DEE0002021MA - Waage für Krane - Google Patents
Waage für KraneInfo
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Description
Es sind Waagen für Krane bekannt, bei welchen der senkrechte Seilzug auf eine Waage am Kran zur Ermittlung des Gewichtes der am Seil hängenden Last übertragen wird.
Diese bekannten Waagen besitzen den erheblichen Nachteil, dass bei ihrer Verwendung besondere Einrichtungen an den Kranen zusätzlich zu treffen sind, um die aus vielen Teilen bestehende Waage wirkungsfähig zu machen.
Die Waagen selbst sind nach einem früheren Stand der Technik hergestellt und entsprechen in einzelnen Fällen nicht mehr dem Fortschritt der Entwicklung. Beide Umstände sollen durch die Erfindung soweit als möglich behoben werden.
Die Waage nach der Erfindung wird bei normalen Kranen einfach ein Stück vorgebaut und in dieser Lage gehalten durch die am Kran fest gelagerte Auswiegeeinrichtung. Ausser den Waagenteilen sind besondere tragende Konstruktionsteile nicht erforderlich. Die Waage ist verwendbar für alle Arten von Kranen, bei denen die zu wägende Last an einem oder mehreren Seilen hängend gewogen werden soll, also sowohl für Laufkatzen- und Drehkrane, wie auch für Einziehkrane und Wippkrane aller Systeme. Für alle diese Krane werden die gleichen Waagenteile verwendet.
Die Seilrollenachse 1 ist mittels Gehänge 2 oder Stütze 2 mittelbar oder unmittelbar an einer am Kran fest gelagerten Auswiegeeinrichtung A senkrecht abgestützt. Der Angriff der Gehänge 2 oder der Stütze 2 erfolgt gelenkartig unmittelbar an den Haltern 3 oder 8, an Zwischenstäben 6, an der Seilrollenachse 1 oder an einer Gelenkachse 7. Zwei an der Seilrollenachse 1 feste Halter 3 stützen sich seitlich mit leicht beweglichen Lagern 4 auf die am Kran ortsfeste Achse 5. Das leicht bewegliche Lager 4 der Halter 3 ist als Kugellager oder ähnlich reibungsarm ausgeführt.
Bei Kranen mit Knick oder beweglichem Auslager werden zwischen der Seilrollenachse 1 und deren senkrechte Abstützung noch Zwischenstäbe 6 mit Gelenkachsen 7 und Halter 8 parallelogrammartig angeordnet, wobei die Halter 8 an dem einen Ende fest mit den Gelenkachsen 7 verbunden und an dem am Kran ortsfesten Achsen 9 leicht beweglich gelagert sind. Die Halter 8 sind genau wie die Halter 3 ausgeführt.
Bei den bekannten Waagen für Krane werden für die seitliche Abstützung der horizontalen Kräfte an den Seilrollenachsen und Gelenkachsen paarig angeordnete Lenker mit Schneiden und Pfannen benutzt. Bekanntlich erlauben die für Waagen verwendeten Gelenke aus Schneiden und Pfannen nur eine geringe Winkelbewegung der hiermit ausgerüsteten Lenker und Gegenstücke, weshalb besondere Kunstgriffe nötigt sind, um eine grössere Winkelbewegung der Lenker, z.B. bei Kranen mit beweglichen Auslegern, zu umgehen, wie eben die paarige Anordnung der Lenker, eine besondere Parallelführung für die Schneidenachsen und ähnliche Vorkehrungen, welche eine erhebliche Mehrbelastung schon gewichtsmässig darstellen und oft zu einem Verzicht auf den Einbau einer Waage geführt haben. Bei den heutigen praktischen Ausführungen werden die Lenker nicht nur paarig, also vier Lenker für die Verbindung von zwei Seilrollenachsen, sondern es werden sogar meistens sechs Lenker hierfür benutzt, wovon die äusseren den inneren entgegenwirken, um eine feste und doch gelenkige Verbindung der beiden Seilrollenachsen zu erreichen.
Durch die Anwendung von nur zwei Haltern nach der Erfindung für die Verbindung von zwei Seilrollenachsen sind Lenker mit Schneiden und Pfannen und die weiteren vorgeschilderten Einrichtungen für die seitliche Abstützung der horizontalen Kräfte entbehrlich geworden. Die Halter erlauben durch die Verwendung der leicht beweglichen Lager eine beliebige Winkelbewegung der tragenden Achse ohne Beeinträchtigung der Genauigkeit.
Es besteht nicht allein eine feste und gelenkige Verbindung zwischen den beiden Seilrollenachsen, sondern
bei Waagen für Krane mit beweglichen Ausleger liegt ein besonderer Vorteil noch darin, dass die Halter bei einem Wechsel in der Kraftrichtung von Zug auf Druck, welcher notwendig bei einer gewissen Lagenänderung des Auslegers eintritt, ohne zusätzliche Mittel in gleicher Weise sicher wirken.
Der Einfluss, der in diesen Lagern etwas grösseren Reibung, ist errechenbar und kann durch eine entsprechende Länge der Halter völlig ausgeglichen werden.
Die Waage ist hiernach erheblich vereinfacht und die Zahl der empfindlichen Waagenteile soweit verringert, dass ein sehr genaues Wägeergebnis an der Auswiegeeinrichtung erreicht wird. Die Waage kann auch an vorhandenen Kranen noch nachträglich leicht angebracht werden, indem die Achse 5 zur Aufnahme der Lager 4 entsprechend verlängert wird.
