DED0015343MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. Juni 1953 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verriegeln der relativ zueinander beweglichen
Teile einer mit Druckmittel betätigten Einrichtung und insbesondere auf eine solche Vorrichtung, die
zum Verriegeln einer durch Druckmittel betätigten Hebevorrichtung am Ende ihres Hubes geeignet ist.
Verriegelungsvorrichtungen dieser Art sind bekannt. Es gibt z. B. Kugelverriegelungen, bei
welchen durch den Kolben der Hebevorrichtung an dem Ende seines Hubes Kugeln einwärts oder auswärts
bewegt werden, so daß sie in eine Nut in der Zylinderwandung oder einem damit fest verbundenen
Glied eingreifen können und darin durch einen federbelasteten Verriegelungskolben gehalten
werden, um die Hebevorrichtung in ihrer Endstellung zu verriegeln. Bei anderen Konstruktionen
wird eine federnde, mit Armen versehene Buchse verwendet, die Klinken an dem Ende jedes
Armes hat, welche in eine Ausnehmung eingreifen und in dieser durch einen federbelasteten Ver- zo
riegelungskolben verriegelt werden. Die Buchse kann an dem Kolben befestigt und die Ausnehmung
in der Nähe des unteren Endes des Zylinders vorgesehen sein, oder gegebenenfalls kann die Buchse
am unteren Ende des' Zylinders befestigt und die Ausnehmung in einem Glied vorgesehen sein, das
mit dem Kolben beweglich ist. Diese Vorrichtungen werden gewöhnlich dadurch entriegelt oder frei-
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gegeben, daß der Zylinder unter Druck gesetzt wird, um den Verriegelungskolben entgegen der
Wirkung seiner Feder zurückzubewegen und dadurch die Kugeln bzw. Klinken freizugeben.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer anderen Art von Verriegelungsvorrichtung.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer anderen Art von Verriegelungsvorrichtung.
Es handelt sich dabei um eine Verriegelungsvorrichtung
für zwei durch ein Druckmittel relativ zueinander bewegbare Glieder, wie z. B. Kolben
ίο und Zylinder einer durch ein Druckmittel zu betätigenden
Hebe- oder Verstellvorrichtung.
Gemäß der Erfindung ist beim Erreichen einer vorbestimmten Stellung des einen vom Druckmittel
beaufschlagten Gliedes relativ zum anderen Glied das eine Glied durch an diesem angeordnete Vorsprünge
und mit dem anderen Glied in Verbindung stehende, durch ein Steuerglied betätigte Sperrelemente
verriegelbar; die Sperrelemente werden dabei durch eine auf die eine Seite des Steuergliedes
wirkende Kraft in Sperrstellung und duroh Zuführung des Druckmittels auf die andere Seite
des Steuergliedes wirkende Kraft in Lösestellung gebracht, wobei diese Zuführung des Druckmittels
gleichzeitig die Bewegung des einen Gliedes von der vorbestimmten Stellung weg veranlaßt.
Die beiden relativ zueinander beweglichen Glieder können aus einem Zylinder und einem in
dem Zylinder arbeitenden Verschiebekolben bestehen, und das die Sperrelemente betätigende
Glied kann ein Verriegelungskolben sein, der ebenfalls in dem Zylinder arbeitet. Die Sperrelemente
und ihr Verriegelungskolben, sind vorzugsweise entweder mit dem Verschiebekolben oder mit dem
Zylinder verbunden, und ein mit den Sperrelementen zusammenwirkendes Element kann mit
dem anderen relativ beweglichen Glied verbunden sein, wobei der die Sperrelemente betätigende Verriegelungskolben
mdt Bezug auf das Glied, mit dem es verbunden ist, axial verschiebbar ist, um die
Sperrelemente zu betätigen. ,
Die Speirrelemente können mit ihren zugehörigen
Gliedern schwenkbar verbunden und so angeordnet sein, daß sie sich entweder nach innen oder nach
außen bewegen, um das andere Glied zu verriegeln.
