DED0013935MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur störungsfreien Messung und Ortung von Kabelfehlern
u. dgl. mittels einer Gleichstrombrückenschaltung, die in der Meßdiagonale eine periodisch
wirkende Umschaltvorrichtung besitzt. Durch die Erfindung gelingt die Ortung hochohmiger Übergangswiderstände
unter Ausschluß zusätzlicher Hilfsmittel,, wie ζ. B. Hochspannungen, Hilfsleitungen
usw.
-o Bei der Ortung von Kabelfehlern treten immer
dann Schwierigkeiten auf,, wenn der Kabelfehler hochohmig oder der Kabelwiderstand klein ist. Der
Nullabgleich der Brücke mit einem Galvanometer ist dann sehr schwierig, insbesondere wenn die
Speisespannung der Brücke nicht beliebig hochgesetzt werden kann. Sind noch zusätzlich Störspannungen — sowohl induktive Wechselspannungen
als auch überlagerte Gleichspannungen — vorhanden, ist eine Messung mit dem Galvanometer
in den meisten Fällen unmöglich. Die bis- ao herigen Versuche, diese Schwierigkeiten zu umgehen,
beziehen sich auf die Erhöhung der Brückenspeisespannung, die jedoch durch die Prüfspannung
der Kabel begrenzt ist. Weiter wurde versucht, die Störspannung dadurch zu kompensieren,
daß bei mehr- oder alladrigen Nebenschlüssen Kompensationsspannungen von einem zweiten Adernpaar des gleichen Kabels oder einem
609 529/251
D 13935 VIIIc J'21 e
Hilfskabel gewonnen werden. Mittels besonderer Verschaltung dieser Leitungen in üblichen
Wheatstonbrücken und zum Teil unter Zuhilfenahme von Differentialverstärkern mit Doppelspulgalvanometern
wurde in bekannter Weise gemessen.
Andere Verfahren versuchen, durch Umpolung der Gleichspannung eines Brückengalvanometers
Störgleichspannungen zu neutralisieren. Niederperiodische Störwechselspannungen — z. B. i62/3
oder 50 Hz — können, da sie mit der Umpolfrequenz nicht synchronisiert sind, Pendelungen
des Galvanometers hervorrufen und infolge des durch den wechselnden Phasenanschnitt hervor^
gerufenen Gleichstromanteiles zu . Meßfehlern führen. ■■:,'.
Es sind auch Impulsechoverfahren zur Güteprüfung und Fehlerortung in Koaxialkabeln beschrieben.
Danach dient die Brücke zur Anpassung des Meßgerätes an das Kabel, die Braunsche Röhre
mittels Laufzeitmessung zur Fehlerortung und Größenbestimmung des Fehlers. Infolge gleichzeitig
auftretender kapazitiver und induktiver Fehler können hochohmige ohmsche Nebenschlüsse
,25 nicht ohne weiteres erkannt werden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Ortung hochohmiger Übergangswiderstände bei Kabeln,
wenn keinerlei Hilfsadern in oder außerhalb der Kabel zur Verfügung stehen, wie es vorzugsweise
bei Energiekabeln der Fall ist. Hierbei bedarf es auch nicht der Anwendung von Hochspannung.
Die genannten Schwierigkeiten bei den bekannten Verfahren wurden erfindungsgemäß dadurch überwunden,
daß die Gleichspannung in der Meß-; diagonale durch einen mit der Störfrequenz synchronisierten
Unterbrecher in eine Impulsspannung bei gleichzeitiger Gleichspannungskompensation
von Gleichstromanteilen der Störspannung und einstellbarer Phasenverschiebung derUnterbrechungszeit
umgewandelt und als Meß indikator, insbesondere eine Braunsche Röhre, verwendet wird.
In der Zeichnung ist das Verfahren nach der Erfindung in Form eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
' In der Abb. ι ist in bekannter Weise im Meßzweig
der Brücke a, b, c, d ein Transformator Tr in Reihe mit einem Unterbrecher U geschaltet. Befindet
sich die Meßbrücke nicht im Gleichgewicht, dann fließt durch die Primärwicklung des Transformators
ein zerhackter Gleichstrom. Bei jeder Öffnung des Unterbrechers erzeugt das zusammenbrechende Magnetfeld des Übertragers einen Spannungsstoß
in der Sekundärspule. Dieser Impuls kann über einen Verstärker einer geeigneten An-Zeigevorrichtung
zugeführt und dort sichtbar gemacht werden. Die Empfindlichkeit der Anordnung
ist außerordentlich [groß. Eine Leistungsverstärkung
von ιo12 ist ohne Schwierigkeiten zu erreichen.