Die Abb. 1 zeigt einen Drehkran mit einziehbarem, geknicktem Ausleger mit Waage. Die Auswiegeeinrichtung A ist im Kranhaus, also an einem nicht beweglichen Kranteil fest gelagert. Die Waage besteht aus den Teilen 1 bis 9 und ist um ein Stück vor den normalen Kran vorgebaut. Um eine Wägung möglich zu machen, ist die Last nicht mehr an der Achse 5 aufgehängt, sondern an der Seilrollenachse 1. Die Seilrollenachse 1 ist mittelbar durch eine Stütze 2 auf die Auswiegeeinrichtung A in senkrechter Richtung in ihrer Lage gehalten. Zwischen die Teile 1 und 2 sind noch Zwischenstäbe 6 mit Gelenkachsen 7 und Haltern 8 angeordnet, wobei die Halter 8 sich an Achsen 9 des Kranes seitlich abstützen, während die Seilrollenachse 1 seitlich durch die Halter 3 auf die Achse 5 mittels Lager 4 abgestützt ist. Die parallelogrammartige Anordnung der Waagenteile bezweckt das einwandfreie Arbeiten der Waage bei jeder Stellung des Kranes.
Abb. 2 gehört zu Abb. 1 und ist ein Schnitt durch die Achsen 1 - 7 - 7 und Stütze 2.
Die Abb. 1 und 2 gelten auch für eine Waage an einem Kran mit festem Ausleger ohne Knick. Die seitliche Abstützung in der Mitte des Auslegers durch Halter 8 mit
Gelenkachse 7 und Achse 9 fällt in diesem Falle fort.
Die Abb. 3 stellt eine Laufkatze mit Waage dar. Die Auswiegeeinrichtung A ist an der Laufkatze fest gelagert. Bei der Ausführung einer Laufkatze ohne Waage hängt die Last an der Winde. Die Seilrollenachse 1 ist der Winde vorgebaut und durch Halter 3 auf eine Achse 5 seitlich abgestützt, die senkrechte Abstützung der Seilrollenachse 1 ist mittels Gehänge 2 auf die Auswiegeeinrichtung A bewirkt.
Abb. 4 gehört zu Abb. 3 und ist ein Querschnitt durch die Seilrollenachse 1 und das Gehänge 2.
Abb. 5 zeigt den oberen Teil vom Ausleger eines Drehkranes mit festem Ausleger mit Waage 1 bis 5. Die Seilrollenachse 1 ist mittels Stütze 2 mittelbar auf eine am Kran feste Auswiegeeinrichtung A aufgestellt. Die Stütze 2 greift gelenkartig an Haltern 3 an, die sich seitlich auf die Achse 5 mittels Lager 4 abstützen.
Abb. 6 ist ein Querschnitt durch die Seilrollenachse 1 nebst Stütze 2. Diese Abb. gehört zu Abb. 5.
In Abb. 7 ist ein Doppellenkerwippkran mit Waage dargestellt. Die Auswiegeeinrichtung A ist an einem unbeweglichen Kranteil fest gelagert. Wegen des bei diesen Kranen üblichen schräg abwärts geführten Lastseiles ist es erforderlich, zwei mittels Zwischenstäben 6 verbundene Seilrollenachsen 1 auf die Auswiegeeinrichtung A senkrecht abzustützen. Die Abstützung erfolgt durch die Stütze 2, die gelenkartig in den Halter 8 eingreift. Die zwischen Seilrollenachsen 1 und Stütze 2 eingesetzten Zwischenstäbe 6 mit Gelenkachse 7 sind seitlich mittels Halter 8 auf eine am Kran ortsfeste Achse 9 abgestützt, während die Seilrollenachsen 1 seitlich durch Halter 3 auf am Kran ortsfeste Achsen 5 mittels leicht beweglicher Lager 4 abgestützt sind.
Abb. 8 ist ein Schnitt durch die Seilrollenachsen 1 mit Zwischenstäben 6.
Abb. 9 ist ein Schnitt durch die obere Seilrollenachse 1, Zwischenstab 6 und Stütze 2.
Abb. 10 ist ein Doppellenkerwippkran mit Waage.
Die Auswiegeeinrichtung A ist hier im Kranhaus fest gelagert. Die Waage 1 bis 9 ist vor den normalen Kran um ein Stück vorgebaut. Zwei durch Zwischenstäbe 6 verbundene Seilrollenachsen 1 sind mittels Halter 3 seitlich auf Achsen 5 unter Verwendung von Lagern 4 abgestützt. Die senkrechte Abstützung der Seilrollenachsen 1 auf die Auswiegeeinrichtung A erfolgt mittelbar durch Stütze 2 unter Mithilfe von Zwischenstäben 6, deren Gelenkachsen 7 sich seitlich mittels Halter 8 auf am Kran ortsfeste Achsen 9 stützen.
Abb. 11 ist ein Schnitt durch die Seilrollenachsen 1 mit Zwischenstäben 6.
Abb. 12 ist ein Schnitt durch die Gelenkachsen 7 - 7 und die Stütze 2.
Claims (2)
1.) Waage für Krane, bei welchen das Gewicht der am Seil hängenden Last ermittelt wird mittels einer am Kran fest gelagerten Auswiegeeinrichtung und einer Seilrollenachse, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechte Abstützung der Seilrollenachse (1) durch Gehänge (2) oder eine Stütze (2) erfolgt und zwei an der Seilrollenachse (1) feste Halter (3) sich seitlich mit leicht beweglichen Lagern (4) auf eine am Kran ortsfeste Achse (5) abstützen.
2.) Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Seilrollenachse (1) und deren senkrechte Abstützung durch Gehänge (2) oder eine Stütze (2) noch Zwischenstäbe (6) mit Gelenkachsen (7) und Haltern (8) parallelogrammartig angeordnet sein, wobei die Halter (8) an dem einen Ende fest mit den Gelenkachsen (7) verbunden und an den am Kran ortsfesten Achsen (9) mittels leicht beweglicher Lager (4) gelagert sind.
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