DEE0008073MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. November 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Stabilisierung von photographischem Material mit mindestens, einer Halogensilberemulsion.
Es ist bekannt, daß photographische Emulsionen, insbesondere hochempfindliche Emulsionen und Emulsionen mit optischen Sensibilisatoren, eine gewisse Neigung zeigen, auch bei der Entwicklung unbelichteter Stellen einen SiIb er niederschlag zu bilden. Dieser Niederschlag erstreckt sich mehr oder weniger gleichmäßig über die gesamte Emulsion und wird im allgemeinen als Schleier bezeichnet. Dabei kann man zwei Arten einer Verschleierung unterscheiden, nämlich eine örtliche und eine allgemeine Verschleierung. Eine örtliche Verschleierung entsteht im allgemeinen infolge fehlerhafter Belichtung des photographischen Materials. Häufig sind eine schlechte Lichtabdichtung oder Spiegelungsrefiexe der Kamera die Ursache hierfür. Eine allgemeine Verschleierung kann verschiedene Ursachen haben. So bewirken oftmals die atmosphärischen Verhältnisse, wie hohe Temperaturen oder Feuchtigkeit, oder lange Lagerung eine allgemeine Verschleierung des photographischen Materials. Ebenso kann durch die Beschaffenheit der Emulsion selbst sowie durch ungünstige Entwicklungsbedingungen, beispielsweise ein zu langes Entwickeln oder ein Entwickeln bei zu hoher Temperatur, eine chemische Verschleierung hervorgerufen werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, durch Lagerung unter ungünstigen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen oder durch übermäßig lange
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Aufbewahrung in unbelichteten oder unentwickelten Filmen auftretende Schleierbildungen und Empfindlichkeitsveränderungen zu vermeiden und die Tropenfestigkeit des Filmmaterials zu steigern.
Es ist an und für sich eine große Anzahl von Stabilisatoren bekannt, die sich für photographische Emulsionen eignen. Diese Stabilisatoren müssen jedoch im allgemeinen in verhältnismäßig großen Mengen verwendet werden, wenn sie als Schleierverhütungsmittel
ίο wirksam sein sollen.
Es sind beispielsweise aus der deutschen Patentschrift 473 ooo Tetrazolstabilisatoren bekannt, die in der Emulsion in einem Mengenverhältnis von 50 mg je 100 g Silbernitrat oder von etwa 80 mg je Mol Halogensilber verwendet werden. Die Menge des dort angegebenen 5-Methyl-benztriazols liegt noch höher. Aus der deutschen Patentschrift 867 355 ist weiterhin beispielsweise bekanntgeworden, Benzothiazole, wie Mercaptobenzothiazol, als Stabilisator für photographische Emulsionen zu verwenden. Diese Stabilisatoren müssen jedoch auch in einer Menge von 50 mg je Mol Halogensilber verwendet werden. Weit verbreitet sind auch die aus der USA.-Patentschrift 2 403 927 bekannten Stabilisatoren. Die dort angegebenen Mercaptotetrazole, beispielsweise i-Phenyl-5-mercaptotetrazol, müssen jedoch auch in einer Menge von 8 mg je Mol Halogensilber verwendet werden. Ebenso müssen die aus der deutschen Patentschrift 618 354 bekanntgewordenen Cyanide und GoIdchlorwasserstoffsäuren der Emulsion in einer Menge von etwa 1,6 g je Mol Halogensilber zugesetzt werden.
Da die Stabilisatoren oftmals verhältnismäßig teure
Verbindungen sind, fallen Mengen von 50 mg bis 311 1,6 g Stabilisator (wie beispielsweise bei der Goldchlor-
wasserstoffsäurej je Mol Halogensilber wirtschaftlich erheblich ins Gewicht. Von besonderer Bedeutung ist jedoch, daß Verbindungen, die in derartigen Mengen verwendet werden, oftmals bestimmte unerwünschte Nebenwirkungen auf die physikalischen und chemisehen Eigenschaften der Emulsion oder der verwendeten Behandlungsbäder zwangläufig ausüben.
