DEE0010431MA - - Google Patents

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DEE0010431MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. März 1955 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind bereits stromzuführende Elektrodenfassungen vorgeschlagen worden, bei denen zum Aufeinanderpressen der Stromübergangsflächen Systeme mit Luft- oder Flüssigkeitsdruck verwandt werden.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine Anordnung zum Senken von Elektroden in elektrischen Schmelzöfen. ,
Es ist auch bereits eine ferngesteuerte Elektrodenfassung vorgeschlagen worden, die einegleichmäßige Verschiebung der Elektrode gegenüber ihrer Fassung ermöglicht. Die Fassung besteht aus zwei Teilen, und zwar einem Teil, der normalerweise die Aufhängung besorgt, und einem Stoppring, der die Verschiebung der Elektrode gegenüber der Fassung regelt. Der Stoppring steht mit der Fassung oder mit an ihr befestigten Teilen, z. B. mit der Aufhängungsanordnung, in Verbindung. Beim Senken begleitet der Stoppring die Elektrode und begrenzt ihre Bewegung gegenüber dem Bad durch Anschlag gegen die Fassung oder gegen damit verbundene Teile. Wenn nach dem Senken die Fassung die Aufhängung wieder übernommen hat, wird der Ring mittels Federn in die Ausgangsstellung zurückgebracht, nachdem sein Druck gegen die Elektrode genügend verringert worden ist.
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Derartige ferngesteuerte Elektrodenfassungen werden zur Zeit in vielen Lichtbogenofen (Elektrostahlöfen) angewandt. Bei kontinuierlich arbeitenden Schmelzofen für Karbid, Ferrolegierungen u. dgl. ist es zweckmäßig, den Stoppring über dem Aufhängungsmantel . anzubringen, wo er gegen Strahlungswärme vom Ofen gut geschützt ist. Die meisten größeren Schmelzofen 'mit Söderiberg-Elektroden sind bisher mit einem Bremsband gemäß
ίο dem norwegischen Patent 49 139 versehen worden, um die Bewegung des Senkens zu beherrschen..Es wurde jedoch gefunden, daß es vorteilhaft ist, Gummikissen nach Art der in der deutschen Patentanmeldung E 4337 VIII d/21 Ii beschriebenen zum Festklemmen des Stoppringes gegen die Elektrode zu benutzen. Es ist auch möglich, eine Membran aus einem elastischen Material, wie es bereits vorgeschlagen wurde, anzuwenden. Gemäß der Erfindung ist die Elektrodenfassung so ausgebildet, daß der Stoppring mittels eines oder mehrerer Säcke, Kissen oder Membranen aus Gummi oder einem anderen elastischen Material an die Elektrode fest angedrückt ist, wobei der Druck mittels eines in die Kissen eingepreßten Druckmittels veränderbar ist. Bei Anbringung des Stoppringes oberhalb des Aufhängungsmantels ist es nicht notwendig, die Gummikissen in wassergekühlte Schutzplatten einzuschließen, und die Konstruktion kann sehr einfach ausgeführt werden. Diese An-Ordnung ist in Fig. 1 und 2 gezeigt.
Fig. ι ist ein Vertikalschnitt durch die Elektrode und den Ring und
Fig. 2 ein Horizontalschnitt durch den Ring.
Die Anordnung enthält eine Elektrode 1, eine Fassung 2 und einen Aufhängungsmantel, 3 sowie einen Aufhängungsrahmen 4 und einen Stoppring 5, der aus einem äußeren Ring 6 besteht, weloher aus einem Stück beste'ht oder mit Rücksicht auf die Montage in zwei oder mehrere Teile geteilt sein kann. Die Gummikissen 7 wurden von einer gemeinsamen ringförmigen Zufuhrleitung, die den Ring umgibt, unter Druck gesetzt. Diese Leitung ist in der Figur nicht dargestellt. Die Gummikissen 7 wirken auf Klemmplatten 8, die. gegen die Elektrode gedrückt werden. Federn 9 regeln das Herablassen, das jedesmal 5 bis 20 cm betragen kann, und bringen den Stoppring in seine Ausgangsstellung zurück, wenn sein Druck gegen die Elektrode aufgehoben wird.
In offenen Schmelzöfen, z. B. für hochprozentiges FeSi, besteht nach einiger Betriebszeit die Gefahr, daß der Kontakt 'zwischen den Backen und dem Elektrodenmantel durch Bildung eines Belages an der Kontaktfläche der Backen schlecht wird. Hierdurch können Lichtbogen entstehen, so daß die Backen zerstört werden und sie ausgewechselt werden müssen. Die Erfahrung zeigt, daß die Lebensdauer der Backen von ihrem Druck gegen den Elektrodenmantel abhängig ist, und zwar besonders vom Druck während des Herablassens der Elektrode durch die Fassung. Normalerweise wird der Druck während des Herablassens vermindert, so daß sich infolgedessen isolierender Staub an der Innenseite der Backen festbrennt. Die Erfindung schafft eine einfache Senkanordnung, die das Senken der Elektroden unter vollem Druck der Backen gestattet. Dadurch werden die Kontaktflächen sauber geputzt, und der Belag an der Innenseite der Backen wird vermieden.
