DEE0009145MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Juni 1954 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bekanntlich gelangen für Temperaturen von über 5000 C häufig austenitische Stähle zur Anwendung,
weil dieselben eine hohe Warmfestigkeit aufweisen. Insbesondere bei Wärmekraftanlagen kommt es
dabei häufig vor, daß Teile von Rohrleitungen und Gehäusen durch Schweißung miteinander verbunden
werden müssen, wobei der eine Teil aus austenitischem Stahl, der andere jedoch aus ferritischem
Stahl hergestellt ist.
Bekanntlich' hat austenitischer Stahl einen wesentlich größeren Wärmedehnungsbeiwert als
ferritischer Stahl. Wenn daher nach Fig. ι beispielsweise ein. ferritisches Rohrstück ι durch
eine einfache Rundschweijßung 2 mit einem austenitischen Rohrstück 3 verbunden wird, so ergeben
sich bei hoher Temperatur zusätzliche Beanspruchungen dadurch, daß sich das austenitische
Rohrstück 3 im heißen Zustande auf einen größeren Durchmesser ausdehnt als das ferritische Rohrstück
i, und es entstehen demzufolge sowohl an den durch Schweißuing verbundenen Partien der beiden
Rohrenden, als auch an der Schweißstelle selbst zusätzliche Spannungen.
In Fig. 2 ist die ungleiche Durchmesserzunahme1 der beiden Rohrenden im heißen Zustand in übertriebenem
Maßstabe veranschaulicht. Durch die
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E 9145 IbI49 h
Schweißnaht wird ein stetiger Übergang des Durchmessers erzwungen. Es ergibt sich dabei
eine starke Biegebeanspruchung der Rohre in der Nähe der Übergangsstelle. Die zusätzlichen Beanspruchungen
können zu Beschädigungen der Rohrenden bzw. deren Schweißverbindungen führen,
besonders wenn 'häufiges Abkühlen und Wiedererwärmen auftritt.
Erfmdungsgemäß wird nun eine Sdhweißverbindung
zwischen zwei hohen Temperaturen ausgesetzten Rohrenden, Stutzen od. dgl., bei welchen
der eine Teil aus ferritischem und der andere Teil aus austenitischem Stahl besteht, durch eine
zickzackförmig verlaufende Schweißnaht hergestellt.
Das Vorseihen von Zickzacksehweißnähten ist an sich bekannt und se'hon bei der Herstellung geschweißter
Fachwerkkonstruktionen aus Rohren, Hohlstäben u. dgl. für die Verbindung der Stäbe
mit den Kanten bzw. den Trag- oder Stützteilen vorgeschlagen worden. Bei Fachwerkstäben tritt
im wesentlichen eine Beanspruchung auf Zug und Druck in Längsrichtung des Stabes auf. Der zickzackförmige
Verlauf der Schweißnaht bewirkt dabei, daß die Naht in eine günstigere Lage zur
Beanspruchungsirichtung fällt. Mit Temperaturunterschieden
und unterschiedlichen Dehnungen der zusammenzuschweißenden Materialien ist hierbei
nicht zu rechnen-,
Höhen Temperaturen ausgesetzte Rohrenden, Stutzen u. dgl., wie sie besonders bei Wärmekraftanlagen
verwendet werden, sind in der Regel hauptsächlich durch Innendruck beansprucht. Die einfachen
Rundnähte, welche bisher stets zur Verbindung von solchen Rohren verwendet wurden, liegen
hierbei schon in günstigster Beanspruchungsrichtung, so daß jene Rücksichten, die bei den Fachwerkkonstruktionen
zu einer Verwendung von Ziakzackschweißnähten geführt haben, nicht maßgebend
sind. Handelt es sich indessen um die Aufgabe, Rohrenden, Stutzen u. dgl. zusammenzuschweißen,
bei welchen der eine der zusammenzuschweißenden Teile aus ferritischem und der andere
aus austenitischem Stähl besteht und die angrenzeniden
Teile somit unterschiedliche Wärmedennungsbeiwerte aufweisen, so bringt die Verwendung
einer zickzackförmig verlaufenden Schweißnaht wieder besondere Vorteile. Dieser zickzaekförmige
Verlauf !bewirkt nämlich, daß der Robrumfang beim Übergang vom einen zum anderen
der zusammengeschweißten Teile nicht plötzlich
. auf seiner ganzen Länge den Baustoff wechselt.