Besonders überraschend ist nun, daß gemäß der Erfindung Stabilisatoren verwendet werden können, bei denen Konzentrationen von unter, etwa 0,25 mg Stabilisator je Mol Halogensilber, wie im weiteren noch ausführlich dargelegt ist, die eine ausreichende Schleierverhütungswirkung ergeben. Konzentrationen über diese Mengen sind im allgemeinen schädlich oder bringen keine besseren Stabilisierungseffekte mehr mit sich.
Gemäß der Erfindung werden nun als Stabilisatoren Quecksilbersalze, insbesondere Quecksilbersalze anorganischer oder organischer Säuren verwendet.
Auf diese Weise können Empfindlichkeit und Grundschleier der Halogensilber-Emulsionen bei Lagerung unter höheren Temperaturen und Feuchtigkeiten bei oder in der Nähe der günstigsten Ausgangswerte gehalten werden. Die Schleierverhütungsmittel gemäß der Erfindung können dabei der Emulsion in jeder Stufe ihres Herstellungsverfahrens zugesetzt werden, bevor sie auf einen Träger gegossen wird.
Quecksilbersalze, die sich als Schleierverhütungs-. mittel gemäß der Erfindung als besonders geeignet erwiesen haben,, sind, beispielsweise. Quecksilberhalogenide, wie Merkurichlorid, Merkurochlorid, Merkuribromid, Merkurobromid, -jodid, Merkurinitrat, Merkuronitrat, Merkurosulfat, Quecksilberacetat usw., und die entsprechenden mit einem Überschuß an Säureanionen gebildeten Komplexe, wie K2Hg(CN)4 und .K2HgBr4.
Wenn gemäß der Erfindung eine Lösung des als Schleierverhütungsmittel verwendeten Quecksilbersalzes einer entsprechenden Konzentration einer unsensibilisierten oder auch einer optisch sensibilisierten Halogensilberemulsion zugegeben wird, zeigt es sich, daß sich dabei die Empfindlichkeit der Emulsion nicht wahrnehmbar ändert, wenn diese unmittelbar nach dem Vergießen der Emulsion ausgemessen wird. Wenn jedoch die sensitometrischen Messungen nach einem entsprechenden Lagerungszeitraum unter tropischen oder trockenen Lagerungsbedingungen vorgenommen werden, zeigt es sich, daß die Verbindungen die eingestellte photographische Empfindlichkeit der Emulsion stabilisieren und den Schleier auf einem geringen Ausgangspegel halten. ' Als Lösungsmittel können für die Quecksilbersalze beliebige Flüssigkeiten, wie etwa Wasser oder Alkohole, verwendet werden.
Bei der Herstellung einer Halogensilberemulsion lassen sich im wesentlichen drei Stufen unterscheiden: i. Die Emulgierung und Digerierung oder Reifung des Halogensilbers, 2. die Entfernung von überschüssigen löslichen Salzen aus der Emulsion, wie sie im allgemeinen durch Waschen bewirkt wird, und 3. die zweite Digerierung oder Nachreifung der Emulsion zur Steigerung der Empfindlichkeit (s. beispielsweise . M e e s, »The Theory of the Photographic Process «, 1942).
Die Schleierverhütungsmittel können nun der Emulsion in jeder dieser Verfahrensstufen, beispielsweise nach dem letzten Digerieren der Emulsion, zugegeben werden. Als günstigster Konzentrationsbereich des Schleierverhütungsmittels ergab sich der Bereich von etwa 0,05 bis etwa 0,25 mg Schleierverhübungsmittel je Mol Halogensilber der Emulsion. Die günstigste Konzentration kann jedoch schwanken und hängt u. a. auch von dem jeweils verwendeten Halogensilber ab.
