DED0021419MA - - Google Patents
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Description
D 21419 IVa/12ί
Es ist bekannt, durch Umsetzung eines Gemisches ■ von gas- oder nebeiförmigen Kohlenwasserstoffen
mit zur vollständigen Verbrennung nicht ausreichenden Miengen Sauerstoff in einer Verbrennungskraftmaschine
. gleichzeitig mechanische Energie und Synthesegas zu gewinnen. Ein derartiges Verfahren
ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift 937 369 beschrieben.
Beim Anfahren von Verbrennungskraftmaschinen zur Durchführung dieses Verfahrens haben sich
'Schwierigkeiten ergeben. Das während des Betriebes benutzte Umsetzungsgemisch ist wenig zündwillig
und seine Verbrennungsgeschwindigkeit ist verhältnismäßig klein; beide sind gerade ausreichend für
einen ruhigen und normalen Motorenbetrieb, wenn die Maschine bereits den normalen Betriebszustand
hat. Beim Anfahren mit diesem Gemisch stößt die Maschine und kann leicht beschädigt werden.
Es ist daher schon vorgeschlagen worden, der-
ao artige Maschinen zunächst mit einem im normalen Diesel- oder Gaskraftmaschinenbetrieb üblichen
Gas-Luft-Gemisch oder Treiböl anzufahren und erst nach Erreichen eines für die partielle oder unvollkommene
Verbrennung eines anderen Gemisches günstigen Betriebszustandes der Maschine auf
'Synthesegaserzeugung mit diesem anderen Gemisch umzuschalten. Bei Anwendung dieses Verfahrens,
bei dem von einem Gemisch auf das andere umgeschaltet wird, ergeben sich beim Umstellen harte
Stöße, durch welche die Kraftmaschine sehr stärk beansprucht wird und die unter Umständen zu ihrer
Beschädigung führen können.
Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, die Maschine leicht und bequem anzufahren, wenn man
sie zunächst mit dem Umsetzungsgemiisich zusammen mit 'Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen
betreibt, worauf nach Erreichen eines günstigen Betriebszustandes die Zufuhr des Sauerstoffes oder
der Sauerstoff enthaltenden Gase gedrosselt und die Zufuhr des Umsetzungsgemisches erhöht wird.
Es wurde ferner gefunden, daß ein Anfahren nach dieser Betriebsweise erleichtert wird, wenn
man während der Anfahrperiode der Maschine einen die Verbrennung dämpfenden Stoff, vorzugsweise
Kohlendioxyd oder höhere Kohlenwasserstoffe, zusätzlich zuführt.
Durch das Verfahren der Erfindung ist es möglich, die Maschine ohne plötzliche Belastungsänderung
und ohne das Auftreten von Druckstößen für die partielle Verbrennung in Betrieb zu nehmen.
In der Zeichnung ist das Verfahren der Erfkv ' dung beispielsweise erläutert.
Zuerst werden Kohlenwasserstoffgas 1 und Sauerstoff
2 zu der Mischstrecke 3 und das Gemisch zu dem Gemischbehälter 4 zugeführt. Von diesem Behälter
strömt das Gasgemisch durch die Leitung 5, Gasschieber 6 und Meßblende 7 ins Freie. Nachdem
sich das richtige Mischverhältnis eingestellt hat, wird die Gasmaschine 13 angeworfen und durch die
Leitung 9'.und üb er die Regeldrossel ri:f Luft zu der
Maschine geleitet. Dann wird das Regelorgan 14 langsam geöffnet und so weit offen gehalten, daß
die Maschine anfängt zu laufen. Wenn ein harter Gang sich bemerkbar macht, wird durch Leitung ι ο
und Regeldrossel 12 Kohlensäure oder ein kohlensäurereiches Gas zugegeben. Die· Auspußgase verlassen
die Maschine durch die Leitung 15. Nachdem
ein ruhiger Gang der Maschine erzielt wurde, wird die Luftzufuhr etwas gedrosselt, dafür aber mehr
Kohlenwasserstoff-'Sauerstoff-Gemisch durch weiteres
Öffnen des Regel organs 14 der Maschine zugeführt. Falls es nötig ist, wird auch etwas mehr
Kohlensäure oder kohlensäurereiches Gas dem Gemisch zugegeben. Es ist zwe'ckmäßig, dabei die
mittlere Temperatur in den Maschdnenzyliadern oder die mittlere Temperatur der Zündkerzenelektrode,
ferner den Druckanstieg während der Zündungen ständig zu verfolgen .und durch richtige
Regelung der Zufuhr von Luft, Kohlenwasserstoffgas-Sauerstoff-Gemisch
und . Kohlensäure oder kohlensäurereiches Gas darauf zu achten, daß die
Temperatur und der Druck weder zu hoch noch zu niedrig sind. Beispielsweise soll die Temperatur
der Mittelelektrode der Zündkerze nicht über 8700 steigen und nicht unter 5500 fällen. Die maximalen
Drucke sollen sich zwischen 25 und 50 Atm. bewegen. Es muß auch darauf geachtet werden, daß
das Gemisch stets im Überschuß vorhanden ist, d. h. daß der Strömungsanzeiger 8 verbunden mit
der Meßblende 7 stets eine Strömung ins Freie anzeigt. In dem Augenblick, wo nur noch eine geringe
Strömung des Gasgemisches ins Freie erreicht würde, d. h., wenn das Regelorgan 14 schon weit
genug auf ist, wird der Absperrschieber 6 geschlossen. Etwa gleichzeitig ist dann auch der Zustand
erreicht, bei dem sowohl die Zufuhr von Luft wie auch der Kohlensäure oder der höheren Kohlenwasserstoffe
gänzlich abgestellt werden kann.
Claims (2)
1. Verfahren, zur Gewinnung von Synthesegas
unter gleichzeitiger Gewinnung mechanischer Energie in Verbrennungskraftmaschinen durch
Umsetzung eines Gemisches gas- oder nebeiförmiger Kohlenwasserstoffe mit zur vollständigen
Verbrennung nicht ausreichenden Mengen Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine
zunächst mit dem Umsetzungsgemisch zusammen mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden
Gasen angefahren wird, worauf nach Erreichen eines günstigen Betriebszustandes die
Zufuhr des .'Sauerstoffes oder der Sauerstoff enthaltenden
Gase gedrosselt und die Zufuhr des Umsetzungsgemisches erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß während der Anfahrzeit ein die Verbrennung dämpfender 'Stoff, vorzugsweise
Kohlendioxyd oder höhere Kohlenwasserstoffe, zusätzlich der Maschine zugeführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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