Anfänglich besteht beispielsweise der Rohrumfang noch vorwiegend aus ferritischem Baustoff, und
erst allmählich nehmen die zwischengeschalteten Teile aus austenitischem Baustoff zu, während die
Teile aus ferritischem Baustoff abnehmen. Der Übergang vom einen auf den anderen Baustoff und
damit vom einen auf den anderen Durchmesser bei Rohren unterschiedlicher Dehnung wird also auf
die Breite der Amplitude des Zickzackverlaufes verteilt. Es treten somit praktisch keine Biegespannungen
mehr auf, wenn die Amplitude der zickzackförmigen Schweißnaht hinreichend groß gemacht wird.
Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen ein Beispiel für eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schweißverbindung in Anwendung auf die Verbindung zweier aneinander anschließender Rohrteile.
Fig. 3 zeigt hierbei die Rohrteile in Ansicht quer zur Achse, Fig. 4 einen Querschnitt im Bereich
der Schweißung nach der Linie IV-IV der Fig. 3 und Fig. 5 eine Abwicklung des Rohrumfanges.
Fig. 6 stellt sodann eine weitere Ausführungsform der zickzackförmigen Schweißnaht in Abwicklung
dar.
Gemäß Fig. 3 ist 'ein Rohrteil 4 aus ferritischem
Stahl mit einem Rohrteil 5 aus austenitischem Stähl längs einer Schweißnaht 6 zusammengeschweißt.
Die Schweißnaht 6 verläuft zickzackförmig. Sie hat, wie aus der Abwicklung des Rohrumfanges
nach Fig. 5 hervorgeht, ungefähr die Form einer Sinuslinie. Es greifen hierbei aus
ferritischem Stahl bestehende Lappen 41 und aus austenitischem Stahl bestehende Lappen 51 ineinander.
In dem in der Mitte des Schweißbereiches verlaufenden
Querschnitt IV-IV besteht das Rohr längs des Umfanges abwechslungsweise aus gleichen
ferritisiohen und austeiiitischen Teilen. Es
wird sich somit dieser Bohrbereich bei Erwärmung ohne besondere Zwangsspannu-ngen auf einen mittleren
Durchmesser ausdehnen. Bei immer noch im Bereich der izickziackförmigen Schweißnaht 6 verlaufenden
Querschnitten links des Querschnitts IV-IV überwiegt der ferritische Stahl, rechts des
Querschnitts IV-IV 'dagegen der austenitische Stahl.
Bei dieser Ausbildung der Schweißnaht wird somit allein schon durch 'die Wärmedehnung, also
ohne besondere Schub- und Biegungsbeanspruchung, ein allmählicher, sanfter Übergang des Durchmessers
von jenem des rein ferritischen Rohres zu jenem des rein austenitischen Rohres erzielt.
Außer in der in Fig. 5 dargestellten Weise kann die Zickzacklinie auch in vielen anderen Formen
ausgeführt werden. Je nach der Größe des Rohres kann sie auch eine größere oder kleinere Wellenzahl
aufweisen. Ferner kann die Zickzacklinie beispielsweise auch aus abwechslungsweise gegen die
Rohrachse geneigten geraden Linien, gegebenenfalls mit Abrundungen an den Eckpunkten bestehen.
. Fig. 6 zeigt als weitere Variante in Abwicklung eine zickzackförmige Schweißnaht 61, welche gemaß
einer aus zur Rohrachse parallelen geraden Strecken und halbkreisförmigen Verbindungsbogen
zusammengesetzten Linie verläuft.
Die erfindungsgemäße Schweißverbindung kann nicht nur auf die Verbindung von zwei Rohrenden
angewandt werden, sondern beispielsweise auch auf die Verbindung zwischen einem zylindrischen,
rohrförmigen Ansatz eines Gehäuses. Die zu verbindenden Teile können ferner auch statt eines
kreisförmigen Querschnitts einen elliptischen oder ähnlichen Querschnitt aufweisen.
699/288
Claims (1)
- E 9145Ib/49hPatentanspruch:Schweißverbindung zwischen zwei hohen Temperaturen ausgesetzten Rohrenden, Stutzen od. dgl., bei welchen der eine Teil aus ferritischem und der andere Teil aus austenitischem Stahl besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißnaht in an sich bekannter Weise zickzackförmig verläuft.Angezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 169 918.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 699/288 3.56
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