Die Sperrelemente bewegen)sich unter der Kontrolle des sie betätigenden Verriegelungskolbens winklig
in und aus einer Stellung, in welcher sie mit dem mit den Sperrelementen zusammenwirkenden
Element in Eingriff treten können, das einen schrägen oder rampenartigen Teil hat, über den
die Sperrelemente laufen, um hinter dem mit ihnen zusammenwirkenden Element festgelegt zu werden.
Der die Sperre betätigende Verriegelungskolben
■ kann in jeder Richtung durch Druckmittel bewegt
werden, aber er.ist vorzugsweise in einer Richtung federbelastet, um die Sperrelemente gegen eine
Stellung für den Verriegelungseingriff zu drücken, und in der entgegengesetzten Richtung durch den
auf den Verschiebekolben ausgeübten Druck beweglieh, um ihn in eine die Verriegelung aufhebende
Stellung zu bewegen. Die Erfindung ist insbesondere zur Anwendung auf eine doppelt wirkende
Hebevorrichtung derjenigen Art geeignet, die z. B.
dazu benutzt wird, um Flugzeuguntergestelle zu heben und zu senken, und im nachstehenden wird
eine Ausführungsform für eine Hebevorrichtung dieser Art, die in der ausgefahrenen Stellung verriegelt
werden kann, an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. ι ist ein Schnitt durch eine Zylinderanordnung
einer Zweizylinderhebevorrichtung und zeigt die Verriegelungsvorrichtung in der entriegelten
Stellung;
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 2-2 von
Fig- ι;
Fig. 3 ist ein Teilschnitt der Hebevorrichtung gemäß Fig. 1 und zeigt die Verriegelungsvorrichtung
in der Verriegelungsstellung.
Die in der Zeichnung dargestellte Hebevorrichtung hat wie üblich einen Zylinder 4 und einen Verschiebekolben
5, der in dem Zylinder arbeitet. Der Verschiebekolberi ist mit einer Kolbenstange 6 fest
verbunden, die aus dem Zylinder durch das Zylinderende 7 austritt und ein Befestigungsauge 8
für einen zu betätigenden Mechanismus aufweist. Beide Enden des Zylinders sind auf jeder Seite des
Kolbens mit Durchlässen 9, 9 für den Ein- und Auslaß von Druckmittel versehen, um den Verschiebekolben
in seinem Zylinder in üblicher Weise hin und her bewegen zu können.
Das Zylinderende 7, durch welches die Kolbenstange 6 tritt, weist eine feste Buchse 10 auf, die
sich axial in den Zylinder erstreckt und die ein Lager für die Kolbenstange 6 vorsieht. Dichtungsringe
11 verhindern ein Herauslecken von Druckmittel aus dem Zylinder längs der Kolbenstange 6.
Ein zur Betätigung der Sperrelemente 20 dienender ringförmiger Verriegelungs'kolben 12 arbeitet in
dem ringförmigen Raum zwischen der Oberfläche des Zylinders 4 und der Buchse 10 und ist in druckmitteldichtem
Eingriff sowohl mit der Buchse 10 als auch mit dem Zylinder 4 verschiebbar.
Der zur Betätigung der Sperrelemente dienende ringförmige Verriegelungskolben 12 ist stufenförmig
abgesetzt und hat einen äußeren Teil 13 mit einer zylindrischen Außenfläche auf der einen Seite
eines radialen ringförmigen Teiles 14 und auf der gegenüberliegenden Seite einen inneren zylindrischen
Teil 15, der auf der Buchse 10 verschiebbar ist. Um den inneren zylindrischen Teil 15 ist
zwischen den radialen ringförmigen Teil 14 und das Zylinderende 7 eine schraubenförmige Druckfeder
16 gepaßt, um den Verriegelungskolben 12 vorwärts, d. h. von dem Zylinderende 7 weg zu
drücken. Ringe 17 schaffen einen druckmitteldichten Abschluß zwischen der Buchse 10 und der
Bohrung des inneren Teiles 15, und weitere Ringe 18 dichten die Verbindung zwischen dem äußeren
Teil 13 und dem Zylinder 4 ab.