. Die Emulsionen können mittels beliebiger Verfahren chemisch sensibilisiert sein. Sie können mittels natürlicher aktiver Gelatine digeriert oder mit Schwefelverbindungen versetzt werden, wie dies beispielsweise aus der kanadischen Patentschrift 259 182 und den USA.-Patentschriften 1 623 499 und 2 410 689 bekannt ist. Die Stabilisierungsmittel gemäß der Erfindung sind besonders für Emulsionen geeignet, die mit Edelmetallsalzen, wie Ruthenium-, Rhodium-, Palladium-, Iridium- oder Platinsalzen, im allgemeinen mit Salzen aller Elemente der Gruppe VIII des Periodischen Systems der Elemente, soweit ihr Atomgewicht über 100 liegt, behandelt oder versetzt werden. Dafür geeignete Verbindungen sind beispielsweise Ammonium-Palladiumchlorid, Kalium-Platinchlorid, Natriumchlorpalladit. Derartige Verbindungen werden zur Sensibilisierung in Mengen verwendet, bei denen sie eine Schleierverhütungswirkung noch nicht in nennenswertem Maße verursachen, wie dies aus der
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kanadischen Patentschrift 489 791 bekannt ist, oder in größeren Mengen als Schleierverhütungsmittel, vergleiche z. B. die USA.-Patentschriften 2 566 245 und 2 566 263.
Die Emulsionen können auch mittels Goldsalzen chemisch sensibilisiert sein, wie dies beispielsweise aus den USA.-Patentschriften 2 399 083, 2 597 856 und 2 597 915 bekannt ist. Hierfür erwiesen sich Verbindungen wie Kaliumchloraurit, Kaliumaurithiocyanat, Kaliumchloraurat, Goldtrichlorid oder 2-Aurosulfobenzothiazolmethochlorid als besonders geeignet.
Die Emulsionen können weiterhin mittels Reduktionsmitteln, wie Zinnsalzen (vergleiche die kanadische Patentschrift 483 565), oder mittels Polyaminen, z. B.
Diäthylentriamin (vergleiche die kanadische Patentschrift 482 643), oder Polyaminen, z. B. Spermin (vergleiche die kanadische Patentschrift 482 644), oder mittels Bi-(/?-Aminoäthyl)-sulnd und dessen wasserlöslichen Salzen (vergleiche die kanadische Patent-
ao schrift 487 421) chemisch sensibilisiert sein.
Die Schleierverhütungs- und Stabilisierungswirkung der Emulsionen wurde bestimmt; indem diese eine Woche inkubiert wurden. Die Ergebnisse dieser Alterungsuntersuchungen sind im folgenden in Tabellen zusammengestellt, in denen Empfindlichkeit, Gammawert und Schleierdichte von Emulsionen mit und ohne stabilisierende Verbindung einander gegenübergestellt sind. Zur Untersuchung wurde eine orthochromatische Jodbromidemulsion herangezogen, die wie in den nachfolgenden Beispielen beschrieben behandelt worden war.
Beispiel 1
Einem Liter Jodbromsilber-Gelatineemulsion, die 0.24 Mol Halogensilber enthielt und die mittels 20 mg 3, 3'-Diäthyl-9-rnethylthiacäfbocyahinbrömid optisch sensibilisiert und außerdem mit lö ecm 8%iger Saponinlösung versetzt worden War, würde eine Alkohollösung mit den in der nachstehenden Tabelle zusammengestellten Mengen an Quecksilbersalzen zugegeben. Die Emulsion wurde auf Glasplatten gegossen und diese zusammen mit anderen Platten, die zur selben Zeit mit der gleichen Emulsion, die jedoch kein Quecksilbersalz enthielt, übergössen worden waren, in einem Sensitometer (Type Eastmarl Hb) belichtet und 5 Minuten bei 20° mit einem Entwickler folgender Zusammensetzung behandelt:
N-Methyl-p-aniinophenolsulfat 2,5 g
getrocknetes Natriumsulfit 30,0 g
Hydrochinon 2,5 g
Natriummetaborat 10,0 g
Kaliumbromid 0,5 g
Wasser auf 11.
Die Platten mit den Emulsionen mit und ohne Quecksilbersalze wurden eine Woche bei 49° und 20 °/0 relativer Feuchte abgelagert und daraufhin belichtet Und entwickelt, wie angegeben.
Ein Ausmessen von Empfindlichkeit, Gammawert und Schleierdichte, wobei Empfindlichkeit als lo/i, i = Inertia, d. h. der Belichtungswert in Kerzen-Meter-Sekunden, der sich für die Null-Schwärzung ergibt, wenn der geradlinige Teil der Gamma-Kurve einer Emulsion verlängert wird, angegeben ist,.ergab folgende Werte:
Verbindung
mg/Mol Frische Emulsion
Empf. Gamma | Schleier
Nach Wärmebehandlung Empf. Gamma | Schleier
Kontrollprobe
Emulsion mit Merkurichlorid
Emulsion mit Merkurijodid .