Die Anordnung ist insbesondere unempfindlich gegen Störspannungen, wenn die Brückenzweige niederohmig sind, so daß diese
Meßmethode hervorragend für die Ortung von Kabelfehlern geeignet ist.
Bei der obengenannten Anordnung braucht die Brückenspannung nur wenige. Mikrövolt zu sein,
und es können Übergangswiderstände von mehreren Megohm eingemessen werden, wenn die Brücke
über einen derartigen Fehler gespeist wird. Die Fehlerortbestimmung geschieht in diesem Fall in
ebenfalls bekannter Weise gemäß Abb. 2. In dem Ausführungsbeispiel hat die Ader b eines Energiekabels
einen hochohmigen Erdschluß. Diese fehlerbehaftete Ader b wird mit der. gesunden Ader α geschleift,
und dann bilden beide Adern die Brückenzweige α und b. Die Entfernung vom Kabelanfang
bis zur Fehlerstelle wird nach der bekannten Formel
χ =
c + d
■ 2I
berechnet, worin L die einfache Leitungslänge,
c und d die Meßwiderstände der Brücke bedeuten.
Durch die Erfindung werden die bei der praktischen Durchführung der Messung auftretenden
Schwierigkeiten beseitigt. Diese Schwierigkeiten liegen darin, daß wegen der hohen Empfindlichkeit
dieser Meßanordnung die durch Temperaturdifferenzen gegebenen Thermoströme sowie Störspannungen,
welche von benachbarten, stromführenden Leitungen induziert werden, stören.
Nach der Erfindung werden die Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß die voni Unterbrecher,
dessen Erregerspule mit ReI in Abb. 5 bezeichnet ist, gesteuerten Impulse über einen Verstärker dem
Meßplattenpaar einer Braunschen Röhre zugeführt werden, wobei die Unterbrechung so reguliert wird,
daß sie mit der Frequenz der Störspannung erfolgt. Dabei unterbricht der Zerhacker jeweils dann,
wenn der Momentanwert der Störspannung einen konstanten Wert hat. Durch die zeitliche Auflösung
der Anzeige und durch Anwendung einer kompensierenden Gleichspannung im B rückenmeß zweig ·
kann der Unterbrecherimpuls von den Störspannungen unterschieden werden. In der Abb. 3 ist gezeigt,
wie durch eine Phasenverschiebung der Unterbrecherfrequenz die Unterbrechung in den
Nulldurchgang der Störspannung gelegt ist. In der Abb. 4 ist die Nullage der Wechselspannung durch
eine überlagerte Gleichspannung verschoben, womit z. B. der störende Einfluß einer Thermospannung'
auf das Meßergebnis beseitigt werden kann.
Die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird mit einer Anordnung nach Abb. 5
vorgenommen. Zunächst wird bei der Speisespannung Ug = O mit Hilfe des Phasenschiebers P1
und der Kompensationsspannung Uk durch den Phasenschieber P2 der Meßzweig der Brücke im
Augenblick der Unterbrechung zu »Null« gemacht. Wird sodann die Spannung Ug an die Brücke gelegt,
so ist die Größe des Unterbrecherimpulses nur noch eine Funktion des Brückenabgleichs sowie der
Brückenspannung Ug.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur störspannungsfreien Messung und Ortung von Kabelfehlern u. dgl. mittels einer Gleichstrombrückenschaltung, die in der529/251D 13935 VIII c 121 eMeßdiagonale eine periodisch wirkende Umschaltvorrichtung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichspannung in der Meßdiagonale durch einen mit der Störfrequenz synchronisierten Unterbrecher in eine Impulsspannung bei gleichzeitiger Gleichspannungskompensation von Gleichstromanteilen der Störspannung und einstellbarer Phasenverschiebung der Unterbrechungszeit · umgewandelt und als Nullindikator vorzugsweise eine Braunsche Röhre verwendet wird.Angezogene Druckschriften: Zeitschrift »Elektrotechnik«, 1949, H. 11, S. 348; britische Patentschrift Nr. 638738; deutsche Patentschriften Nr. 720517, 859919,deutsche Patentanmeldung D 3917 Vlllc/are.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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