Der vordere Teil des äußeren Teiles 13 läuft nach vorn konisch zu und ist mit im gleichen Abstand
angeordneten radialen Schlitzen 19 versehen, in welchen Sperrklinken 20 geführt sind. Jede
Sperrklinke 20 hat einen teilweise zylindrischen Ansatz 21, mittels dem. sie in einer in der Buchse
10 vorgesehenen Umfangsnut 30 von teilweise
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kreisförmigem Querschnitt schwenkbar angeordnet ist. Die Bohrung des Verriegelungskolbens 12 hat
auf der Rückseite der Schlitze 19 eine hinterschnittene Ausnehmung 22, in welche sich die
Schlitze 19 öffnen. Die Seite der Ausnehmung 22 steigt nach außen von dem vorderen Teil des Verriegelungskolbens
12 gegen sein hinteres Ende an. In diese Ausnehmung 22 ragt ein nach rückwärts
und etwas nach außen.gerichteter Fortsatz 23 jeder Sperrklinke 20 derart hinein, daß er bei der Rückwärtsbewegung
des Verriegelungskolbens 12 mit der ansteigenden Fläche der Ausnehmung 22 in
Eingriff treten kann, um die Köpfe 26 der Sperrklinken 20 nach außen zu bewegen. Unmittelbar
über dem Ansatz 21 hat jede Sperrklinke eine Schulter 24 mit einer rückwärtigen radialen Fläche,
die mit der vorderen Fläche 25 in dem Schlitz 19 und in dem äußeren Tejl 13 des Verriegelungskolbens
12 in Eingriff treten kann. Bei einer Vorwärtsbewegung des Verriegelungskolbens 12
tritt die Fläche 25 mit den Klinkenschultern 24 in Eingriff, um die Sperrklinken 20 zu verschwenken
und damit die Sperrklinkenköpfe 26 nach innen zu bewegen.
a5 Jede Sperrklinke 20 hat einen sich nach vorn
erstreckenden Teil, der den nach innen gerichteten Sperrkliiikenkopf 26 trägt. Innerhalb des hohlen
Teiles des Kolbens 5 ist ein nach rückwärts ge-richteter axialer Zapfen vorhanden, dessen äußerer
Umfang so geformt ist; daß er einen mit den Sperrelementen in Eingriff tretenden Vorsprung 27
bildet, der eine radiale ringförmige vordere Fläche 28 und eine kegelstumpfförmige rückwärtige
Fläche 29 hat.
Wenn ein Druckmittel dem Ende des Zylinders 4 auf der von der Kolbenstange 6 abgewandten Seite
des Verschiebekolbens 5 zugeführt wird, wird der Verschiebekolben 5 nach rückwärts in eine Stellung
bewegt, in welcher die Kolbenstange 6 völlig aus dem Zylinder vorsteht. Unter diesen Umständen
wird der Verriegelungskolben 12 durch die Druckfeder 16 in der vorderen Stellung gehalten, und die
Sperrklinken 20 nehmen eine Stellung ein, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, wobei ihre sich nach vorn
4S erstreckenden Teile längs der Oberfläche der Buchse
10 liegen und ihre Köpfe 26 sich in ihrer innersten Lage befinden. In dieser Stellung kann die Verriegelung
stattfinden, und wenn der Verschiiebekolben 5 sich dem äußersten rückwärtigen Ende
seines Weges nähert, an welchem die Kolbenstange 6 völlig vorsteht, kommen die Sperrklinkenköpfe
26 mit der eine Rampe bildenden kegelstumpfförmigen Fläche 29 in Berührung, um die
Sperrklinkenköpfe 26 entgegen dem Druck der Feder 16 nach außen zu lenken, bis sie, wenn der
Kolben 5 seine äußerste Stellung erreicht, unter dem Druck der Feder 16 nach innen fallen, und
durch die vordere Fläche 28 des mit den Sperrelementen
zusammenwirkenden Vorsprunges 27 am Verschiebekolben 5 gefangen zu werden. Die
Sperrklinken 20 halten den Verschiebekolben 5 in der Verriegelungsstellung, bis Druckmittel dem
Ende des Zylinders 4 auf der Kolbenstangenseite des Verschiebekolbens 5 zugeführt wird. Die vordere
Fläche des Verriegelungskolbens 12 ist diesem G5 Druck ausgesetzt, und der Verriegelungskolben 12
wird dadurch nach rückwärts gegen die Feder 16 bewegt. Hierdurch werden die Sperrklinken 20 so
verschwenkt, daß ihre Köpfe 26 von dem Vorsprung freigegeben werden, so daß der Verschiebekolben
5 durch den Druck des Druckmittels nach vorn bewegt werden kann. Die Sperrklinken 20
werden in der Entriegelungsstellung gehalten, bis der Druck des Druckmittels in dem Zylinder auf
der Kolbenstangenseite des Verschiebekolbens 5 aufgehoben wird.
