DED0016611MA - - Google Patents

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DED0016611MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Feuerschutzmittel, die zum Anstreichen oder Imprägnieren von brennbaren Materialien, wie Holz, Cellulösefaserplatten, Papier, Karton od. dgl., oder von nicht brennbaren Stoffen, wie Metall, Gips od. dgl., verwendet werden.sollen und die bei Flammentemperatur ■ eine Schutzwirkung ausüben, sind schon seit langem bekannt. Es ist ferner bekannt, für diesen Zweck Gemische zu verwenden, die aus Harzen, Stärke oder Leim und schaumbildenden Stoffen, wie phosphorsauren Salzen, Borsäure od. dgl. bestehen. Als besonders vorteilhaft haben sich Gemische der letzteren Art erwiesen, die 50 bis 8o°/0 schaumbildender Stoffe, z. B. Ammoniumphosphat, 10 bis 5o°/0 eines Harnstoff-Formaldehyd-Harzes, wobei bei der Bildung der Harze der Formaldehyd ganz oder zum Teil durch Formaldehyd liefernde Stoffe, wie Hexamethylentetramin, ersetzt sein kann, undß bis 50 % Kohlehydrate oder Leim enthalten. Derartige Gemische können in Pulverform, in Flüssigkeiten, wie Wasser, suspendiert oder ganz oder teilweise gelöst zur Anwendung kommen. In der Flamme bilden derartige Feuerschutzmittel einen fest zusammenhängenden, porigen, kohlenstoffhaltigen Schaum, der ausgezeichnete.wärmeisolierende Wirkungen hat.
Es wurde nun gefunden, daß Feuerschutzmittel, die ein Kunstharz, ein schaumbildendes Salz und Kohlehydrate oder Leim enthalten, dann besonders wirksam sind, wenn das verwendete Harz ganz oder zum Teil ein Kondensationsprodukt aus Harnstoff mit Acrolein ist. Derartige Gemische bilden bei der
603 660/439
D 16611IV c/22 g
Beflammung eine besonders feinporige Kohlenschaumschicht, die eine nicht aufreißende, geschlossene Oberfläche hat.
Feuerschutzmittel gemäß der Erfindung können auf verschiedenste an sich bekannte Weise, z. B. durch Tauchen, Anstreichen, Aufsprühen oder Aufstäuben, in oder auf gegen Feuer zu schützende Stoffe eingeführt bzw. aufgebracht werden. Man kann in einer Lösung oder Suspension des Harzes, gegebenenfalls in
ίο Wasser, die anderen Bestandteile, d. h. das feuerlöschende Salz und die Kohlehydrate oder Leim, fein verteilen. Derartige Mischungen haften nach dem Verdunsten der Flüssigkeit ausgezeichnet auf der zu schützenden Unterlage. Gegebenenfalls kann man statt eines Harnstoff-Acrolein-Harzes auch die beiden Bestandteile in nicht kondensiertem Zustand oder nur teilweise kondensiert verwenden.
Man kann auch so verfahren, daß man eine Suspension von Kohlehydraten und Salz, die gegebenenfalls kleine Mengen von Harz enthalten kann, auf den Untergrund aufträgt und nach dem Trocknen mit der
Lösung eines Acroleinharzes überzieht.
Ein anderer Weg besteht darin, auskondensierte Acroleinharze fein zu mahlen und in Pulverform «mit den anderen Bestandteilen zu mischen. Das Gemisch kann dann z. B. mit Wasser auf geschlämmt und durch Spritzen oder Streichen aufgetragen werden.
Man kann schließlich auch so vorgehen, daß die zu schützenden Gegenstände oder Flächen zunächst mit der Lösung des Acroleinharzes imprägniert oder bestrichen werden; auf den noch feuchten Anstrich werden dann die anderen Bestandteile in trockener Form aufgebracht und ergeben einen festhaftenden Überzug.
Besonders wirksam sind Gemische, die 50 bis 80 Gewichtsteile eines schaumbildenden Salzes, 3 bis 50 Gewichtsteile Kohlenhydrate oder Leim und 10 bis 50 Gewichtsteile Harnstoff-Acrolein-Kondensationsprodukt als Feststoffe enthalten. Das Kunstharz kann gegebenenfalls in auskondensierter feinzerkleinerter Form verwendet werden.
Zum Vergleich der Eigenschaften eines erfindungsgemäßen Feuerschutzmittels mit einem bekannten wurde folgender Versuch durchgeführt: Das feuerhemmende Anstrichmittel war eine wäßrige Suspension, deren Festbestandteile aus 67 °/0 Monoammoniumphosphat, 8 % Stärke und 25 % Harz bestanden. Das Harz war in dem einen Falle ein Harnstoff-Formaldehyd-Harz, in dem anderen Falle ein Gemisch, das
zu gleichen Teilen aus einem Harnstoff-Formaldehyd-Harz und einem Harnstoff-Acrolein-Harz bestand, im dritten Fall ein Harnstoff-Acrolein-Harz. Mit diesen Gemischen. wurden, 5 mm dicke- Sperrholzplatten so bestrichen, daß auf jeden m2 300 g Eestsubstanz entfielen. Nach dem Trocknen wurden die Platten mit der Anstrichseite nach unten waagerecht eingespannt und unter genau gleichen Bedingungen mittels eines Bunsenbrenners beflammt. Gleichzeitig wurde auf der Oberseite jeder Platte mittels eines Thermoelements die Temperatur gemessen. Beim Durchbrennen der Platte wurde der Versuch abgebrochen. Die hierbei erhaltenen Werte sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
mit Harnstoff- Anstrichmittel mit Harnstoff- 65
Formaldehyd-
Harz
mit einem Acrolein-Harz
Sarzgemisch aus
Zeit 78° 50 % Harnstoff- 82°
Il8° Formaldehyd- 122°
Minuten 145° Harz und 5o°/o
Harnstoff-
142° 70
154° Acrolein-Harz 145°
5 i6o° 8ö° I4Ö
IO :■..-: 169° 120° 150°
15 ■ 190° I400 153° 75
20 210° 147° 155°
25 durchgebrannt T ,QO
140
30 - 151° 157° ■ '
35 154° 165°
40.. 154° . 179° 80
205°
45 159° durchgebrannt
50 I620
55 - I640
60 I690 85
65 204°
durchgebrannt

Claims (2)

P A T/ENT A1NSP BiUCHE :
1. Verwendung eines Harnstoff-Acrolein-Kondensationsproduktes, gegebenenfalls neben anderen Kunstharzen, in schaumbildendes Salz, Kohlenhydrate oder Leim und ein Kunstharz als wesentliehe Bestandteile enthaltenden Feuerschutzmitteln, die in an sich bekannter Weise, z. B. durch Tauchen, Anstreichen, Aufsprühen oder Aufstäuben, in oder auf gegen Feuer zu schützende Stoffe eingeführt bzw. aufgebracht werden. 100 j
2. Verwendung eines Feuerschutzmittels nach Anspruch 1, das 50 bis 80 Gewichtsteile eines schaumbildenden Salzes, 3 bis 50 Gewichtsteile Kohlenhydrate oder Leim und 10 bis 50 Gewichts- ' teile Kunstharz, gegebenenfalls in auskondensierter feinzerkleinerter Form, als Feststoffe enthält.
.■ ■■ ■ In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Pätentschrift-Nr., 2 523 626;
Hadert, Neues Rezeptbuch für die Farben- und Lackindustrie, 1952, S. 472, Z. 15/16.

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