0,21 0,08
Beispiel 2
Bestimmte Mengen einer Jodbromsilber-Gelatineemulsion, die 0,24 Mol Halogensilber je Liter enthielt und die mit einem Schwefelsensibilisator gemäß der kanadischen Patentschrift 259 182 und mit Kaliumchloraurat digeriert, ferner mit einer Mischung aus
1,62
1,82
1.73
0,08
0,08
0,08
500 460
560
1,55 1.51 1.55-
0,13 0,04 0,08
Cyanin- und Merocyaninfarbstoffen optisch sensibilisiert war, wurden mit Merkurosulfat in wechselnder Menge versetzt, auf einen geeigneten Träger gegossen und wie im Beispiel 1 behandelt. Es ergaben sich folgende Werte für Empfindlichkeit, Gammawert und Schleierdichte:
Verbindung
' mg/Mol Frische Emulsion
Empf. I Gamma Schleier
Nach der Ablagerung Empf. Gamma Schleier
Kontrollprobe
Merkurosulfat
Merkurosulfat
Merkurosulfat
0,08
0,8
4.0
0,82
o,74
o,79
0,68
0,09
0,09
0,08
0,06
1260
1550 1200
0,87 0,78 0,80 0,66
0,20 0,14 0,08 0,05
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Aus der Aufstellung kann entnommen werden, daß, wenn größere Mengen Merkurosulfat verwendet werden, beispielsweise 4 mg je Mol, die Empfindlichkeit wieder etwas abnimmt.
Beispiel 3 .,
Eine Bromjodsilber-Gelatineemulsion mittlerer Empfindlichkeit wurde mit einer Mischung aus GoId- und Schwefelverbindungen sensibilisiert und in zwei Teile geteilt. Einem Teil wurde als Reduktionssensibilisator Triäthylentetramin zugegeben (vgl. die kanadische Patentschrift 482 643). Eine Probe dieses Teiles wurde mit Merkurichlorid versetzt. Die beiden Teile der Emulsion wurden 3 Tage bei 49° und 2O°/0 relativer Feuchte inkubiert, in einem Sensitometer der Type Eastman I b belichtet und mit einem Entwickler folgender Zusammensetzung behandelt:
N-Methyl-p-aminophenolsulfat 2,2 g
Hydrochinon 8,8 g
getrocknetes Natriumsulfit 96,0 g
Natriumcarbonat Monohydrat 56,0 g
Kaliumbromid 5,0 g
1 Wasser auf 11.
Die frisch vergossenen und die inkubierten Proben zeigten folgende Werte für Empfindlichkeit, Gammawert und Schleierdichte:
Verbindung
mg/Mol
Frische Emulsion
Empf. I Gamma I Schleier
> Nach der Ablagerung
Empf. I Gamma I Schleier
Kontrollprobe
(I) Triäthylentetramin
I -f Merkurichlorid ..
36,0
0,12
250
295
295
1,46
1,63
0,09
0,11
0,09
265
315
400
1,46
1,48
1,36
0,12
0,20
0,14
Beispiel 4
Eine Bromjodsilber-Gelatineemulsion mittlerer Empfindlichkeit wurde mit 20 mg je Mol Halogensilber Allylschwefelharnstoff digeriert, in zwei Teile geteilt, die mit den in der nachstehenden Aufstellung angegebenen Quecksilberverbindungen versetzt wurden.
Die Teile wurden auf einen Acetylcellulosefilm gegossen, in einem Sensitometer der Type Eastman Ib belichtet und 4 Minuten mit einem Entwickler der im Beispiel 3 angegebenen Zusammensetzung behandelt. Empfindlichkeit, Gammawert und Schleierdichte wurden vor und nach einer vierwöchigen Inkubation bei 490 bestimmt.