Die Hebevorrichtung kann gegebenenfalls oder zusätzlich mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen
sein, welche den Kolben auch an dem gegenüberliegenden Ende seines Hubes verriegelt. In
einem solchen Fall wird eine Verriegelungsvorrichtung, wie sie vorstehend beschrieben ist, an dem
anderen Ende des Zylinders vorgesehen und der Verschiebekolben 5 auch auf der der Kolbenstange
gegenüberliegenden Seite mit einem mit den Sperrklinken zusammenwirkenden Vorsprung 27 versehen.
Claims (7)
1. Verriegelungsvorrichtung für zwei durch ein Druckmittel relativ zueinander bewegbare
Glieder, wie z. B. einen Verschiebekolben und einen Zylinder einer durch ein Druckmittel zu
betätigenden Hebe- oder VerstellVOrrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erreichen
einer vorbestimmten Stellung des einen vom Druckmittel beaufschlagten Gliedes (5), z. B.
eines Verschiebekolbens, relativ zum anderen Glied (4), z.B. einem Zylinder, das eine Glied
(5) durch einen an diesem angeordneten Vorsprung (27) und mit einem der beiden Glieder
(4, 5) in Verbindung stehende, durch ein 105. Steuerglied (12) betätigte Sperrelemente (20)
verriegelbar ist, die durch eine auf die eine Seite des Steuergliedes (15) wirkende Kraft in
Sperrstellung und durch Zuführung des Druckmittels auf die andere Seite des Steuergliedes
(12) in Lösestellung gebracht ist, wobei diese Zuführung des Druckmittels gleichzeitig die
Bewegung des einen Gliedes (5) von der vorbestimmten Stellung weg veranlaßt.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Sperrelemente
(20) betätigende Steuerglied (12) aus einem Verriegelungskolben besteht, der ebenfalls
in dem Zylinder (4) arbeitet.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente
(20) von Sperrklinken gebildet werden, die auf einer Buchse (10), mit der sie verbunden sind,
schwenkbar angeordnet sind, um eine Winkelbewegung unter der Kontrolle des Verriegelungskolbens
(12) in und aus einer Stellung
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auszuführen, in welcher sie mit dem mit ihnen zusammenwirkenden Vorsprung (27) in Eingriff
treten.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Sperrklinke
(20) eine Schulter (24) hat, die sich gegen eine Fläche (25) des Verriegelungskolbens (12) legt,
um die Sperrklinken (20) in eine Stellung zu drücken, in welcher sie mit dem Vorsprung (27)
bei Bewegung des Verriegelungskolbens (12) in der einen Richtung in Eingriff treten kann, und
einen Fortsatz (23) aufweist, der sich gegen eine Ausnehmung (22) des Verriegelungskolbens
(12) legt, um die Sperrklinken (20) unter Ausführung einer Winkelbewegung bei Bewegung
des Verriegelungekolbens (12) in der entgegengesetzten
Richtung in eine die Verriegelung aufhebende Stellung zu drücken.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung
(27) einen rampenartigen Teil (29) aufweist, über den die Sperrklinken (20) laufen,
um durch den mit den Sperr'klinken (20) zusammenwirkenden Vorsprung (27) gefangen zu
werden.
6. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verriegelungskolben (12) durch eine Feder (16) in die Stellung für den Verriegelungseingriff gedrückt ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Kolbenstange (6) zur Verbindung des Verschiebekolbens (5) mit einem zu betätigenden
Mechanismus' aus dem Zylinder (4) durch eine an dem .Zylinderende vorgesehene Buchse (10)
heraustritt, während der Verriegelungskolben (12) ringförmig ist und in druckmitteldichtem
Eingriff sowohl mit der Buchse (10) als auch mit dem Zylinder (4) verschiebbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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