DEF0000634MA - Strömungsmeßverfahren und Meßapparat zur Ausübung des Verfahrens - Google Patents
Strömungsmeßverfahren und Meßapparat zur Ausübung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Strömungs-Messverfahren. Bei bekannten Verfahren dieser Art werden zur Messung von Strömungswiderständen bzw. Strömungsgeschwindigkeiten die Drücke an den zu untersuchenden Stellen der Leitung direkt durch Druckmessgeräte, z.B. Staurohre, Manometer etc. gemessen.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass eine Leitung in zwei Zweige aufgeteilt und in diese Widerstände bekannter Wirkung eingesetzt und die beiden Zweigleitungen hinter den Widerständen mit einem Differentialdruckanzeiger verbunden werden, dass ferner den Ausgängen der beiden Zweigleitungen je ein Strömungswiderstand vorgesetzt wird, von denen die Wirkung des einen bekannt, während die Wirkung des anderen unbekannt ist und durch die vom Druckdifferentialanzeiger angezeigte Druckdifferenz ermittelt wird.
Zur Ausübung des Verfahrens dient ein Messgerät, das sich dadurch kennzeichnet, dass dasselbe zwei Zweigleitungen einer Leitung eines Druckmediums aufweist, die mit Strömungswiderständen bekannter Wirkung versehen sind, wobei die beiden Leitungen hinter diesen Widerständen mit einem Differentialdruckanzeiger verbunden sind, dass ferner die Ausgänge der Zweigleitungen mit je einem Strömungswiderstand versehen sind, von denen die Wirkung des einen bekannt und die des andern gesucht und durch den Differentialdruckanzeiger bestimmbar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Messgerätes zur Ausübung des Verfahrens schematisch veranschaulicht.
Das Zuleitungsrohr 1, durch welches in der Pfeilrichtung ein Druckmedium fliesst, zweigt in die Leitungen 2 und 3 ab. Die
Leitungen 2 und 3 sind durch die Leitungen 4 und 5 mit einem Differentialdruckanzeiger 6 verbunden, der über eine Membrane 7 den Zeiger 8 betätigt, welcher die Druckdifferenz des in den beiden Leitungen herrschenden Druckes auf der Skala 9 aufzeigt. Die Leitungen 1, 2 und 3 sind mit Widerständen bekannter Wirkung 10, 11 und 12 versehen, welche vor den Leitungen 4 und 5 angeordnet sind. Die Ausströmöffnungen 14 und 15 der Leitungen 2 und 3 sind durch die Widerstände 16 und X gedrosselt. Die Grösse des Widerstandes 16 ist bekannt, während die Grösse des Widerstandes X gesucht wird. Der Widerstand X kann grösser oder kleiner als der Widerstand 16 sein. Ist er grösser, dann entsteht im Leitungsrohr 3 und somit in der Kammer 6a des Differentialwiderstandes ein grösserer Druck als in der Kammer 6b, welche Druckdifferenz durch den Zeiger 8 auf der Skala 9 angezeigt ist.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird daher im Gegensatz zu den bekannten Verfahren der unbekannte Strömungswiderstand nicht direkt, sondern indirekt durch die Druckdifferenz in den beiden Zweigleitungen ermittelt.
Die Erzeugung des Strömungswiderstandes X kann beispielsweise durch einen sich unter Druck deformierenden Körper bestimmt sein, so dass durch diesen Strömungswiderstand gleichzeitig die durch Druck erzeugte Formänderung des Körpers ermittelt werden kann.
Ferner können bei Bearbeitungsmaschinen z.B. Walzwerken, die Walzenlager als unbekannte Widerstände dienen, wobei nach der Anzeige des Differentialdruckanzeigers der Walzendruck entsprechend reguliert werden kann.
Claims (2)
1) Strömungs-Messverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leitung in zwei Zweige aufgeteilt, in diese Widerstände bekannter Wirkung eingesetzt und die beiden Zweigleitungen hinter den Widerständen mit einem Differentialdruckanzeiger verbunden werden, dass ferner den Ausgängen der beiden Zweigleitungen je ein Strömungswiderstand vorgesetzt wird, von denen die Wirkung des einen bekannt, während die Wirkung des anderen unbekannt ist und durch die vom Differentialdruckanzeiger angezeigte Druckdifferenz ermittelt wird.
2) Messgerät zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe zwei Zweigleitungen (2, 3) einer Leitung (1) eines Druckmediums aufweist, die mit Strömungswiderständen (11, 12) bekannter Wirkung versehen sind, dass die beiden Leitungen hinter diesen Widerständen mit einem Differentialdruckanzeiger (6) verbunden sind, und dass ferner die Ausgänge (14, 15) der Zweigleitungen mit je einem Strömungswiderstand (X, 16) versehen sind, von denen die Wirkung des einen bekannt und die des andern gesucht und durch den Differentialdruckanzeiger (6) bestimmbar ist.
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