verändert, wobei 150 g Methylcellulose auf ι cbm Sprühmischung zugegeben wurden. Die ursprüngliche wäßrige Sprühmischung wurde mit A und die, die einen Methylcellulosezusatz aufwies, mit B bezeichnet. Sie wurden bei Weintrauben mit jungem, zartem Laubwerk und neuen, bis zu 15 cm langen Trieben erprobt. Man wandte das Mittel in solchen Mengen an, daß alle Blätter- und Rankenoberflächen benetzt wurden. Die Lufttemperatur betrug etwa 240.
42 Tage nach dieser Behandlung wurden die besprühten-und nicht besprühten Ranken untersucht und miteinander verglichen, um die Schäden festzustellen, die durch das Spritzmittel herbeigeführt worden waren. Die Blätter der Ranken, die mit der Mischung A behandelt worden waren, waren am Rande brandig. Die Blätter der Ranken, die mit der Mischung B behandelt worden waren, zeigten diese Schäden nicht und unterschieden sich nicht irgendwie merklich von den unbehandelten Ranken.
Beispiel 2
In gleicher Weise wurden 50 Gewichtsteile der 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure, 1 Gewichtsteil Triton X-ioo, 0,5 Teile Marasperse CB und 48,5 Teile Attapulgitton miteinander gemischt und in einer Kugelmühle verarbeitet, um ein milbenabtötendes Konzentrat zu erhalten. Eine Mischung von 890 g dieses Konzentrats und 73 g eines feinverteilten Methylcellulosepulvers von 15 cP wurden zwecks Herstellung einer wäßrigen Sprühmischunig in 1 cbm Wasser dispergiert. Letztere wurde bei -einem Druck von 36 kg/cm2 über eine Düse zur Bekämpfung der europäischen roten Milbe auf französischen Pflaumen angewandt. Die gleiche Menge wurde mit einer nicht mit einem Zusatz von Methylcellulose versehenen wäßrigen Dispersion des milbenschädlichen Konzentrats angewandt, in einer Menge von 900 g auf 1 cbm. Der Umfang des Befalls der Blätter der Bäume vor der Besprühung betrug 5000 Milben auf 100 Blätter.
Die Mischungen wurden in der Weise aufgetragen, daß alle Blattoberflächen benetzt wurden.
22 und 62 Tage nach der Behandlung wurden Proben der Blätter der behandelten Bäume gesammelt und untersucht, um.das Maß des Milbenbefalls zu bestimmen. Der Milbenbefall der Blätter der Bäume, die mit 4-Chlor.pheriyl-4-chlörbenzolsulfonsäure-Mischung ohne Zusatz von Methylcellulose besprüht worden waren, entsprach 5 Milben auf 100 Blatt nach 22 Tagen und 25 Milben auf 100 Blatt nach 62 Tagen. Die Blätter der Bäume, die mit dem Mittel behandelt worden waren, dem Methylcellulose zugefügt worden war, waren frei von Milben sowohl nach 22 Tagen als auch nach 62 Tagen'. Der Milbenbefall bei den nicht besprühten Vergleichsbäumen blieb auf gleicher Höhe während der Gesamtzeit der Beobachtung.
Beispiel 3
Ein Staubkonzentrat mit benetzenden Eigenschäften, das aus 50 Gewichtsteilen der 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure, 0,5 Teilen Marasperse CB und 48,5 Teilen Attapulgitton bestand, wurde mit Methylcellulose von 15 cP und mit Wasser zwecks Herstellung einer Sprühmischung gemischt, die 73 g Methylcellulose und 900 g des toxischen Konzentrats auf 1 cbm enthielt. Diese Spritzmischung .wurde mit einem üblichen Gerät aufgetragen, wobei alle Blätter- und Rindenoberflächen ausgewachsener Bartlett-Birnbäume, die mit. gefleckten Spinnenmilben in einer Menge von 1000 Milben auf 100 Blatt befallen waren, benetzt wurden. Bei einem Vergleichsversuch wurde das toxische Konzentrat allein in einer Menge von 900 g auf ι cbm Sprühmischung aufgetragen.
62 Tage nach der Behandlung wurden die verschiedenen Probeabschnitte untersucht, die Blätter gesammelt und Zählungen der Spinnenmilben angestellt. Es wurde festgestellt, daß Bäume, die mit der Mischung, die sowohl Methylcellulose als auch das toxische Mittel enthielt, gespritzt waren, einen Milbenbefall von nur ungefähr 5 auf 100 Blatt zeigten. Die Bäume, die nur mit dem toxischen Mittel besprüht worden waren, waren mit 50 Milben auf 100 Blatt befallen. Der Milbenbefall bei unbesprühten Bäumen blieb innerhalb desselben Zeitraumes gleich hoch.
Andere Mischungen, die 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure und Methylcellulose als Hilfsmittel enthielten, sind folgende: no
Mischung C
Gewichtsteile
4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure . 30
Natriumlaurylsulfat 2
Methylcellulose (4000 cP) 5
Diatomeenerde 63
Mischung D
Gewichtsteile
4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure . 50
Natriumalkylarylsulfonat (Oronite D-40) 10
Methylcellulose (400 cP) 12
Pyrophyllit 28
609 617/481
D 12098 IVa/451
Mischung E
Gewichtsteile
4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure . 40
Alkanolamidosulfat (Ernalpon D-7) 5
Methylcellulose (15 eP) 10
Attapulgitton 45

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Milbenab.tötende Mischung, bestehend aus 4 - Chlorphenyl - 4 - chlorbenzolsulf onsäure und Methylcellulose.
  2. 2. Wäßrige milbenabtötende Spritzmischung nach Anspruch 1, bestehend aus 4-Chlorphenyl-4-chlorbenzolsulfonsäure in einer Menge von wenigstens 290 g und aus Methylcellulose in einer Menge von wenigstens 36 g pro cbm.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Chemisches Zentralblatt, 1951, II, S. 889 (finnische Patentschrift Nr. 24817); 1952, S. 2740 (niederländische. Patentschrift Nr. 78 053) ;■ schweizerische Patentschrift Nr. 260855; USA.-Patentschrift Nr. 2538729.

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