Verbindung
mg/Mol Frische Emulsion Gamma Schleier Nach der Ablag
Empf. 1,24 0,09 Empf. Gamma
0,078 255 1,20 0,07 210 1,09
0,078 220 1,24 0,09 225 1,15
0,078 235 1,28 0,10 195 1,09
0,0195 210 1,25 0,08 245 I,08
0,039 255 1,23 0,09 215 1,12
265 225 I,IO
Schleier
Kontrollprobe
Merkurichlorid
Merkuribromid
Merkurijodid .
Merkurinitrat .
Merkurinitrat .
0,50
0,26
0,40
0,33
0-/34
0,36
Die Schleierverhütungsmittel gemäß der Erfindung brauchen nicht unmittelbar der Halogensilberemulsion zugesetzt zu werden. Sie können auch in eine auf einer oder beiden Seiten eines Filmes angeordnete Kolloidschicht, wie eine Gelatineschicht, eingebracht werden.
Die Schleierverhütungsmittel können auch in einem Behandlungsbad, beispielsweise dem Entwickler- oder Vorbad, angewendet werden.
Die Schleierverhütungsmittel gemäß der Erfindung sind für die verschiedensten Arten von photographisehen Emulsionen geeignet. Sie können nicht nur in den gewöhnlichen unsensibilisierten Emulsionen, sondern auch in orthochromatischen, panchromatischen oder Röntgen-Emulsionen angewendet werden. Wenn Sensibilisierungsfarbstoffe vorhanden sind, können die Schleierverhütungsmittel der Emulsion vor oder nach der Farbstoffzugabe zugefügt werden. Als lichtempfindliche Verbindungen kommen die verschiedensten Silbersalze, wie Silberbromid, Silber] odid, Silberchlorid oder Halogensilbergemische, in Betracht. Die Schleierverhütungsmittel können auch in farbenphotographischen Emulsionen, beispielsweise in Emulsionen verwendet werden, die farbstoffbildende Kuppler enthalten, oder in Emulsionen, die mit Kupplungslösungen entwickelt werden. ,
Als Dispergierungsmittel für das Halogensilber können beispielsweise Gelatine oder andere kolloidale Materialien, wie Kollodium, Eiweiß, Cellulosederivate oder Kunstharze, angewendet werden.
Der Fachmann kann entsprechend den jeweils vorliegenden Verhältnissen durch Vornahme der üblichen Messungen die geeignetsten Salze und deren optimalen Konzentrationen jeweils selbst bestimmen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Stabilisiertes, photographisches Material mit mindestens einer Halogensilberemulsion, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion zum Schutz
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    gegen Zunahme der Grundverschleierung und Verringerung der Empfindlichkeit bei längerer Lagerung ein einfaches Quecksilbersalz, vorzugsweise in einer Konzentration unter etwa 0,25 mg je Mol Halogensilber, enthält.
  2. 2. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion ein Quecksilberhalogenid enthält.
  3. 3. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion Quecksilberchlorid in einer Konzentration von etwa 0,21 mg je Mol Halogensilber enthält.
  4. 4. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion Quecksilber j odid in einer Konzentration von etwa 0,08 mg je Mol Halogensilber enthält.
  5. 5. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion Quecksilbernitrat in einer Konzentration unter etwa 0,25 mg je Mol Halogensilber enthält.
  6. 6. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion Quecksilberacetat in einer Konzentration unter etwa 0,25 mg je Mol Halogensilber enthält.
  7. 7. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion Merkurosulfat in einer Konzentration unter 0,08 mg je Mol Halogensilber enthält.
  8. 8. Photographisches Material nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion mittels Schwefelverbindungen und/oder Goldsalzen und/oder Reduktionssensibilisatoren chemisch sensibilisiert ist und vorzugsweise ein Quecksilberhalogenid, insbesondere ein Quecksilberchlorid, enthält.
  9. 9. Verfahren zur Herstellung eines photographischen Materials nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Halogensilberemulsion in einer beliebigen Stufe des Herstellungsverfahrens derselben, jedoch vor dem Vergießen, ein einfaches Quecksilbersalz, vorzugsweise Quecksilberchlorid oder Quecksilber j odid, in einer Konzentration unter 0,25 mg je Mol Halogensilber zugegeben wird..
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