DED0015611MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Juli 1953 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Verbesserung
und Ausgestaltung der durch Patent 861 023 geschützten Vorrichtung zur fortlaufenden
Herstellung von Folien oder Bahnen aus thermoplastischen Kunststoffen mittels zweier oder mehrerer
in einer Ebene nebeneinander angeordneter Schneckenpressen, deren schlitzförmige Austrittsöffnungen in eine oder mehrere hintereinandergeschaltete
gemeinsame Misch- und Druckausgleichskammern mit einem sich über die ganze Breite erstreckenden schlitzförmigen Mundstück
einmünden. Aus diesem schlitzförmigen Mundstück tritt dann der Kunststoff fortlaufend als flächiges
Erzeugnis aus.
Es hat sich nun herausgestellt, daß bei Verwendung von Schneckenpressen als Misch- und Knetorgan
das Übergangsstück vom runden Querschnitt der Schnecke bis zu dem Zusammenfluß der Massenstränge
in den ersten Schlitz aus fertigungstechnischen Gründen in geteilter Ausführungsform hergestellt
werden muß, wenn die Folie unmittelbar aus dem Schlitzwerkzeug abgezogen wird.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung eine Anordnung vorgeschlagen, bei
welcher die kegelige Druck- und Ausgleichskammer sowie das schlitzförmige Mundstück einerseits von
den Schneckenpressenwandungen und andererseits von dem Mantel einer vor den Schneckenpressen
609 660/420
D 15611 Xl 39a
gelagerten Walze begrenzt wird, deren Achse senkrecht zu den Schneckenachsen'und etwa in gleicher
Ebene wie diese verläuft. Hierbei entsteht also aus der gegen den-Walzenmantel gespritzten Masse im
Bereich des durch die Länge des Spaltes begrenz-
- ten Walzensektors die Folie im fortlaufenden
Arbeitsgang. Die Anordnung hat den besonderen Vorteil, daß das Übergangsstück zwischen Schnecke
und Austrittsschlitz in wesentlich einfacherer Form
ίο ausgeführt werden kann, da der Materialstrom jetzt
nicht mehr von zwei starren Flächen, sondern auf der einen Seite von dem Walzenmantel und auf der
anderen Seite von dem Mundstück der Schneckenpresse begrenzt wird.
Dieses Übergangsstück besitzt vorteilhaft die Form eines abgestumpften'Kegels, dessen Mantelflächen
in Richtung der Walzendrermng gekrümmt sind. Durch diese Ausbildung des Mundstückes und
durch den Walzenzug wird eine gleichmäßige Verteilung des aus den Schnecken austretenden Massestranges
erzielt.
Schlitzpressen zur Herstellung von Folien, Platten und ähnlichen Gebilden aus plastischen' Massen,
bei welcher die Masse gegebenenfalls zusammen mit einer mit ihr zu vereinigenden Gewebeeinlage
durch ein schlitzförmiges Mundstück gepreßt wird und bei welchem wenigstens die eine Austrittskante
aus einer drehbaren Walze besteht, sind bekannt. Die Masse und die mit ihr zu vereinigende Gewebebahn
wird aber hierbei tangential über den Walzenmantel hinweggeführt, wobei naturgemäß der
Bereich, in welchem die Masse in dem Spalt geformt wird, entsprechend der Linienberührung der
Walze nur sehr gering ist. Da außerdem bei der bekannten Anordnung besondere Druck- und Ausgleichskammern
fehlen, ist die erzielbare Breite des Erzeugnisses begrenzt, sofern eine völlig gleichmäßige
nahtlose und homogene Folie angestrebt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch eine
mehrspindlige Schneckenpresse mit davor gelagerter Walze,
Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt durch die Presse nach Fig. 1,
Fig. 3 und 4 Teilschnitte durch eine Schneckenpresse mit konisch gestalteten Knetwalzen,
Fig. 5 eine Vorderansicht auf die Mündungen der Schneckenpressen von der AValzenseite aus
gesehen.
Gegenüber den in dem gemeinsamen Schneckenzylinder 1 gelagerten Schnecken 2. ist eine Walze 3
gelagert, die zusammen mit den Wänden . des .. .,. Schneckenzylinders und der andern Austrittsende
der Schnecke gelagerten Knetwalze 4 eine konisch gestaltete Druckausgleichskammer für jede Schnecke
begrenzt. Diese Druckausgleichskammern stehen mit dem gemeinsamen Walzenspalt S in Verbindung,
so daß in diesem Walzenspalt ein nochmaliger Druckausgleich erfolgt. Die Begrenzungswände 6
der Druckausgleichskammer sind dabei vorteilhaft trichterförmig bzw. nach Art eines Kegels gestaltet, "
derart, daß durch axiale Verschiebung der Schneckenzylinder und der damit verbundenen
Knetwalze bei letzteren der' Knetbereich verringert werden kann, wenn die Schnecken in Richtung der
Walzenachse bewegt werden, und umgekehrt (vgl. Darstellung in punktierten Linien). Die gleiche
Wirkung kann.auch.mittels, der. in Fig. 3 abgebildeten
konisch gestalteten Knetwalze erzielt werden, da bei der Bewegung in Richtung der Walze der
Spalt 7 zwischen Knetwalze und konisch gestalteter Mundstücks-wandung vergrößert und dadurch der
Knetwiderstand verringert wird. Dagegen wird bei einer Ausführungsform der Knetwalze gemäß Fig. 4
bei gleicher Bewegungsrichtung der Widerstand durch Verengung des Spaltes 8 erhöht, und bei
einer Bewegung im umgekehrten Sinne, d. h. von der Walzenachse fort, der Spalt vergrößert und
der Knetwiderstand entsprechend verringert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von Folien oder Bahnen aus thermoplastischen Kunststoffen mittels zweier/oder mehrerer in einer Ebene nebeneinander angeordneten Schneckenpressen, deren schlitzförmige Austrittsöffnungen in eine oder mehrere hintereinandergeschaltete gemeinsame Misch- und Druckausgleichskammern mit einem sich über die ganze Breite, erstreckenden schlitzförmigen Mundstück einmünden, nach Patent 861023, dadurch gekennzeichnet, daß die kegelige D ruck- und Ausgleichskammer sowie das schlitzförmige Mundstück einerseits von den Schneckenpressenwandungen und andererseits von dem Mantel einer vor den Schneckenpressen gelagerten Walze begrenzt wird, deren Achse senkrecht zu den Schneckenachsen und etwa in gleicher Ebene wie diese verläuft.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 616080.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 660/420 10. 56
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