Dies geschieht dadurch, daß die Elektrode mittels ■einer äußeren Kraft zusätzlich zum Gewicht der Elektrode durch die Fassung gezogen wird, während die Fassung, die beliebiger Art sein kann, die ganze Zeit mit festgeklemmten Backen arbeitet. Diese Zusatzkraft für das Ziehen wird mittels mehrerer parallel wirkender Ziehanordnungen erzeugt, die um die Elektrode herum angebracht sind und 'z. B. mit dem Aufhängungsrahmen fest verbunden sind. Die Ziehanordnung kann z. B. ein Zylinder mit zugehörigem Stempel sein, der unter so großen hydraulischen oder pneumatischen Druck gesetzt wird, daß der Ring und die Elektrode durch die Fassung heruntergezogen werden. Wenn der Druck des Ringes,gegen die Elektrode wieder aufgehoben wird, so kehrt er in seine Ausgangsstellung ^zurück, entweder -mittels Federn, wie es bereits in der deutschen Patentanmeldung E 4337 VIII d/21 h beschrieben worden ist, oder dadurch, daß der Stempel im Zylinder doppelwirkend ausgeführt ist.
Der Ring kann in bekannter Weise mit Gummikissen versehen sein. Die Fassung selbst kann zweckmäßig auch in dieser Art ausgeführt sein, da sie eine sehr genaue Regelung des Backendruckes an der Elektrode gestattet.
Die Anordnung ist in Fig. 3 gezeigt. Sie enthält die Elektrode 1, die Fassung 2 und den Aufhängungsmantel 3, der mit dem Aufhängungsrähmen 4 verbunden ist, welcher mit dem Elektrodenaufzug in Verbindung steht. Die Ziehanordnungen 10 sind mit dem «Stoppring 5 und dem Aufhängungsrahmen fest verbunden. Die Zylinder 11 sind mit einem einfach oder doppelt wirkenden Stempel 12 versehen. Das Druckmedium (Wasser, Öl oder Luft) wird mittels der Leitungen 13 zugeführt, wobei bei doppelt wirkendem Stempel noch die Leitungen 14 hinzukommen.
Beim Senken der Elektrode werden die Leitungen 13 für das Druckmedium geöffnet. Der Stempel 12 im Zylinder 11 wird nach unten gedrückt, und der Ring 5 und die Elektrode werden heruntergezogen, bis der Ring an dem Aufhängerahmen 4 anschlägt. Bei Anwendung von einfach wirkenden Stempeln bringen die Federn 9 den Ring in seine Ausgangsstellung zurück. Bei doppelt wirkendem Stempel wird der Ring dadurch aufwärts gedrückt, daß das Druckmedium durch die Leitungen 14 zugeführt wird.
In einzelnen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Elektrode unabhängig von der Fassung senken zu können, z. B. bei einer Reparatur derselben. Es können dann zwei S topp ringe an Stelle eines Ringes benutzt werden. Der zusätzliche Stoppring wird dann unmittelbar über dem Aufhängerahmen 4 angebracht, so daß die Federn 9 auf dem Ring ruhen und die Ziehanordnungen 10 mit dem Aufhängerahmen fest verbunden sind. Dieser zusätzliche
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Ring übt nur dann einen Druck auf die Elektrode aus, wenn der oberste Ring nach beendeter Senkung der Elektrode entlastet wird, um in seine Ausgangsstellung zurückzukehren. Der zusätzliche Ring vermittelt dann die Aufhängung der Elektrode, während der oberste Ring entlastet wird. Er kann auch unter konstantem Druck zur zusätzlichen Sicherung während des Heräblassens stehen.
Beim Senken der Elektrode unter gleichzeitiger to Verminderung des Druckes der Fassung gegen die Elektrode können die Ziehanordnungen durch allmähliche Verminderung des gegen die Unterseite der Stempel wirkenden Druckes als Bremsen benutzt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Elektrodenfassung mit einem Teil, der normalerweise die Stromzufuhr und die Aufhängung bewirkt, und einem zweiten Teil in Form eines Stoppringes, der oberhalb der Fassung angebracht ist und mit ihr selbst oder mit an ihr befestigten Teilen fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoppring mittels eines oder mehrerer Säcke, Kissen oder Membranen aus Gummi oder einem anderen elastischen Material an die Elektrode fest angedrückt ist, wobei der Druck mittels eines in die Kissen eingepreßten Druckmittels veränderbar ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Ziehanordnungen vorgesehen sind, die mit dem Stoppring und dem Aufhängemantel fest verbunden sind und die Elektrode durch die Fassung ziehen, so daß das Senken der Elektrode gegenüber der Fassung unter vollem Backendruck stattfindet.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ziehanordnungen ein hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel enthalten, das auf Stempel in senkrecht stehenden Zylindern wirkt.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel in den Zylindern doppelwirkend sind, so daß der Stoppring, sobald sein Druck gegen die Elektrode vermindert wird, in seine Ausgangsstellung zurückgebracht werden kann.
  5. 5. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, gekennzeichnet durch' Federn, die den Stoppring automatisch in seine Ausgangsstellung zurückbringen.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoppring mittels der Ziehanordnungen mit der Fassung oder mit an ihr befestigten Teilen verbunden ist, die als Bremsen wirken, wenn die Elektrode infolge ihres eigenen Gewichtes durch die Fassung gleitet, nachdem der Druck derselben genügend vermindert .worden ist.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 386631.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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